Freitag, 30. März 2018

12tel Blick März 2018

Und dann war es kurz einmal angenehm warm. Und mich erfüllte das Bedürfnis einen Spaziergang zu machen. Einen ordentlichen. Und das mit Fotoapparat.

Natürlich sind wir dann in den Volksgarten. Logisch. Und was wir sahen waren dann das erste mal: Menschen. Denn ich muß ehrlich sagen, dass ich auf die letzten beiden Bilder überhaupt jemanden drauf bekommen habe, das hat mich überrascht. Für gewöhnlich ist der Volksgarten nämlich durchaus .. bevölkert. Aber Jänner und Februar ... niente. Alledaheim!


Und dieses mal eben endlich. Leute, Leute überall Leute. Und allesamt wollten sie ein bißchen Temperatur im bald-ordentlich-Grün.



Die Rosen sind immer noch eingepackt und gut war's, denn danach wurde es nämlich nochmal richtig kalt.

Und an den Rest des Monats kann ich mich kaum erinnern, weil ich nämlich entweder die Krankenschwester geben  oder dann für einen kurzen Moment selber den Patienten mit einer oskarreifen Darstellung mimen durfte.

Der April kann kommen!



gelesen KW 13 - Der Himmel wird uns auf den Kopf fallen

Ich bin ja ein Asterix Fan und ich bin auch ein NASA Fan. Daher heute eine skurril wirkende Geschichte.

Es besteht eine 1: 2.700 Chance, dass am 25. September 2135 ein 500 Meter im Durchmesser messender Asteroid auf die Erde knallt. Diese Wahrscheinlichkeit, die 1: 2.700, wird sich noch verändern, in die eine oder andere Richtung. Die Sache ist so geradlinig nicht. Aber jeder, der die Zahlenmaßstäbe im All auch nur annähernd im Kopf hat, weiß: 2.700 ist eine Haaresbreite.

Bildquelle

Bennu heißt das Stückchen Weltallstaub, dass mit seinen 79 Milliarden Kilogramm und einer Geschwindigkeit von 101.000 km/h mit unsere Schicksal spielen will.
Also hat eine Spezialabteilung der NASA einen Plan entwickelt, wie man den reagieren kann.

So und hier jetzt ein paar Grundsätzlichkeiten ganz abseits von Asterix.

Leider kann man so einen Asteroiden nicht im Direktanflug (also dann halt in 2135) zerstören. Auch nicht mit einer ganz großen Bombe (so wie in dem Film Armageddon .. ihr erinnert euch .. grottenschlechte Geschichte ... brrrr!).
Nein, das ist eine Illusion. Etwas das so groß und so schwer ist und zudem dann noch so verflucht schnell, hat viel mehr Energie in dieser Bewegung, als dass so ein menschliches Bömbchen da eine wesentliche Veränderung der Route herbeiführen könnte .. geschweige denn das Ding zerstören kann.

Es zu zerstören würde weiters nur dazu führen, dass nicht ein Stückchen, sondern ganz viele mit womöglich, durch die Explosion, noch größerer Geschwindigkeit auf die Erde knallen.
Ihr seht: das ist wie Rotweinflecken mit Granatapfelsaft reinigen zu wollen. Nicht die optimale Lösung.

Der Vorschlag lautet: kontrollierte Ablenkung.
Bennu fliegt ständig um die Sonne und bietet somit in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die Möglichkeit verhältnismäßig nahe an ihn heranzukommen. Und da könnte man dann Bomben in seiner Nähe explodieren lassen, sodaß seine Route sich ein klein wenig ändert. Und das dann wieder und wieder wiederholen bis .. sich die Route ausreichen geändert hat.

Je früher man damit beginnt desto kleiner müssen die einzelnen Korrekturen sein,  und desto weniger Korrekturen benötigt man. Ist Bennu mal in Richtung Erde unterwegs, dann müssen viele Korrekturen in relativer kurzer Zeit her.
Soll heißen; würden wir 25 Jahre vor dem Einschlag anfangen seinen Weg zu beeinflussen würde man zwischen 7 und 11 Korrekturen benötigen, beginnt man damit 10 Jahre vor dem Zusammentreffen steigt die Zahl auf 34 bis 53!

Und alle diese Korrekturen müssen funktionieren!
Irgendwie klingt 2135 dann gar nicht mehr so weit weg!
Wo ist mein Schild?

Mittwoch, 28. März 2018

10 Fakten zu meiner Filmleidenschaft

Astrid hat dieses Monat das Thema Filme und deren Rolle in ihrem Leben ausgerufen. Naja, und, wie sag' ich's, Filme spielen hier bei uns wohl eine eher ungewöhnliche Rolle. Okay. Ich bin ehrlich: wir sind wohl ein bissi verrückt, was das angeht. Aber was soll ich sagen: es macht halt soviel Spaß! Deswegen hier und heute


1. Es war nicht immer so.
Schuld daran sind die Kinder oder mein Mann oder wasweißichwer!

2. Die Sprache
Ich schaue auf Englisch, wenn Englisch das Original ist. Nicht nur um mein Ego mit meinen Englischkenntnissen zu schmeichenln, nein auch weil die Stimme ein Teil des Schauspiels ist und in so manch mäßig synchronisiertem Film einfach ein nicht unwesentlicher Teil der Stimmung des Werks verlorengeht.

3. Die Story.
Ich genieße gute Geschichten und ich ärgere mich, wenn eine potentiell gute Geschichte schlecht erzählt wird. Puh! Da versteh’ ich keinen Spaß! Echt.

4. Ich mag keine Krimis.
Wozu auch? Das sind keine Geschichten. Meist sind es in meinen Augen schlechte Rätsel, die man selber gar nicht lösen kann, weil man nicht die Informationen erhält, die man bräuchte. Schlicht, nicht mein Ding. Zudem ist die Musik in Krimis oft lausig.

5. Die Wand.
Seit ich Kinder habe, ist das mit dem Kinobesuch nicht mehr so einfach. Also warten wir hier auf die DVD. Wir haben eine Wand mit DVDs. Alle, ausnahmslos alle, Gäste bleiben davor stehen.

6. Eine Sache der Stimmung.
Ich schaue Filme beinahe immer nach meiner inneren Stimmung: soll heißen: "bin ich auf Sci-Fi, oder Action?" oder "Bin ich auf Romanze oder Komödie?" Und Mahnmal bin ich abenteuerlich und wage etwas ganz Neues. Zum Glück ist mein Mann da total gefühlsstimmungsbefreit und zieht beinahe immer mit. Danke Schatzi!

7. Und noch einmal und noch einmal.
Es gibt Filme, die schaue ich, weil ich eine Szene darin unfassbar super finde. Szenenhöhepunkt quasi. Oh Gott, ich liebe das!


Beispiel: "Umständlich verliebt". Jeff Goldblum in der Szene hier unten. Jedes Wort, jedes verkorkste "Moment, ich kenn' mich nicht aus" ein Genuß
Der Film im übrigen ist entzückend und eine echte netter Abend Empfehlung.


8. Wennschonsonstnixdanndochdas
Ich stecke meine Kinder bewußt an. Mit Filmen kenn’ ich mich aus. Das kann ich ihnen weitergeben. Es muß ihnen nicht mehr bringen, als dass sie eben Spaß haben. Es braucht keinen tieferen Sinn. Wenn sich der ergäbe, auch gut, aber es braucht ihn nicht. Es ist mein Geschenk an sie!

9. Von der Freiheit.
Als die Kinder ganz klein waren, waren wir, die Eltern, was das Ausgehen angeht, Gefangene im eigenen Heim. Damals haben wir begonnen Filme als "Jury" zu schauen. Also wir haben uns einen angeblich urguten Film rausgesucht, den dann geschaut und ihn im Anschluß in verschiedenen „Disziplinen“ bewertet. Drehbuch, Kamera und so.

Das hat geholfen mal etwas zu tun, das nicht mit den Kinder zusammenhing. Freiheit in der Gefangenschaft quasi. Und es hat dazu geführt, dass wir jetzt wissen, dass „The Godfather“ tatsächlich einer der besten Filme überhaupt ist.

10. Lieblingsfilme gibt es nicht
Es gibt nur Filme, die ich nicht mag bzw. nicht noch einmal schauen würde.
Lieblingsfilme gibt es bei mir maximal in den jeweiligen Kategorien (Action, Liebe etc.) bzw. in den verschiedenen Stimmungen (abenteuerlich, ruhig, Filme, die Wissen vermitteln etc.) Ich denke, ich habe jeden Tag einen anderen Lieblingsfilm. Aber ein paar fixe Top-Kandidaten gibt es wohl. Vielleicht geb’ ich euch die mal durch, falls ihr Anregungen brauchen könnt.

Ich bedanke mich bei Astrid für diese Nachdenkanregung zu einem Thema, dass in meinem Leben einen Fixplatz hat. Es tut gut ab und dann über Dinge zu sinnieren.


Montag, 26. März 2018

Stadt und Land - Ein Extra für euch zum Thema Wohnen

Ah übrigens, da fällt mir ein. Im Erdgeschoß in einer Großstadt zu leben bietet eine Vielzahl von Beobachtungsmöglichkeiten ... hähähä!


Vorab, natürlich ist es straßenseitig echt entbehrlich im Erdgeschoß. Im Winter machen wir um halbvier die Vorhänge zu (übrigens eine Übergangslösung seit 10 Jahren - schenkelklopf*), weil's dann ja bereits draußen dunkel und drinnen beleuchtet ist. Wir böten ohne Vorhang so eine Art Familien-Big-Brother.
Ohne Ton halt.

Und ja, manchmal parkt ein Lieferwagen vor dem Fenster. Was soviel bedeutet wie Null Sicht. Und stark eingeschränktes Licht. Aber wenn es sich dabei um den Lieferwagen der "Bestattung Himmelblau" handelt - Kein Scherz! Heißt so. - dann hat es wieder etwas ultimativ Wienerisches. Dann, ja dann ist es irgendwie weniger Wand, ist dann mehr in Richtung Stil!

Aber wirklich lustig sind eigentlich die Menschen.
In unserer Nähe ist ein Universitäts-Institut und daher treiben sich bei uns immer wieder ein paar ultimativ coole, schräge Typen rum. Und manchmal telefonieren die mit ihrer Mama und gehen dabei seelenruhig auf und ab ... genau: vor meinem gekippten Fenster!
Ich sage nur: ich weiß alles!

Weiteres Fenstergimmick, das wir seit 1,5 Jahren zu bieten haben: unsere Katzen. Muss ich noch mehr sagen? Jimmy und Vito schauen gerne Menschenkino. So zum Entspannen. Und eine beachtliche Zahl an Menschen, naja, die schauen gerne Katzenkino. Und sie reden mit den Katzen. Oder sie bleiben nur stehen und schauen ganz verzückt. Kinder, klar. Kinder immer!
Ältere Damen. Entzückend, sag' ich euch!
Äußerst amüsant war einmal jener Student (sehr lässig), der mit einem Freund telefonierte. Sehr casual, sehr wie-tief-hänge-ich-meine-Jeans-heute-und-zeige-meine-supercoole-Unterhose. Und während er ein paar männliche Ja-von-mir-aus-Grunzer von sich gab und ein paar echt-jetz-Augenaufschläge, ja währenddessen tanzte und spielte er mit meinen Katzen so kindlich, dass ich heute noch verträumt auf seine Wiederkehr warte.

Und dann ist da noch etwas, das ich wirklich liebe, und das ich ohne meinem Erdgeschoß - Dasein nie in der Art kennengelernt hätte.
Die Wahlen.

Bei uns ums Eck ist eine Schule und damit das Wahllokal für einen Teil unseres Bezirkes. Und wenn am jeweiligen Sonntag Wahlen sind, dann gehen alle (nicht alle, aber viele) wählen. Und sie gehen dafür an unserem Fenster vorbei.
Man merkt, dass sie wählen gehen. 1. ist normalerweise am Sonntag tote Hose und 2. sind sie alle ein bissi aufgezwirbelt, hergerichtet, aufgeregt.
Normalerweise gehen die Menschen vorbei und ich weiß logischerweise nicht woher sie kommen und wohin sie ziehen, aber am Wahlsonntag geht beinahe jeder, der bei uns vorbei geht zum Wahllokal. Und das fühlt sich gut an. So gemeinsam. So "ach-ihr-eh-auch".
Und alle - ausnahmslos alle - gehen einen kleinen Tick aufrechter als sonst, sie gehen bewußt. Es ist nicht so dieses Gehen im Alltag, dieses Schlurfen. Nein es ist ein ich-gehe-jetzt-wählen. Es ist anders. Man kann es sehen!

Ich finde das so genial!
Ehrlich.





Freitag, 23. März 2018

gehört KW 12 - Das Windschutzscheibenphänomen

Ich erinnere mich gut daran. Damals, als ich in meinem Job täglich mit dem Auto durchs Land gefahren bin, damals, da wurden einem, bevor man mit dem Auto in die Waschstraße fuhr, die Insekten extra von der Scheibe gekratzt/gewaschen.
Die Waschanlage hätte das nicht geschafft.

Heute muss man das nicht mehr machen! Heute kann man von Wien nach Innsbruck fahren - im Sommer - und an der Scheibe pickt fast nix.

Das ist das Windschutzscheibenphänomen!

Photo by Andrea Reiman on Unsplash


Dahinter steckt natürlich kein cleveres Windschutzscheibendevelopment, nein, dahinter steckt das Sterben der Insekten.
Bemerkt hat man es ja zunächst bei den Bienen. Bienen sind Insekten, die vom Menschen direkt genutzt werden. Der Mensch hat sonst nicht allzuviel Kontakt zu Insekten. Also in der Vielfalt. Es gibt ja irre viele verschiedene Insekten. Bienen. Ja. Bienen und Menschen, das geht zusammen.
Dachte man.

Aber um die Bienen geht es jetzt hier und heute nicht, nein es geht umso ziemlich alle anderen Insekten.

Photo by Samuel Zeller on Unsplash


Im Oktober 2017 hat ein Krefelder Verein seine Daten veröffentlicht und die haben es gewaltig in sich. Dieser Verein aus Profi- und Hobby-Insektenfreunden (Entomologen!) hat 27 Jahre lang an 63 Standorten in Deutschland (in Naturschutzgebieten) Insektenfallen aufgestellt. Immer zur selben Jahreszeit, immer an denselben Stellen. Sie haben dann gezählt wieviel wovon denn da so lebt und darüber Buch geführt.
Und was haben sie festgestellt?

Wie die Windschutzscheibengeschichte von oben klar verrät, es sind weniger Insekten geworden.
Könnt ihr ahnen wieviel weniger? Also in Prozentzahlen.
Gebt mal kurz einen Tipp ab und lest erst danach weiter.

Photo by Danilo Batista on Unsplash


Man nennt das Insektenbiomasse, also die Menge der Insekten insgesamt, die in diese Fallen gegangen ist. In diesem Fall handelt es sich genauer genommen um die Fluginsektenbiomasse. Und die ist in den letzten knapp 30 Jahren um 75 bis 82% zurückgegangen.

Das ist ein irrer Wert.
Vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Wert ja in Naturschutzgebieten gemessen wurde. Wie schaut das denn aus auf landwirtschaftlich genutzten Landflächen?
Die Forscher, also nicht nur die, die an der Studie mitgearbeitet haben, kommen zu dem Schluß, dass es mehrere Ursachen gibt.

1.) Der Rückgang des unberührten Lebensraumes.
speziell Europa gehört zu den am dichtesten besiedelten und am intensivsten genutzten Landstrichen auf unserem Planeten. Es gibt nicht viel Raum zum Durchatmen.
2.) Die Monokulturen in der Landwirtschaft
Eh klar. Dazu brauch' ich nichts schreiben.
3.) Die Altholzentfernungspflicht in den Wäldern
In D darf Totholz nicht mehr vor sich hinverrotten. Aus Angst vor Schädlingen.

Photo by Vincent van Zalinge on Unsplash


Ein derart massiver Rückgang hat Folgen.

1.) Für die Bestäubung
2.) Für die natürliche Schädlingskontrolle.
Es gibt nämlich gegen jedes Käferchen ein Käferchen bzw. eine Larve von einem Käferchen etc.
3.) Für die Nahrungskette
Vögel, Amphibien und Reptilien ernähren sich häufig von Insekten.

Die ganze Sache scheint nicht nur drastisch und auch durchaus bedrohlich nein das ist sie zweifelsfrei auch.
Und Ja, man kann etwas tun. Jeder Flecken wilder Wiese hilft. Hier könnt ihr nachlesen, was zu einem Insektenparadies gehört.

Ich werde ab diesem Jahr auch einen Bereich im Garten speziell dafür anlegen.
Ich freue mich schon darauf!

gehört im
Ö1 - Radiokolleg

Donnerstag, 22. März 2018

Tasche in gelb

Und dann brauchte ich plötzlich eine neue Tasche. Etwas abseits der herbstlichen Erdtöne in meiner Wintergarderobe. Ach ja, und wasserabweisend bitte.



Dass es ein Oilskin (der Stoff aus dem die Barbour-Jackets sind) werden würde, war klar, bevor ich den Beschluss gefasst hatte eine neue Tasche zu nähen. Und das Gelb lag auch schon auf der Lauer.  Das hab' ich schon "gespürt".

Innen wollte ich es gerne lässig und dezent. Und ein Extra-Tascherl für den Kleinkram. Wichtig.
Dazu ein Schlüsselband.
Und schon bin ich happy.


Manchmal bin ich sehr einfach zufriedenzustellen, finde ich!

Schnittmuster für die Tasche aus dem Buch: Lotta Jansdotter Everyday Style
Die kleine Tasche ist von der ersten Taschenspieler CD.
Die Stoffe und auch das Lederband habe ich aus dem Stoffsalon.

Ich bin grundsolide happy!






Montag, 19. März 2018

Stadt und Land - Leben im Erdgeschoß

Heute erzähle ich euch ein wenig von meinem Wohnen in Wien. Es ist total unbeliebt in der Stadt im Erdgeschoß zu wohnen. Ich für meinen Teil hätte das freiwillig nie gemacht. Total uncool. Wer kann wohnt weit oben: weniger Staub, mehr Licht und weniger Lärm.

Der Blick vom Gartensofa ist jedes mal wieder einfach unfassbar für mich.

Aber wie so alles, hat auch das Leben im Erdgeschoß Vorteile. Ich zähle jetzt mal ein paar Positiva auf.

1.) Das Fenster auf ganz normale Höhe:

Da kann man nämlich schwedische Möbelpakete reinreichen. Nix Stiegenhauskurvenprobleme oder "Passt das noch in den Aufzug?". Fenster auf (und Altbaufenster sind ja eher groß) und rein damit. Funktioniert im Übrigen auch mit schlafenden Kindern ;-)

Fenster funktionieren auch andersrum. Soll heißen, man kann Dinge auch rausreichen. Geldbörseln zum Beispiel, die man vergessen hat oder Sonnenbrillen. Die Kinder geben gerne Jacken gleich am Fenster wieder ab, die ich sie genötigt habe anzuziehen, weil ich dachte es sei doch noch zu kalt für "ohne".

Meine Kinder frühstücken in der warmen Zeit oftmals nicht am Tisch.

2.) Der getretene Keller unter unserer Wohnung ist auch im Sommer kalt.

Und somit hat es bei uns nach 2 Wochen Jahrhunderthitze in der Wohnung zwar auch für uns beachtliche Temperaturen, aber ein Überleben ohne Klimaanlage ist möglich. Unterm Dach hört man ja gruselige Geschichten ...

Der Garten ist klein, aber dann durchaus groß genug!

3.) Der Garten

Okay, die Bilder sprechen ja schon Bände. Und einen Garten hat mitten in der Stadt wirklich nicht jeder. Aber wir eben schon! Wir haben einen winzigkleinen, schattigen Garten. Früher war das mal der Gastgarten eines Restaurants/Wirtshauses. Alles Kies, 2 riesige Bäume. Wir haben den Kies abgeschaufelt, Rasen gesät und gepflanzt, gepflanzt, gepflanzt. Einer der großen Bäume fiel einem Sturm zum Opfer, der andere ist unsere 100 Jahre alte Kastanie. Optisches Highlight im Garten und auch das Teil, das am allermeisten Arbeit verursacht. Fakt.

Wetter vorher sehen? Keine Chance. Wettertechnisch kann ich nur die Gegenwart sehen.

4.)  Wir werden nicht jünger

Noch sind wir ja mitteljung oder mittelalt. Wir sind mittendrin in unserem Leben. Aber wir wissen, dass der Tag kommt, an dem die Stufen, die man zu steigen hat, ein Thema sind. Und es geht ja eigentlich gar nicht nur um die zu steigenden Stufen, nein, es geht ja am Ende auch darum, dass man jeden nur erdenklichen Käse raufschleppen muss.
Als meine Kinder klein waren - so Neugeborenes plus einen 3-Jährigen -, war ich dermaßen dankbar, dass die Einkäufe und auch die Kindern nicht auch noch Höhenmeter zu überwinden hatten. Ich scherze nicht, wenn ich sage, dass ich unsere Wohnungstür  j-e-d-e-s-m-a-l mit einem inneren Seufzen begrüßt habe.
Und: naja, ich weiß zwar noch nicht welche Schwierigkeiten im Alter auf mich warten, aber ich bin mir sicher dem Leben wird etwas einfallen.

Bei uns wächst alles!

Soweit so Erdgeschoß. Ja, straßenseitig ist es nicht so der Bringer ganz unten zu wohnen, aber wie gesagt: alles geht nicht. Weiter oben hätten wir keinen Garten. So ist das nun mal!

Ich nehme mal an, dass die Land-Leute unter euch dieses Thema geradezu belanglos finden können. Hier in der Stadt ist das Stockwerk, in dem man wohnt, absolut ein Thema. Großes Mama-aus-der-Stadt-Ehrenwort!






Freitag, 16. März 2018

gelesen KW 11 - die spanische Grippe

Es ist 100 Jahre her, da brach die am Ende als "spanische Grippe" bekannt gewordene Grippe das erste mal aus. Hier ein paar Daten zu einer Erkrankung von der bis heute die meisten nicht genug wissen.

By Edward A. "Doc" Rogers, 1873-1960 [Public domain], via Wikimedia Commons

1. Die spanische Grippe fiel in 3 Wellen über die Menschheit her. Die erste Welle im Frühjahr 1918 war vergleichsweise harmlos. Der Virus legte dann wohl eine kleine Mutation hin und kam im Herbst wieder. Eine weitere dritte Welle zog auch noch über die Welt.

2. Die spanische Grippe heißt spanische Grippe, weil sie in Spaniens Zeitungen das erste mal erwähnt wurde. In allen anderen Staaten Europas herrschte Zensur, außerdem steckte man bis zum Hals im 1. Weltkrieg. Man kann in den Zeitungsarchiven vieler Länder bis heute nachlesen, dass diese Pandemie damals nur eine Randbemerkung wert war .. naja, erlaubt war.

3. Die spanische Grippe war vor allem in der 2. Welle hochansteckend (von 3 Personen waren 2 krank) und äußerst letal. Die Zahl der Toten ist bis heute nicht nachrechenbar. Sie schwankt zwischen 70 und 100 Millionen Menschen. Bei einer Gesamtbevölkerung von 1,5 Milliarden.

Was das bedeutet, wenn von 3 Leuten 2 krank sind, von 100 Kranken mindesten 3 sterben und am Ende 70 Millionen tot sind und das alles in ein paar Wochen, kann man sich kaum vorstellen. Ärzte die in entlegene Orte reisten um zu schauen, wie es denn Menschen dort ging, fanden Ortschaften in denen von 100 Einwohnern 96 krank waren .. gleichzeitig!

4. Dass Japaner bis zum heutigen Tage gerne Mundschutz in Städten tragen, rührt aus der Zeit der spanischen Grippe. Damals trugen die Menschen weltweit einen Mundschutz.

5. Viele Soldaten waren nicht nur durch den Krieg geschwächt, nein, viele litten bereits an Tuberkulose.

6. Es gab keine Therapie. (Gibt es übrigens heute auch nicht wirklich .. bis auf die Impfung.)

7. Die Menschen, die im Zuge der ersten Welle erkrankt waren zeigten, so sie in der 2. Welle erkrankten, einen milderen Verlauf. (siehe Impfung)

8. Die Grippe fand ein Ende, weil ihr das "Futter" ausging. Die Menschen waren entweder tot oder immunisiert. Die Wenigen die noch gar nicht in Berührung mit dem Virus gekommen waren, waren offensichtlich nicht ausreichend um eine erfolgreiche Ausbreitung zu gewährleisten.

9. Die Symptome der spanischen Grippe waren: Halsschmerzen, Fieber, Husten, Kopf-und Gliederschmerzen .. im Körper spielten sich allerdings Dramen ab (ich erspar' euch hier die unguten Details). Der Verlauf war intensiv und kräfteraubend. Den Menschen ging es häufig Monate danach noch nicht wirklich gut. Einige hatten für den Rest ihres Lebens mit Nachwirkungen zu kämpfen. Wenn es einen tödlich erwischte, dann ging das schnell: mehr als ein paar Tage hat das nicht gedauert.

10. Die spanische Grippe befiel vor allem 20 - 40 jährige!

Bis heute wird die Grippe von einem großen Teil der Bevölkerung nicht ernst genommen.
Ganz ohne Zensur.

Gelesen bzw. nachgelesen:
Spiegel online
Die spanische Grippe - Wikipedia
ORF


Mittwoch, 14. März 2018

Vom Überwältigt sein

Neulich habe ich den 7. Band von Harry Potter wiedergelesen. Als ich das Buch "damals" gelesen habe, als es rauskam, da war ich nämlich Jungmutter und schwer unter Hormonen. Ich konnte mich daher nur schemenhaft an die Handlung erinnern. (Eine Schande für jemanden wie mich!;-)
Nun ist mittlerweile der Zeitpunkt gekommen, an dem auch meine Kinder Potter-Profis sind und beim abendlichen Familienessen über allerlei Potteria diskutiert wird.
Und da wurde meine Wissenslücke nun dann doch zu deutlich. Also habe ich es wiedergelesen. (ich schreib' das hier absichtlich zusammen .. wiederlesen .. das hat eine eigene Bedeutung).

Und ich gebe zu: gutes Buch. Liest sich runter wie nichts. Emotionaler Höhepunkt, Tränen, alles da. Harry der Held. Auch mit, äh Moment, 46 Jahren kann einen der Potter Boy noch auf die Reise mitnehmen.

Und dann, kaum 3 Tage danach, krieg' ich ein Paket. Von Anneliese. Kitzkatz für die Kenner.
Und drin' in dem Paket ist eine Decke, ein Patchwork-Meisterwerk voller Magie! Hogwarts pur!


Kurz die Vorgeschichte: Ich hatte Anneliese im Jahr zuvor einen selbstgestrickten Pullover geschenkt,  den ich ursprünglich für mich gestrickt hatte, der mir am Ende dann aber einfach zu bunt war. Anneliese scheint nicht so die Strickerin zu sein und meinte sich mit diesem Stück hier bedanken zu müssen.

So und jetzt sitze ich da, nein falsch, ich schwebe. Ich schwebe also hier auf Wolke Sieben und jedesmal, wenn ich den Blick über das Teil gleiten lasse, erschlägt mich die Arbeit, die in diesem Traumstück steckt.
Kann man so etwas annehmen? So etwas Einzigartiges? Etwas, das so perfekt passt zu mir .. zu uns? Etwas, das so wunderschön ist und zudem auch noch kuschelweich?

Ja! Ich kann. Es war ein langer, intensiver Weg hierher, aber ich habe es geschafft!
Ich kann und werde damit leben. Ich werde damit leben, dass ich die schönste Hogwarts-Decke des Planeten geschenkt bekommen habe. Ich schaffe das!

Aber überwältigt bin ich trotzdem!



Danke, Anneliese!
Ich hoffe du ahnst, wie glücklich du mich gemacht hast!


Montag, 12. März 2018

Stadt und Land - von den Innenhöfen

Ich habe noch nachgedacht, was man den wohl vielleicht nicht wissen könnte, über das Wohnen in einer Großstadt und im speziellen vom Wohnen in Wien.
Und da vielen mir die Innenhöfe ein!
Geht man nämlich durch meine Stadt spazieren, dann geht man ja eigentlich außen dran vorbei!


In Wien gibt es wirklich viele Innenhöfe. Manche sind grün und wunderbar gestaltet und in manchen herrscht Trostlosigkeit kombiniert mit einer großen Hausmülltonne inklusive dem obligaten stets überfüllten Altpapiercontainer.

Aber fast alle, die in so einem Haus wohnen, haben zumindest ein Fenster, das in den Hof blickt. Im Sommer sind die Fenster offen und man hört einander. Man riecht was gekocht wird und man weiß wer welchen Radiosender hört. Man lächelt sich höflich zu, wenn man sich gegenseitig beim Fenster öffnen ertappt und wenn man einander kennt, dann kann es auch passieren, dass Haustratsch ausgetauscht wird.
Immer interessant.


Bei uns im Hof ist ein Spielplatz. Super praktisch. Vor allem wenn man weiß, dass bei uns im Haus .. Moment ich zähle ... 8 Kinder wohnen. Sobald es warm ist, ist es also auch laut. Das stört hier lustigerweise niemanden. Auch nicht unsere Haussenioren. Ganz im Gegenteil, denen ist es im Winter immer zu still. Die fragen dann immer, ob es denn Kindern eh gut geht.

Der Rest ist entweder selber bekindert und trägt damit indirekt zur Lärmkulisse teil oder arbeitet während der Spielplatzzeiten außer Haus.


Ein Innenhof kann enorm zum Miteinander beitragen. Das reicht vom gemeinsamen Gemüsebeet über Hausfeste bis hin zum "einfach draußen sitzen".

Ich für meinen Teil gehe, sobald irgendwo ein Tor offen steht ziemlich unverblümt einfach rein. Weil ich sehen will, ob da was ist oder nicht. Und man erlebt so schon mal die eine oder andere Überraschung. Es gibt sie in superschick und gepflegt, in mehrere-hintereinander-in-einem-Haus, in wild und verwahrlost und und und.


Wien ist eine erstaunlich grüne Stadt und das liegt auch daran, dass beinahe in jedem Hof ein Baum steht. Das sieht man auch, wenn man sich den Stadtplan im Luftbild ansieht. Hier ein Stückchen vom Vierten im Wien.online Stadtplan (der google Plan ist im Herbst fotografiert. Da sieht man die Bäume nicht!)

wird beim Anklicken größer
Da hier im innerstädtischen Bereich die Gasseln of zu eng sind um neben den parkenden Autos noch irgendwo einen Ahorn zu pflanzen, steht alles, das da grün ist eben "in" den Häusern.

Also, wenn ihr in Wien spazieren geht und da steht ein Tor offen ...
.. ihr wißt, was ihr zu tun habt!


Ich empfehle sehr die Beiträge der anderen Damen zu lesen!





Freitag, 9. März 2018

gesehen KW 10 - Von den Oscars und den Veränderungen

Zum 90. mal wurden die Oscars verliehen (eigentlich vergeben, denn man gibt sie ja nicht zurück ;-) und obwohl der Regie-Oscar nicht an eine Frau gegangen ist, so stand er doch im Mittelpunkt. Der Wandel, der gerade vor sich geht.

Ich habe die Oscar-Verleihung aufgenommen und genüßlich am Tag danach dahintröpfeln lassen. Macht einen netten Hintergrund so ein Pomp-Tralala. Geht gut!

Eines ist dabei hängengeblieben, etwas, das laut aufgejault hat in mir. Etwas, das ich gespürt hatte - schon länger - aber das eben noch nicht in Worte gefaßt worden war.
Diese Worte fielen im Zuge der Oscar-Nacht.


Ich erinnere mich, als ich "Wonder Woman" im Kino gesehen habe.
Wie ich da im Saal sitze und höre, wie die Frauen um mich
herum weinen. Diese Riesenshow, Action 1A - und da habe
ich es verstanden. Ich sag's euch:
So etwas sehen weiße Männer in jedem Film!

Barry Jenkins



Das obige Video ist sehens- und hörenswert. Wenn ihr eine Übersetzung benötigt, laßt es mich wissen. Wenn es mehrere von euch brauchen, dann setz' ich mich hin und tipp' das kurz runter!

Einige meiner Lieblingsfilme wurden von weißen Hetero-Typen
für weiße Hetero-Typen gemacht. Heute können
weiße Hetero-Typen Filme mit mir sehen und sich damit identifizieren.
Es ist nicht schwer. Ich habe das mein ganzes Leben lang getan.

Kumail Nanjiani


Und ich möchte jetzt von niemandem lesen, dass das ja nur Hollywood ist. Es gibt wohl keine größere Maschinerie, die mit ihren Geschichten und Ideen mehr Menschen weltweit erreicht. Das Bild, das von Hollywood aus vermittelt wird, spielt eine Rolle! Eine Große! Und wenn Filme wie "Wonder Woman" und - jetzt gerade - "Black Panther" (und wenn wir schon dabei sind, dann möchte ich hier auch "Frozen" erwähnen!), die Kassen klingeln lassen, weil eben auch die Frauen und die Afro-Amerikaner ins Kino laufen, dann, ja dann meine Lieben, dann verändert sich die Welt.

Ich gebe mich keiner Illusion hin: es wird nicht morgen gelaufen sein, aber es geht heute einen guten Schritt voran. 
Cool!

Gestern war Welt - Frauentag!
 
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