12tel Blick März 2020


Stellt euch vor; Würstelstand und keiner geht hin!
Man darf ja hierzulande ab und zu mal Spazierengehen. Ich habe einen dieser Spaziergänge dazu genutzt in die Innenstadt zu gehen und mein 12tel Blick Foto zu machen. Ich war neugierig. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Würstelstand tatsächlich zu ist, was er natürlich zu sein hatte, aber trotzdem,  ... echt?
Und ja echt.
Er ist zu und es ist niemand auch nur irgendwo. In der Wiener Innenstadt leben so um die 16.000 Menschen. Und einige davon haben wohl ein Wochenenddaheim und sind zur Zeit nicht in der Stadt. Denn die Innenstadt ist unfassbar leergefegt.
Wenn einem jemand entgegenkommt, dann läuft diese Person (weil's ein Jogger ist ;-). Es ist nichts los.
Es ist als ginge man durch ein Museum.
Die Stadt, vor allem die Ringstraße, wurde gebaut um zu beeindrucken. Massiv, großes Reich, Pomptrallala. Und Wow. Das spürt man im Moment.

Ich war also an meinem Foto Point an dem sich für gewöhnlich die Touristen tummeln und sich in Pose bringen vor der Oper und niemand war da. Niemand. Und als ich hinunterblickte... war da auch niemand.


Ich war vor ein paar Wochen schon mal dort.
Zur Lichtrecherche. Ich bin mir nämlich bei meinem diesjährigen Standort noch nicht so sicher, von wo die Sonne wann kommt und was dann im Weg steht und am Ende doch Schatten wirft.
Und ich habe Fotos gemacht. Es war ein ruhiger Tag, das würdet ihr sehen können im Laufe des Jahres, so dieses Jahr ein normales Jahr wäre, was es, das wissen wir mittlerweile ziemlich sicher, nicht ist.
Ihr werdet wohl noch das eine oder andere leere Straßenbild zu sehen bekommen.
Dahingehend ist meine Lichtrecherche umso wichtiger.

So jetzt genug gejammert.
Es ist wie es ist. Wir haben eine Pandemie und mein 12tel Blick wird wohl kaum eine Sozialstudie werden. Aber ohne interessante Möglichkeiten muss es auch nicht sein. Ich werde rausholen, was ich rausholen kann. Versprochen.
Passt auf euch auf!




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Kommentare

  1. Ein toller Blick ist und bleibt's! Sozialstudie dennoch, so implizit! Dass die Wiener sehr brav sind zum Beispiel ( bei mir sind auf dem Platz immerhin vier Personen plus Kleinkind anzutreffen ). Du hast recht: Die Pracht der Stukkaturen fällt so sehr viel mehr auf.
    LG
    Astrid

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  2. Stimmt, ich hab auch in der Konstanzer Altstadt derzeit das Gefühl, ich laufe durch ein Museum. Auf deinen Blick war ich ganz besonders gespannt. Ein Zeitdokument...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Sehr krass, dein März-Blick! Einfach unglaublich! Alles, was gerade so passiert. Oder eben auch das, was nicht passiert.
    LG Astrid

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  4. Du hast dir soo einen tollen Standort ausgesucht und ich glaube, die Albertinatreppe selbst wäre zeitweise auch ein Motiv.
    Freue mich auf weitere Opernfotos und was unterm Jahr sonst aufm Würstlstand oben drauf ist...

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    1. Erfahrungsgemäß ist in einem normalen Jahr immerzu der Hase oben drauf. Da tut sich nicht viel. Die Nikolomütze war das erste mal. Ich war selber ganz platt.

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  5. echt ein Ereignis
    wann kann hat man das jemals sooo menschenleer genießen können

    bleib schön gesund

    Rosi

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  6. Dem Hasen auf der Wurstbude geht es gut, dir auch und das ist insgesamt einfach eine super Sache.
    Verwaiste Innenstädte hier und dort, dafür übervölkerte Waldwege, die man sonst zu gewöhnlich fand zu begehen. Es lebt der Trimm-dich-Pfad auf, der aus Kostengründen beinahe nicht instand gehalten wurde! Keine Ruhezone mehr für Waldhasen.
    Viele Grüße,
    Karin

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  7. Wie die Szene aus einem Science Fiction-Film. Du hast dich heuer für einen traumhaft schönen Blick entschieden! Liebe Grüße
    ELFi

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  8. Das wäre mir ja nicht im Traum eingefallen, dass auf deinem diesjährigen 12tel-Blick einmal weniger Menschen zu sehen sind als auf meinem. Irgendwie schaudert mich das grad...
    Herzlich, Monika

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  9. ich setze aus. ich hab's komplett übersehen. jetzt hab ich ein bisserl Urlaub - eigentlich ginge es heute nach Rom, uneigentlich hab ich 2 Urlaubstage storniert und arbeite stattdessen zwischendurch mal - und somit ein bisserl luft. jammern auf hohem Niveau, aber wir gehen unter vor arbeit. in zeiten wie diesen wohl: gsd.
    bussi

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