Montag, 12. Februar 2018

Stadt und Land im Februar Teil 3 - auf 2 Rädern

Die Autos haben wir jetzt durch. Autos machen Lärm, sind superpraktisch, wenn man größere Einkäufe erledigen will/muss und stehen den Rest der Zeit im Weg rum. (soweit meine Meinung) In der Stadt stehen eindeutig zu viele Autos rum. Das kann ich superscharf daran erkennen, dass man in regelmäßigen Abständen keinen Parkplatz mehr findet.
Es ist ganz klar. Ganz simple Volksschulmathematik. Zu viele Autos.


Die Stadt Wien hat, wie so viele andere Städte, erkannt, dass man und frau auch ganz gut mit Fahrrädern überall hinkommen könnten. Sorgt man auch noch für ein Netz an sicheren Radwegen, besteht die berechtigte Hoffnung, dass man einen Teil der Bevölkerung vom Auto weg hin zum Rad leiten kann.

Naja, und was soll ich sagen. Das hat durchaus funktioniert. Ich kann mit dem Rad an manche Orte schneller und einfacher als mit jedem anderen Verkehrsmittel. Ich habe ein gutes Rad und ein -superwichtig- Hochsicherheitsschloß dazu!



Ich habe nur ein Problem mit dem Fahrrad und das habe genau genommen nicht einmal ich. Ich wohne in einem klassischen Wiener Altbau und in diesem gibt es keinen vorgesehenen Flecken, an dem man sein Rad unterbringen kann. Es gibt eine Einfahrt, die man öffnen kann damit eine Kutsche reinfahren kann (kein Scherz), aber es gibt - auch im Hof - keine Möglichkeit ein Rad unterzustellen.
Man könnte sein Rad zwar einfach in den Hof stellen, kriegt dann aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Schwierigkeiten mit dem, zu jeder guten Hausgemeinschaft gehörenden, grantigen Bilderbuch-Pensionisten (wir haben auch ausgeglichene Pensionisten im Haus, nur um das klarzustellen).
Das wär' doch was zum Thema "Nachbarschaft" bei Stadt und Land. :-)

Ergo stopfen alle im Haus ihr Fahrrad in einen Raum, der weder dafür gedacht war, noch den Anforderungen gerecht wird. 15 Räder auf knapp 5m2. Ein Traum.

Nicht bei uns, aber es zeigt die Problematik
Man kann bei uns aber auch mit einem Rad der Stadt Wien fahren oder neuerdings mit chinesischen Bike-Sharing Modellen. Die funktionieren per Handy-App und stehen wirklich überall rum (Ich glaube, sie stören mich. Ich bin mir aber nicht sicher. Ist noch eine zu kurzfristige Sache! Ich warte noch ab; von wegen Meinungsbildung und so!)

Ich sehe viele Leute auf dem Rad. Wirklich. Und zwar nicht nur die Jungen oder die Hippen. Okay, ein bißchen eine Grund-Hippität ist wohl allen Radfahrern eigen. In Wien. Allerdings sehe ich auch Kinder mit Migrationshintergrund und Tendenz zum Übergewicht auf dem Rad. Vor allem auf den Sharing-Bikes.



Das Radwegenetz ist in meiner unmittelbaren und weiteren Umgebung beachtlich gut ausgebaut und ich komme, wenn ich radle, mehr mit Touristengruppen in Konflikt als mit Autofahrern.
Ganz allgemein höre ich über Radfahrer nur Negatives. Alle schimpfen über die Radfahrer und wie irre gefährlich die sind.

Ich sag's mal so:
Ich fahre gerne Auto, ich fahre gerne Bim, ich fahre auch gerne mal mit dem Rad
und zu Fuß bin ich wirklich auch gerne unterwegs.
Und ganz grundlegend kann ich erkennen, dass IMMER DIE ANDEREN SCHULD SIND!

Mehr sag' ich dazu nicht!
:-)









6 Kommentare

  1. Und ganz grundlegend kann ich erkennen, dass IMMER DIE ANDEREN SCHULD SIND!

    sehr weise Conclusio Punkt

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  2. Tja, würde ich gerne auch so sagen. Für meinen Geschmack sind Radfahrer aber doch etwas gefährlicher als Fußgänger:
    Wenn ich erst einmal vorsichtig die Nase aus meinem Hauseingang stecken muss, weil Radfahrer einfach auf dem 80-Zentimeter - Bürgersteig davor fahren ( keine kleinen Kinder! ), finde ich das keineswegs ein tolerierbares Verhalten.
    Also, stimme ich nicht mit ein...
    LG
    Astrid

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  3. Ein ausgebautes Radwegenetz musz etwas Tolles sein! Ist aber auch nicht überall möglich. In mittelalterlichen Städten ist mna weder auf Autos noch auf Räder eingestellt.
    Kritisch sehe ich die bei uns übliche Regelung der kombinierten Rad-Fuszwege und ich mag diese selbst nicht benutzen (auch wenn es es laut Gesetz sogar musz unnd dafür Strafe zahle, wenn ich erwischt werde). Denn genau dazu siend die Fuszwege teils viel zu schmal und das verunsichert Fuszgänger ganz zu recht - und das mag ich nicht. Auszerdem musz ich leider auch feststellen, dasz Radfahrer oft fahren wie die Blöden: wenn mir etwas passiert, ich von links nach schräg angefahren werde oder sonstwie übern Haufen gerammelt... ja, dann war das auf einem Radweg! Oder Fusz-Rad-Weg.
    Auf einer normalen Autostrasze fühle ich mich wesentlich sicherer. Klar gibts auch paar blöde Autofahrer, die mir noch fix die rausgehaltene Hand abreiszen beim Überholen... aber in der Regel: Autofahrer sind die wesentlich faireren Verkehrsteilnehmer!
    Passioniete Radlergrüsze aus dem wilden Osten
    Mascha

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    1. Sorry für Rechtschreibung, die Kommentarfelder sind einfach zu klein für schlechte Augen -

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    2. Huch, das klingt ja echt wild!

      Ich denke alle müssen im Verkehr aufeinander achten. Ich habe es noch so gelernt, dass man auf den Schwächeren achten muss. Und ich habe den Eindruck, von dem, was ich so höre und lese - wie gesagt, selber ist mir derlei bisher erspart geblieben -, dass das im heutigen Miteinander auf den Straßen verloren gegangen ist.
      Darauf muss man wieder mehr aufmerksam machen!

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  4. Hm, ich weiß nicht. Es gibt unsägliche Radler, unsägliche Autofahrer und unsägliche Fußgänger. Ich habe mehr Angst vor Autos als Rädern, als Radfahrerin finde ich Fußgänger auf Radwegen gelinde gesagt schei** und als Fußgängerin Radler ohne Klinger ebenso. Ich finde auch, man muss nicht nebeneinander radeln und Autos blockieren, wie das so gern von allen Generationen getan wird.
    Riskante Manöver - die wirklich gefährlich waren- habe ich aber vor allem von "das geht noch schnell, ich muss jetzt aber zackick, Platz da, 30 ist nur Richtgeschwindigkeit" Autofahrern erlebt. Mehrfach. Auch gern: Zugeparkte Rad-/Fußwege, die dann für niemanden - ob Rad oder Kinderwagen oder Rollstuhl noch benutzt werden können. Und das auf dem Land mit genügend Parkplätzen, nur halt nicht direkt vorm Laden. Ich glaube, es täte allen ein gehöriger Schuss Rücksicht gut und weniger auf andere schimpfen.

    Grüße
    Janine

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