Dienstag, 31. Juli 2018

8 Fakten über das Meer und mich

Gerade noch schaffe ich die Kurve und schenke Astrid einen kleinen Einblick in meine Binnenseele. Das Thema lautete: das Meer!


1. Meer! Wo?

Ich bin einen BinnenländlerIn! Das Meer gibt es in meinem Leben eigentlich nicht. Das Meer ist eine Attraktion, die ich mir ab und dann mal gönne. Wenn jemand wie ich nach Helsinki fliegt (zum Beispiel), dann ist das, was man sich dort anschaut .. das Meer. Alles abseits des Meeres wird für jemanden wie mich sekundär, wenn nicht sogar tertiär, wenn es eben Meer zu sehen gibt.

2. Früher war's wohl die Adria

Ich kenne das Meer von Badeurlauben aus meiner Kindheit. Adria, Bibione, diese Ecke. Und vom Drüberfliegen. Meer, oder eigentlich Wasser generell, gibt es bei mir nicht. Und das hat auch nichts mit Wien zu tun. Eh klar. Österreich ist ein Binnenland. Ein Land mittendrin in Europa. Zentral. Mittig. Meer ist gleichbedeutend mit ziemlich weit weg. Meer bedeutet reisen.


3. Eine alte Bekannte .. trotzdem

Und trotzdem ist das Meer mir sehr nahe. Jedesmal, wenn ich dem Meer wiederbegegne ist es, als träfe ich eine alte Bekannte.
Und wie geht’s?
Danke. Und dir?
Long time no see.
Ja eh. Weißt schon: die Kinder!
Ja, ich weiß.
Und dann setze ich mich hin und bin am Meer. Dann sind wir wieder beisammen. Schweigend. Einfach nur so. Es ist eh alles gesagt.
(Anmerkung: Ja, ich kann auch schweigen! Ich schweige, so meine ich, sogar sehr viel! Aber das ist eine andere Geschichte!)

4. Vom Weitergeben

Dieses Jahr habe ich das Meer meinen Kindern vorgestellt. Das war mir wichtig. Sie sollten „the big blue“ von den Eltern vorgestellt bekommen. Ich wollte, dass sie, und das haben sie auch, stundenlang im Wasser spielen. Über die Wellen hüpfen, sich von den Wellen umwerfen lassen, tauchen, auftauchen, sich die Augen abwischen, das Salz schmecken, den Sand zwischen den Zehen (wir sind Sandtypen, nicht Kies). Ich wollte, dass sie das Rauschen hören. Ober und unter Wasser. Sie sollten einmal von einer Welle überrascht werden, erschrecken und der Welle im Schreck schon wieder vergeben. Sie sollten spüren, dass es da eine Verbindung gibt. Zwischen dem Meer und den Menschen. Dem Leben.


5. Aretha

Ich mag das Meer, aber ich gebe ehrlich zu, dass ich einen beachtlichen, sehr großen, lebens- nein überlebensgroßen Respekt vor dem Meer habe. Ich habe es nie erlebt, aber ich weiß, dass das Meer eine Kraft ist, eine Kraft hat, die alles übersteigt, was ich je erlebt habe.  R E S P E C T - Aretha pur quasi.

6. No Joke

Ich werde seekrank. Die üble Sorte. Ich hatte es immer schon geahnt und auf einer Whale-Watching-Tour in Boston amtlich bestätigt bekommen.
Ich . gehöre . nicht . auf . ein . Boot , das . weit . hinaus . fahrt . PUNKT
Amtlich!

7. Weib pur

Das Meer ist für mich weiblich. Nix Poseidon und große Kuchengabel. Nein nein. Weiblich. Leben. Leben spendend. Leben nehmend. Urkraft. Und manchmal unberechenbar. DIE See, wenn ihr so wollt. Weib pur!


8. Unvollendet, vermutlich für immer

Ich finde meine Einstellung zum Meer selber ein wenig romantisch oder, besser passend,  eigentlich unfertig. Es gibt viel, das ich nicht weiß über das Meer und ich würde gerne mehr wissen, aber es ist gut möglich, dass es bei diesem Zartkontaktverhältnis bleibt. Schließlich bin ich Binnenland pur. Und das Meer eben nicht. Und obwohl es mich doch sehr fasziniert, so steht es nicht ganz oben auf meiner Bucket List. Seekranke Naturelle wie ich … wie denn?
Aber das Meer weiß das und ich weiß, dass das Meer das weiß und beim nächsten mal sind wir dann wieder einfach beisammen. Schweigend.

Montag, 30. Juli 2018

12tel Blick Juli 2018

Diesmal war ich nicht alleine im Volksgarten. Okay, okay. Die letzten male war ich das genaugenommen auch nicht. Aber meinen Mann kennt ihr eben nicht. (Und dabei könnt' ich über den Geschichten erzählen!! augenverdreh) Nein, ich meine, ich war mit jemandem dort, den ihr kennt!
Mit Eva!
Der verfuchsten, um genauer zu sein.


Wir haben den, naja sagen wir mal halben Tag mitsammen verbracht und sind im Volksgarten brav eine gute Weile (irgendwas zwischen 30 Minuten und 2 Stunden) picken geblieben. Auf diesen süßen grünen Sesseln. Plaudert sich gut dort. Empfehlung.

Wer mich beim Fotografieren ebendieses obigen Bildes sehen möchte, klickt bei Eva rein. Die macht das gerne. Hat das schon im Vorjahr gemacht. Das ist ein Eva-Ding so ein Fotoloop. :-)


Ich habe jetzt übrigens einen neuen potentiellen Traumjob. Gärtnern in den Gärten der Innenstadt. Voriges Jahr schon als ich im Juni ganz zeitig im Burggarten war, fand ich das super, wie die da gießen. Das hat was Entspannendes, Erdendes. Zeit vergeht langsamer, wenn man gießt.

Ähnliches gilt fürs Rosenschneiden. Ich habe ja in meinem Garten auch Rosen. Natürlich nicht so viele, wie sie im Volksgarten stehen, nirgends stehen so viele Rosen, wie im Volksgarten. Aber ich habe welche und ich schneide die brav. Denn wenn man die Blüten abknipst, dann blühen manche, nicht alle, aber diese ganzen gut riechenden Züchterrosen, also die blühen dann nochmal, und nochmal, bis tief in den Herbst. Zwar nicht mehr so stark, aber sie blühen.
Naja und im Volksgarten, da kann man schnell mal ordentlich rumknipsen. Da gibt es Rosen zum sich Zuknipsen. Zahlt sich aus dort. Klar.


Es ist übrigens sehr nett mit jemandem aus der Bloggeria spazieren zu gehen oder in einem Kaffeehaus einzufallen. Auch wenn ich, festhalten, niemals Kaffe trinke im Kaffeehaus. Ich bin keine Kaffeetrinkerin. Hab den Zug irgendwie verpasst. Ich finde Kaffee riecht gut, richtig gut. Supergut. Aber er schmeckt grauslich.
Sorry.
Auf jeden Fall ist es superdupernett mit so einem seelenverwandten Wesen im Volksgarten zu sitzen - auf den kleinen grünen Sesseln - und alles nur Erdenkliche abzuwerfen. Verbal.
Herrlich!
(Da fällt mir ein: Kathrin? Seid ihr schon aus dem Urlaub zurück?)
Ich glaub' ich brauch das öfter. Bloggerinnen treffen. Die sind super!


Ach, ich genieße diese 12tel Blick Sache schon sehr. Obwohl ich bisher in diesem Jahr noch nicht so fototechnische Lerneffekte hatte. 
Mal sehen. Kommt vielleicht noch!


Donnerstag, 26. Juli 2018

Nachhaltigkeit im Haushalt - die nächsten kleinen Schritte

Wir sind zwar sehr bedacht, was Kleidung angeht. Aber leider sind wir bei so manch' anderem Thema wohl das, was man einen stinknormale Konsumenten nennt.

Und da arbeite ich halt dran. Ein wenig.
So kommt es, dass wir seit Monaten keinen Weichspüler mehr kaufen. Ich bin allerdings von unserer selbstgemachten Variante sehr begeistert. (nachzulesen hier) Also ganz ohne, ist momentan noch kein Thema. Vom Weichfaktor her wäre es an sich sowieso irrelevant. Ich mag allerdings diesen ganz, ganz hauchzarten Duft nach Weißtanne.
Und es beruhigt - gerade jetzt im Sommer - zu wissen, dass das Teebaumöl ein wenig die Bakterien im Zaum hält. (Wir haben hier ja 2 Männer im Haus! Räusper!)

Flasche mit Wasser füllen und 2 EL Zitronensäure! That's it!
Der nächste Dauerwirdnachgekauft-Brenner war der Küchenreiniger. Wir sind vier Personen. Gerade jetzt in den Ferien ist die Küche im Dauereinsatz. Seufz. Und wird natürlich auch dauergereinigt.

Nun habe ich begonnen den gekauften Küchenreiniger zu ersetzen, durch Wasser mit Zitronensäure.

Und ich liebe es! Die Küche ist supersauber. Vor allem die Metallteile rund um die Spüle sind 1A. Eh klar. Zitronensäure killt Kalk.
Wenn ihr da noch Ideen und Erfahrungen dazu habt, immer her damit.

Weiters kaufe ich keine Küchenlappen mehr. Früher habe ich, ich schäme mich ja fast dafür, die Dinger verwendet bis sie grau waren. Und dann habe ich sie weggehaut.
Genau so, wie sich das die Küchenlappenindustrie wohl vorstellt. Dann habe ich gelesen, dass einige von euch Küchenlappen aus alten Handtüchern basteln und die dann verwenden.
Quasi 1-2 Tage, dann in die Wäsche.  Und immer im Kreis.


Hm, dachte ich mir. Waschen kann ich die Gekauften ja auch (Anmerkung: ich hatte gerade nachgekauft). Und auch wenn mein Ziel die Wiederverwertung von irgendwelchen Resten sein wird, so habe ich momentan den Eindruck, dass ich, mit den 5 Lappen, die ich eben noch habe, wohl noch locker 2 Jahre durchkommen werde.

Also nochmal ich bin -noch- kein Nachhaltigkeitsguru, aber ich dachte mir, ich kann euch ja teilhaben lassen und womöglich eben auch so inspirieren, ein wenig darüber nachzudenken.

Ich bin bisher sehr begeistert. Ich schleppe deutlich weniger Zeug heim, mache dadurch deutlich weniger Mist und naja, ein wenig Geld spare ich sicher auch damit. Das Beste ist wohl doch, dass ich jetzt weiß, was ich da so in die Natur schütte und es selber steuern kann.
Find' ich gut!



Dienstag, 24. Juli 2018

Buch in der Tasche 5

Ottfried Preußler? Ja, ganz ehrlich, hätt' ich auch nicht gedacht, dass mich mir den mal geb'. Aber nachdem mein Sohn das Buch verschlungen hatte und explicit meinte, ich sollte dieses Buch lesen, weil "Wirklich gut, Mama!".
Und als ich es dann lesen wollte, es mir mein Mann weggeschnappt hat - eh klar - und .. es in einem Tag durchgelesen hatte, tja, das machte mich dann schon ehrlich neugierig.


Und dann ... tja .. ich bin ganz ehrlich mit euch:
Ich habe in der Mitte aufgegeben. Es ist mir schlicht zu männlich. Diese Story funktioniert offensichtlich bei meinen Männern. Vielleicht auch bei meiner Tochter, aber für mich war es zu ... wiesomachendiedas?

Das Buch hat mich nicht abgeholt. Und weil ich hier eben zeige, was durch meine Leseliste wandert, will ich unbedingt auch ehrlich sein, wenn das Buch mich nicht mitreißt.

Wobei ich schon hervorheben möchte, dass das Buch gut ... nein, richtig gut geschrieben ist. Ottfried Preußler hat das schon gekonnt. Das Schreiben.

Also: wenn ihr was für euren männlichen Nachwuchs sucht ... das könnte etwas sein!
Ich bereue nicht, dass ich es versucht habe!


Montag, 23. Juli 2018

Stadt und Land - ins Konzert

Musik und Wien. Enger können zwei Worte wohl kaum zusammengehören.
Wie sich das im Leben mitten in dieser Stadt so abspielt? Wie ist das jetzt so mit Musik in Wien?
Nun ja, wenn es passt, terminlich und vom Budget her, dann geht familie schon mal in ein Musical/ Konzert/ in die Oper.


Ja, wir gehen auch mal in die Oper. Staats- wie Volks. Das klingt allerdings deutlich hochtrabender, als es ist.
Die Volksoper hat ein ausnehmend lockeres Programm. Da kann man schnell mal auch mit den Kids hin … bei uns ist es eine Mädelssache .. meist.

„Der Zauberer von Oz“, den haben wir uns letztes Jahr gegeben. Das war wirklich cool. Und auch erschwinglich. Wir saßen gaaaanz oben, gaaaaanz hinten und die Kids zahlen sowieso nur einen Minibeitrag.
Das war echt lässig. Hat mir gefallen.


Wir waren dann noch in „Pinocchio“ und in „Mary Poppins“.
Die Stücke waren nett, aber der Zauberer, der war 1A. Ein Winner. Eindeutig.

Wir gehen auch mal in ein Ballett. So waren die kleine Miss und ich und die Oma (3 Generationen mamimade quasi) in Schwanensee. Das war in der Staatsoper.
Und ich muß ehrlich zugeben: Das ist schon geil. So mit Live Orchester und allem.  Ist schon ganz was anderes als so vom Video. Wir mögen das!

Die Qualität der Staatsoper, das ist zwar bekannt, aber ich möchte es trotzdem extra erwähnen, ist schon sehr gut. Und das ist lässig.
Wie gesagt leisten kann man sich die Oper zwar nicht immer und zudem kriegt man auch nicht einfach Karten (die Oper ist fast immer komplett voll!!), aber hie und da … ja, dann ruhig auch mal Oper.


Besonders super war es .. ist ein Weilchen her … da hatte die kleine Miss eine Zauberflöten - Phase (ich habe davon berichtet - Bitte lest das wieder .. ich habe mich zerkugelt!) und wir haben um zwei Ecken Karten für die Generalprobe bekommen.
Die startet nämlich am Nachmittag, was für die kleine Miss damals eben dann doch von Vorteil war.

Und das war ein EREIGNIS! Mein Kind hat die gesamte Oper völlig entspannt durchgenossen und dann - isjaMozart/Schikaneder - auch an den richtigen Stellen laut gelacht.
Ich bin heute noch glücklich.

Und vom Musikverein und vom Konzerthaus habe ich jetzt noch gar nichts geschrieben! Oder von der durchaus aktiven Wiener Szene, oder von den Jazzlokalen und und und….

Musik und Wien
Fad wird einem nicht!

Freitag, 20. Juli 2018

gefunden KW 29 - das erste mal in Deutschland

Ich wollte ja schreiben über die jungen Frauen, die im Iran verhaftet und öffentlich verhört wurden, weil sie auf Instagram Videos gepostet hatten, in denen sie tanzen.
Im Iran ist Tanzen verboten.
Lest euch das hier durch! Lesenswert

Denn ich zeige euch heute hier etwas Süßes. Ganz was anderes.
Es gibt da wohl einen jungen American Football Spieler, der für einen Verein in Deutschland spielt. Er hat einen YouTube - Channel. Da berichtet er, wie er so die Unterschiede erlebt. Zwischen den USA und Europa, Deutschland im speziellen.

Und dann hat er nach einer Weile wohl das erste mal seine Mama zu Besuch gehabt und sie einfach gefilmt, als er mit ihr das erste mal durch Schwäbisch Hall gefahren bzw. spaziert ist.


Und das ist wirklich nett zu sehen und führt uns
gleichzeitig wieder vor Augen, dass es bei uns einfach ziemlich super ist!

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Dienstag, 17. Juli 2018

Auf meinen Nadeln - Finale

Wobei sich das Finale auf die Fußball WM bezieht, denn der Pulli ist noch nicht fertig, wenngleich auch nicht mehr allzuviel fehlt.


Ein Vorteil am im-einen-stricken - abseits der Tatsache, dass man das Teil dann nicht ausarbeiten/zusammennähen muss - liegt in dem Extra, dass man diesen Pulli anziehen kann bevor er fertig ist. Und man so die Länge gut anpassen kann.


Hier noch ohne Ärmel.

und ja .. ich habe zwei verschiedene Socken an.
Seit mein Sohn in etwa die gleiche Schuhgröße hat wie ich, führt das zu Sockenengpässen bei mir.
Und ich war überzeugt, dass derlei Kleiderkasteneingriffe nur von 
Töchtern zu erwarten wären.
Wohlgemerkt; er holt sich die Socken nicht aus meinem Kasten.
Aber das sortieren nach dem Waschen ... tja.

Montag, 16. Juli 2018

Stadt und Land - Ins Museum

Ich mag schöne Kunst ganz gerne. Immer schon. Den Haxn habe ich mir dafür aber nie ausgerissen.
Soweit meine Vorgeschichte ;-)

Es lag wohl an diesem Bild, dass ich eine neue Art von Museumsbesuch gelernt habe.


Das Bild gefiel mir lange schon. Ich hatte es in meinem Pinterest Board. Ich hatte es ausgedruckt an einer Wand. Und dann, tja dann erfuhr ich, dass es in einem Museum hängt, das keine 8 Gehminuten von mir hängt. (Ups!)
Das Museum der Stadt Wien bietet jeden ersten Sonntag im Monat kostenlosen Eintritt. Also dachte ich mir: „Gehst mal und schaust dir das Bild an! Das eine Bild.“

Das habe ich also getan. Ich war wohl 15 - 20 Minuten drin. Bin über die anderen Bilder und Exponate, die da so zu sehen sind, nur drübergeflogen und habe mir die Dame im gelben Kleid angesehen (Max Kurzweil).

Es war nett. Ich kannte sie ja schon gut. Wir waren gleich Freundinnen.


Was war passiert. Ich bin rein und habe mir angeschaut, was ich sehen wollte. Nicht alles andere auch noch, ohne die ollen Kopfhörer, kaum was gelesen, was da so alles Wissenswertes steht. Nur ich und das Bild.
Faul vielleicht.
Sehr intuitiv.

Dasselbe habe ich dann mit meiner Tochter gemacht. Es war eine Pointillisimus Ausstellung in der Albertina. Und es war ein Ereignis. Jeden Raum, den wir neu betraten, betrat mein Tochter mit dem Wort „Pfoah!“ auf den Lippen. Lautstark und begeistert. Sie lief geradezu durch die Räume. Und ich mit ihr.

Wir waren weit über eine Stunde drinnen, gingen mehrfach hin und zurück, saßen vor dem einen odere anderen Bild, gingen nah ran und weit zurück.
Es war super!


Seither gehen wir gerne mal wieder. Manchmal gehe ich auch alleine. Irgendwas ist ja gerade immer, das Interesse weckt.

Natürlich bin ich für Information zu den Gemälden dankbar, ich erlebe bildnerische Kunst im Moment allerdings intuitiv. Ich gehe ins Museum um meinen Geist abzulenken, die Seele baumeln zu lassen, um inspiriert zu werden. Ich versuche zu gehen, wenn nicht alle anderen auch gehen, aber ich versuche auch kostenlos - Angebote zu nutzen.
Die Leopold Sammlung ist donnerstags ab 18:00 Uhr kostenlos. Und da ist zur Zeit eine Klimt-Ausstellung. Die will ich mir schon auch noch geben.

Die Schlange vor dem Museum der Stadt Wien am freien Sonntag!
Es macht Spaß und es gibt mir tatsächlich etwas. Ich bin geneigt zu sagen, es verbindet mich mit der Geschichte. Hier in Wien ist zur Zeit alles voll mit Otto Wagner und Klimt Ausstellungen. 2 Künstler, die mit dieser Stadt enorm verwoben sind. Es empfindet sich dann eben ein wenig wie in einem vergilbten Familienalbum zu blättern.

Irgendwie.
Es öffnet mich ein wenig für andere Sachen und Ideen.
Und das war doch immer schon ein Kernthema jeder Kunst.




Donnerstag, 12. Juli 2018

gelesen KW 28 - die Fire - Bewegung

Die Fire Bewegung hat, soweit konnte ich es erkennen, nichts mit Feuer zu tun. Fire steht hier für "Financial Independence, retire early". Frei übersetzt soviel wie "Finanziell unabhängig, früh in Pension".

Photo by Mikael Cho on Unsplash
Es geht um Menschen, die einfach früh in Pension gehen wollen. Und zwar wirklich früh (mit 40 Jahren in etwa). Sie sehen den Sinn des Lebens bzw. der Weg, der uns allen vorgegeben wird, als nicht den ihren an. Ausbildung, Berufsleben, Pension. Das ist unser Leben, wenn man es in Schlagworte fassen würde wollen. Und weil wir ein konsumorientiertes Leben führen, müssen wir viel arbeiten und lange noch dazu, um all das Geld zu verdienen, dass wir brauchen um all die Dinge kaufen zu können, die wir so gerne haben wollen.
(ui, ich habe wohl einen etwas bissigen Unterton .. naja, ihr schafft das)

Die Anhänger der Fire-Bewegung gestalten ihr Leben anders, soll heißen, sie planen es anders. Da Konsum nicht im Vordergrund ihrer Happiness steht, brauchen sie für ihren Alltag nur das Geld, dass sie zum Überleben benötigen. Miete, ja, aber eben keine 200m2 mit Terrasse in Traumlage .. und U-Bahnnähe. Fahrrad statt Auto, reparieren statt neu kaufen. Aufpassen auf den ökologischen Fußabdruck. Diese Richtung.

Photo by Iñaki del Olmo on Unsplash
So errechnen sie den Betrag, den sie im Monat zum Leben brauchen. Und dann rechnen sie hoch (es gibt offensichtlich Rechenmodelle dafür im Netz zu finden). Sie rechnen also hoch auf jenen Betrag, den sie zusammensparen müssen um eben vom ERTRAG dieses Betrags leben zu können. Die magische Zahl lautet 4%.

Das bedeutet auf ganz weit weg von irgendwelcher finanziellen Erklärtechnik: du musst einen Betrag x zusammensparen. Diesen Betrag x veranlagst du dann (Aktien und derlei *schwirrimkopf) und zwar so, dass du jährlich 4% Zinsen einstreichen kannst. Der Betrag x bleibt unberührt und arbeitet an deinen 4% fürs nächste Jahr und du, du lebst dann von den 4% für ein Jahr.

Von welchen Beträgen reden wir da? Naja, es beginnt wohl so bei 500.000 Euro. 600.00 Euro schon eher. 1 Million ist auch nicht schlecht. Aber mehr braucht es eigentlich nicht (hehehe) und schon kann man mit 38 aufhören zu arbeiten.

Photo by LEMUR on Unsplash
D.h. diese Leute arbeiten bei vergleichsweise niedrigen Lebenserhaltungskosten solange bis sie ihren individuellen Betrag x beisammen haben und dann hören sie auf zu arbeiten und leben.

PAUSE

Jetzt kann man kritisieren oder finanziell fachargumentieren, dass man 4% jedes Jahr ja gar nicht gesichert annehmen kann (der "Markt" .. Augenverdreh').
Oder: Wie das denn so ist mit Familienplanung.

Wohlgemerkt: diese Leute sind durchaus gewillt zu arbeiten, aber eben nicht als Lebenszweck. Sie arbeiten auch ab und dann, wenn sie schon in ihrer Pension sind. Sie freelancen halt mal hier mal da. Im extremen Notfall haben sie zudem ja noch das Geld auf der Seite, das den Grundstock für ihr Leben bietet. Was soviel bedeutet wie, dass sie sogar in einem "Notfall" durch dieses Geld Zeit gewinnen würden um einen Job zu finden.
Es sei an dieser Stelle aber auch erwähnt, dass es Familien gibt, die so leben. Die Kinder haben dann halt kein iPhone am Ohr und auch nicht die aktuell hippsten Sneaker an den Füßen.
Frech sind die sicher trotzdem. ;-)

Photo by Parker Whitson on Unsplash
Ich fand diesen Artikel (gelesen in der Süddeutschen - Bezahlartikel mit dem Titel "Ihm reicht's") dahingehend interessant, als er mir bewußt gemacht hat, dass es für uns neben dem klassischen Ausbildung - Arbeiten - Pension - Modell eigentlich nicht wirkliche eine attraktive Alternative gibt.

Okay, okay da wäre noch hübsch sein - reich heiraten - den Rest des Lebens shoppen oder
Erben - jemanden Hübschen heiraten - dem dann beim Shoppen zusehen

Alles nicht wirklich Wege, die man sich aussuchen kann
oder will.

Fire scheint zwar eine harter Konsumentzug,
aber für den einen oder anderen kann ich mir vorstellen,
dass sowas funktionieren kann.
Ich hätte gerne noch weiter Modelle.
Ich finde das interessant.


Dienstag, 10. Juli 2018

Buch in der Tasche 4

Diesmal ein Hörbuch. Diesmal mit Verweis auf die wunderbare Kathrin von kdidit. Mehrfach hatte sie mir erzählt, wie ihre Kinder über lange Zeit hinweg immer und immer wieder "das Känguru" hörten. Sie wiederholte, dass ihre Kinder Passagen zitieren und dass es, das kam deutlich heraus, wirklich lustig sei.



Naja und dann nach langem Immerwiedervergessen, habe ich das Hörbuch erstanden und den Kinder warm empfohlen.

Und was soll ich sagen. Es wird zitiert, gelacht und auch ich höre mir gerne nebenbei ein paar, der sehr kurzen, Kapitel an. Beim Wäscheaufhängen, beim Kochen, beim im-Garten-arbeiten.

Und ich lache.
Laut.
Wiederholt.
Und jedesmal wieder!

Freitag, 6. Juli 2018

gelesen KW 27 - DaWanda und Paul McCartney

Die meisten von euch werden es ja bereits gelesen haben. DaWanda schließt mit Ende August seine Pforten. Löst also eure Gutscheine noch ein und schaut nach wohin es eure Lieblingsshops verschlägt.

Soweit so kurz.
Anbei nur noch ein Fünkchen Nostalgie. Carpool Karaoke mit Paul McCartney. Das Herz wird einem warm dabei.


Genießt es!
.. und das Wochenende!

Mittwoch, 4. Juli 2018

Stadt und Land Thema Juli - Kunst und Kultur

Ich habe neulich mit ein paar Freundinnen gesprochen zum Thema Unterschiede zwischen Stadt und Land. Im speziellen zwischen Wien und dem ländlichen Österreich Und wir waren ziemlich einstimmig der Meinung, dass es im Sektor Kunst und Kultur die eklatantesten Unterschiede zu vermerken gibt.


Da es sich um Wien handelt, hat die ländliche Gegend echt einen Weltbrocken als "Gegner". Kulturell spielt Wien, wenngleich sonst eher unwichtig im großen Weltgeschehen, eine gewichtige Rolle. Es gibt sicher hippere Städte und auch wohl auch kreativere im Schaffen, aber wenn es darum geht mit Stimmung, Charme und Flair Kunst zu zelebrieren, dann, na dann muß man auch als Welt-Stadt den Frack auspacken und die weißen Zwirnhandschuhe um Wien das Wasser reichen zu können.

Ich habe das lange gar nicht so wahrgenommen. Als ich jung war, war ich doch recht aktiv. Was das Kunstinteresse angeht. Ausstellungen, Theater, Oper .. alles besucht.


Dann kamen die Kinder.
Und schwupps, weg war ich.
Da man zwischen den Bildern in der Albertina nicht gemütlich Kinder wickeln kann und die Oper schlicht zu spät begonnen hat, als das ich eine Vorstellung durchgehalten hätte, war ich kulturell einfach auf Null.
Es sei denn man bezeichnet Cäpt'n Sharky als Kultur .. oder die Olchis.
Räusper.



Offen muß ich zugeben, dass ich stolz bin, wenn ich mir mein Wien so anschaue - also im Sektor Kultur. Es ist echt lässig, einfach mal eben so in die Albertina reinschnuppern zu können, oder mal eben in einer Galerie einen irre coolen Street Artist kennenzulernen. Das kann was.

Ich werde euch in meinen Beiträgen diesen Monat schildern, wie es so ist in einer Stadt, die Kultur schwitzt, zu leben. Ich bin jetzt kein Kulturfreak, aber ich bin halt auch kein Banause. Ergo nutze ich schon einiges, das mir hier direkt vor der Nase geboten wird. Ich werde euch teilhaben lassen.

Museen, Ausstellungen - Was gibt es so bei euch?
Musik - mal abgesehen von der Blasmusik - was wird gespielt?
Theater, Schauspiel, Musical?
Gibt es Jazz? Gibt es alte Musik?
Wo wird das dann gegeben?
Geht ihr?
Wie sehr spielt das eine Rolle für euch?
Oder
Wie lebt sich Kultur draußen denn so? Vermutlich ja komplett anders. Aber WIE??

Ich bin sehr neugierig.
Mein Kunst und Kultur Verhalten hat sich in den letzten Jahren
enorm verändert.
Wie ist das bei euch?
Ich freue mich auf eure Beiträge.

Dienstag, 3. Juli 2018

Auf meinen Nadeln - Achtelfinale

Zur Zeit muß ich regelmäßig Strickstand posten. Es geht nämlich einiges weiter.

316 Maschen pro Runde und wir sind mitten in den Achtelfinali der Fußball-WM.
Demnächst unten Bündchen.

Zum Nähen bin ich nicht gekommen.

Montag, 2. Juli 2018

Der Unterschied - Bloggen vs. Instagram

Bloggerkrise hin, DSGVO her. Die sozialen Medien setzen den Bloggern zu. Die Aufmerksamkeitsspanne der Leser wird immer kürzer. 2 Zeilen Text und ein paar Hashtags. Dazu ein Foto, sprich im Vergleich wenig Arbeit. Als Belohnung ein paar Herzis, dazu eine Handvoll Kommentare. So einfach kann es sein.

Aber ich denke ganz ehrlich so einfach ist die Sache dann eben doch nicht. Es sind zweierlei Schuhe (FlipFlops vs. DosMartins in etwa), die hier miteinander verglichen werden.

Ich schildere euch heute, worin ich den Unterschied sehe und warum ich mit dem Bloggen nicht aufhören werde.


Bloggen:

Vorab: auch ich hatte eine solide Bloggerkrise. Es ist Jahre her und sie war von außen ausgelöst worden. Die Bloggeria hatte sich empfindlich verändert und ich fühlte mich plötzlich alleine. Was ich tat schien schlagartig unwichtig geworden zu sein. Wichtig waren andere Dinge (das Probenähen, in irgendwelchen Näh-Gruppen dabei zu sein). Dinge, die eben für mich nicht in Frage kamen.
Unmöglich schien es mir auch Kooperationen einzugehen. Werbung zu machen. Geld zu verdienen. "Professionell" zu werden. (Warum ist professionell eigentlich immer mit Geld verdienen korreliert?)

Das geht bei mir nicht. Ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass mich das Kopf und Kragen kostet. Ich kann keine Werbung machen. Ich bin keine Verkäuferin. Das ist mein Blog. Meiner. Es geht um mich und was mir so in den Kopf kommt. Nicht darum, was mir so in den Kopf gelegt wird.

Manche Blogger können das vereinen (Nur ganz Wenige, wie ich meine!). Ich weiß, ich kann das nicht. Ich brauche die absolute Freiheit mein Ding machen zu können. .



Das liest sich womöglich superegoistisch. Und wenn es das ist, ist mir das auch wurscht. Ich weiß, dass ich aufgehört hätte zu bloggen, wäre ich damals abgebogen. Hätte den Weg eingeschlagen, den so viele gehen. Ich wäre nicht mehr hier.

Bloggen bedeutet für mich, mich zu entwickeln. Dinge auszuprobieren, zu lernen. Ja genau. LERNEN! Ich lerne zu fotografieren, ich lerne zu schreiben, ich lerne mich zu organisieren um eine regelmäßige Veröffentlichung zu schaffen. Ich lerne Bilder zu bearbeiten, ich lerne auf mich zu hören und zu erkennen, wenn ich eine neue Idee habe. Ich lerne diese dann umzusetzen.

Und das ist das Wesen des Bloggens für mich. Ideen, Inhalte umzusetzen. Zu teilen, zu vermitteln.
Dafür erhält man dann Feedback. Ihr kommentiert oder mailt .. und dann LERNE ich wieder etwas.
Bloggen ist reich, schwer, wenn ihr so wollt. Es bedeutet Arbeit.
Ich habe manchmal Ideen im Kopf die sind ein Funken, ein kurzes Gefühl, eine Erkenntnis. Wenn ich das dann in einen Blogpost verwandle, sind das Seiten an Text. Es ist erstaunlich wieviel Worte man manchmal braucht um ein Gefühl wiederzugeben.

Naja, auf jeden Fall ist Bloggen etwas, das kommt bei mir von innen.


Im direkten Vergleich könnte ich sagen:
Bloggen ist wie Essen gehen mit Freunden- in ein schickes Lokal. Man leistet sich mal etwas Besonderes, nimmt sich Zeit.
Instagram ist dagegen McDonalds.

Instagram:

Vorab wieder: Ich bin auf Instagram. Ich habe lange nachgedacht und ich weiß mittlerweile, dass ich auf Instagram bin, weil ich dann die Augen weiter offen habe - fototechnisch in meinem Alltag.

Ich habe überlegt ob ich mir ein Konzept erstellen soll, damit ich weiß, wie und was ich posten kann und will. Damit es mir nicht entgleitet und ich anfange mein Essen zu fotografieren oder derlei Unfug (ich könnte einen eigenen Post verfassen über diese olle Essensfotografiererei!).
Ich will nicht unabsichtlich aus dem sich entwickelnden Bedürfnis heraus beginnen Kleinigkeiten aus meinem Alltag mit der Welt zu teilen. Kleinigkeiten, die ich - ganz ehrlich - da draußen nicht haben will.


Instagram funktioniert über diese unmittelbare Herzchen-Belohnung. Das menschliche Hirn wird danach süchtig. Und dann beginnen die Leute einfach alles zu teilen. Schlicht, weil sie noch ein Herzchen haben wollen.

Es wurde für mich notwenig viele Damen zu entfolgen, die diesem Schema verfallen waren. Denn, und darin liegt der große Unterschied für mich zum Bloggen, man postet auf Instagram im Laufe der Zeit nicht aus dem inneren Drang heraus etwas auszuprobieren, sich mitzuteilen, etwas zu entwickeln. Nein, der große Teil der Leute ist schlicht nur auf Herzchenjagd.

Viele teilen Info, die völlig unnötig ist. Sachen, die ich über meine besten Freundinnen nicht weiß und auch schlicht nicht wissen muß.

Das macht Instagram mit einem, wenn man nicht aufpasst. Man postet dann des Postens wegen. Der Inhalt wird nebensächlich. Der Antrieb zu posten kommt aus einem Herzchenbedürfnis, nicht weil man eine Idee hatte und die teilen will.
Dieserlei Verhalten ist zwar menschlich, weil Sucht und so, aber sie ist auch äußerst zerstörerisch und .. ganz ehrlich .. herzhaft langweilig.
Alltag habe ich selber, Alltag so zu posten, sodass es ansprechend oder inspirierend oder von mir aus auch verstörend und intensiv ist, das wäre interessant. Kriegt man aber kaum zu sehen.


Was mir an Instagram wichtig und gut erscheint, sind die Bilder. Also gute Bilder. Folgt man den richtigen Leuten, dann kann man durchaus inspiriert werden.

Ich mache immer wieder mal ein paar Wochen Pause auf Instagram. Und dann bemerke ich eben, dass ich aufhöre Bilder zu machen. Bilder von Wien, Bilder von Menschen. Mein fotografisches Auge hört auf zu lernen, es döst ein wenig weg.
Ich lasse es dann eben ein paar Wochen dösen und dann, dann will ich wieder anfangen zu schauen.

Instagram löst in mir das Fotografieren aus.


Das ist halt etwas was ich mag. Ich mag es, wenn mein Auge wach ist, wenn ich - inspiriert von anderen - Dinge durch meine Linse oder mein Handy ausprobiere.
Das schafft Instagram für mich.

Soweit so der Vergleich.
Ich konnte für mich finden, warum weshalb wieso ich was mache und was mir gut tut .. und unter welchen Bedingungen.
Bloggen ist bei mir meine Spielwiese, Instagram ist ein Fototool und nicht viel mehr - für mich.
Deswegen werde ich wohl auch nicht so schnell mit dem Bloggen aufhören. Die Möglichkeiten, die ich brauche mich auszuprobieren (hehehe .. mich auszuprobieren), die bietet nur das Bloggen.

So einfach sind die Dinge manchmal.
Wie sind die Dinge bei euch so?
Wie erlebt ihr die "Konkurrenz"? Oder eher gar nicht?
Und wie wichtig die Follower und das Kommentieren sind,
darüber schreibe ich demnächst.
Bis bald!

 
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