Mein Sommer 2020 - Staycation


Andrea's Monatsmotto ist die Summer Story. Wie ist unser August so?
Was gibt es dazu zu sagen? Ich habe darüber nachgedacht ...

Dieser Sommer geht in die Geschichte ein. Wir wissen das ja alle. Das hier und heute ist einfach nicht "normal".
Da ist diese Pandemie, sie raubt uns die Freiheit, die Gesundheit und einigen auch das Leben. Und deswegen müssen wir so vieles, das im Jahr davor, nein, eigentlich immer als normal durchging zur Zeit hinterfragen und dann womöglich eben auch weglassen.

Vielen Menschen scheint das schwer zu fallen. Sie wollen, nein müssen geradezu raus. Sie können sich nur erholen, wenn sie nicht daheim sind. Sie brauchen eine Abwechslung, die von Anderen geboten wird. Sie selber können das nicht (mehr).


Und das gibt zu denken. Es liegt doch auf der Hand bzw. im Sarg, dass die Situation eine Ausnahmesituation ist. Dass zu handeln wie sonst eben auch, zur Zeit einfach nicht klug ist.

Mein Leben lang wurde ich, wie wir alle, darauf getrimmt, dass man einen Urlaub braucht. Fix. Das Leben ist keines, wenn man keinen Urlaub hat. Und damit ist gemeint, man muss ins Auto oder den Flieger steigen und möglichst weit weg. Aus dieser Idee entstand ein Wirtschaftszweig, der eine passable Grundlage für so manches Land lieferte (auch das meine).
Alles schön und gut, aber wenn die Leute darüber hinaus verlernen in den eigenen vier Wänden, in der eigenen Stadt, in der eigenen Pampa zu relaxen, die Batterien wieder aufzuladen, dann, so meine ich, geht das Ganze dann doch ein Stücki zu weit. Das ist Gehirnwäsche. Zur Not muss es doch auch das zu Hause bringen? Man sollte auch daheim entspannen können. Fix.


Wenn die Wohnung zu klein, das Kulturangebot zu gering ist, dann Bingo: Investiere das Geld für den Urlaub in dein zu Hause. Liegt doch irgendwie auf der Hand. Dass die Lösung ein Trip nach Mallorca ist, kann auch aufgrund des Klimawandels einfach nicht immer so weitergehen.
Wir müssen wieder lernen, das Daheim zu genießen.

Mein Sommer in diesem Jahr ist nicht nur wegen Corona ein daheimiger. Ich war krank, genese immer noch. Der Wunsch sich für ein paar Stunden ins Auto zu setzen war und ist endenwollend. Ich entspanne auf dem Sofa und bei Spaziergängen. Ich esse in Lokalen ums Eck oder koche daheim selber. In meiner Familie kommen alle damit klar. Und wenn's mal eng wird, geht kind mit Freunden ins Bad. Dieser August ist ein gemütlicher ... und das geht auch ziemlich gut.

Wohlgemerkt wir fahren selber schon gerne auf Urlaub. Wir entdecken gerne Gegenden abseits von Wien, Wien nur du allein. Und um das zu klarzustellen, zeige ich euch heute Bilder aus unserem Sommerurlaub vom  letzten Jahr.

Kommentare

  1. Danke für Deine Worte, Du sprichst mir direkt aus der Seele! Natürlich fährt man gerne in den Urlaub, aber es ist doch kein Weltuntergang, wenn man EINMAL darauf verzichtet. Zumal Wegfliegen auch wegen der Umwelt reduziert werden sollte. Und wenn man mal einen Tapetenwechsel benötigt, dann hat die eigene Region oder zumindest das eigene Land doch auch wundervolle Plätzchen! Somit unterstützt man in der schweren Zeit auch noch die eigene Wirtschaft, schöner Nebeneffekt! Schade, dass das in so vielen Köpfen kein Platz findet.

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  2. sehr schön gesagt.. (geschrieben)
    ja.. viele können mit sich selber nichts mehr anfangen wenn sie mal ein Paar Tage Zeit haben
    immer "Action" entspannend ist das nicht
    und oft sind sie dann nach dem Urlaub urlaubsreif ;)
    ich kenne das überhaupt nicht
    richtigen Urlaub kann ich an einer Hand abzählen
    ich habe noch nie in einem Flugzeug gesessen..
    früher als die Kinder klein waren machten wir Tagesausflüge in die Umgebung
    (mein Mann hielt nichts von Urlaub )
    dann hatten wir einen Wohnwagen.. mit dem wir 2x unterwegs waren
    einmal davon an der Ostsee
    er bekam dann einen festen Stellplatz
    mit 4 Kindern war wegfahren einfach nicht drin

    als unser Nachzügler dann kam waren die großen Kinder schon aus dem Haus
    da haben wir einmal richtig in einer Pension am Bodensee gewohnt
    dort haben wir Leute aus Norddeutschland getroffen (mit Bauernhof)
    die wir auch 2 mal besucht haben
    und einmal in Österreich (Kärnten) mit einem Freund meines Mannes bei seiner Schwiegermutter..die hatte Fremdenzimmer ..das war dann auch mit Familienanschluß ;)

    ach jaa.. und noch 2 mal bei Bekannten und einmal bei Verwandten .. hihi
    also doch etwas mehr als eine Hand voll

    ich war noch nie in einem Hotel
    aber vermißt habe ich nichts
    dafür schon viel von Deutschland und meiner Umgebung gesehen

    manchmal träume ich von einem kleinen Wohnmobil mit dem ich noch mal abklappern möchte wo ich schon mal war

    das Fliegen und Feiern überlasse ich gerne anderen

    liebe Grüße

    Rosi

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  3. Wie recht du doch hast! Klar, sehn ich mich manchmal danach, einfach so drei Mal im Jahr nach Wien zu fliegen wie 2014.
    Aber ich kann ebenso gut in Erinnerungen schwelgen, meine Bücher und Alben anschauen zum Beispiel, all die Schätze nutzen, die ich um mich im Laufe der sechs Jahrzehnte um mich gesammelt habe.
    Ich "schreite" jeden Morgen die Treppe herunter in meinen Wohnraum und denke "Wow! Wie schön!" Und dann schau ich in meinem Garten und denke noch mal "Wow! Nur eine Viertelstunde vom Dom entfernt, so ein kleines Paradies!"
    Dieses "Du-musst-doch- in-Urlaub-fahren!" artet, je älter man wird, in unguten Stress aus. Der ist momentan weggefallen. Unsere letzte Urlaubsreise - die hätte ich so auch nicht gebraucht.
    Wundervollen Kapuziner kann ich uns auch wieder zu Hause kredenzen, seit der Kaffeeautomat wieder aus der Reparatur zurück ist.
    So, und der Umweltaspekt ist jetzt noch nicht zur Sprache gekommen. Der brennt mir auch unter den Nägeln....
    Habt's fein zu Hause!
    Astrid

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  4. So ist es

    Ich genieße aus vollem Herzen und mit reinem Gewissen NICHTS tun zu MÜSSEN. Ich darf jetzt einfach auf meiner Hollywoodschaukel sitzen und den Brombeeren beim Reifen zuzusehen. Dann und wann bei viel Lust einen Tagesausflug machen. Allerdings habe ich da schon festgestellt, dass ich da ganz schnell an meine Grenzen stosse! Wenn es einfach zu viele Menschen werden.
    Ich bin durchaus gern unter Menschen, aber einfach mal einen Sommer ohne: Das ist Erholung auf einem anderen Level. Die Erfahrung möchte ich nicht missen, auch wenn der Grund hierfür blöder kaum sein kann.

    Werde wieder richtig gesund
    Zottellotte Sonja

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  5. Im Nachhinein wird dies ein Sommer sein, an den man sich auch in späteren Jahren noch erinnert. Also sollte man ihn doch mit schönen Dingen füllen, die der Erinnerung wert sind.
    Dafür muss ich nicht in den Flieger steigen.
    Weiterhin eine gute Genesung, lass dich verwöhnen. Jawoll.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  6. Ich bin dann doch in den Flieger gestiegen - um meine Familie zu sehen.

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  7. Ursprünglich wollten wir nach Sizilien und eine Rundreise machen, aber Flug und immer mit Maske und so das muss jetzt wirklich nicht sein. Dafür geht es für 10 Tage an die Mecklenburger Seenplatte, da war ich noch nicht. Groß geplant ist noch nichts, wir lassen es auf uns zukommen. Im August hatten wir eine Woche frei, da waren wir mehrmals in der Umgebung essen und auch mal Adventuregolf spielen, das war auch richtig erholsam und man konnte die Seele baumeln lassen. Es stimmt, man muss nicht immer wegfahren, aber mal was anderes sehen tut auch gut, vor allem wenn man durch Kurzarbeit deutlich mehr freie Tage hat.
    Weiterhin gute Genesung, Ulrike

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