Freitag, 9. März 2018

gesehen KW 10 - Von den Oscars und den Veränderungen

Zum 90. mal wurden die Oscars verliehen (eigentlich vergeben, denn man gibt sie ja nicht zurück ;-) und obwohl der Regie-Oscar nicht an eine Frau gegangen ist, so stand er doch im Mittelpunkt. Der Wandel, der gerade vor sich geht.

Ich habe die Oscar-Verleihung aufgenommen und genüßlich am Tag danach dahintröpfeln lassen. Macht einen netten Hintergrund so ein Pomp-Tralala. Geht gut!

Eines ist dabei hängengeblieben, etwas, das laut aufgejault hat in mir. Etwas, das ich gespürt hatte - schon länger - aber das eben noch nicht in Worte gefaßt worden war.
Diese Worte fielen im Zuge der Oscar-Nacht.


Ich erinnere mich, als ich "Wonder Woman" im Kino gesehen habe.
Wie ich da im Saal sitze und höre, wie die Frauen um mich
herum weinen. Diese Riesenshow, Action 1A - und da habe
ich es verstanden. Ich sag's euch:
So etwas sehen weiße Männer in jedem Film!

Barry Jenkins



Das obige Video ist sehens- und hörenswert. Wenn ihr eine Übersetzung benötigt, laßt es mich wissen. Wenn es mehrere von euch brauchen, dann setz' ich mich hin und tipp' das kurz runter!

Einige meiner Lieblingsfilme wurden von weißen Hetero-Typen
für weiße Hetero-Typen gemacht. Heute können
weiße Hetero-Typen Filme mit mir sehen und sich damit identifizieren.
Es ist nicht schwer. Ich habe das mein ganzes Leben lang getan.

Kumail Nanjiani


Und ich möchte jetzt von niemandem lesen, dass das ja nur Hollywood ist. Es gibt wohl keine größere Maschinerie, die mit ihren Geschichten und Ideen mehr Menschen weltweit erreicht. Das Bild, das von Hollywood aus vermittelt wird, spielt eine Rolle! Eine Große! Und wenn Filme wie "Wonder Woman" und - jetzt gerade - "Black Panther" (und wenn wir schon dabei sind, dann möchte ich hier auch "Frozen" erwähnen!), die Kassen klingeln lassen, weil eben auch die Frauen und die Afro-Amerikaner ins Kino laufen, dann, ja dann meine Lieben, dann verändert sich die Welt.

Ich gebe mich keiner Illusion hin: es wird nicht morgen gelaufen sein, aber es geht heute einen guten Schritt voran. 
Cool!

Gestern war Welt - Frauentag!

8 Kommentare

  1. Liebe Susanne,
    ich finde diesen langsamen Wandel auch sehr schön anzusehen und würde auch sagen, dass man Hollywood nicht unterschätzen darf. Geschichten sind es, die uns bewegen, ermutigen und die uns im Alltag begleiten. Und wenn mehr Geschichten von Frauen, über Frauen und mit Frauen (oder Schwulen, oder Afroamerikanern/Asiaten/..., oder anderen Kulturkreisen) gezeigt werden, dann prägen uns diese Geschichten. Wie wunderbar.
    "Frozen" ist mir damals sehr positiv aufgefallen, weil es endlich mal nicht primär um die Mann-Frau Geschichte geht, sondern die Lösung in den Frauen liegt.
    Was auch ein guter Film sein soll (hörte ich): "Call me by your name" Endlich einfach nur Liebe und Empfinden.

    Grüße
    Janine

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    1. Frozen war eine große Sache ... auch weil es sich an die Mädchen gewandt hat ...

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  2. Ich sehe, ich kann da nicht mitreden, ich bin nicht sozialisiert für amerikanisches Mainstream-Kino. Ist wohl schon ewig her, dass ich solches geschaut hab.
    Bon week-end!
    Astrid

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  3. https://www.youtube.com/watch?v=a2qtypiBt-I

    Ich finde deine Posts so toll!!!
    Genau DAS! Ich kann nur beiflichten :)

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  4. Auch ich bin im amerikanischen Kino nicht firm, aber es ist meinungsbildend. Definitiv!

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  5. Wir haben "Wonder Woman" erst letzte Woche on demand angeschaut (spät aber doch!) und ich hab's spannend gefunden, wie sensibel und empathisch die Protagonistin trotz allem Action Tschinn Bumm Krach geblieben ist. Für Leute, die Marvel Filme mögen, schon mal eine andere Perspektive. Ich glaub, du beobachtest das richtig: Da tut sich was. lg, Gabi

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    1. Der Film hat einige sehr außergewöhnliche Passagen! Weiblich und superstark sieht man selten im Kino.

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