Freitag, 23. Februar 2018

gesehen KW 8 - Bots and Trolls

Die Präsidentschafts-Wahlen in den USA 2016 waren manipuliert. Das ist fix. Zum einen wurde mittlerweile nachgewiesen, dass Wahlautomaten gehackt wurden (wobei nicht nachweisbar ist, ob an ihnen irgendeine Veränderung vorgenommen wurde.)

Was aber ganz eindeutig erkennbar ist, und was man ja auch bei uns ständig beobachten kann, sind das in den sozialen Medien die WÄHLER beeinflusst werden. Auch bei uns.

Wie geht das?

Was sind Bots?
Bots sind Computerprogramme, die ein z.B. Facebook-Profil haben, und die Postings raussuchen, in denen bestimmte Artikel oder Bilder geteilt werden, gegen die sie dann aktiv anschreiben (nicht alle Bots sind so, aber die für die Wahlmanipulation relevanten schon).  Sie hetzen, leugnen, tun auf informiert und teilen andere Artikel, die dem Originalversender eben mehr zusagen. Sie sind große Fans des Whataboutismus (hier nachlesen).

Die wesentliche Aufgabe politisch agierender Bots ist, Zwietracht zu säen, die Bevölkerung zu spalten, echte Information zu verwässern und eigene Informationen unter die Leute zu bringen.


Trolle wiederum sind Menschen, die hinter einem Fake - Profil so tun, als wären sie jemand anderer. Sie gründen Facebook - Gruppen, in denen dann relevante Bürger (jeder Wähler ist relevant) Mitglieder werden. Sie erzählen diesen dann, was diese Menschen hören wollen und verstärken deren Gefühle aufs Extremste.
Das geht soweit, dass sie diese Menschen dazu veranlassen auf Veranstaltungen zu gehen, zu protestieren etc.

So eben geschehen in den USA.
13 Menschen wurden verhaftet, weil sie aktive Manipulation im Netz betrieben haben. Alle 13 waren Russen und haben sich im Netz als Amerikaner ausgegeben. Sie haben einen richtig guten Job gemacht.

Und um zu sehen wie sehr man Menschen auf diese Art manipulieren kann, hier das Video einer Frau, die erfährt, dass ihr Being-Patriotic-Gruppe auf Facebook ein russischer Fake war, ein Troll, der sie benutzt hat um 100te vielleicht 1.000de andere Menschen zu erreichen und so glaubwürdig zu erscheinen.


Ich möchte hier die alte Dame nicht bloßstellen, sie hat sich für etwas eingesetzt, aber ihre Naivität in Sachen Internet haben sie benutzbar gemacht.

Wir sollten alle sehr darauf achten. Vor allem, wenn es um politische Inhalte geht, genau zu kontrollieren. Und nicht einmal wenn einer unserer Freunde einen Inhalt geteilt hat, dürfen wir das so einfach glauben. Denn damit rechnen Trolle ja. Die Freund dieser Dame legen sicher ihre Hand für sie ins Feuer, dass sie patriotisch ist und nicht mit Russen unter einer Decke steckt. Versteht ihr, was ich sagen will.
Wenn ihr also etwas zu lesen bekommt, dann müsstet ihr real nachschauen wo es her kommt.

Da laufen Dinge ab, da sollten sich eigentlich allen die Haare aufstellen. Und ich meine das hier todernst. Propaganda, Manipulation sind die Worte, die mir dazu einfallen.

Laßt euch nicht aufhetzen, bleibt mit den Füßen auf dem Boden und glaubt nur, was ihr aus verlässlicher Quelle habt. 
Wichtiger denn je!




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4 Kommentare

  1. ....und woher weiß ich, was eine verlässliche Quelle ist....?

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    1. Wenn ein Link geteilt wird zu einer Zeitung oder Website, dann sind die verlässlichen Quellen ja meist bekannt. Jene Zeitungen, die recherchieren und nicht das blaue vom Himmel runterziehen, sind bekannt. Die kann man Ernst nehmen.
      Andere Websiten sind da schon schwieriger.
      Kommentare sind generell mit Vorsicht zu genießen. Man kann auf das Profil des Posters klicken und wenn der exakt einen Kommentar jemals hinterlassen hat, dann würde ich vorsichtig sein. Manche posten auch extrem viel .. mehrmals pro Minute ... das wäre dann ziemlich sicher ein Bot.

      Man darf halt nie etwas glauben, das einfach so behauptet wird und dann doch ein wenig absurd klingt. Man kann auch immer nach der Quelle fragen und dann ... siehe wieder Zeitungen...

      Dadurch wird auch offensichtlich wie wichtig die Rolle von Zeitungen tatsächlich ist.
      Leicht ist es nicht!

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  2. Hallo, jetzt muss ich mich als begeisterte stille Leserin doch auch mal melden.
    https://www.beobachter.ch/konsum/multimedia/falschmeldungen-so-erkennen-sie-fake-news
    Es gibt auch gute Seiten, die Falschmeldungen enrlarven. Wenn ich über etwas stolpere frage ich mich auch immer: wem nützt diese Info? Und dann nachhaken.
    Liebe Grüße, Klara

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  3. In Österreich klappt da momentan ja prima. Da sitzen ja ein paar Leute mit gutem Händchen dafür in super Positionen.

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