Stadt Land Thema September - Frauen


Okay, diesmal wird es  hart, diesmal wird es echt. Ich lese viel von der Ungleichbehandlung der Frau und ich erlebe es insofern, als ich das Leben lebe, das möglich ist, nicht das Leben, das ich eigentlich für mich gesehen hätte. Und das liegt daran, dass in meiner Gesellschaft es für Frauen nicht die Möglichkeiten gibt, die ich eigentlich erwartet hätte.

Und dabei lebe ich in einer Großstadt.
Die Landflucht, so lese ich regelmäßig ist weiblich. Für Frauen ist es am Land, so sie nicht von vornherein ganz dem traditionell konservativem Leben nachgehen wollen, nicht so einfach mit den Möglichkeiten.

Aber davon lese ich nur. Ich lebe ja in der Stadt. Ich realisiere auch, dass die Sendung „Bauer sucht Frau“ heißt und nicht umgekehrt. Daraus schließe ich, dass zum einen eben die Höfe zum Großteil wohl immer noch an Söhne weitergegeben werden und zum anderen, dass es wohl einen Frauenmangel am Land gibt.



Meine Fragen an euch, egal wo ihr wohnt lautet diesen Monat:
Wie ist es bei euch mit den Frauen und mit der Gleichberechtigung?
Wie sind die Möglichkeiten?
Wie stehen die Männer dazu?
Hat sich was getan in letzter Zeit? 
Wie ist das mit Frauen, die aus einem anderen Kulturkreis stammen?
Und damit meine ich jetzt Länder, die frauenrechtetechnisch weiter vorne sind als wir. Frankreich, Schweden, Island.
Was ich damit andeuten will? Na, wir (Deutschland, Österreich) haben eine kulturelle Prägung, ein ziemlich ähnliches Bild von Frau/Mutter/Sexualität. Diese Ecke. In anderen Ländern ist das anders.
Habt ihr da Erfahrungen? Wie geht es Frauen aus den oben genannten Ländern hier bei uns?
Wie erlebt ihr es, ganz persönlich, bei euch?
Habt ihr die Freiheiten, die Wahlmöglichkeiten die ihr euch wünscht,
die ihre euren Töchtern wünscht?

Ich bin mehr gespannt als jemals zuvor!
Und ich werde euch erzählen, wie ich es erlebe!






Kommentare

  1. Na, das ist ja wohl anspruchsvoll, das Thema!
    GLG
    Astrid

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  2. Puh! Spannend! Muss ich erst drüber nachdenken.

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  3. Du hast mich zum Nachdenken gebracht. Das Thema wird mich wohl eine Weile beschäftigen vor allem als Frau am Land.
    Ich bin für die Gleichberechtigung und wir teilen uns die Arbeit daheim (ohne Kinder) doch meist sehr gut auf. Nicht immer halbe-halbe aber doch so, dass es uns beiden gut damit geht.
    Wenn wir einmal Kinder haben, wird die Sache aber anders ausschauen. Nicht, weil ich den konservativen Lebensstil bevorzugen würde und auch nicht, weil es der einzige Weg wäre.
    Es gäbe durchaus die Möglichkeit für Kinderbetreuung.
    Ich bin aber selbst Pädagogin und sehe täglich, was es mit Kindern macht, die 50 Stunden pro Woche fremdbetreut werden; die 10 Stunden pro Tag in Gruppen mit einem Personalschlüssel von 1,5 40h-Kräften pro 20 oder 25 Kindern verbringen.
    Ich sehe einfach, dass es mir oft genug nicht gelingt, meinen Kindergartenkindern gerecht zu werden, weil schlicht zu viele Kinder oder zu wenig Personal da ist.
    Ich finde das Streben nach Gleichberechtigung und mehr Möglichkeiten für Frauen sehr wichtig. Aber bitte nicht auf Kosten der Entwicklungsmöglichkeiten und Lebensqualität unserer Kinder.
    Man kann eben nicht alles haben, auch wenn es uns die Politik und die Werbung verspricht.
    Und es ist für mich auch nicht Aufgabe des Staates, alles auf Steuerkosten zu übernehmen. Kinder kosten eben Zeit und Geld und das sollte einem vorher klar sein.

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  4. Wie ist das in Frankreich? Hm interessante Frage. Ich muss vielleicht vorausschicken, dass sich meine persönlichen Beobachtungen auf meinen Bekanntenkreis beziehen, also ein sehr privilegiertes soziales Millieu (AkademikerInnen, im öffentlichen Dienst etc.).
    In Frankreich wird oft sehr früh und ausgiebig "fremdbetreut". Die meisten Mütter die einen einigermaßen guten Job haben gehen nach dem Mutterschutz direkt wieder arbeiten. Viele arbeiten zuerst einmal Teilzeit mit 80% der Normalarbeitszeit also zwischen 28 und 30 Stunden in der Woche. Das erlaubt mittwochs daheim zu sein wenn viele Krippen oder auch écoles maternelles (für >3Jahre) geschlossen sind. Es gibt auch immer wieder Väter, die so eine Regelung haben. Meetings werden deswegen selten mittwochs angesetzt. Die Kinder sind also ab etwa 4 Monaten an 4 Tagen pro Woche in der Krippe oder bei einer Nounou (von Nourisse = wörtlich Amme, sinngemäß Tagesmutter). Der Betreuungsschlüssel ist in beiden Fällen ~1:4 wenn ich das richtig verstanden habe. Ob das gut für die Kinder ist wird nicht diskutiert. Folglich wird im Gegensatz zu Österreich auch niemand schief angeschaut der sein Kind in die Krippe gibt. Da Mütter oft nur wenige Monate abwesend sind, gibt es Karenzvertretungsstellen nur wenn die Anwesenheit einer Person für den laufenden Betrieb unbedingt notwendig ist. Ich habe den Eindruck, dass Kinder + Führungsposition besser vereinbar sind. Ich habe auch in Wien Frauen in Führungspositionen erlebt, aber die waren für mich nie als "role model" geeignet, da sie entweder keine Kinder hatten oder ich mich mit ihrem Führungsstil nicht identifizieren konnte. In Frankreich habe ich Frauen kennen gelernt wo ich sagen kann ja, die sehe ich als "role model". Das hat auch viel mit Unterschieden in der Definition von "Managerqualitäten" zu tun. Es geht viel weniger um das Ausüben von Macht und viel mehr um "bienveillance" wofür mir jetzt nicht einmal ein deutsches Wort einfällt, was aber in etwa wohlmeinende Betrachtung bedeutet. Ich denke das kommt Frauen tendenziell entgegen.

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