Donnerstag, 10. Mai 2018

Weichspüler selbstgemacht - warum nicht

Ich versuche es ja. Ich versuche meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Den meinen und den meiner Familie. Ich bin die Mutter, ich habe verflucht viele Fäden in der Hand … manchmal zu viele.

Ein Thema, dass mir seit Jahren, vielleicht schon Jahrzehnte, im Nacken sitzt, ist der dämliche Weichspüler. Ja, ich verwende Weichspüler, ohne ist es für mich vom  Angreifen bis zum Geruch nicht mehr recht vorstellbar.
Auch wenn ich weiß, dass wir überleben würden ohne, so ist mir der direkte Schritt weg davon einfach zu hart.
Und nein, wir haben keinen Trockner. DIESEN Schritt habe ich vor 8 Jahren gewagt.
Also wenn ihr mir jetzt schreibt, dass ihr keinen Weichspüler verwendet, aber eure Sachen durch einen Trockner jagt, dann braucht ihr hier gar nicht zu kommentieren. Ihr könnte euch einen Kopf machen ob der Energie, die ihr dafür verschwendet. Ich muß mir darüber weniger Gedanken machen, denn für mich geht es eben viel mehr um die Chemie, die ich da ins Wasser lasse.

„G’hupft wie g’hatscht“, sagt der Wiener. Getrocknet oder weich gespült, alles a Schas. Beides vergrößert unseren Fußabdruck. Beides entbehrlich.

Da mir also der Schritt von weich gespült auf nix zu hart ist, mache ich es zizerlweise. Schritt für Schritt.



Ich habe dafür vor 5 Wochen einen Test gestartet und bin dann tatsächlich gleich dabei geblieben: Ich habe mir meinen Weichspüler selber gemacht.
So weiß ich was drin ist und kann gleichzeitig die Duftecke selber gestalten und, so das Ziel die endgültige Aufgabe des Weichspülers ist, könnte ich den Duft auch ausdimmen lassen über einen Zeitraum. Ich könnte mich Schritt für Schritt daran gewöhnen, dass meine Wäsche nicht mehr riecht.

Hierzu möchte ich kurz anmerken, dass ich per se eher dezente Gerüche verwendet habe. Wir riechen hier nicht nach „wild exotic“ oder „berry dream“. Brrrr!

Es stellt sich heraus; einen Weichspüler selber zu machen ist tatsächlich watscheneinfach.
Zitronensäure enthärtet das Wasser und dann noch ein wenig Duft dazu. Bingo. Flauschig ist die Wäsche dann nicht, füge ich hinzu, aber auch nicht brettlhart.

Wie geht’s?
Ich verwende die alte Weichspülerflasche. Die ist stablier, als die anfänglich verwendete Mineralwasserflasche und extra ein Gefäß kaufen .. wirklich nicht.
Ich fülle sie zu 3/4 mit Leitungswasser. Dann kommt via Trichter die Zitronensäure (aus der Apotheke) dazu. 6 - 7 Esslöffel. Kräftig schütteln.
Dann ca. 25 Tropfen Teebaumöl (zur Desinfektion)
Dann ca. 28 Tropfen Duft

Ich habe bisher 2 ätherische Öle getestet. Beide finde ich richtig gut!
- Rosengeranie
- Weißtanne

Zur Zeit sind wir ganz Weißtanne.

Aus meinem Instagram Feed .. passt irgendwie zum Thema, finde ich!

Wichtig:
Wasser und Öl sind nicht mischbar. Das bedeutet - eh klar, dass die Öle obenauf schwimmen, was weiter bedeutet, dass 3 Waschgänge lang alles intensiv riecht und danach nicht mehr .. hehehe, es sei denn ihr schüttelt kräftig bevor ihr die Flüssigkeit in die Maschine füllt.

Weiterer Hinweis:

solltet ihr euch dazu entschließen, so wie ich, Teebaumöl hinzuzufügen, dann dominiert dieser Geruch vorab. Er verschwindet aber völlig an der Wäsche. Es riecht die Flüssigkeit danach, nicht die Wäsche. Die riecht dann nach Weißtanne.

Momentan bin ich ein Fan von meinem selfmade-Weichspüler was bedeutet, dass ich kein unmittelbares Fade-Out plane.

Ich hätte jetzt allerdings die Option!
Wie ist das bei euch? 
Ist so etwas ein Thema für euch?


10 Kommentare

  1. Ich bin allergisch auf viele künstliche duftstoffe, deswegen bleibt Weichspüler draußen. Die selfmadevariante wäre da echt eine tolle Alternative, danke ! Ich stecke in dieser Jahreszeit immer noch viel in den Trockner, weil ich hier auch einen Pollenallergiker habe und die Wäsche draußen zwar trocken, aber grade auch quasi gelb wird.

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  2. Ich habe weder einen Trockner noch benutze ich Weichspüler

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  3. Liebe Susanne,

    ich habe keinen Trockner und benutze auch seit Jahren keinen Weichspüler mehr. Hier bei uns am Bodensee ist er unnötig da wir eine gute Wasserqualität haben und die Wäsche auch so für uns weich genug ist.

    Liebe Grüße, Burgi

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  4. Hier gibts einen Trockner, der aber ausschließlich Handtücher und Bettwäsche kriegt. Alles andere wird aufgehängt. Ohne Weichspüler. Seit kurzem verwende ich einen Schuss Essigessenz im Weichspülerfach. Seit dem wird die Wäsche a) weicher, b) Grauschleier gehen weg und c) Gerüche gehen besser raus (nur relevant für die schwarzen Unterhemden vom Liebsten).
    LG
    Martina

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  5. ich benutze auch seit längerem keinen Weichspüler mehr und habe für mich folgenden Kompromiss akzeptiert: entweder die Wäsche wird draussen getrocknet und kommt (wenn sie fast trocken ist) noch für 10 min. in den Trockner oder Handtücher und Bettwäsche kommen am Anfang in den Trockner (bügeltrocken ist dann meist meine Einstellung) und trocknen den Rest an der Luft.
    so versuche ich wenigstens nicht allzuviel Energie zum flauschig-trocknen zu verschwenden :)
    liebe Grüße
    Manu

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  6. Ich verwende seit vielen Jahren keinen Weichspüler mehr. dachte am Anfang auch, ich kann nicht ohne, aber ausschlaggebend war für mich, dass mir das Zeug die Waschmittellade derart versaut hat ... igitt! Auch wenn die Wäsche gut roch, hygienisch erschien mir das nicht! Wir haben hier sehr hartes Wasser, aber ganz ehrlich: die Wäsche ist trotz fehlendem Trockner nicht brettlhart und riecht auch gut (wenn auch dezenter). Vielleicht ist das Tragegefühl am Anfang etwas "anders", aber daran gewöhnt man sich schnell. Wahrscheinlich ist es ein bisschen so wie mit Zucker im Kaffee/Tee: hat man sich erst einmal daran gewöhnt, das unnütze Würfelchen/Löffelchen wegzulassen, dann möchte man es gar nicht mehr anders. Trau dich, du kannst das! :)

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  7. Ich hab noch nie, nie, niemals WEichspüler verwendet.
    Ich mag auch keine Durftkerzen.
    Keinen Klospray.
    Ich hab heuer sogar Sonnendreme ohne Duft gefunden - yeah!

    Ich bin was das Thema angeht echt heikel. Und ich denke die Gerüche sind auch ein GRund, warum ich es in Wien so schlecht aushalte. Nach ein paar Stunden bin ich sinnesmäßig einfach total im Overflow. Das Bunte Trebien mögen meine Augen meist sehr, die Ohren sind schon ein wenig skeptischer bei den vielen Geräuschen, aber meine Nase macht ganz schnell dicht und ist einfach nur mehr überfordert.

    Also, nix mit Weichspüler, auch wenn deiner in der Vorstellung gut riecht. Aber das reicht mir auch.

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  8. Interessant und schön, wenn sich Menschen Gedanken dazu machen! Allerdings habe ich solche Sachen nie versucht, denn sie verkomplizieren mein (durch Pflege meiner Mom zieml. anstrengendes) Leben noch zusätzlich. Ergo versuche ich, Unnützes möglichst wegzulassen und Weichspüler ist bei unserem sehr weichen Wasser nicht nötig, wird nur für bestimmte einzele Stücke mal verwendet, die lege ich dann manuell in eine Schüssel und hänge sie tropfnass auf. Sommerkleider, die ich ohne diese Prozedur sonst bügeln müszte, wozu ich zu faul bin. Eine Flasche Weichsp. reicht so mind. 3 Jahre, das finde ich vertretbar. Und zum Glück bin ich in der Lage, Wäsche drauszen zu trocknen, im Garten auf der Leine. Positive Energiebilanz. Klar, das kann nicht jeder, aber irgendwas Gutes musz dieses Kleinstadtleben ja auch mal haben!
    Grüsze aus dem wilden Osten
    Mascha

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  9. Ich verwende keinen Weichspüler. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich jahrelang keine eigene Waschmaschine hatte und in Gemeindschaftswaschküchen gewaschen und getrocknet habe. Mittlerweile habe ich eine eigene Waschmaschine und genug Platz für den Wäscheständer, aber Weichspüler geht mir gar nicht ab. Im Gegenteil: Wenn ich ein Kleidungsstück aus dem Kasten nehme, das meine Mutter gewaschen hat, fällt mir der Geruch eher unangenehm auf. Und ja, ich habe eine etwas seltsame Vorliebe für ruppige Handtücher. Ich bilde mir ein, dass die effizienter das Wasser aufsaugen. ;-)

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