Donnerstag, 1. Februar 2018

Stadt und Land im Februar - der Verkehr, die Autos & so

Der für mich auffälligste Unterschied zwischen draußen am Land und mitten in der Stadt sind die Autos. Ein leidiges Thema und doch betrifft es jeden. Deswegen möchte ich diesen sehr wichtigen Bereich gleich am Anfang abhandeln.

Laut Statistik Austria sind in Wien bei 1,8 Mio Einwohnern mit Februar letzten Jahres so um die 380.000 PKW angemeldet. Das ist eine enorme Zahl, wenn man die Fläche vergleicht und doch ist die pro Kopf Zahl niedriger als in NÖ oder der Steiermark. "Eh klar", mag man sich denken, "dort ist ja auch alles viel weiter auseinander."


Und trotzdem steht es in und um Wien regelmäßig. Ich habe nachgeschaut; allein aus NÖ pendeln 180.000 Menschen nach Wien (Zahl aus 2015!) und ein beträchtlicher Teil von ihnen kommt mit dem Auto.
Will man in der Früh nach Wien rein, ist man ehrlich gut beraten wirklich früh (5.30 oder so) oder eben erst nach 9.00 hinein zu fahren. Dazwischen ist das Risiko groß gemeinsam mit einem Haufen Gleichgesinnter in einer soliden Blechlawine zu verweilen. Es gibt ja gar nicht jeden Tage einen Unfall, es ist die schiere Masse an Autos, die das System zusammenbrechen läßt. Kommt noch ein kleiner Müdigkeits-Auffahrunfall dazu .. dann Bingo!

Hier bei mir sind die Autos die Herrscher der Stadt. Öffne ich unser Haustor und trete hinaus, kann ich wohl so 4 Schritte geradeausgehen, dann knall' ich in ein Auto. Alle Straßen sind vollgeparkt.

Die Häuser hier wurden angelegt und gebaut zu einer Zeit, da gab es keine Autos. Soll heißen die Straßen haben die ideale Breite für eine Kutsche und reichlich Platz zum Gehen.
2018 sieht es dann so aus: Haus, Gehsteig (eher knapp), Auto geparkt, Straße (meist einspurig, siehe Kutsche), Auto geparkt, Gehsteig, Haus. Bäume werden nicht gerne gepflanzt (wo stellt man denn dann sein Auto hin ;-)


Wenn ich so bei mir in der Umgebung schaue, dann stehen die meisten Autos die ganze Woche ziemlich unbewegt irgendwo auf einem Parkplatz. Sein Auto täglich nutzen? Das machen hier nicht viele.
Am Wochenende. Ja, da sind sie dann unterwegs. Am Wochenende kriegt man immer einen Parkplatz.

Apropos.
Ja, es gibt bei uns ein Parkpickerl (eine Vignette, für die Pickerl-Unwissenden unter meinen Lesern ;-). Man zahlt seinen Jahresbeitrag, dann kann man sein Auto enthemmt stehen lassen. Wer zu Besuch kommt, muss Parkscheine zahlen. Die kriegt man eigentlich nur in den Trafiken und die haben noch kaiserliche Öffnungszeiten (Zigaretten kriegt man am Automat rund um die Uhr, Parkscheine? Fehlanzeige). Im Smartphone-Zeitalter kann man das natürlich auch per App machen. Sehr lässig. Sehr zu empfehlen. Vor allem, wenn der zu Besuchende im 5. Stock Altbau wohnt. (Ich sag nur Mezzanin und Halbstock ;-)

Unter der Woche sind alle da und die Handvoll Parkplätze, die frei werden, werden augenblicklich von Lieferwägen belegt.
Man findet untertags bei uns immer einen Parkplatz. Nur wenn man viel zu tragen hat, dann ... ehschonwissen ;-)
Abends ist die Sache weitaus kritischer. Da kann es einem schon passieren, dass man 15 Minuten wie ein Mond den eigenen Heimatplaneten umkreist um dann am Ende halt ein paar Gassen weiter weg zu parken. Das ist an sich von der Distanz her nicht so ein Problem.
Das Problem liegt ganz klar darin, dass 5 Tage später keine Sau mehr weiß, wo das Auto steht. :-)


Soweit so Auto.
Am Montag poste ich dann mehr zum Thema Verkehr.  Da gibt's ja noch die Öffis, das Car-Sharing, Radfahren kann man und naja zu Fuß gehen! :-)

Wenn ich häufiger poste, dann erinnere ich euch öfter mal dran, dass ihr ja auch was schreiben wolltet und meine Postings selber bleiben von der Länge her lesbar. Eine Win-Win Situation quasi. :-)

Weiter könnt ihr gerne auch über Facebook oder Instagram #stadtlandinfo teilnehmen und auch kurze interessante Details posten. Alsofallsdasmehreuerdingist!

An euch richte ich meine Fragen:


Braucht ihr ein Auto, da wo ihr lebt?
Wie oft fahrt ihr damit?
Habt ihr ein oder mehrere Autos?
Wie viel Verkehr ist denn bei euch so?
Wie ist das mit dem Lärm?
Wie ist die Parksituation?
Gibt es andere Verkehrsmittel?
Benutzt ihr die?
Wie ist das mit den jungen Menschen bei euch, brauchen/haben die ein Auto?
Kann man bei euch viel zu Fuß erledigen?
Wie ist es mit dem Fahrrad? Ist das eine Option bei euch?
und
Was gibt es denn für Situationen, die mir vermutlich fremd sind?


All die Fragen sind nur Anregungen, falls ihr nicht recht wißt wo ihr anfangen sollt!
Ich persönlich warte begierig auf Schilderungen von euch.

Es ist dazu, das möchte ich ausdrücklich erwähnen, nicht notwendig die Ortschaft oder die eigene Adresse bekanntzugeben. Es reicht mit Sicherheit aus, die Situation bzw. die Umgebung zu schildern. Einwohnerzahlen (auch geschätzte) sagen erstaunlich viel aus.

Ich hoffe euch anzustupsen,
euch ein wenig zu fordern
und freue mich riesig!







19 Kommentare

  1. Liebe Susanne,
    deine Idee finde ich super und nun schwanke ich hin und her, mitzumachen oder nicht. Allein wegen der Zeit, die ich dafür bräuchte. Aber es wäre schon ein gutes Ding. Du siehst mich wanken. Ich hab auch noch nicht verstanden, wie der Intervall zum mitmachen sein wird. Ist das einmal im Monat und dur postest einfach mehrere Beiträge dazu? Ich kopiere mir jedenfalls mal deine (Anregungs-)Fragen heraus und schau, ob das bei mir klickt. Dann schreibt es sich schnell. :)

    Liebe Grüße
    Janine

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    1. Genau. Ihr habt Zeit und könnt den ganzen Monat posten. Ich schreibe mir währenddessen die Finger wund ;-) und halte euch so bei der Stange ... soweit der Plan!
      Dein Beitrag ist (für mich) wichtig!

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  2. Danke! Jetzt fühle ich mich besser. Ich werd mal was schreiben, deine Berichte und Fragen machen schön Spaß!
    Herzlichst
    yase

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    1. .. ja es macht Spaß und man wird sich einiger Dinge des Alltags wieder bewußt, wie ich feststellen durfte! :-)

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  3. Ein Wunder Punkt... die Autofahrerei. Schweinehund lässt grüßen.

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    1. Schweinehund? Welcher Schweinehund? Wo?

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  4. Da hab ich gestern doch mit Feuereifer schon einen Post über mein Grätzel/Veedel verfasst ( erscheint übermorgen ), da haust du hier schon das nächste, spannende Thema heraus. Da das Auto gerade ein Knackpunkt im Hause K. ist, MUSS ich unbedingt was dazu schreiben. Ist ja auch ein eminent politisches Thema hierzulande, wie ich finde.
    GLG
    Astrid

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  5. Verkehr! Ha! Autolawinen, Stehblechdosen, die Freiheit des Staus, ach ja, ich grinse schon. Weisste, ich fahre Rad. Mein Mann fährt Rad. Meine Kinder fahren Rad. Beim BelastungsEKG neulich fragten sie mich "fahren Sie denn auch Rad, im Sommer oder so?" und ich musste arg aufpassen, nicht lachend vom Ergometer zu kippen. " Wissense", sag ich zu der Schwester " ich fahre Rad. Jeden Tag. (Fast) jedes Wetter. Seit Jahren. Kicher.... ja, wir lesen uns. Tschö! LG Eva

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  6. Guten Morgen Susanne,
    Ich bin neu hier bei dir, habe jetzt schon den dritten Post über deine Stadt verschlungen und denke ich werde auch mitmachen. Meine Stadt ist der Dienen ja wohl sehr ähnlich, was die Menschenmassen und Autos angeht. Ich werde mal sehen, was ich so zusammentrage.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Trage zusammen liebe Andrea! Ich bin ganz neugierig!

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  7. Das ist ja ein sehr interessanter Gedanke, dass die Straßen in der Innenstadt für Kutsche und Fußgänger gebaut wurden! In meiner Zeit bei der Agenda 21 am Alsergrund haben wir eine Gruppe betreut, die sich mit alternativen Verkehrskonzepten beschäftigt hat. Das ist total spannend, wenn man Fotos so nachbearbeitet, dass man die Autos komplett aus dem Straßenbild verbannt und stattdessen Bäume, Gärten, Bankerl und spielende Kinder hinzeichnet. Für Mensch und Auto wäre es eigentlich besser, wenn die Autos in strategisch gelegene Parkhäuser verfrachtet würden: Mehr Lebensraum für die Menschen, mehr Schutz vor Regen, Schnee, Hagel etc. für die Autos. Win-win sozusagen. ;-) Ich bin ein totaler Fan von autofrei und von Carsharing, wir fahren 95% aller Wege mit dem Rad... Und bevor ich mir hier bei Dir in den Kommentaren die Finger wund tippe, weil das Thema mich zum Sprudeln bringt, muss ich mir eher überlegen, wie ich Dein Monatsthema in meinen Textilblog integriere. Verflixt. Vielleicht nähe ich was fürs Rad. Zeit wär's eh. ;-D lg, Gabi

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    1. Ohne Autos wär's so nett ... also die meiste Zeit halt. Nur wenn man zum Ikea muss (habe ich erwähnt, dass wir gerade umbauen?) dann benötige selbst ich ganz echt und unbedingt ein TÖFF!

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    2. Ich sag nur: Drivy! Seit wir es vermieten, ist unser Stehzeug viel mehr zum Fahrzeug geworden. Und wenn die alte Schüssel eingeht, werden wir kein Auto mehr kaufen. "Nutzen statt besitzen" ist so toll, wenn man nicht vom Auto abhängig ist. Öffentlicher Verkehr am Land - pffft! Oje, das Thema ist endlos bei mir... ;-)

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    3. Ohwei- das Auto vermieten. Aber doch nicht bei den Preußen mit dem Stock im Hintern! Man stelle sich vor, da wäre anschliessend ein Stäubchen drauf oder Kratzerchen dran- geht garnicht!
      Nee, im Ernst: meine Dienstfahrten muss ich immer mit den Dienstautos machen und davon haben wir einige und die sehen echt aus wie Sau. Sorry, aber isso. Das ist mein persönlicher Aufreger, das ich nicht nachvollziehen kann, wie man aus einem GELIEHENEN Auto seinen Müll nicht wieder mit rausnehmen kann. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie das teilweise aussieht, bä. Da bin ich abends immer so froh, wenn ich wieder in mein eigenes Auto steigen kann...

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  8. Klingt interessant... und wenn ich wieder zurück in Augsburg bin, kann ich mit Sicherheit einen Post dazu bringen. Oder auch von unterwegs von unseren Bikertouren.

    Derweil wünsche ich Dir noch einen angenehmen Sonntag und sende herzliche, Heidrun

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  9. Apropos Kutsche: Vor zwanzig Jahren hatten wir zum 40-jährigen Jubiläum unseres Sportvereins die Licher Bierkutsche zum Anführen des Festzuges bekommen. Das war auch ein Spaß- der Sechsspänner mit den Kaltblütern und der Riesenkutsche hintendran hatte seine liebe Mühe und durch manche Straßen ging es garnicht... Ich hatte die Augen mehr zu als offen.
    Aber romantisch wars. :-)

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  10. Liebe Susanne,
    ein sehr interessantes Thema hast Du aufgegriffen. Ich finde es sehr spannend, die Beiträge zu lesen. Und ich habe mich mal eingereiht.
    Lieben Gruß
    Katala

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