Montag, 16. Juli 2018

Stadt und Land - Ins Museum

Ich mag schöne Kunst ganz gerne. Immer schon. Den Haxn habe ich mir dafür aber nie ausgerissen.
Soweit meine Vorgeschichte ;-)

Es lag wohl an diesem Bild, dass ich eine neue Art von Museumsbesuch gelernt habe.


Das Bild gefiel mir lange schon. Ich hatte es in meinem Pinterest Board. Ich hatte es ausgedruckt an einer Wand. Und dann, tja dann erfuhr ich, dass es in einem Museum hängt, das keine 8 Gehminuten von mir hängt. (Ups!)
Das Museum der Stadt Wien bietet jeden ersten Sonntag im Monat kostenlosen Eintritt. Also dachte ich mir: „Gehst mal und schaust dir das Bild an! Das eine Bild.“

Das habe ich also getan. Ich war wohl 15 - 20 Minuten drin. Bin über die anderen Bilder und Exponate, die da so zu sehen sind, nur drübergeflogen und habe mir die Dame im gelben Kleid angesehen (Max Kurzweil).

Es war nett. Ich kannte sie ja schon gut. Wir waren gleich Freundinnen.


Was war passiert. Ich bin rein und habe mir angeschaut, was ich sehen wollte. Nicht alles andere auch noch, ohne die ollen Kopfhörer, kaum was gelesen, was da so alles Wissenswertes steht. Nur ich und das Bild.
Faul vielleicht.
Sehr intuitiv.

Dasselbe habe ich dann mit meiner Tochter gemacht. Es war eine Pointillisimus Ausstellung in der Albertina. Und es war ein Ereignis. Jeden Raum, den wir neu betraten, betrat mein Tochter mit dem Wort „Pfoah!“ auf den Lippen. Lautstark und begeistert. Sie lief geradezu durch die Räume. Und ich mit ihr.

Wir waren weit über eine Stunde drinnen, gingen mehrfach hin und zurück, saßen vor dem einen odere anderen Bild, gingen nah ran und weit zurück.
Es war super!


Seither gehen wir gerne mal wieder. Manchmal gehe ich auch alleine. Irgendwas ist ja gerade immer, das Interesse weckt.

Natürlich bin ich für Information zu den Gemälden dankbar, ich erlebe bildnerische Kunst im Moment allerdings intuitiv. Ich gehe ins Museum um meinen Geist abzulenken, die Seele baumeln zu lassen, um inspiriert zu werden. Ich versuche zu gehen, wenn nicht alle anderen auch gehen, aber ich versuche auch kostenlos - Angebote zu nutzen.
Die Leopold Sammlung ist donnerstags ab 18:00 Uhr kostenlos. Und da ist zur Zeit eine Klimt-Ausstellung. Die will ich mir schon auch noch geben.

Die Schlange vor dem Museum der Stadt Wien am freien Sonntag!
Es macht Spaß und es gibt mir tatsächlich etwas. Ich bin geneigt zu sagen, es verbindet mich mit der Geschichte. Hier in Wien ist zur Zeit alles voll mit Otto Wagner und Klimt Ausstellungen. 2 Künstler, die mit dieser Stadt enorm verwoben sind. Es empfindet sich dann eben ein wenig wie in einem vergilbten Familienalbum zu blättern.

Irgendwie.
Es öffnet mich ein wenig für andere Sachen und Ideen.
Und das war doch immer schon ein Kernthema jeder Kunst.




3 Kommentare

  1. Genau so! Deshalb bin ich auch froh, das ich meinen Mitgliederausweis habe. Zum Beispiel um mir nur dieses Bild anzusehen. Und darin je nachdem, nur den Türkiston:
    https://lemondedekitchi.blogspot.com/2013/09/turkis-august-macke-der-thunersee-ich.html
    Bilder sehen kann man ohne Vorwissen! Aber hinterher ist es auch schön, es in das eigene Wikipedia im Kopf einzuknüpfen... so geht es mir.
    Viel Spaß beim ollen Klimt! Ichbempfehle meinen Post über Emilie Flöge!
    Busse
    Astrid

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  2. Ich denke das ist es was Künstler können: Anregungen aus der unendlichen Suppe von Tageseindrücken rausfiltetn und im eigenen Stil festhalten.

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  3. Hallo, mein Beitrag zum Thema kommt morgen im Blog.
    Falls du noch ein Thema für einen späteren Monat suchst. Ich finde Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft ganz spannend.
    viele Grüße,
    Mandy

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