Schöne Dinge auf der Welt - Der Eurovisions SongContest



Man kann ja dazu stehen, wie man will. Man darf die Windmaschinen verteufeln und das sich Anbiedern von Musik an eine Jury, die man ja niemals zu Gesicht bekommt. Man kann lachen und böse Witze reißen über, wie Griechenland Zypern 12 Punkte gibt und Zypern 12 Punkte an Griechenland. Scherze über langhaarige, vollbusige Blondinen kann man abarbeiten und auch Teenie Boy Bands liefern regelmäßig Schmunzelsubstrat.
 
Was man dem Song Contest aber nicht vorwerfen kann, ist ein Mangel an Enthusiasmus, an Freude am Leben, an Mut. Und man kann ihm nicht vorwerfen, dass zum Song Contest die Länder in einer friedlichen, teilweise künstlerischen Weise zusammenkommen. Es ist, als würden sich die Kinder einer riesengroßen Gemeindebausiedlung im Park treffen um Fussball zu spielen.

Der Song Contest ist wohl neben der Fussball WM eines der größten medialen Ereignisse in dem Länder zusammentreffen um in diesem Falle eben zu singen. Die Amerikaner hypen ja gerne die SuperBowl, aber gegen den SongContest stinkt die SuperBowl gewaltig ab. (ich habe nachgeschaut SuperBowl 2021 92 Millionen, ESC 2021 180 Millionen Zuschauer)
Und dann ist da die Sache mit der Kunst.
Obwohl der Song Contest eine beträchtliche Zahl an völlig inakzeptablen Stücken gebiert, so kann man ihm nicht vorwerfen, dass das NUR so sei. 2017 gewann Salvador Sobral für Portugal mit einem Not Mainstream at all Song. Eine atemberaubende Ballade von der wohl der größte Teil der Menschheit kein einziges Wort verstanden hat und dann doch (und das ist die Kunst) trotzdem genau wußte worum es geht.

Dafür liebe ich den Song Contest. Ich mag es, dass die Menschen häufig für irgendwas voten, das halt ins Ohr geht und belanglos ist und dann, dann auf einmal sagt die Mehrheit etwas ganz anderes. Sie hören die Klasse heraus, die Qualität. Schwarmintelligenz, wenn ihr so wollt. Ist ja auch völlig egal.
Ich mag es, dass sich die Leute mit Musik auseinandersetzen. Dass sie sich die Mühe machen eine Show zu liefern. Der Einsatz ist unbestreitbar. Und ab und dann und vor allem immer wieder kommt dabei ein musikalisches Licht zum Vorschein.
Eine wunderschöne Sache!
Das tut der Menschheit gut, auch wenn man manchmal vor Schreck vom Hocker fallt!







5 Kommentare

  1. Ein interessanter Aspekt! Aber ich verfolge den ESC auch nicht, nur damals, als Lena gewonnen hat, hab ich mal in der Früh nachgeschaut, weil sie mir gefallen hat.
    GLG
    Astrid

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  2. Lol, Du solltest die Kommentare hier lesen úber die "nil points" fúr das DisUnited Kingdom...da fúhlen sich Englische Exzeptionalisten schwer angegriffen, niemand mag sie wegen Brexit - dabei schickten sie die dúmmste "Schauspielerin" (um grosszúgig zu sein) zur Moderation, die sich postwendend darúber ausliess dass in "foreign" alles so seltsam klinge und sie es nicht unterscheiden kónne, also komplett reprásentativ fúr ihre Weltanschauung. Und trotzdem mag sie Keiner. :D GLG nic

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    1. Ja die großen Briten hat es diesmal hart getroffen. Und es ist schon mal anders die ersten drei Plätze nicht englisch zu haben .. wo ich englisch doch mag.
      Mal so, mal so.

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  3. Ich liebe den Songcontest auch. Ich mag alles, die Inszenierungen, die bösen Kommentare, die Kreativität. Und man spürt den Zeitgeist. Ich liebe Salvador Sobrals Beitrag sehr, er hat den Contest verdient gewonnen. Und doch hätte er heuer keine Chance gehabt!

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  4. Ach schön geschrieben, genau deshalb mag ich ihn auch sehr und bin wieder hängengeblieben.
    LG Kati

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