Montag, 11. Juni 2018

Selfcare

Ich habe wohl gute 14 Jahre lang intensiven Raubbau an meinem zu Beginn noch recht frischen Körper betrieben.
Es ging nicht anders. Das ist keine Ausrede. Wer zwei Kinder ausgetragen, geboren und dann betreut und umsorgt hat, der möge mir widersprechen.

Dieses Bild ist Jahre her, aber ich spüre es immer noch ;-)

Ich rede heute hier von mir. Ich bin ziemlicher Durchschnitt. Und ich habe jahrelang nicht durchschlafen „dürfen“, weil es meine Kinder nicht zuließen. Ich war so müde, dass ich jahrelang kein Buch lesen konnte. Wenn ich abends beim ins-Bett-gehen sagte „Ich lese noch ein bißchen.“, dann brach mein Mann in schallendes Gelächter aus.
An Sport war nicht zu denken. Ich meine das wörtlich. Ich hatte nicht nur keine Zeit und Kraft für Sport. Ich hatte keine Zeit und Kraft an Sport zu denken. Und ich glaube, damit liege ich ganz in der Mitte der Gesellschaft.
Ich habe nicht mehr an mich gedacht, nicht mehr an mich denken können.

Ich stehe zu all dem.
Meine Kinder sind jetzt an der Grenze zur Pubertät. Die wesentliche Arbeit ist wohl getan. Ich habe sie geprägt und ihnen mitgegeben, was ihre Seele braucht. Was jetzt noch kommt ist Feinschliff (und Kampf ;-).

Und deswegen ist es jetzt an der Zeit wieder auf mich zu schauen.
Einiges hat sich angesammelt. Von Fitness zu reden, wäre ein Farce. Nein, fit bin ich nicht. Ich habe ein wenig zugenommen, aber das stört mich nicht. Das spielt sich bei mir innerhalb der Norm ab.

Dieses Bild kann ich beinahe täglich liefern ...

Es geht mir darum Schritt für Schritt wieder zu lernen auf mich zu achten. Wenn ich alles auf einmal machen würde: Ernährung, Sport und Seele .. pfoah! .. da kenn’ ich mich gut genug, dann mach’ ich gar nichts.
Langsam. Eins nach dem anderen. Ich habe Jahre gebraucht mich „kaputt“ zu machen. Ich werde Jahre brauchen wieder fit und körperlich ausgeglichen zu sein. Die Zeit nehm’ ich mir jetzt.
Die Wäsche kann warten.

Die Fitness ist da natürlich ein langfristiges Ziel, aber da sind aber eben noch andere Dinge.
Mein Rücken schmerzt. Mal mehr mal weniger. Es ist nichts Ernstes, das kann ich spüren. Es sind die Muskeln, die mir fehlen und dann falle ich ins Hohlkreuz. Autsch!

Mein Darm ist seit letztem Winter irgendwie durcheinander. Nichts Ernstes, aber das Gleichtgewicht ist ins Schwanken geraten. Nervt einfach. Geht anders.

Weiters ernähre ich mich wohl zu sauer. Und zu zuckerreich.

Ihr seht schon: da ist einiges zu tun.

Hier und jetzt .. der Startpunkt

Warum ich das hier erzähle?
Na klar. Erstens ist es eine Art der Motivation meinerseits und zweitens: Das ist doch sicher für die eine oder andere unter euch auch ein Thema.
Und ich will euch zeigen, dass ihr nicht alleine seid.
Ich werde berichten .. auch von meinem Weg, meinen Etappensiegen und von meinen Etappenversagen! (Und ich werde versagen!!)
Ich mache mich einfach mal auf den Weg.
Schau’ ma mal!


Wie ist das bei euch?
Welche Themen stehen auf eurer SELFCARE - Liste?

15 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    ich denke alle Mamas werden sich da jetzt angesprochen fühlen bzw. sich wieder erkennen. Ich musste schmunzeln ... unser Töchterchen ist erst 5, ein paar Jahre habe ich da noch vor mir ;0)

    LG
    Ruth

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    1. Ja, da liegt noch einiges vor dir. Zudem hast du "nur" ein Kind. Das stelle ich mir irgendwie "luftiger" vor.
      Keine Ahnung warum. Aber wenn wir mal einen Tag nur ein Kind daheim haben, fühlt sich das an wie Urlaub. ;-) ;-)

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    2. So geht es mir, wenn ich lese, dass du "nur" zwei Kinder hast ;)
      Nein, im ernst: wenn ich daran denke, wie wir uns bei nur einem Kind auf den Kopf stellen mussten um es zu beschäftigen... Da sind mir meine vier doch entspannter für mich!

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    3. Echt?
      Ich denke mal sie beschäftigen sich viel miteinander. In diesem Punkt ist ein Kind anstrengender.
      So hatte ich das nie betrachtet ... hm....

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  2. Die Erkenntniss hab ich auch gerade. Mein Rücken mag nimmer ganz so und gibt Signale. Nach 3 Kindern, allerdings ist das kleinste grad 1,5. Gehe jetzt mit ihm ins Schwimmbad, setz ihn in den Schwimmring und schwimme ihn durchs Becken! Dank Deiner zusätzlichen Motivation! Scheitern hab ich auch schon hinter mir - aufrappeln, Krone richten, weitermachen.
    LG
    Martina

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    1. Ja Bingo! 3 Kinder .. ich möchte gar nicht daran denken, was mein Körper dazu gesagt hätte!
      Halte durch und natürlich .. bau das eine oder andere kleine Du-Detail ein.
      Du kannst dich ja üben im "daran denken", damit du, wenn es dann wirklich möglich ist, nicht auch noch deinen Kopf ummodeln musst überhaupt daran zu denken!
      .. ist ja der halbe Weg!

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  3. Gut, dass du damit anfangen willst! Und sieh zu, dass du dich nicht von anderem vereinnahmen lässt, wenn sie dann aus dem Haus gehen ( mein Fehler: die Arbeit hat mich anschließend mehr verschlungen als das ganze Kinderaufziehen ).
    Wie heruntergewirtschaftet ich war, hast du ja teilweise erlebt. Dann kam die Kümmerei um Eltern und Enkel, da wurde es noch schlechter. Ich arbeite jetzt seit zehn Monaten daran, aber es ist sehr mühsam ( bin gerade ganz K.O. von meinem heutigen Gerätetraining bei dieser Schwüle ). Vielleicht wäre es leichter, wenn ich in deinem Alter mit dem Selberlieben angefangen hätte.
    Schöne Bilder!
    Bussi
    Astrid

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    1. Was soll ich dazu sagen. Natürlich denke ich daran so gut es halt geht für das Alter fit zu sein. Wenn ich jetzt anfange und mir ein paar Jahre dafür Zeit gebe - Druck raus! - dann sollte ich doch zumindest das eine oder andere Ziel erreichen können.
      Perfekt ist man sowieso nie .. wozu auch!

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  4. Selfcare... pfffff. Wenn ich in den nächsten Tagen mal Zeit finde schreib ich dir ein ausführliches Mail. Nach den Projekttagen mit der Schule... da ist mal nicht viel self bis zum Wochenende...

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    1. jaja .. seufz .. das wunderbare Märchen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ...

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  5. Ja, ich schließe mich da auch mal an. Zwei kinder, knapp zehn Jahre. Seit März laufe ich vier bis fünfmal pro Woche morgens zwei Kilometer. Lachhaft für viele, ein Anfang für mich. Nicht immer begeistert, aber konsequent. Ich lese seit letztem Jahr wieder. Und vor mittlerweile zwei Jahren habe ich mich für einen Sprachkurs angemeldet und tatsächlich bis zur c2- Prüfung abgeschlossen. Alles kleine Schritte. Aber es wird.

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    1. Wohoo!
      Das klingt ja super inspirierend!
      Ich applaudiere!

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  6. einfach gut, deine erkenntnis, denn die ist ja schon mal der erste schritt, ganz egal, wann die nächsten folgen ;-) nach drei kindern (jüngstes 24) und etlichem scheitern und wiederaufstehen und neubeginnen finde ich jeden anfang und die damit einhergehende erkenntnis grandios - viel erfolg wünsch ich dir ;-)
    lg

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    1. Inniglichen Dank!
      Ich bin auch ein Fan von Anfängen und Erkenntnis!

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  7. Da fühle ich ganz mit dir - mit drei Kindern in der Pubertät kenne ich das auch allzu gut. Ich nehme mir (nach Möglichkeit) einen Vormittag in der Woche frei. War am Anfang gar nicht so einfach, sich daran zu erinnern, was mir gut tut und mir Freude bringt. Und natürlich ist Scheitern inbegriffen :) Grüßle

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