Nachhaltigkeit - die g'schissenen Plastikflascherln sind überall

Frau weiß ja, dass die Sache mit den Plastikflascherln eine mühselige ist. Im Sinne, alles wirklich alles kommt im Plastikflascherl daher. Vom Essig bis zum Shampoo. Reinigungsmittel genauso wie Waschmittel.

Mir war das zwar bewußt, so richtig niedergeschlagen hat es mich aber erst, als ich ein neues Waschmittel in der Bio - Ecke gesucht habe. Ich ging zu meiner üblichen Drogerie-Filiale und stand vor einer Wand an Plastikflaschen (und Plastiksackerln!). Es gab 3 Bio-Öko-Trallala Anbieter. Alle flüssig, alle im Plastikflascherl.
Ich war, wie man bei uns sagt, verdutzt. Erstaunt. Ungläubig. Wo ist denn der Bio-Öko Gedanke, wenn ich ihn in eine Plastikflasche packe, die für den Einmal-Gebrauch gemacht ist?

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Ich erinnerte mich an früher. Da gab's Waschmittelpulver in riesigen Kartontonnen. Die konnte man im Anschluß dann super verwenden .. um Lego darin aufzubewahren. Oder so.
Ich wollte zwar keine Tonne (mein Bad ist winzig), aber Karton schien mir doch eine logische Alternative als Verpackungsmaterial. Also für Pulver.
Insbesondere wenn frau bedenkt, dass Flüssigwaschmittel zusätzliche Inhaltsstoffe enthalten, die die Umwelt gar nicht gut verträgt und, nicht zuletzt noch, dass die allermeisten Waschmaschinen nicht unbedingt für Flüssigwaschmittel konzipiert wurden. Sprich, die "verkleben" womöglich irgendwann. Ich sag' nur Schleim, Schleim, Schleim. Brrr.

Ich habe dann im Bio-Supermarkt ein Pulver im Karton gefunden und das verwende ich seither. (Anmerkung: inklusive einer Kartondosierungshilfe!)

Aber
seit diesem Moment habe ich den Plastikflaschenwahn. Bist du deppart, die Scheißerchen sind wirklich überall.
Eine für mich schockierende Ecke diesbezüglich machte sich im Badezimmer auf. Ich bin da ein klassisches Weib. Wenn meine Haare länger sind, dann habe ich Flascherln, Flascherln und ja genau Flascherln. Shampoo, Conditioner, Haarspitzenfluid, Styling-Pump-Spray sind dann Standard. Mich hat der Schlag getroffen.
Dazu Duschgel, Peeling und Body Lotion.
UND DAS NUR FÜR MICH.
*********** (bitte reichlich Gefluche einfügen)

Es ist so um die 2 Jahre her, da war das noch genau so.

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Heute ist das anders. Zunächst haben wir die Familienflüssigseife gefunden, mit der alle gerne duschen. Zack, waren wir von vier auf eine Flasche runter. Was da plötzlich Platz war in unseren winzigen Dusche!
Dasselbe haben wir dann mit den Shampoos gemacht. Wobei es da ein paar Schwierigkeiten gab und gibt. Dazu beim nächsten mal mehr.
Im Sommer verwendet aber die gesamte Familie ein Shampoo. Aus einer riesigen Nachfüllpumpflasche.

Dadurch, dass ich mir mein Küchenputzmittel und den Weichspüler ja seit einer Weile selber mache (hier und hier nachzulesen), fällt mir ehrlich auf wieviel weniger Plastikflascherln ich einkaufe und vor allem eben auch wegwerfe. Es ist geradezu erschütternd.

Ich arbeite weiter daran. Wie geht es euch damit? Seht ihr sie auch überall? (die Flaschen)
Wie putzt ihr daheim?
WC Reiniger habe ich noch keinen eigenen. Ich mag den Geruch von dem Gekauften.
Hat da wer einen Tipp für mich?



Kommentare

  1. Hast du dieses Buch schon ausprobiert? "Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie: Einfach mal selber machen! Mehr als 300 Anwendungen und 33 Rezepte, die Geld sparen und die Umwelt schonen" ... da stehen allerlei Rezpte drin!
    Grüße!

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    1. Ich habe vor in den nächsten Tagen in mein Buchgeschäft zu gehen. Und dieses Buch steht schon seit zwei Wochen auf meiner Liste.
      Fix!

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  2. Ich muss zugeben, dass ich beim Waschmittel nicht sehr öko bin. Ich wasche zu schätzungsweise 75% dunkle Wäsche und verwende eines von diesen "speziell für dunkle Wäsche" Mitteln (flüssig in Plastikflasche), da ich mir einbilde, dass meine schwarzen T-Shirts und Socken dann länger schwarz bleiben. Duschgel habe ich größtenteils durch feste Seife ersetzt. Was ich häufiger in Plastikflaschen kaufe ist Geschirrspülmittel. (ich habe keine Spülmaschine). Auf der aktuellen Spülmittelflasche aus dem Bioladen steht sie sei aus 75% plant-based und 25% recycled Plastik. Was auch immer das genau bedeutet.

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    1. Ja, auf Seife bin ich auch umgestiegen. Das macht doch gehörig Unterschied. Keine Spülmaschine ist aber schon recht heldenhaft!!!
      Wow!

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    2. Das ist nicht heldenhaft sondern einfach nicht üblich in möblierten Wohnungen ;-)

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    3. Okay.
      Ich meinte ja heldenhaft vom spültechnischen Gesichtspunkt. Hier gibt es ein paar Stücke, die mit der Hand gewaschen werden müssen und jedesmal gibt es lange Gesichter ..

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  3. Plastikeinwegverpackung ist bei uns (meistens 2 Erw.) immer großes Thema. Ich verwende selbstgemachte Seife von Kopf bis Fuß. Auch Gäste bemerken immer wieder die Stückseife positiv. Für Waschbecken, Dusche und Toilette verwende ich Scheuermilch und Schwamm. Das ist leider noch Plastik. Sonst putze ich mit klarem Wasser. Als Glasklar habe ich eine Mischung aus Wasser, Spiritus und 1-2 Tropfen Spülmittel in der letzten Glasklarsprühflasche. Ich bin noch lange nicht plastikfrei, aber ich arbeite dran.
    Eine Spülmaschine benötigt weniger Energie und Wasser als Handspülen.
    Liebe Grüße Marion

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    1. Komplett plastikfrei ist ja noch nicht mal mein Ziel .. obwohl .. aber ich will einfach weniger Plastik so selbstverständlich bei mir ein und eben auch wieder ausgehen lassen.
      Das ist, was ich jetzt gerade lerne!

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