Sportpolo - Haikyuu DIY - Mama kann alles!

Haikyuu Shirt, DIY, selber nähen

Wer heutzutage Kinder im Teenageralter hat, der kommt früher oder später in Kontakt mit Japan und seiner Anime und Manga - Szene. So auch wir. Beide unsere Kinder habe ich schon mit den glubschaugigen Zeichentrickfiguren ertappt. Das stört mich auch nicht. Gar nicht.

Was mich nervös gemacht hat, war der Wunsch der kleinen Miss genau jenes Dress zu besitzen, das die Volleyballmannschaft eines bestimmten Colleges in der Volleyballserie - Haikyuu trägt. 
Bilder aus der Serie wurden mir gezeigt, Shirts, die es zu kaufen gibt, aus dem Internet. "Sowas, Mama. Kannst du mir bittebitte sowas nähen?"

Ich bin ehrlich, ich habe nachgeschaut, ob es das bewusste Shirt zu bestellen gibt. Ich wollte nicht. Lieber nicht. Google klatschte mir die Realität in die Bildanzeige: "nur für Erwachsene".
Aus der Traum vom billigen, Plastikshirt aus China. Mama muss ran.

Problem Nummer 1: Der Stoff

Dann begann die Suche nach dem Stoff. Ich recherchierte in Sachen Sportjersey. Sowas luftiges. Ihr wisst schon.
Nix. Wer Glück hat findet Schwarz. Weiß war schon nicht mehr zu finden, von Orange ganz zu Schweigen. 
Baumwolle also.

Freundlicherweise half mir eine exakte Skizze

Problem Nummer 2: Die weißen Streifen.

Plotter ich die? Oder nähe ich. Laut kleiner Miss maximal 1cm breit bitte. Da verzieht sich mein Gesicht. So dünn schneiden ist ein Ringel-dich-ein-Drama. Breiter schneiden und dann mit der Overlock Daumenmalpi den Zentimeter hinnähen, schien gewagt, war dann aber die Option meiner Wahl. Also Schnittmuster Anpassung 1.

Und siehe da; die vielen Jahre Nähen, lassen mich derlei Hindernisse erstaunlich locker meistern. Ich gebe zu selber hochbeeindruckt zu sein von meinen geraden weißen Zentimeterstrichen.

Problem Nummer 3: V-Ausschnitt Polokragen

Das Schnittmuster hatte einen Rundhalskragen und war schnell abgeändert. Hindernis A war der Kragen an sich. Da sind so Streifen drauf, die der kleinen Miss sehr wichtig waren. Derartiges fertig zu kaufen gibt es einfach nicht. Die Fragen lauteten Jersey oder Bündchen? und Plotter oder Farbe?
Wir wählten Jersey, bügelten ein Vlies drauf und die kleine Miss bemalte fein säuberlich den fertig genähten Kragen mit Stoffmalfarbe.

Die kniffligere Frage war dann doch in Hindernis B zu finden: Wie krieg ich den Polokragen in den V-Ausschnitt?

Ja, in diesem Bild ist der Polokragen nur angeheftet. Ihr seht nicht die finale Naht.

Denn ich bin total gegen eine wulstige Naht von 5 Lagen Stoff im Nacken. Also habe ich - das V-Ausschnitt Bünchen aufgeschnitten, den Kragen hineingesteckt und festgenäht. Nicht sehr professionell, aber total funktional.

Dann noch ein bißchen plottern und schon war es fertig. Knappe drei Tage ganz entspanntes ein-Problem-nach-dem-anderen-lösen.

Die kleine Miss ist im Volleyballhimmel und ich wohl sehr zufrieden.
#nähenrockt



Kommentare

  1. Donnerwetter! Dieser exakt genähte schmale weiße Streifen! Die Kragenlösung! Kinder holen alle Fähigkeiten aus einem heraus.
    GLG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. Das Shirt sieht wirklich perfekt aus! Da wird deine Tochter superglücklich sein!
    Ganz schön kniffelige Gemeinheiten, die da gefordert waren.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  3. Mega! Sehr cool! Diesen Polo-Kragen selber zu nähen hat Respekt verdient! Die Suche nach Sportstoff kenne ich auch - letzten Monat jedoch wurde ein Sportshirt ohne Mikroplastik-Gefahr gewünscht - deshalb musste ich Jersey aus 100% Baumwolle suchen ;-) (habe aber was gefunden) Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  4. Gottseidank sind wir noch von diesem Alter oder diesem Themengebiet entfernt, aber Hut ab vor Deiner Lösung! (Mittlerweile gibt es auch schon so fertige Polokrägen (zB bei Biostoffe.at), ich hab aber keine Ahnung, ob die irgendeinen Vorteil zu Deiner Lösung darstellen würden..)
    Lg, Lea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nichts in der geforderten Farbkombi zu finden ... seufz

      Löschen

Ich freu mich immer narrisch, wenn ihr euch Zeit für einen Kommentar nehmt!

Wenn ihr auf meinem Blog kommentiert, werden die von euch eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung ( Klick auf den entsprechenden Button ganz obern oder ganz unten auf meinem Blog ) und in der Datenschutzerklärung von Google.https://policies.google.com/privacy?hl=de

Du kannst deinen eigenen Kommentar jederzeit selber löschen oder durch mich entfernen lassen.

Kommentare, die Direktlinks zu unbekannten bzw. unersichtlichen Seiten ( ohne erkennbare URL-Adresse ) beinhalten, werden aus Sicherheitsgründen direkt gelöscht.