Samstag, 30. Juni 2018

12tel Blick Juni 2018

Und dann war die erste Hitzewelle vorüber. Lebt man nämlich so mitten in der Stadt, dann ist an einer Hitzewelle nichts Schönes. Weil einem nämlich die heißen Nächte den Spaß versauen.

Als es also neulich runtergekühlt hat auf 22 Grad, bin ich gleich losgelaufen um zu sehen, wie es dem Volksgarten denn geht. 
Die Leute haben jetzt wieder lange Hosen an. :-)


Es geht ihm gut. Eigentlich ist es sogar supernett. Es hat etwas mehr Luft. Zum Atmen. Und ein paar Sesseln sind frei.
Das ist ja auch so eine Special im Volksgarten. Diese Drahtsesseln. Weiter hinten stehen dann eh Bänke, aber vorne bei den Rosen .. da stehen schicke kleine Sesseln.
Sehr süß!




Rathaus und Burgtheater und in der Mitte noch leicht zu sehen .. die Votivkirche .. man ist einfach mittendrin.
Da spitzelt der Heldenplatz durch die Bäume


Dieses Bild hier unten zeigt die Parlamentskubi, die da am Heldenplatz stehen .. für die Österreicherinnen unter meinen Leserinnen, die das so ja noch nicht gesehen haben. Das Parlament ist ja Baustelle. Hier der Blick raus aus dem Volksgarten auf den Heldenplatz


Soweit so Volksgarten.
Die anderen 12tel Blicke kann ich erst am Abend schauen.
Zeugnistag, Abschlußfest im ganzen Haus!
ACTION!


Freitag, 29. Juni 2018

gesehen KW 26 - Queer Eye und die Macht des Schneiders

Wir haben zur Zeit wieder einen Netflix - Monat. Hie und da machen wir das. Dauerabo brauchen wir nicht. Aber hie und da. Das geht.
Und da gibt es eine Serie die da heißt "Queer Eye". 5 Homosexuelle Männer, jeder Meister in einem  Fach, ich erkläre das gleich, helfen einem Mann dabei sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Photo by Dimitar Belchev on Unsplash
Männer, die sich Jahre nicht die Haare geschnitten haben, die ihre Bart wildern lassen, weil sie so viel arbeiten müssen, dass sie sich selbst eben hintanstellen. Männer, die sich nicht mehr in Gesellschaft trauen, weil sie ihre Selbstbewusstsein verloren haben ...
Und dann kommen diese 5 knallverrückten Typen daher. Tanzen, busseln und reden alle gleichzeitig. Sie bauen die Wohnung um, hauen die uralt-Kleidung raus und machen Mode-Typ-Beratung, sie schneiden Haare, pflegen Bart, erklären Pflegeprodukte bei schwieriger Haut, Fußpflege etc.
Aber: sie helfen auch der menschlichen Seite, sie "knacken" die Typen, denen sie helfen, sie haben das im Gespür und dann sagen sie diesen Männern, was diese Männer einmal hören müssen.

Sie stupsen sie an und das funktioniert.

Photo by Gaelle Marcel on Unsplash
Ich habe das jetzt ein paar mal geschaut und es ist klassisches "feel good" Programm.

Warum ich das hier heute erwähne?
Nun gestern habe ich eine Folge geschaut, da ging es um einen Transgender Mann. Also einen Mann, der früher mal eine Frau war. Einen Mann, dessen Eltern ihn nach dem Coming-Out verstoßen haben, einen Mann, der jahrelang nur dafür gelebt hat genug Geld zusammenzubekommen um sich die Brust-Entfernungs-OP endlich leisten zu können.

Das war an sich schon sehr berührend. Die Fab 5, wie sie genannt werden, waren auffallend soft und respektvoll und als es darum ging, diesen Mann anzukleiden habe ich etwas gelernt .. und das will ich euch heute mitgeben.

Also dieser Mann hat natürlich immer noch den Körperbau einer Frau. Soll heißen er hat eher schmale Schultern und dafür Becken. Er ist kein "Cornetto". Sich männlich zu kleiden mit herkömmlicher Männermode ist daher schwierig. Die Sachen sind einfach nicht richtig geschnitten.

Photo by Toa Heftiba on Unsplash

Besonders schwierig ist das beim männlichsten aller Kleidungssymbole: dem Anzug.
Der junge Mann dieser Episode wollte sich einen schneidern lassen. Das war allerdings ein geradezu traumarisierendes Erlebnis. Ich hatte mir darüber nie Gedanken gemacht, aber für jemanden wie ihn, ist es schlicht furchtbar, so abgemessen und befummelt zu werden. Im Schritt, Oberweite, Po ... das ist panikauslösend. Traumasituation.

Also hat er das abgebrochen und daher eben einfach keinen Anzug.

Und dann kommen eben diese 5 Typen und .. stellt euch vor: es gibt Marken bzw. Schneidermeister, die sich auf Transgender-Leute spezialisiert haben. Schneider, die einen Anzug schneidern, der einen femininen Körper männlich anzieht.
Ich war fassungslos. Und das, wo ich doch nähe, wo es doch naheliegt, dass das ein Problem des Schnittmusters ist .. und nicht der Person an sich.

Ich finde das wunderbar.
Einfach nur wunderbar.

Sowas sollte man wissen, für den Fall, dass man mal jemanden wirklich eine große Hilfe sein möchte.
Wieder was gelernt.

Jetzt kriegen wir mal Zeugnis.


Eine kürzere Folge von Queer Eye ist auf YouTube zu sehen, falls ihr das mal sehen wollt. hier lang

Donnerstag, 28. Juni 2018

Auf meinen Nadeln - reichlich gelernt

Die WM läuft und ich stricke mich so durch die Matches. Der Anfang war stricktechnisch ein wenig mühselig. Ich erspare euch Details, ich stricke lange genug um zu wissen, dass jammern bei bestimmten Fehlern nicht hilft.

Bei diesem Teil hier habe ich aber mittlerweile richtig viel gelernt. So startet dieser Pullover mit einem provisorischen Anschlag. (Anleitungsvideos hier und hier)
Hatte ich vorher noch nie gehört.



Das bedeutet man beginnt mit der Arbeit nicht oben nicht unten, sondern mittendrin. Von dort strickt man dann in beide Richtungen (also zuerst in die eine, dann in die andere Richtung ... klar! ).

Auf dem Bild hier (unten) könnt ihr den Übergang sehen. Ich nehme mal an, dass man das gar nicht sehen können sollte und dass ich als Erstbewältigerin halt irgendwie... aber ist mir ziemlich wurscht. Gewaschen und gebügelt, wird man davon nicht viel sehen.


Dann habe ich ENDLICH gelernt, wie man verkürzte Reihen strickt OHNE dass dabei ein Loch entsteht. Nennt sich "german short row"! (Videoanleitung hier)


Und am Ende habe ich gelernt elastisch abzuketten (Videoanleitung dazu hier). Was, ohne Übertreibung, wirklich wichtig ist, wenn man Halsausschnitte strickt. Ist mir mehr als einmal passiert, dass ich da am Ende meinen Kopf nicht durchbekommen habe.


Wieder mal was gelernt!
So,
jetzt gehe ich wieder fußballstricken!
Bis bald!



Dienstag, 26. Juni 2018

Punk, Baby, Punk

Aus dem Kleinkindkram sind wir raus. Fix. No return. Wir sind demnächst alle Gymnasium. Und ja, ich schreibe hier im elterninkludierender Plural. Egal wie oft ich das wo kritisiert lese. Meine Kinder sind groß. Und wer glaubt, dass würde die Eltern nicht miteinschließen, irrt. Es gibt Kleinkindeltern und es gibt Pubertätseltern.

Wir sind auf der Ziellinie zu zweitem.
Das sieht man auch an den Shirts, die ich nähen darf/soll.

Lange schon wollte sie ihn wiederhaben - den Punkduckling. Und ich gebe offen zu: ich verstehe sie. Der ist einfach ein Burner. Der kann's, der rockt. Und zwar total.

Ich hatte ja meine Zweifel, dass ihr so eine volle Stickerei vorne drauf zu unflexibel wäre, zu steif. Ihr wißt schon was ich meine. Das ist eine feste Angelegenheit ein derart durchgesticktes Ding.

Aber ich irrte fundamental. Das Teil war fertig und wurde nachweislich 5 Tage am Stück DURCHGETRAGEN (inkl. Nächte Bitteschön). Was ihr hier seht ist das Bittegehduschen-ichreißesdirsonstvomLeibe Endfoto.


Die Farbzusammenstellung ist 100pro kleine Miss. Ich war ausführendes Organ. Mitreden unerwünscht. Ich finde das Shirt ja ein wenig knapp. Eine Größe wär in meinen Augen durchaus drin. "Nein, danke, Mama. Super so."

Es ist nun schon ein Weilchen her, da hatten wir ihn eben schon einmal - den Punkduckling. Da war er noch einen Hauch mädchenhafter.
Aber wirklich nur ein bißchen. Ich habe das Bild für euch rausgesucht. Er hat Eindruck hinterlassen, was ich gut verstehen kann. Quak!
Dieses Shirt habe ich im übrigen dieses Frühjahr am Flohmarkt verkauft. Es wird noch getragen. Das freut mich.


Soweit so cooles Girl!
Wir sind im Endspurt auf die Sommerferien.
Ich überlege bloggisch eine Art Sommermodus, komm' aber nicht zum Nachdenken, was das denn sein sollte. Zuviel Fußball!
Hm ;-)


Anmerkung zum Thema Nachhaltigkeit: die kleine Miss trägt im Bild einen Rock, den ich seinerzeit im Ausverkauf für mich gekauft habe, den ich auch gerne getragen habe, bis er mir zu eng wurde. Es ist ein sauteures Designerröckchen (also ausserhalb des Ausverkaufs).
Frau kann auch in kleinen Jahren schon an die Tochter weitergeben. Versucht es ruhig einmal. Die kleine Miss steht voll drauf!


Create in Austria    Creadienstag    HOT

Montag, 25. Juni 2018

Stadt und Land Besonderheiten - Wien im Schick/ Schick in Wien

Es fällt Leuten, die in anderen Großstädten leben regelmäßig auf. Es wird mir immer wieder erklärt und versichert, dass es so ist.

Die Wiener sind schick.

Ecke Domgasse/Blutgasse - links im Bild das Mozarthaus
Ich maße mir da nur sehr begrenzt ein Urteil an. Ich kann allerdings die Dinge von meiner Warte aus beschreiben.
Ich lebe ja bekanntlich - ich schreibe es wohl zum zigsten male hier auf - im 4. Bezirk. Das ist direkt am ersten dran. Also mitten in der Stadt. Und ich gehe „in die Stadt“ nie mit Shirt, Jeans und „bad hair“.

Nie.
Da würde ich mich ehrlich nicht wohl fühlen.
Isso. Gründe kenne ich nicht. Ist halt so.


Warum?
Hm. Nun, wenn ich in die Stadt gehe, dann um jemanden zu treffen oder etwas zu erledigen. Und obwohl gut 80% der Menschen in der Stadt Touristen sind, bin ich dann eben doch dort essen, wo die Wiener sind und was ich erledige ist auch nicht unbedingt die Tour zu den Lippizanern (;-). Ergo, dort wo ich dann bin, da sind eben auch die anderen Wiener.
Und die sind eher schick.

Ich würde den Gesamteindruck der Leute als gepflegt bezeichnen. Schick und gepflegt.

Dabei, bevor das hier jetzt noch jemand in die falsche Kehle kriegt, geht es nicht primär darum, die anderen zu beeindrucken. Sicher auch, aber nicht primär. Es geht darum gepflegt und schick zu sein. Für sich und auch für die Anderen.
Es gehört sich eben nicht mit Mohn zwischen den Zähnen, unfrisiert und in einem schmutzigen Shirt im Kaffeehaus zu sitzen.


Das . macht . man . einfach . nicht.

Der Wiener fühlt sich bei sowas eben nicht wohl.

Und das ist offensichtlich nicht überall sonst so ausgeprägt.
Häufig weisen mich Freunde aus Berlin darauf hin. Die sprechen das meist sehr offen aus. Auch Gäste aus London haben mich schon darauf angesprochen. Wenn ich nachfrage, was ich mittlerweile hie und da tue, dann wird es mir meist mit einem schrägen Grinsen bestätigt.
Ich finde das amüsant, schräg und schmeichelhaft.

Noch einmal ich kann das so per se nicht unbedingt selber erkennen und mittlerweile habe ich ja jedesmal, wenn ich ganz bewußt schaue, schon die „sindsieschick?“-Brille auf.

Ich kann es nur von meiner gefühlten Seite her erzählen und eben dann auch tendenziell bestätigen.

Ich gehe ja immer rein, wenn's wo offen ist .. das Haustor.
Und noch einmal da ist kein Druck um den Schein zu wahren. Das ist schwer zu erklären, es ist mehr ein „man macht das nicht“, und zwar ein sanftes. Natürlich kann man im Notfall auch total abg'sandelt (heruntergekommen) in die Stadt gehen. Der Wiener fühlt sich dann aber eben nicht wohl …

Ach, ich kann’s nicht erklären.
Sorry.

Ihr müßt es euch eben einmal selber anschauen.
Aber es ist wohl eine bißchen eine Wiener Besonderheit.






Freitag, 22. Juni 2018

Buch in der Tasche 3

Hie und da lese ich ein Buch wieder. Gibt es das Wort eigentlich? Wiederlesen? Ich finde das hat eine eigene, satte Bedeutung. Wiederlesen.
Ja, das mag ich!
Im aktuellen Fall handelt es sich um ein Jane Austen Buch, das ich eigentlich gar nicht mag. HA! Ich habe Mansfield Park das erste mal gelesen ... Moment ... vor ca. 25 Jahren. Auf Englisch. Und die Geschichte aber vor allem die Charaktere, die sind bei mir nicht gut angekommen. Schlechte Menschen wo man nur hinschaut in dem Buch.

Und dann war letztes Jahr Jane Austen Jubiläum (200 Jahre? Mehr? Sorry, keine Ahnung .. aber ein Jubiläum) und alle ihre Bücher wurden mehrfach neu aufgelegt. Da habe ich natürlich viel reingeschnuppert. 
Ich suche immer nach guten deutschen Übersetzungen von Jane Austen. In Englisch ist sie einfach Hochkultur. Ihre Sprache beinahe unübertrefflich. In Deutsch ... schwierig. 

Also: immer Nase rein, wenn neues Buch .. klar!
Häufig lege ich es nach 4 Zeilen wieder ab.
Bei diesem Buch war es eben anders. Zunächst fand ich die Gestaltung des Buches an sich entzückend (very girly) und dann eben auch im Lesen ansprechend. Das heißt schon was!

Also habe ich nach 25 Jahren Mansfield Park wiedergelesen. Es ist immer noch nicht mein Lieblingsbuch. Aber ich gestehe offen .. ich bin picken geblieben und habe es in einem mehrabendlichen Durchmarsch durchgerschmökert.
Die Übersetzung ist gut, die ganzen miesen Menschen sind immer noch da. Aber ich kann mittlerweile die fabelhafte Erzählweise von Jane Austen so sehr schätzen, dass ich auch diese Geschichte packend finden konnte.

Habt ihr auch schon Bücher wiedergelesen. Ihnen eine 2. Chance gegeben?
Wenn ja, welche?

Mittwoch, 20. Juni 2018

Stadt und Land Besonderheiten - die DONAUINSEL

Wien liegt ja bekanntlich an der Donau. Die Donau ist vielbesungen, viebetanzt aber vor allem ist sie über Jahrhunderte weg auch eine Bedrohung gewesen. Für Wien. Überschwemmungen gab es viele. Das alte Flußbett der Donau … sieht aus wie ein Netz, dass sich einfach über die Stadt legt.

Von User:My Friend - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Dem hat die Wiener Stadtregierung eine Insel entgegengehalten. Die Donauinsel.
Heute ist sie ein fixer Bestandteil des Lebens in dieser Stadt, aber die Donauinsel ist - für die, die das womöglich nicht wissen - keine natürliche Insel.

Sie wurde aufgeschüttet um Überschwemmungen zu verhindern. Hochwasserschutz auf wienerisch.
So entstand durch diese Art der Sicherheit vor zuviel naß eben nicht nur die Insel, sondern eben auch die „neue Donau“ .. ein stehendes Gewässer, in dem sich vortrefflich segeln, surfen und natürlich auch baden läßt.
Die Donauinsel selber läßt sich fantastisch beradeln oder mit Rollerskates erkunden. Sie ist 21 km lang. Es zahlt sich also aus.
Man kommt mir der U-Bahn hin oder mit dem Auto, oder auch zu Fuß. Man muß halt an irgendeiner Stelle über eine Brücke .. weil .. Insel ehklar.

Die neue Donau ist ein stehendes Gewässer und bietet enorme Kapazitäten im Falle einer Überschwemmung.
Von User:My Friend - Eigenes Werk, 
CC BY-SA 3.0

Soweit so Fakten.
Ich bin ja nicht so der Donauinsler. Obwohl ich wohl in 20 Minuten ohne Umsteigen dort sein kann. Irgendwie habe ich sie nicht auf meinem Radar.

ABER TROTZDEM!
Bin ich natürlich ein großer Donauinselfan. Man kann dort abends in ziemlich aufgeheizter Atmosphäre essen gehen. Spazieren, Leute treffen. Es ist abends eher laut auf der Donauinsel.
Tagsüber geht der Wiener dort baden. Oder ist im Ruderklub oder surft oder was die Leute halt so alles am Wasser machen.
Das ist eine eigene Welt da auf der Donauinsel bzw. um die neue Donau herum.
Da ist Action. Da wird gelebt!
Vollgas. oder sollte ich schreiben Vollwasser!

Nicht meins, aber trotzdem wirklich cool!

Ja genau .. der "Schwamm" da rechts in oliv. Das ist/war der Verlauf der Donau
- Wien und die unregulierte Donau auf der Josephinischen Landaufnahme um 1790 -


Und dann ist da noch das Donauinselfest. Es findet einmal im Jahr statt. Juni. Eine Art giganto-Rockkonzert. Mehrere Bühnen verstreut auf der ganzen Insel. Irre viele Leute, echtes Gedränge. Laut. Getränkebecher überall. Es ist kaum zum Aushalten. Aber mindestens einmal muß man schon dort gewesen sein. Pflichttermin. Einmal muß man sich die Füße wundgelatscht haben (21 km! lang und nicht jede Bühne liegt direkt an der U-Bahn Station … ehschonwissen), einmal muß man weit weg von der Bahn gewesen sein .. und dann hat es zu regnen begonnen. Live, mitten im Konzert.
Das ist das Donauinselfest.
Ach ja, das Donauinselfest ist - wir sind hier ja in Wien - gratis. Die SPÖ ist der Veranstalter. Das Fest wird allerdings in keinster Weise als politisch erachtet. Das Donauinselfest ist eine Institution. Es ist einfach.
Punkt.

By Tsui or CC-BY-SA-3.0
, from Wikimedia Commons

Nach dem Fest kommt die MA48 in großer Montur und räumt die Insel auf und eine Woche danach sind alle wieder baden, spazieren und radeln.

Dann ist es wieder gemütlich.
:-)






Dienstag, 19. Juni 2018

Plain white Tee ... beinahe

Neulich hatte ich euch vom Nähalltag-soeinfachistesdanndochnicht erzählt. Jetzt ist das Wendekatzen Shirt fertig.
Nicht in grau. Grau war alle. Weiß war noch da. Und wurde als Alternative akzeptiert!

Die linke Mieze ist silber .. ihr seht den Sonnenuntergang!

Die Wendepailetten waren einfach anzubringen. Ich war überrascht. Gewaschen habe ich sie mittlerweile auch schon. 
Also wenn ihr auch so ein Wendekind ;-) daheim habt.
Alles nicht so dramatisch.


Der kleine Mister wiederum ist aus seinem MSDOS Shirt bereits herausgewachsen und wollte es wiederhaben.

Na gut! Machmahalt.
2 sehr einfache aber nichtsdestotrotz lässige Shirts, wie ich meine!

Die MS-DOS Plotterdatei findet ihr unter diesem Post und die Wendepailetten habe ich bei patchmonkeys gefunden.





Freitag, 15. Juni 2018

gehört KW 24 - das zweite Gehirn des Menschen

"Wir haben etwas satt!",  wir finden etwas "zum Kotzen", Dinge schlagen uns auf den Magen, manches muß man erst mal verdauen oder eben mal schlucken.

Damit sind eben nicht Ernährungsziele gemeint, nein, hierbei geht es vielmehr um belastende Lebensumstände, die sich bei uns bemerkbar machen. Körperlich bemerkbar. Nachdem wir ihnen versucht haben aus dem Weg zu gehen. Weil keine Zeit dafür war, weil sie zu groß und bedrohlich schienen, warum auch immer. Der Mensch stellt sich nicht gerne den dunklen Seiten entgegen.

Hält diese Belastung aber länger an, ...

Photo by Stefano Pollio on Unsplash
... , dann kann sich das schon mal manifestieren. Und zwar eben -  ergo all die Redewendungen - im Verdauungstrakt.
Gastritis, Sodbrennen, Reflux, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe .. das Angebot an Unannehmlichkeiten ist manigfaltig und in jedem Haushalt schon mal zu Gast gewesen.
Auch weiter oben kann es einem stecken bleiben. Im Hals nämlich. Man hat dann einen Klos im Hals, oder das Lachen bleibt einem im Halse stecken. In schlimmen Fällen kann es einem schon mal die Kehle zuschnüren.

Und all diese Symptome haben in einem beträchtlichen Anteil der Fälle (in diesem Fall wurde die Zahl 30% genannt) keinen erkennbaren medizinischen Grund. Sie sind demnach psychosomatisch. Soll heißen: sie kommen aus der Seele ... diese leidet.

Ein Beispiel habe ich dazu gestern gehört und das will ich euch erzählen/weitergeben:

Die Geschichte wird von einer Frau erzählt, die erfährt, dass ihre Mutter an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war. Es war ihr klar (der Frau in der Geschichte), dass ihre Mutter maximal noch ein Jahr zu leben haben wird. Und von Tag eins der Diagnose an, bemühte sie sich optimistisch zu sein, wenn sie ihre Mutter besuchte. Sie atmete stets tief durch bevor sie das Zimmer der Mutter betrat und gab sich Mühe ihre Trauer zu verbergen.
Nachdem die Mutter nach ziemlich genau einem Jahr gestorben war, entwickelte die Frau mehrere markante Symptome. Unter anderem hatte sie das Gefühl, das etwas in ihrem Hals steckte. Sie versuchte ständig es hinunterzuschlucken.
Nachts konnte sie nicht schlafen, weil es in ihrem Mund und in ihrem Magen "brannte". Es wurde ein Reflux und eine Gastritis diagnostiziert. Sie erhielt daraufhin Medikamente und die Symptome im Magen reduzierten sich, verschwanden aber nicht gänzlich und auch der "Bissen im Hals" blieb unbeeindruckt.

Photo by Christopher Campbell on Unsplash
Die Frau erkannte dann, dass sie der Verzweiflung, die sie ein Jahr lang unterdrückt hatte und auch der Trauer, die in ihr steckte, Raum geben musste. Sie suchte ein Ritual, in dem sie täglich weinen konnte ohne dabei die Menschen um sich und auch ihre Familie zu belasten.
Sie weinte also unter der Dusche.
Und das half.
Das Erkennen dieser Gefühle, die Anerkennung der eigenen Schwäche und auch deren Akzeptanz haben ihre geholfen.
Nichts anderes.

Wunderschön und bedrückend zugleich.  Auf jeden Fall zum "auf-die-Handfläche-schreiben".
Achte auf dich selber!
Höre auf deinen Körper!
Nimm deine Schwäche an!


gehört:
im Ö1 - Radiokolleg, das diese Woche dem Verdauungstrakt widmete
eine Woche lang nachhörbar hier: Ö1-Radiokolleg

Donnerstag, 14. Juni 2018

Auf meinen Nadeln Juni 2018 und die Fußball WM

ENDLICH habe ich wieder ein Strickprojekt. Und dann auch noch rechtzeitig zur Fußball WM. :-)


Ich stricke sehr gerne vor dem Fernseher .. okay, ich stricke auch gerne überall sonst, aber vor einem Fußball-Match ist das Stricken ein geniales Vergnügen. Es nimmt mir etwaige Aufregung. Ansonsten müsste ich wohl hie und da aufspringen und herumlaufen. Ich könnte dann unabsichtlich den Geschirrspüler ausräumen oder irgendsolchen Unfug.
Oder ich fange an Chips etc. in Endlosschleife in mich zu werfen. Das geht auch nicht. In der Anfangsphase laufen 3 Matches pro Tag. Da rolle ich ja am Ende ins Finale ...

Ich brauchte daher dringend ein Strickprojekt!
Es kann jetzt losgehen!

Dienstag, 12. Juni 2018

Weite Hose in blau oder der dritte Streich

Und hier ist mein dritter Hosenstreich! :-) Meine Garderobe in diesem Sommer ist, wie ich meine, hiermit ausgiebig bestückt.


Die Blaue, wie ich sie nenne, ist mir verwirrenderweise vom Kombinationseck her noch ein wenig fremd. Soll heißen, ich bin mir noch nicht so 100 pro sicher, was denn denn da dazu geht. Ich trage doch reichlich schwarze Oberteile und ich meine halt, dass das mit blau nicht ganz so geht. Schon, aber eben nicht .. na eigentlich gefällt es mir nicht.
Erkenntnismoment* während des Tippens ... hat auch was.

Mit meiner Bluse dazu find' ich mich aber todschick. Ganz mein Ding. Ganz angezogen. Ganz Stil.
Und dabei durchaus bequem!


Hiermit habe ich für dieses Jahr (und womöglich auch für nächstes Jahr)
ausreichend Sommerhosen. Es reizt mich jetzt noch ein Schnittmuster für Röcke auszutesten.
Aber zuerst muss ich mich in Shirts für die Kids üben.
Dringend!
:-)

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Montag, 11. Juni 2018

Selfcare

Ich habe wohl gute 14 Jahre lang intensiven Raubbau an meinem zu Beginn noch recht frischen Körper betrieben.
Es ging nicht anders. Das ist keine Ausrede. Wer zwei Kinder ausgetragen, geboren und dann betreut und umsorgt hat, der möge mir widersprechen.

Dieses Bild ist Jahre her, aber ich spüre es immer noch ;-)

Ich rede heute hier von mir. Ich bin ziemlicher Durchschnitt. Und ich habe jahrelang nicht durchschlafen „dürfen“, weil es meine Kinder nicht zuließen. Ich war so müde, dass ich jahrelang kein Buch lesen konnte. Wenn ich abends beim ins-Bett-gehen sagte „Ich lese noch ein bißchen.“, dann brach mein Mann in schallendes Gelächter aus.
An Sport war nicht zu denken. Ich meine das wörtlich. Ich hatte nicht nur keine Zeit und Kraft für Sport. Ich hatte keine Zeit und Kraft an Sport zu denken. Und ich glaube, damit liege ich ganz in der Mitte der Gesellschaft.
Ich habe nicht mehr an mich gedacht, nicht mehr an mich denken können.

Ich stehe zu all dem.
Meine Kinder sind jetzt an der Grenze zur Pubertät. Die wesentliche Arbeit ist wohl getan. Ich habe sie geprägt und ihnen mitgegeben, was ihre Seele braucht. Was jetzt noch kommt ist Feinschliff (und Kampf ;-).

Und deswegen ist es jetzt an der Zeit wieder auf mich zu schauen.
Einiges hat sich angesammelt. Von Fitness zu reden, wäre ein Farce. Nein, fit bin ich nicht. Ich habe ein wenig zugenommen, aber das stört mich nicht. Das spielt sich bei mir innerhalb der Norm ab.

Dieses Bild kann ich beinahe täglich liefern ...

Es geht mir darum Schritt für Schritt wieder zu lernen auf mich zu achten. Wenn ich alles auf einmal machen würde: Ernährung, Sport und Seele .. pfoah! .. da kenn’ ich mich gut genug, dann mach’ ich gar nichts.
Langsam. Eins nach dem anderen. Ich habe Jahre gebraucht mich „kaputt“ zu machen. Ich werde Jahre brauchen wieder fit und körperlich ausgeglichen zu sein. Die Zeit nehm’ ich mir jetzt.
Die Wäsche kann warten.

Die Fitness ist da natürlich ein langfristiges Ziel, aber da sind aber eben noch andere Dinge.
Mein Rücken schmerzt. Mal mehr mal weniger. Es ist nichts Ernstes, das kann ich spüren. Es sind die Muskeln, die mir fehlen und dann falle ich ins Hohlkreuz. Autsch!

Mein Darm ist seit letztem Winter irgendwie durcheinander. Nichts Ernstes, aber das Gleichtgewicht ist ins Schwanken geraten. Nervt einfach. Geht anders.

Weiters ernähre ich mich wohl zu sauer. Und zu zuckerreich.

Ihr seht schon: da ist einiges zu tun.

Hier und jetzt .. der Startpunkt

Warum ich das hier erzähle?
Na klar. Erstens ist es eine Art der Motivation meinerseits und zweitens: Das ist doch sicher für die eine oder andere unter euch auch ein Thema.
Und ich will euch zeigen, dass ihr nicht alleine seid.
Ich werde berichten .. auch von meinem Weg, meinen Etappensiegen und von meinen Etappenversagen! (Und ich werde versagen!!)
Ich mache mich einfach mal auf den Weg.
Schau’ ma mal!


Wie ist das bei euch?
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