Donnerstag, 31. Mai 2018

Buch in der Tasche 2

Für den Fall, dass ihr es noch nicht gemerkt habt: ich bin eine Feministin. Eine von den richtig Guten. Und so kommt es ganz natürlich, dass ein Buch, das da "Feminist Fight Club" heißt, bei mir schmunzelnd ankommt. Ich mag die Referenz an den Film und ich mag die Idee, die der Titel vermittelt.

Die ersten Seiten habe ich schon intus. Und es tut mir weh. Weh wieder zu lesen, wie ungerecht, oft eben schon in den ganz kleinen Dingen, unsere Welt ist. Aber gleichzeitig gefällt mir der freche, selbstbewußte Ton des Buches.
Ich lese mal!
Und was lest ihr?
Lest ihr?

Mittwoch, 30. Mai 2018

12tel Blick Mai 2018

Ich muss zugeben, dass mir ein wenig die Worte fehlen, für das, was sich einem im Moment bietet, wenn man durch den Volksgarten mäandert.

Ich lasse daher ein wenig die Bilder sprechen.
Einzige Anmerkungen: es ist erstaunlich ruhig. Man hört eine Harfe spielen. Der 12tel-Blick ist mittendrin.

12tel Blick im Mai - wird beim Draufklicken größer!

Dem Namen Volksgarten wird alle Ehre gemacht. Es sind richtig viele Leute unterwegs. Wobei, nein, unterwegs sind sie eigentlich nicht. Sie sitzen. Sie sitzen im Volksgarten und sind einfach.
Tendenziell sonnenseitig!

Die Rosen blühen und sie riechen gut.
Ganz ehrlich, es ist sehr nett. Auch wir haben uns nach getaner Fotoarbeit auf die Treppen des Theseus-Tempels in die untergehende Sonne gesetzt und geplaudert.
Kitsch as Kitsch can!




Dienstag, 29. Mai 2018

Die 2. Sommerhose oder olivgrün passt immer und überall

Ich arbeite weiter an meiner Sommergarderobe und da ich von der "ich habe eine Hose"-Variante dann in die "wie wär's mit 2 oder mehr davon" - Variation umsattle, hier heute für euch meine 2. Sommerhose.
Die "Wilde" kennt ihr ja bereits. Das hier heute ist das Modell "passt immer und überall".

Mal salopp,...

Ja, ihr kennt diese Hose. Ich hatte sie mir vor Jahren schon einmal genäht und ich habe sie getragen, bis es wirklich wirklich nicht mehr ging, 

Grandioserweise hatte ich - habe ich NIE! - von dem Stoff noch einiges daheim! Wie gesagt, das mag ja bei euch normal sein, hier sind Stoffreserven an sich pure Science Fiction. Kein Platz.
Der Stoff zu dieser Hose ist die Ausnahme der Regel.
Offensichtlich.

... mal ein bißchen fast schon schick! ;-)

Oben ist es ein einfacher Gummi eingezogen. Taschen hat sie keine. Sie ist so simpel wie es eben nur möglich ist. Und daher ausnehmend schnell genäht, so frau sich denn mal endlich hinsetzt und loslegt.
Der Stoff muss irgendein Leinen-Gemisch sein. Die Hose ist einen Tick wärmer und weicher als reiner Leinen.

Und:
ich mag die Farbe.
Ein Hauch von einem "da schaut man nicht mal hin" gemischt mit etwas "fleckenverträglich". Passt zu allem und ist schnell angezogen! Ein Volltreffer für jemanden wie mich, der es in der Garderobe gerne reduziert und überschaubar halten möchte.


Diese Hose habe ich wirklich viel an. Wieder! Sie ist im Kurzwaschgang schnell gewaschen und über Nacht trocken. Ich schlupfe in der Früh hinein, wähle ein wetterangepaßtes Oberteil - ihr seht hier die "schon ziemlich warm" und die "im Schatten macht's der Wind dann doch kühl" - Varianten und bin absolut angezogen.
So mag ich das.

Eine weitere Hose habe ich noch geplant um nicht zu sagen
 sie liegt seit zwei Wochen rum und wartet auf ihren Gummi ... tja.
Ich bin eben auch nur eine Supermama!
;-)


Schnittmuster aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil: 8 Grundschnitte für 25 Kleidungsstücke"


Montag, 28. Mai 2018

Stadt und Land: ein Gedankenspiel

Mir ist da neulich etwas aufgefallen.

Wien hat da nämlich etwas an sich .. im Verhältnis zu Österreich, das kann man als Außenstehender so gar nicht nachvollziehen bzw. spüren.

Zur Zeit ein Lieblingsbild von mir.
Wien ist nämlich ein Wasserschädel, ein Plutzer (kann ich nicht übersetzen .. muss ich erst nachschauen).

Aufgrund seiner langen Geschichte ist Wien eine Stadt, die ein Weltreich repräsentieren sollte. Prunkvoll, groß, kultiviert. So hat sich das der Kaiser seinerzeit wohl vorgestellt. (nehmichmalan ,-).

Und dann viel das Reich zusammen. Übrig blieb Österreich. Nicht gerade groß an Fläche, dazu reichlich Berge. Man kann nicht überall in diesem Land einen Ort gründen. Zu hoch oder zu steil, naja einfach nicht gut geeignet zum Siedeln.

Wien ist aber noch da. Groß und Prunkvoll.

Und jetzt kommt's.
Das Verhältnis Wien : Restösterreich beträgt in etwa 1 : 5 .  Das bedeutet in anderen Worten,
dass 20,6 % der Bevölkerung in dieser Stadt leben.

Unter dem Video steht:
"Vienna is the capital and largest city of Austria. It's actually a pretty cool city and it is amazingly beautiful and picturesque."


Zum Vergleich:
Für Deutschland würde das bedeuten, dass von den zur Zeit 82 Millionen Deutschen 17 Millionen in Berlin leben würden (es sind zur Zeit etwa 3,6 Millionen).
Keine andere Stadt in Deutschland hätte zudem auch nur annähernd eine solche Einwohnerzahl. Alles andere wäre ... eher klein.

Diese Größe, diese "Übermacht", dieses "ichbinriesig" ... ich glaube ehrlich,
dass man das im Rest Österreichs "spüren" kann.

Wien ist anders
Wien ist ein nämlich ein Pluzer.




weitergesponnen (jeweils nur die Einwohner IN der Stadt nicht der Großraum .. das habe ich auch bei Wien so gerechnet - das macht vor allem bei Paris etwas aus.)

Paris hätte dann anstelle der 2,2 Millionen 13,4 Millionen Einwohner.
London anstelle der 8,8 Millionen 13,22 Millionen.



P.S.: Plutzer: wienerisch; großer Kopf, Kürbis


Freitag, 25. Mai 2018

gelesen KW 21 - Helium

Alle kennen Helium. Eh klar. Gas. Leicht. Läßt Luftballons schweben/ verändert die Stimme .. zum Gröhlen, ehrlich.
Helium, klar.

Aber ich habe diese Woche gelernt, und ich habe ein chemisches Herz und hatte das zuvor noch niemals gehört, daß Helium das einzige Element ist, das nicht auf der Erde entdeckt wurde!
HAHA!!
Klingt cool! und "Wie geht das denn?"

Dieserlei Bücher kann nerd ja nie genug lesen .. und man findet auch immer etwas Neues. IMMER!


Nun, bei genauerer Betrachtung steckt es ja schon im Namen. Helium wurde benannt nach der Sonne - griech. helios.
Ist mir, keine Ahnung wieso, auch noch nie so wirklich aufgefallen!

Und ja, es wurde zu einer Zeit entdeckt, da waren Reisen ins All ... unmöglich. Wir reden hier von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Genauer:  am 18. August 1868. Das weiß man so genau, weil es da in Indien eine Sonnenfinsternis gab, eine totale. Jules Janssen, ein französischer Astronom, war extra nach Indien gereist um das Licht der Corona durch ein Prisma zu schicken und sich dann das aufgespaltene Spektrum anzusehen.

Und da war eben ein schwarzer Strich drin, an einer Stelle, die für gewöhnlich eben farbig ist. Was er sah war die Absorptionsspektrallinie des Heliums. (diese "schwarzen" Linien nennt man Fraunhofer Linien).

Das kleine "d" ist die Linie des Heliums

Wie das genau funktioniert, will ich heute hier nicht erklären. Erwähnenswert finde ich eben, dass Helium diese Ausnahmestellung in den Elementen hat. Helium ist ein bißchen wie Science Fiction in Zeiten von Perücken und schweren Parfums. Es wurde im All entdeckt.

Ich finde das einfach extrem cool!


gelesen:
entdeckt in dem Buch
"Das Universum für Eilige" von Neil Degrasse Tyson
nachgelesen
bei Wikipedia
Helium
Fraunhofer Linien

Donnerstag, 24. Mai 2018

Die DSGVO kommt und alle laufen weg

Na super! Was ist denn hier los? DSGVO und alle laufen kreischend im Kreis.
Hm.
Hab’ ich was verpasst?



Okay, okay, ich will es nicht kleinreden. Diese ganze Datenschutz-Trallala-Geschichte geht auch mir solide auf den Zeiger.
Also habe ich mich hingesetzt, darüber gelesen, was so auf Anhieb aufpoppte … danach war ich um nichts klüger. Dann war ich in einem Workshop zum Thema. Das war einigermaßen informativ, geholfen hat es mir vorerst mal nicht wirklich.
Also habe ich weiter gelesen und dann ..

.. habe ich darüber nachgedacht und so gut ich es halt verstanden habe Aktionen gesetzt, die offensichtlich und auch verständlicherweise notwendig sind.
Punkt.

Ist wie eine Steuererklärung. Ein Besuch beim Zahnarzt. Unangenehm. Mussabersein.

Kreischend im Kreis rennen hilft da wenig.

Aufhören zu Bloggen scheint mir da irgendwie eine krasse Konsequenz. Es sei denn der Saft war vorher schon raus. Dann, ja dann macht es Sinn.
Es ist ein wenig wie aufhören mit dem Autofahren, weil man den Führerschein machen muss. (hoffentlich trete ich mit diesem Vergleich niemandem auf die Füße. Das ist nicht meine Absicht.)

Ich wiederhole, ich verstehe, wenn das ein VERDAMMT UNGEWOHNTES THEMA ist für die meisten von euch (Für mich auch. Ich bin kein Jurist.) Gesetzestexte und derlei hat frau im Alltag zum Glück nicht dauernd und überall um sich (sind nämlich superfad).

Aber ganz ehrlich: Das schafft ihr!
Hinsetzen, Zeit nehmen, dazu einen Kaffee und ein Stück Kuchen (ich gehe hier ein wenig von meinem Verhalten aus) und durch ….

Und abgesehen davon:
mit dem Datenschutz sollte man sich - ganz ehrlich - sowieso auseinandersetzen.

Und zwar ernsthaft
vor allem, wenn man Kinder hat
und nicht nur einmal

Ihr schafft das!


Mittwoch, 23. Mai 2018

Nachtrag zur wilden Hose

Mehrmals wurde ich in meinem letzten "wilde Hose" - Post danach gefragt, wie denn der Stoff aus der Nähe genau aussehe und vor allem, ob ich doch mal den Bund zeigen könnte.

Also hier mal der Stoff für euch:


Da ich mit derlei wildem Gemustere praktisch - Denkpause - keine Erfahrung habe, war und ist diese Hose ein Test für mich. Zum einen: gefällt mir das? zum Anderen: trage ich sowas?
Frau weiß ja schließlich, dass dieserlei Dinge nicht notgedrungen Hand in Hand gehen.
Zumindest nicht bei mir.

Outcome soweit: der Stoff sieht angezogen wilder aus, als ich dachte. Die dezenten Farben machen das Teil aber lässig. Da das Material einfach ein Traum ist - ich muss das ehrlich noch einmal erwähnen - trage ich sie für mich schon leicht überraschend gerne. Zudem fühle ich mich einen Hauch sexy. Kein Scheiß!
Einstweilen trage ich sie nur daheim, allerdings könnte sich das ändern, wenn die Temperaturen klettern.

Nun zum Bund:


Die erste Hose dieser Art war oben knapp eingeschlagen und mit einem Gummiband (dünn) versehen, dazu gab es Gürtelschlaufen und einen Stoffgürtel aus dem Stoff der Hose. Meiner Erfahrung dabei war, dass das Band ein wenig nervte, weil rumbaumelte und der Gummi alleine nicht stark genug war um die Hose in Position zu halten.

Deswegen habe ich diesmal etwas anderes probiert. Ein breites goldenes Gummiband, das mir irgendwann mal nachgelaufen ist, schien perfekt.
Den Gummi habe ich mir um die Taille in der passenden Länge markiert, zusammengenäht und dann erst an die Hose dran - erst gesteckt, dann genäht.

Diese Hose rutscht nicht!


Ich hoffe diese Art des Bundes ist euch nicht zu "faul". Zipp, Knopf und Trallala sind aber für eine derartige Hose einfach nicht passend und sie sind auch im Originalschnitt nicht vorgesehen.

So, ich hoffe eure Fragen hiermit noch beantwortet zu haben. 
Bis bald!




Dies ist ein Nachtrag zu diesem Post:


Dienstag, 22. Mai 2018

Wortkunst am Shirt

Ich bleibe dabei und zeige euch auch weiterhin die Shirts, die ich für meinen mittlerweile 13-jährigen Sohn nähe und gestalte. Schließlich gibt es auch in anderen Familien häufig einen "Markt" für "Ungemustert und schlicht", oder?
Er hatte sich den olivgrünen Stoff rausgesucht und auch die Bündchenfarbe hat er selber gewählt. Das Shirt lag fertig genäht eine ganze Weile herum, weil wir noch auf der Suche nach einer coolen Idee waren. Denn auch der kleine Mister ist generell einer kleinen Dosis Pepp durchaus nicht abgeneigt.

Und dann habe ich ihm mein "Design" Pinterest-Board gezeigt. Da hatte ich nämlich vor ein paar Monaten wirklich lässig Wortdesign-Spiele gefunden. Und die passen dann ausnehmend gut auf ein dezentes bloß-nicht-zu-viel-Shirt.

Hier ein paar Wort-Design-Beispiele für euch.


Weitere Beispiele findet ihr gerne auf meinem Pinterest Board.
Laßt euch inspirieren!

PS: kleine Anmerkung: das "win" ist gar nicht so grell, wie es auf den Fotos
den Anschein hat. Die Folie reflektiert einfach das Licht so stark.




Arbeitszeit:  1,5 h 
Materialkosten:  ca. 20 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5




Montag, 21. Mai 2018

Stadt und Land Versorgung - Restaurants, Bistro & Co.

Heute schildere ich euch wie es hier bei mir, mitten im Vierten Bezirk. Sehr zentral, mitten in einer der größten deutschsprachigen Städte der Welt.
Mit dem Essen.


Hier bei mir gibt es wohl viele kleine Betriebe. Agenturen und derlei. Auf jeden Fall arbeitet hier eine beachtliche Zahl an Menschen. Und mittags wollen die alle mit Mahlzeiten versorgt werden.
Und so kommt es wohl, dass ich mitten in einem Wir-versorgen-dich-gerne-Schlaraffenland lebe.

Das beginnt beim Frühstück. In sehr entgegenkommender Nähe gibt es reichlich Möglichkeiten eine Freundin zum Frühstück zu treffen. Das geht klassisch im Kaffeehaus oder auch mal glutenfrei. Alles ganz einfach, alles nah. Frau sitzt dann gemeinsam im Schanigarten und schaut kaffeeschlürfend und eilöffelnd den anderen beim Vorbeigehen zu. Sehr angenehm!


Will ich mal mittags nicht kochen, dann kann ich wählen zwischen Wirtshaus und Steak-Schicki-Micki-Restaurant einerseits, asiatisch, koreanisch von Schick bis muffeligem Take-Away andererseits oder ich durchforste eine Vielzahl an bio-vegan-anti-allergie Hütten, die, ich muß es zugeben, erstaunlich gutes Essen anbieten.


Bei den Kindern enorm beliebt ist das Eisgeschäft. Wen wunderts. Gerne gehen sie mit Freunden dorthin und kommen dann glücklich und mit Schokogoscherl retour.

Neuerdings essen wir auch wieder Pizza. 2 Häuser neben der Tanzschule (wir gehen wieder!) hat eine neapolitanische Meister Pizzeria eröffnet. Und, naja, es ist schon eine sehr angenehme Geschichte, dass wir da vom Kurs über die Pizzeria nach Hause gehen und so dann mit einer Familienportion Italien dort auftauchen.
Ideal!


Die schiere Zahl der Lokale läßt darauf schließen, dass es einen Bedarf gibt. Und ich kann bestätigen, dass die Schanigärten in der Saison nie leer sind.
Es funktioniert also.

Dies wollte ich euch mal kurz zum Thema Versorgung zukommen lassen. Ist ja schließlich nicht überall so.

Wie ist das bei euch?
Das kann ja doch nicht überall so sein!
Mahlzeit!







Donnerstag, 17. Mai 2018

Weite Hose im wilden Look

Die letzten Jahre hatte ich im Sommer eine ganz klare Lieblingshose. Diese hier. Nun ist dieses Stück aber letztes Jahr schlicht auseinandergefallen und zwar an unflickbarer und gesellschaftlich inakzeptabler Stelle.

Und so muß Nachschub her. Diesmal mache ich mir nicht nur eine!
Den Anfang macht ein Stück, dass wohl recht auffällig und auch ungewöhnlich ist.




Vom Stil her wollte ich etwas wagen. Etwas für die hippen Tage. Zum Material: seufze ich einfach nur laut. Das ist ein handbedruckter Hauch von einem Traum, einfach nur fantastisch. Gefunden im Stoffsalon.
Überraschenderweise kommt dieses Stück bei meinem tendenziell konservativen Ehemann ausnehmend gut an! Frau lernt nie aus! ;-)

Ich werde diese Hose sicher nicht an jedem Tag tragen .. aber an ganz bestimmten, den etwas wilderen, ja, ich denke, da werden wir zu sehen sein. Fix!

Hose aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil" von Shufu To Seikatsu Sah
Stoff gefunden im Stoffsalon. Das ist ein handbedruckter Baumwollstoff von Merchant and Mills.


Ein kleinen Unsinn muß ich euch noch kurz unter die 
Nase halten. Ich stehe es mir momentan irgendwie
auf Bokeh-Effekt. Bitte nicht verurteilen! Es vergeht
sicher wieder! Aber jetzt ist es einfach gerade so ein
irrer Spaß!! :-)




Arbeitszeit:  1,5 h 
Materialkosten:  ca. 30 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2








Mittwoch, 16. Mai 2018

Wenn es mal schiefgeht oder die "Wahrheit" über das Nähen

Zur Zeit ist bei mir Nähsaison. Shirts werden gebraucht, ich nähe mir ein paar Hosen, ich teste hier, ich teste da.
Und wenn etwas fertig ist, dann mache ich ein Foto - oder mehrere - und zeige euch das hier.


Aber
das entspricht nicht der Realität.
Denn hie und da geht auch etwas schief. Und wenn es denn schief geht, dann bin ich regelmäßig echt genervt.
Meist liegt es daran, dass ich einen neuen Schnitt ausprobiert habe. Denn, ganz ehrlich, die meisten Schnitte halten nicht, was sie versprechen. Ich besitze nur einen erschütternd kleine Zahl an Schnitten, die ich NICHT anpassen muss.
Und das bei der Tatsache, dass ich schlanke, „normal gewachsene" Kinder habe. Die allermeisten Dinger, die ihr auf den Blogs so angepriesen bekommt, haben nämlich irgendwo einen Haken.
Keinen großen Haken, nichts Dramatisches. Man kann es am Ende schon anziehen. Aber richtig gut ist es eben sehr, sehr selten.

So ist es mir auch letztes Wochenende wieder ergangen. Ich wollte einen Schnitt ausprobieren. Wir haben diese coolen Wendepailetten bekommen … Katzenwendepailetten. Ich weiß nicht recht ob ihr nachvollziehen könnt, was das bedeutet.
Wir haben hier 2 Kater und in Folge davon 2 völlig katzenverrückte Kinder.
Weiter sind Wendepailetten seit ein paar Jahren der Renner unter den Mädels.
Ergo
Große Begeisterung.

Ich plante ein eher cooles Shirt in brilliantem Mausgrau ;-) (die kleine Miss ist leider für bunt nicht mehr zu haben), vielleicht ein wenig Pepp an den Ärmel, wenn möglich/nötig ein Schriftzug mit Stoffmalfarbe über der Appli.

Und dann hängt der Ausschnitt des Shirts runter bis zu den Brustwarzen … leicht übertrieben. Aber der Ausschnitt war zweifelsfrei . viel . zu . tief.
Ich habe herumgetüftel, woraufhin dann wiederum die Ärmel zu knapp wurden und unter der Achsel einengten.
Krise.
Mutter am Boden zerstört, Tochter am Boden zerstört, weil Mutter am Boden zerstört. Mutter verzweifelt, weil Tochter am Boden zerstört, weil Mutter zu schwach.
Ich sag’s euch, frau hat’s nicht leicht.

Wir haben die Wendepailetten zur Seite gelegt und reden die kommenden Tage nochmal drüber. Keine Sorge, wir lassen uns nicht unterkriegen. Ich wollte dieserlei Info aber auch mal mit euch teilen, denn es näht sich eben nicht immer reibunglos.

Oder wie ist das bei euch?


Montag, 14. Mai 2018

vom Bloggen

Immer wieder denke ich darüber nach, wie das so ist mit dem Bloggen. Ich selber lese nur mehr sehr wenige Blogs.
Warum das so ist?

Ein Nähtag und laute Musik, was braucht frau mehr? ;-)

Na, ganz einfach, ich finde nicht mehr allzuviel, das mir wirklich etwas gibt. Ich bin da knallhart. Das musste ich werden, denn die Blogs haben sich mit den Jahren sehr verändert. Und zwar zum Negativen, wie ich meine.
Das hat mich lange beschäftigt. Ich habe viele Blogs irgendwie ein wenig wie meine Freundinnen betrachtet, auch wenn ich nur die allerwenigsten davon persönlich kannte. Und als dann die großen Blogs zu Marketingplattformen wurden und 80% des Restes versuchte es dem gleichzutun. Da starben plötzlich ganz viele meiner vermeintlichen Freunde.

Ich litt.

Der Weg Probezunähen oder Stoffe zu bewerben oder wasauchimmer, ist keiner für mich. Das war mir von Anfang an klar. Darüber werde ich demnächst noch schreiben. Also konnte ich mit diesen Frauen eben diesen Weg nicht mitgehen. Ich saß draußen und sah zu, wie sie, wie ich meine, aufhörten sie selber zu sein um einander immer ähnlicher zu werden.
Furchtbar!
Für mich.

Mich interessieren eben auch andere Dinge.

Ich weiß schon, viele sind ganz beglückt und schwärmen von ihren Facebook-Gruppen und Näh-Conventions etc. und irgendwie will ich ihnen das ja auch gönnen, aber ich habe sie einfach zu sehr vermisst. Wirklich!
Sie zu sehen, wie sie die x-te Version des aktuellsten T-Shirt-Schnitts in genau demselben Stoff, wie eben alle anderen auch, vorführen, habe ich nicht verkraftet.

Ich bin ehrlich. Ich war sehr traurig. Fragt Kathrin .. die habe ich damals ziemlich zugelabert. (inniglichsten Dank an dieser Stelle! Bussi)

Da ich aber nicht blogge um alle davon zu überzeugen, dass sie da was Falsches tun und dass eben mein Weg oder eben irgendein anderer Weg besser wäre .. vor allem für mich ;-) … musste ich erkennen, dass womöglich nicht diese Frauen einen anderen Weg eingeschlagen hatten, sondern vielmehr ICH.

Jeder darf sein wie er will - auch in der Bloggeria!

Durch diese Veränderung in der Bloggeria erkannte ich, war ich gezwungen zu erkennen, dass mein Weg eben ein anderer ist.
Und an genau diesem Punkt stehen, glaube ich, mehrere von euch. Oder standen.

Ich musste nachdenken, überlegen, akzeptieren, dass sich die Situation eben verändert hatte .. und zwar ohne, dass ich das wollte.

Ich halte ehrlich nicht viel von dieser Probenäherei und all dem Marketinghype zu irgendwelchen Stoffe etc. Das ist mir zu plump. Zu offensichtlich.
Aber es ist nun mal so.

Was ich getan habe?
Da es mich belastet hat, wie oben erwähnt, habe ich aufgehört ihre Blogs zu lesen.
So einfach, so schmerzhaft!
Es war schön dich gekannt zu haben. Bye!

Es ist ein wenig wie mit meinem Kleiderkasten .. ich habe jetzt nur mehr Lieblingsblogs! :-)

Ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass es wohl in dieser Flut von Lemmingen auch eine Handvoll auch für mich noch interessanter Blogs gäbe, aber sie zu finden, sorry, dafür fehlt mir die Zeit und Muße.

Immer wieder stolpere ich über Beiträge zu diesem Thema, zuletzt hat die von mir sehr geschätzte Claudia dazu geschrieben (hier nachzulesen) und deswegen schreibe ich meine Version der Dinge heute hier für euch auf. Und da das ein gar nicht so kleiner Themenbereich ist, werden wohl noch ein paar Posts dazu folgen. Als Denkanstoß.

Gerne lese ich dazu eure Meinung.
die immer noch erstaunlich begeistert bloggt!
:-)
Dank euch!




 
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