gelesen KW 3 - Basis Motivation einfach so ist auch wichtig

Es ist eine Weile her, da hörte ich in einem politischen Podcast eine Diskussion, aus der mich eine Aussage seither nicht mehr losläßt. Und heute werde ich versuchen euch das zu erzählen. (Anmerkung: ich glaube es ist kompliziert. Mal sehen).


Es ging um den Richter Brett Kavanaugh und sein Hearing vor dem Senat. Um die Anschuldigungen, die  es gegen ihn gab. Er soll in jungen Jahren versucht haben, eine Frau zu vergewaltigen.
Die ganze Geschichte war über Wochen ein Riesending in den Staaten. Alle schrieben sich die Finger wund. Die Demokraten riefen Zeter und Mordio aus allen Rohren, die Republikaner nannten es Hexenjagd. Dabei war die Sache von vornherein klar. Die Republikaner hatten eine Mehrheit im Senat. Sie würden ihn für sein neues Amt bestätigen. Eine FBI Untersuchung würde der Kongress ebenfalls nicht anordnen (Mehrheit bei den Republikanern). Ergo warum so ein Aufhebens.

Noch dazu so ein heikles Thema. Und obwohl man meinen würde, dass die Sache doch klar ist, so ist sie es eben nicht. Die Anzahl an User-Kommentaren von wegen „Der Mann ist das Opfer“ hat jene Zahl, die vom Schicksal der betroffenene Frau handelten, um ein Vielfaches übertroffen. Es bestand das beträchtlich Risiko - für die Demokraten, dass sie männliche Wähler mit ihrer bedingungslosen Unterstützung der weiblichen Seite vergrämen.

Die Diskussion ging also darum: Hätten sich die Demokraten nicht besser wenn schon nicht still dann doch stillER verhalten? Sie konnten den neuen Richter ja nicht verhindern. So laut zu brüllen. War das unklug?

Und die Antwort war: Nein.
Nein, es war wichtig und richtig so viel Krach zu machen. Und zwar aus folgendem Grund:
Es gibt demokratische Wähler, die niemals „republikanisch“ wählen könnten. Diese Leute stehen voll und ganz hinter diesem Thema und es war wichtig diesen Leuten zu zeigen, dass die Demokraten als Partei für dieses Thema einstehen. Kämpfen, wenn nötig.



Wen man dann im Stich lässt. Und wer dann womöglich anfängt zu glauben, dass all die Werte um die hier gekämpft werden sollte, am Ende vielleicht doch nichts zählen.
Sie würden vielleicht aufgeben. Sich abwenden.

Mir geht das seither nicht aus dem Kopf. Denn ich sehe, wie die Opposition in Österreich genauso wie die Demokraten in den USA sich mit internen Persönlichkeitsproblemen beschäftigt und nur auf das reagiert, was ihnen von den anderen hingeworfen wird, anstatt selbstständig zu agieren.

Es ist an der Zeit die Wertekiste wieder aufzumachen und die eigenen Werte, für die ja schon lange gekämpft wurde laut hinauzuposaunen, einfach so, ohne Aussicht auf kurzfristigen Erfolg, weil es Menschen gibt, die das hören müssen! Weil es Menschen gibt, die die Nase voll haben von Migration, Migration, Migration.

Ach bitte, macht doch auch mal einen auf Basis Motivation!



Wer sich mal die durchaus interessanten Podcastserie von crooked geben möchte. Pod save America 
Die Aussage von der ich heute geschrieben habe, stammt aus einer Episode vom Oktober des letzten Jahres.

Bildquelle: Photo by Alice Donovan Rouse on Unsplash

1 Kommentar

  1. Ja, "die Wertekiste" aufmachen, dass ist das Gebot der Stunde! Dagegen schreibe ich an, geh ich auf die Straße, argumentiere ich ( obwohl ich ja eh in einer Blase lebe, da bin ich nicht so gefordert ). Wir haben so viel zu verlieren!
    GLG
    Astrid

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