Warum ich schreibe ... und zwar über alles Mögliche


Kürzlich erhielt ich einen Kommentar in dem dann stand: Ich wünschte ich hätte den Mut auch öffentlich meine Gedanken zu teilen ..

Und da kam es mir, dass ich euch das ja so noch nicht explizit erklärt habe:
Warum ich eigentlich schreibe über allerlei,dass mir so durch den Kopf geht.

1. Man ist nicht allein
Ich habe in meinem Leben immer und immer wieder die Erfahrung gemacht, dass man mit einer Situation, in der man sich gerade befindet und die einem irgendwie zusetzt, in den allermeisten Fällen alleine ist. Was aber nicht notwendig wäre, weil irgendwer, oft sogar aus der näheren Bekanntschaft, das auch schon durchgemacht hat. Aber weil es einen gesellschaftlichen Konsens gibt über gewisse Dinge einfach nicht zu sprechen, bleibt man mit dem Problem alleine.
Eine unfassbare Verschwendung an Lebenszeit und Weisheit. Und eine Ursache für Schmerz in Einsamkeit, wie ich selber erfahren durfte. Irre.

Das ist mitunter ein Grund für mich manche Dinge auf dem Blog offen hinaus zu schreiben. Einfach so. Von heftigen Dingen wie Geburt oder gar Fehlgeburt, aber auch von den kleinen Problemen, wie, dass Schnittmuster eben nicht passen, so wie man sich das vorstellt.
Die Chance, das irgendwo irgendjemand dieses Problem kennt, tja, was soll ich sagen, die ist statistisch gegeben. Und wenn diese jemand das dann liest, ist sie weniger allein. Bingo!
Mein bißchen Welthilfe, wenn ihr versteht, was ich meine!
:-)
Gern geschehen.


2. Denkhilfe
Der zweite Grund ist komplizierter zu erklären.
Ich habe erkannt, dass, wenn ich euch etwas erzählen möchte, ich das öfters einfach nicht in Worte fassen kann. Ich habe zwar eine Idee, was ich erzählen/erklären will, aber eben kein Konzept, keinen Plan. Ich bin planlos. Es ist ein Gefühl, ein Verlangen ... völlig untextbar, wie ich feststellen musste.

Wenn ich mich also hinsetze um euch dieses Gefühl mitzugeben, dann muss ich mich unweigerlich erst mal damit auseinandersetzen. Ich muss mir überlegen, was ich eigentlich genau fühle. Ist es Entsetzen, Faszination, Aufregung, Angst? Und wenn ja, wieso, weshalb, warum? Was habe ich dazu gelesen, gesehen und was hat das in mir ausgelöst? Was will ich damit sagen? Und wieso?

Ich habe für mich erkannt, dass all diese gelesene Informationen in mir arbeiten und dann eben erwähntes Gefühl ergeben. Das ist dann weder eine eigene Meinung noch sonst was. Erst danach, nachdem ich mich hingesetzt habe und alles niedergetextet habe, danach kann ich meist erst erkennen, wie ich eigentlich dazu stehe. Was für einen Sukkus ich aus dem Ganzen ziehe.

Ich schreibe also durchaus auch, damit ich selber daran reife.
Ihr könnt das ja gerne auch mal probieren!

Ich empfehle.





1 Kommentar

  1. Das sind zwei sehr schöne Motivationen fürs Schreiben, finde ich. Eine nach außen und eine nach innen. Und du machst das halt auch sehr, sehr gut, das Schreiben. Und nimmst uns fein mit. Deshalb les ich hier bei Dir so gerne. Liebe Grüße, Gabi

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