Lockdown Ende und was jetzt?

 

Na super. Und wie mach ich das jetzt? Bzw. was mach’ ich denn jetzt? Die informierte Leserin weiß ja, dass am kommenden Montag in Österreich die Schulen ihre Tore wieder öffnen. Für alle Schüler und auch gleichzeitig. 5 Tage die Woche.
Tief Luftholen.
Es wird getestet. 3x die Woche. In der Schule der kleinen Miss sogar mit PCR Test. soll heißen: viel sichererer geht es zur Zeit eben nicht.

Also legt die holde Frau Mama ihre gesundheitlichen Bedenken auf die Tapferkeitsbank und atmet sich in eine Durchhalteposition bis zum - noch nicht fixen - Impftermin.

Schule ist wichtig. Wir sind auch voll dafür, dass die Kids endlich wieder ihre jugendlichen Ärsche in etwas anderes als eine Sweatpants packen, dazu die Kopfhörer ablegen und die große, weite Welt abseits des heimatlichen WLANs entdecken.

Was mich aber doch ein wenig nervös macht, bin ich. Was mache ich denn, wenn der gelangweilte Nachwuchs nicht mehr auf meinen Nerven herumtrampelt? Wenn die Fragen nach dem Essen, nach dem Wann es Essen gibt und Wie lange es noch dauert bis es Essen gibt, nicht mehr mein Leben dominieren. Wie komme ich damit klar, dass weder das Futur II im Französischen noch die Konstruktion eines Umkreismittelpunkts in einem ungleichseitigen Dreieck meine Lebenszeit in Anspruch nehmen.
Es ist wie damals, als sie, lang lang ist’s her, in den Kindergarten kamen und plötzlich nicht mehr dauernd um mich waren. Nur, dass sie diesmal nicht mehr sabbern.

Doofe Pandemie, jetzt muss ich mir die Kinder noch einmal abgewöhnen.


Kommentare

  1. Liebe Susanne
    Einmal mehr wird mir beim Lesen bewusst, dass die Schweiz nicht nur in Europa, sondern auch in der Pandemie eine Insel ist. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie es gewesen wäre mit Schulschliessung. Wir hatten nur beim ersten Lockdown eine Schulschliessung in der Grundschule. Die Unis und Hochschulen waren zwar dieses Jahr auch eine Weile geschlossen. Aber dafür sind unsere Kinder noch zu klein. Und doch liesst es sich für mich, als ob du auf einem anderen Kontinent leben würdest. Ganz weit weg, kein Nachbarland.
    Angst hatte ich gottlob nie, weder um mich, noch um die Kinder. Auch nicht um die Lehrpersonen. Vielleicht liegt es an meinem tief verwurzelten Optimismus, keine Ahnung. Oder an der Tatsache, dass wir auf dem Land wohnen.
    Ich wünsche Dir/euch auf jeden Fall einen guten Start am Montag. Gutes Durchatmen und kein vor Langeweile versabbertes Gesicht ;-)
    Liebe Grüsse
    Paula

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    1. Liebe Paula,
      vielen Dank für deine Worte. Ich schaffe den Montag bestimmt. Ich musste es nur loswerden.
      Jaja, die Pandemie ist einfach ein schräges Erlebnis. Zumindest für die, die nicht krank geworden sind (und es hoffentlich nicht werden).
      Pass gut auf dich und die Deinen auf!
      LG aus Wien
      Susanne

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    2. Mich hat das Virus Mitte Februar für zwei Wochen voll flach gelegt. Und auch wenn ich das nicht nochmal erleben möchte, war und bin ich schon das ein und andere Mal froh darum gewesen, dass ich es hatte und dadurch eine Weile geschützt bin. Insbesondere beim Kontakt mit Menschen aus der Risiko-Gruppe. Aber du schreibst es richtig, eine Pandemie ist ziemlich heftig. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass wir so etwas erleben werden.

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  2. Die Frage wird sich meine Tochter in den USA auch irgendwann stellen. Sie hat die Kids seit fast einem Jahr komplett im selbst organisierten Homeschooling...
    Ich überlege auch, ob ich jemals meine Vorratshaltung und die anderen neuen Gewohnheiten wieder ablegen kann. Dabei war ich doch eigentlich froh, dass mir an der Kasse keiner mehr auf die Pelle rücken oder den Einkaufswagen in die Haken fahren durfte...
    Also noch ein bisschen genießen...
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Oja, im Vorratseinkaufen bin ich jetzt auch ganz groß. Und das ist tatsächlich recht angenehm.
      Auch gehe ich jetzt gerne mitten auf der Straße anstatt am schmalen Gehsteig (zumindest in meiner kleinen, engen Gasse).
      Das behalte ich vermutlich bei.

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  3. Sorry - ich musste eben doch ein wenig schmunzeln! JA, meine beiden dürfen wieder zum Wechselunterricht in die Schule. Und es ist so wichtig und richtig. Beide sind viel entspannter, wenn sie wieder daheim sind. und ja, auch bei uns wird getestet, wenn auch nur zweimal die Woche. So wirklich angekommen bei mir ist es nicht. Denn den Part den Homeschoolings hat mein Mann übernehmen müssen, weil er krank daheim ist. Aber ein seltsames Gefühl war es trotzdem.

    Und so ein wenig Abnabelung hat noch nie geschadet. Sieh es als Training - "ganz bald" kommt die nächste - Auszug, WG, andere Stadt, feste Freundin, Ehepartner, Enkel ..... HILFE, das stand doch alles gar nicht im kleingedruckten.

    LG
    Zottellotte Sonja



    P.S.
    Die leeren Gänge im Siermarkt und das mit dem Einkaufswagen werde ich ganz sicher vermissen.

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  4. Hallo Susanne,
    bin auf den Veröffentlichen Button gekommen.
    Nun ich habe keine Kinder und kann ja nur einen vielleicht dummen Kommentar hinterlassen.
    Die Kinder kommen ja auch wieder nach Hause und wollen ihr Essen haben und die Zeit vergeht ja so schnell.
    Und nach der ersten Zeit hast du dich ja wieder dran gewöhnt.
    Mein Mann ist beruflich viel unterwegs und in der Woche nicht da. Langweilig wird es mir nicht, gibt immer etwas zu tun und bin dann auch viel unterwegs wenn das Wetter es zulässt.
    L.G.
    Hannelore

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  5. Liebe Susanne,
    heute mal kein Post mit ernstem Inhalt ;-). Essen ist eben essentiell und wenn es nur den Tag strukturiert ;-)). Du schaffst das schon.

    Herzlichst, Petruschka

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  6. hihi
    jetzt habe ich herzlich gelacht
    köstlich wie du es beschreibst..
    ja ..man kann sich an alles gewöhnen ;)
    meine Tochter geht so ziemlich auf dem Zahnfleisch
    denn hier war es immer sehr unterschiedlich ..Schule zu.. Schule teilweise geöffnet
    Quarantäne wenn ein Mitschüler erkrankt war
    dazu ist sie mit einem kaputten Knie seit Januar schon beeinträchtigt
    das zerrt an den Nerven
    der Große wird das Jahr wohl wiederholen müssen
    aber ich denke du wirst dich sehr schnell wieder daran gewöhnen ;)

    liebe Grüße
    Rosi

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