Freitag, 20. Juli 2018

gefunden KW 29 - das erste mal in Deutschland

Ich wollte ja schreiben über die jungen Frauen, die im Iran verhaftet und öffentlich verhört wurden, weil sie auf Instagram Videos gepostet hatten, in denen sie tanzen.
Im Iran ist Tanzen verboten.
Lest euch das hier durch! Lesenswert

Denn ich zeige euch heute hier etwas Süßes. Ganz was anderes.
Es gibt da wohl einen jungen American Football Spieler, der für einen Verein in Deutschland spielt. Er hat einen YouTube - Channel. Da berichtet er, wie er so die Unterschiede erlebt. Zwischen den USA und Europa, Deutschland im speziellen.

Und dann hat er nach einer Weile wohl das erste mal seine Mama zu Besuch gehabt und sie einfach gefilmt, als er mit ihr das erste mal durch Schwäbisch Hall gefahren bzw. spaziert ist.


Und das ist wirklich nett zu sehen und führt uns
gleichzeitig wieder vor Augen, dass es bei uns einfach ziemlich super ist!

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Dienstag, 17. Juli 2018

Auf meinen Nadeln - Finale

Wobei sich das Finale auf die Fußball WM bezieht, denn der Pulli ist noch nicht fertig, wenngleich auch nicht mehr allzuviel fehlt.


Ein Vorteil am im-einen-stricken - abseits der Tatsache, dass man das Teil dann nicht ausarbeiten/zusammennähen muss - liegt in dem Extra, dass man diesen Pulli anziehen kann bevor er fertig ist. Und man so die Länge gut anpassen kann.


Hier noch ohne Ärmel.

und ja .. ich habe zwei verschiedene Socken an.
Seit mein Sohn in etwa die gleiche Schuhgröße hat wie ich, führt das zu Sockenengpässen bei mir.
Und ich war überzeugt, dass derlei Kleiderkasteneingriffe nur von 
Töchtern zu erwarten wären.
Wohlgemerkt; er holt sich die Socken nicht aus meinem Kasten.
Aber das sortieren nach dem Waschen ... tja.

Montag, 16. Juli 2018

Stadt und Land - Ins Museum

Ich mag schöne Kunst ganz gerne. Immer schon. Den Haxn habe ich mir dafür aber nie ausgerissen.
Soweit meine Vorgeschichte ;-)

Es lag wohl an diesem Bild, dass ich eine neue Art von Museumsbesuch gelernt habe.


Das Bild gefiel mir lange schon. Ich hatte es in meinem Pinterest Board. Ich hatte es ausgedruckt an einer Wand. Und dann, tja dann erfuhr ich, dass es in einem Museum hängt, das keine 8 Gehminuten von mir hängt. (Ups!)
Das Museum der Stadt Wien bietet jeden ersten Sonntag im Monat kostenlosen Eintritt. Also dachte ich mir: „Gehst mal und schaust dir das Bild an! Das eine Bild.“

Das habe ich also getan. Ich war wohl 15 - 20 Minuten drin. Bin über die anderen Bilder und Exponate, die da so zu sehen sind, nur drübergeflogen und habe mir die Dame im gelben Kleid angesehen (Max Kurzweil).

Es war nett. Ich kannte sie ja schon gut. Wir waren gleich Freundinnen.


Was war passiert. Ich bin rein und habe mir angeschaut, was ich sehen wollte. Nicht alles andere auch noch, ohne die ollen Kopfhörer, kaum was gelesen, was da so alles Wissenswertes steht. Nur ich und das Bild.
Faul vielleicht.
Sehr intuitiv.

Dasselbe habe ich dann mit meiner Tochter gemacht. Es war eine Pointillisimus Ausstellung in der Albertina. Und es war ein Ereignis. Jeden Raum, den wir neu betraten, betrat mein Tochter mit dem Wort „Pfoah!“ auf den Lippen. Lautstark und begeistert. Sie lief geradezu durch die Räume. Und ich mit ihr.

Wir waren weit über eine Stunde drinnen, gingen mehrfach hin und zurück, saßen vor dem einen odere anderen Bild, gingen nah ran und weit zurück.
Es war super!


Seither gehen wir gerne mal wieder. Manchmal gehe ich auch alleine. Irgendwas ist ja gerade immer, das Interesse weckt.

Natürlich bin ich für Information zu den Gemälden dankbar, ich erlebe bildnerische Kunst im Moment allerdings intuitiv. Ich gehe ins Museum um meinen Geist abzulenken, die Seele baumeln zu lassen, um inspiriert zu werden. Ich versuche zu gehen, wenn nicht alle anderen auch gehen, aber ich versuche auch kostenlos - Angebote zu nutzen.
Die Leopold Sammlung ist donnerstags ab 18:00 Uhr kostenlos. Und da ist zur Zeit eine Klimt-Ausstellung. Die will ich mir schon auch noch geben.

Die Schlange vor dem Museum der Stadt Wien am freien Sonntag!
Es macht Spaß und es gibt mir tatsächlich etwas. Ich bin geneigt zu sagen, es verbindet mich mit der Geschichte. Hier in Wien ist zur Zeit alles voll mit Otto Wagner und Klimt Ausstellungen. 2 Künstler, die mit dieser Stadt enorm verwoben sind. Es empfindet sich dann eben ein wenig wie in einem vergilbten Familienalbum zu blättern.

Irgendwie.
Es öffnet mich ein wenig für andere Sachen und Ideen.
Und das war doch immer schon ein Kernthema jeder Kunst.




Donnerstag, 12. Juli 2018

gelesen KW 28 - die Fire - Bewegung

Die Fire Bewegung hat, soweit konnte ich es erkennen, nichts mit Feuer zu tun. Fire steht hier für "Financial Independence, retire early". Frei übersetzt soviel wie "Finanziell unabhängig, früh in Pension".

Photo by Mikael Cho on Unsplash
Es geht um Menschen, die einfach früh in Pension gehen wollen. Und zwar wirklich früh (mit 40 Jahren in etwa). Sie sehen den Sinn des Lebens bzw. der Weg, der uns allen vorgegeben wird, als nicht den ihren an. Ausbildung, Berufsleben, Pension. Das ist unser Leben, wenn man es in Schlagworte fassen würde wollen. Und weil wir ein konsumorientiertes Leben führen, müssen wir viel arbeiten und lange noch dazu, um all das Geld zu verdienen, dass wir brauchen um all die Dinge kaufen zu können, die wir so gerne haben wollen.
(ui, ich habe wohl einen etwas bissigen Unterton .. naja, ihr schafft das)

Die Anhänger der Fire-Bewegung gestalten ihr Leben anders, soll heißen, sie planen es anders. Da Konsum nicht im Vordergrund ihrer Happiness steht, brauchen sie für ihren Alltag nur das Geld, dass sie zum Überleben benötigen. Miete, ja, aber eben keine 200m2 mit Terrasse in Traumlage .. und U-Bahnnähe. Fahrrad statt Auto, reparieren statt neu kaufen. Aufpassen auf den ökologischen Fußabdruck. Diese Richtung.

Photo by Iñaki del Olmo on Unsplash
So errechnen sie den Betrag, den sie im Monat zum Leben brauchen. Und dann rechnen sie hoch (es gibt offensichtlich Rechenmodelle dafür im Netz zu finden). Sie rechnen also hoch auf jenen Betrag, den sie zusammensparen müssen um eben vom ERTRAG dieses Betrags leben zu können. Die magische Zahl lautet 4%.

Das bedeutet auf ganz weit weg von irgendwelcher finanziellen Erklärtechnik: du musst einen Betrag x zusammensparen. Diesen Betrag x veranlagst du dann (Aktien und derlei *schwirrimkopf) und zwar so, dass du jährlich 4% Zinsen einstreichen kannst. Der Betrag x bleibt unberührt und arbeitet an deinen 4% fürs nächste Jahr und du, du lebst dann von den 4% für ein Jahr.

Von welchen Beträgen reden wir da? Naja, es beginnt wohl so bei 500.000 Euro. 600.00 Euro schon eher. 1 Million ist auch nicht schlecht. Aber mehr braucht es eigentlich nicht (hehehe) und schon kann man mit 38 aufhören zu arbeiten.

Photo by LEMUR on Unsplash
D.h. diese Leute arbeiten bei vergleichsweise niedrigen Lebenserhaltungskosten solange bis sie ihren individuellen Betrag x beisammen haben und dann hören sie auf zu arbeiten und leben.

PAUSE

Jetzt kann man kritisieren oder finanziell fachargumentieren, dass man 4% jedes Jahr ja gar nicht gesichert annehmen kann (der "Markt" .. Augenverdreh').
Oder: Wie das denn so ist mit Familienplanung.

Wohlgemerkt: diese Leute sind durchaus gewillt zu arbeiten, aber eben nicht als Lebenszweck. Sie arbeiten auch ab und dann, wenn sie schon in ihrer Pension sind. Sie freelancen halt mal hier mal da. Im extremen Notfall haben sie zudem ja noch das Geld auf der Seite, das den Grundstock für ihr Leben bietet. Was soviel bedeutet wie, dass sie sogar in einem "Notfall" durch dieses Geld Zeit gewinnen würden um einen Job zu finden.
Es sei an dieser Stelle aber auch erwähnt, dass es Familien gibt, die so leben. Die Kinder haben dann halt kein iPhone am Ohr und auch nicht die aktuell hippsten Sneaker an den Füßen.
Frech sind die sicher trotzdem. ;-)

Photo by Parker Whitson on Unsplash
Ich fand diesen Artikel (gelesen in der Süddeutschen - Bezahlartikel mit dem Titel "Ihm reicht's") dahingehend interessant, als er mir bewußt gemacht hat, dass es für uns neben dem klassischen Ausbildung - Arbeiten - Pension - Modell eigentlich nicht wirkliche eine attraktive Alternative gibt.

Okay, okay da wäre noch hübsch sein - reich heiraten - den Rest des Lebens shoppen oder
Erben - jemanden Hübschen heiraten - dem dann beim Shoppen zusehen

Alles nicht wirklich Wege, die man sich aussuchen kann
oder will.

Fire scheint zwar eine harter Konsumentzug,
aber für den einen oder anderen kann ich mir vorstellen,
dass sowas funktionieren kann.
Ich hätte gerne noch weiter Modelle.
Ich finde das interessant.


Dienstag, 10. Juli 2018

Buch in der Tasche 4

Diesmal ein Hörbuch. Diesmal mit Verweis auf die wunderbare Kathrin von kdidit. Mehrfach hatte sie mir erzählt, wie ihre Kinder über lange Zeit hinweg immer und immer wieder "das Känguru" hörten. Sie wiederholte, dass ihre Kinder Passagen zitieren und dass es, das kam deutlich heraus, wirklich lustig sei.



Naja und dann nach langem Immerwiedervergessen, habe ich das Hörbuch erstanden und den Kinder warm empfohlen.

Und was soll ich sagen. Es wird zitiert, gelacht und auch ich höre mir gerne nebenbei ein paar, der sehr kurzen, Kapitel an. Beim Wäscheaufhängen, beim Kochen, beim im-Garten-arbeiten.

Und ich lache.
Laut.
Wiederholt.
Und jedesmal wieder!

Freitag, 6. Juli 2018

gelesen KW 27 - DaWanda und Paul McCartney

Die meisten von euch werden es ja bereits gelesen haben. DaWanda schließt mit Ende August seine Pforten. Löst also eure Gutscheine noch ein und schaut nach wohin es eure Lieblingsshops verschlägt.

Soweit so kurz.
Anbei nur noch ein Fünkchen Nostalgie. Carpool Karaoke mit Paul McCartney. Das Herz wird einem warm dabei.


Genießt es!
.. und das Wochenende!

Mittwoch, 4. Juli 2018

Stadt und Land Thema Juli - Kunst und Kultur

Ich habe neulich mit ein paar Freundinnen gesprochen zum Thema Unterschiede zwischen Stadt und Land. Im speziellen zwischen Wien und dem ländlichen Österreich Und wir waren ziemlich einstimmig der Meinung, dass es im Sektor Kunst und Kultur die eklatantesten Unterschiede zu vermerken gibt.


Da es sich um Wien handelt, hat die ländliche Gegend echt einen Weltbrocken als "Gegner". Kulturell spielt Wien, wenngleich sonst eher unwichtig im großen Weltgeschehen, eine gewichtige Rolle. Es gibt sicher hippere Städte und auch wohl auch kreativere im Schaffen, aber wenn es darum geht mit Stimmung, Charme und Flair Kunst zu zelebrieren, dann, na dann muß man auch als Welt-Stadt den Frack auspacken und die weißen Zwirnhandschuhe um Wien das Wasser reichen zu können.

Ich habe das lange gar nicht so wahrgenommen. Als ich jung war, war ich doch recht aktiv. Was das Kunstinteresse angeht. Ausstellungen, Theater, Oper .. alles besucht.


Dann kamen die Kinder.
Und schwupps, weg war ich.
Da man zwischen den Bildern in der Albertina nicht gemütlich Kinder wickeln kann und die Oper schlicht zu spät begonnen hat, als das ich eine Vorstellung durchgehalten hätte, war ich kulturell einfach auf Null.
Es sei denn man bezeichnet Cäpt'n Sharky als Kultur .. oder die Olchis.
Räusper.



Offen muß ich zugeben, dass ich stolz bin, wenn ich mir mein Wien so anschaue - also im Sektor Kultur. Es ist echt lässig, einfach mal eben so in die Albertina reinschnuppern zu können, oder mal eben in einer Galerie einen irre coolen Street Artist kennenzulernen. Das kann was.

Ich werde euch in meinen Beiträgen diesen Monat schildern, wie es so ist in einer Stadt, die Kultur schwitzt, zu leben. Ich bin jetzt kein Kulturfreak, aber ich bin halt auch kein Banause. Ergo nutze ich schon einiges, das mir hier direkt vor der Nase geboten wird. Ich werde euch teilhaben lassen.

Museen, Ausstellungen - Was gibt es so bei euch?
Musik - mal abgesehen von der Blasmusik - was wird gespielt?
Theater, Schauspiel, Musical?
Gibt es Jazz? Gibt es alte Musik?
Wo wird das dann gegeben?
Geht ihr?
Wie sehr spielt das eine Rolle für euch?
Oder
Wie lebt sich Kultur draußen denn so? Vermutlich ja komplett anders. Aber WIE??

Ich bin sehr neugierig.
Mein Kunst und Kultur Verhalten hat sich in den letzten Jahren
enorm verändert.
Wie ist das bei euch?
Ich freue mich auf eure Beiträge.

Dienstag, 3. Juli 2018

Auf meinen Nadeln - Achtelfinale

Zur Zeit muß ich regelmäßig Strickstand posten. Es geht nämlich einiges weiter.

316 Maschen pro Runde und wir sind mitten in den Achtelfinali der Fußball-WM.
Demnächst unten Bündchen.

Zum Nähen bin ich nicht gekommen.

Montag, 2. Juli 2018

Der Unterschied - Bloggen vs. Instagram

Bloggerkrise hin, DSGVO her. Die sozialen Medien setzen den Bloggern zu. Die Aufmerksamkeitsspanne der Leser wird immer kürzer. 2 Zeilen Text und ein paar Hashtags. Dazu ein Foto, sprich im Vergleich wenig Arbeit. Als Belohnung ein paar Herzis, dazu eine Handvoll Kommentare. So einfach kann es sein.

Aber ich denke ganz ehrlich so einfach ist die Sache dann eben doch nicht. Es sind zweierlei Schuhe (FlipFlops vs. DosMartins in etwa), die hier miteinander verglichen werden.

Ich schildere euch heute, worin ich den Unterschied sehe und warum ich mit dem Bloggen nicht aufhören werde.


Bloggen:

Vorab: auch ich hatte eine solide Bloggerkrise. Es ist Jahre her und sie war von außen ausgelöst worden. Die Bloggeria hatte sich empfindlich verändert und ich fühlte mich plötzlich alleine. Was ich tat schien schlagartig unwichtig geworden zu sein. Wichtig waren andere Dinge (das Probenähen, in irgendwelchen Näh-Gruppen dabei zu sein). Dinge, die eben für mich nicht in Frage kamen.
Unmöglich schien es mir auch Kooperationen einzugehen. Werbung zu machen. Geld zu verdienen. "Professionell" zu werden. (Warum ist professionell eigentlich immer mit Geld verdienen korreliert?)

Das geht bei mir nicht. Ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass mich das Kopf und Kragen kostet. Ich kann keine Werbung machen. Ich bin keine Verkäuferin. Das ist mein Blog. Meiner. Es geht um mich und was mir so in den Kopf kommt. Nicht darum, was mir so in den Kopf gelegt wird.

Manche Blogger können das vereinen (Nur ganz Wenige, wie ich meine!). Ich weiß, ich kann das nicht. Ich brauche die absolute Freiheit mein Ding machen zu können. .



Das liest sich womöglich superegoistisch. Und wenn es das ist, ist mir das auch wurscht. Ich weiß, dass ich aufgehört hätte zu bloggen, wäre ich damals abgebogen. Hätte den Weg eingeschlagen, den so viele gehen. Ich wäre nicht mehr hier.

Bloggen bedeutet für mich, mich zu entwickeln. Dinge auszuprobieren, zu lernen. Ja genau. LERNEN! Ich lerne zu fotografieren, ich lerne zu schreiben, ich lerne mich zu organisieren um eine regelmäßige Veröffentlichung zu schaffen. Ich lerne Bilder zu bearbeiten, ich lerne auf mich zu hören und zu erkennen, wenn ich eine neue Idee habe. Ich lerne diese dann umzusetzen.

Und das ist das Wesen des Bloggens für mich. Ideen, Inhalte umzusetzen. Zu teilen, zu vermitteln.
Dafür erhält man dann Feedback. Ihr kommentiert oder mailt .. und dann LERNE ich wieder etwas.
Bloggen ist reich, schwer, wenn ihr so wollt. Es bedeutet Arbeit.
Ich habe manchmal Ideen im Kopf die sind ein Funken, ein kurzes Gefühl, eine Erkenntnis. Wenn ich das dann in einen Blogpost verwandle, sind das Seiten an Text. Es ist erstaunlich wieviel Worte man manchmal braucht um ein Gefühl wiederzugeben.

Naja, auf jeden Fall ist Bloggen etwas, das kommt bei mir von innen.


Im direkten Vergleich könnte ich sagen:
Bloggen ist wie Essen gehen mit Freunden- in ein schickes Lokal. Man leistet sich mal etwas Besonderes, nimmt sich Zeit.
Instagram ist dagegen McDonalds.

Instagram:

Vorab wieder: Ich bin auf Instagram. Ich habe lange nachgedacht und ich weiß mittlerweile, dass ich auf Instagram bin, weil ich dann die Augen weiter offen habe - fototechnisch in meinem Alltag.

Ich habe überlegt ob ich mir ein Konzept erstellen soll, damit ich weiß, wie und was ich posten kann und will. Damit es mir nicht entgleitet und ich anfange mein Essen zu fotografieren oder derlei Unfug (ich könnte einen eigenen Post verfassen über diese olle Essensfotografiererei!).
Ich will nicht unabsichtlich aus dem sich entwickelnden Bedürfnis heraus beginnen Kleinigkeiten aus meinem Alltag mit der Welt zu teilen. Kleinigkeiten, die ich - ganz ehrlich - da draußen nicht haben will.


Instagram funktioniert über diese unmittelbare Herzchen-Belohnung. Das menschliche Hirn wird danach süchtig. Und dann beginnen die Leute einfach alles zu teilen. Schlicht, weil sie noch ein Herzchen haben wollen.

Es wurde für mich notwenig viele Damen zu entfolgen, die diesem Schema verfallen waren. Denn, und darin liegt der große Unterschied für mich zum Bloggen, man postet auf Instagram im Laufe der Zeit nicht aus dem inneren Drang heraus etwas auszuprobieren, sich mitzuteilen, etwas zu entwickeln. Nein, der große Teil der Leute ist schlicht nur auf Herzchenjagd.

Viele teilen Info, die völlig unnötig ist. Sachen, die ich über meine besten Freundinnen nicht weiß und auch schlicht nicht wissen muß.

Das macht Instagram mit einem, wenn man nicht aufpasst. Man postet dann des Postens wegen. Der Inhalt wird nebensächlich. Der Antrieb zu posten kommt aus einem Herzchenbedürfnis, nicht weil man eine Idee hatte und die teilen will.
Dieserlei Verhalten ist zwar menschlich, weil Sucht und so, aber sie ist auch äußerst zerstörerisch und .. ganz ehrlich .. herzhaft langweilig.
Alltag habe ich selber, Alltag so zu posten, sodass es ansprechend oder inspirierend oder von mir aus auch verstörend und intensiv ist, das wäre interessant. Kriegt man aber kaum zu sehen.


Was mir an Instagram wichtig und gut erscheint, sind die Bilder. Also gute Bilder. Folgt man den richtigen Leuten, dann kann man durchaus inspiriert werden.

Ich mache immer wieder mal ein paar Wochen Pause auf Instagram. Und dann bemerke ich eben, dass ich aufhöre Bilder zu machen. Bilder von Wien, Bilder von Menschen. Mein fotografisches Auge hört auf zu lernen, es döst ein wenig weg.
Ich lasse es dann eben ein paar Wochen dösen und dann, dann will ich wieder anfangen zu schauen.

Instagram löst in mir das Fotografieren aus.


Das ist halt etwas was ich mag. Ich mag es, wenn mein Auge wach ist, wenn ich - inspiriert von anderen - Dinge durch meine Linse oder mein Handy ausprobiere.
Das schafft Instagram für mich.

Soweit so der Vergleich.
Ich konnte für mich finden, warum weshalb wieso ich was mache und was mir gut tut .. und unter welchen Bedingungen.
Bloggen ist bei mir meine Spielwiese, Instagram ist ein Fototool und nicht viel mehr - für mich.
Deswegen werde ich wohl auch nicht so schnell mit dem Bloggen aufhören. Die Möglichkeiten, die ich brauche mich auszuprobieren (hehehe .. mich auszuprobieren), die bietet nur das Bloggen.

So einfach sind die Dinge manchmal.
Wie sind die Dinge bei euch so?
Wie erlebt ihr die "Konkurrenz"? Oder eher gar nicht?
Und wie wichtig die Follower und das Kommentieren sind,
darüber schreibe ich demnächst.
Bis bald!

Samstag, 30. Juni 2018

12tel Blick Juni 2018

Und dann war die erste Hitzewelle vorüber. Lebt man nämlich so mitten in der Stadt, dann ist an einer Hitzewelle nichts Schönes. Weil einem nämlich die heißen Nächte den Spaß versauen.

Als es also neulich runtergekühlt hat auf 22 Grad, bin ich gleich losgelaufen um zu sehen, wie es dem Volksgarten denn geht. 
Die Leute haben jetzt wieder lange Hosen an. :-)


Es geht ihm gut. Eigentlich ist es sogar supernett. Es hat etwas mehr Luft. Zum Atmen. Und ein paar Sesseln sind frei.
Das ist ja auch so eine Special im Volksgarten. Diese Drahtsesseln. Weiter hinten stehen dann eh Bänke, aber vorne bei den Rosen .. da stehen schicke kleine Sesseln.
Sehr süß!




Rathaus und Burgtheater und in der Mitte noch leicht zu sehen .. die Votivkirche .. man ist einfach mittendrin.
Da spitzelt der Heldenplatz durch die Bäume


Dieses Bild hier unten zeigt die Parlamentskubi, die da am Heldenplatz stehen .. für die Österreicherinnen unter meinen Leserinnen, die das so ja noch nicht gesehen haben. Das Parlament ist ja Baustelle. Hier der Blick raus aus dem Volksgarten auf den Heldenplatz


Soweit so Volksgarten.
Die anderen 12tel Blicke kann ich erst am Abend schauen.
Zeugnistag, Abschlußfest im ganzen Haus!
ACTION!


Freitag, 29. Juni 2018

gesehen KW 26 - Queer Eye und die Macht des Schneiders

Wir haben zur Zeit wieder einen Netflix - Monat. Hie und da machen wir das. Dauerabo brauchen wir nicht. Aber hie und da. Das geht.
Und da gibt es eine Serie die da heißt "Queer Eye". 5 Homosexuelle Männer, jeder Meister in einem  Fach, ich erkläre das gleich, helfen einem Mann dabei sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Photo by Dimitar Belchev on Unsplash
Männer, die sich Jahre nicht die Haare geschnitten haben, die ihre Bart wildern lassen, weil sie so viel arbeiten müssen, dass sie sich selbst eben hintanstellen. Männer, die sich nicht mehr in Gesellschaft trauen, weil sie ihre Selbstbewusstsein verloren haben ...
Und dann kommen diese 5 knallverrückten Typen daher. Tanzen, busseln und reden alle gleichzeitig. Sie bauen die Wohnung um, hauen die uralt-Kleidung raus und machen Mode-Typ-Beratung, sie schneiden Haare, pflegen Bart, erklären Pflegeprodukte bei schwieriger Haut, Fußpflege etc.
Aber: sie helfen auch der menschlichen Seite, sie "knacken" die Typen, denen sie helfen, sie haben das im Gespür und dann sagen sie diesen Männern, was diese Männer einmal hören müssen.

Sie stupsen sie an und das funktioniert.

Photo by Gaelle Marcel on Unsplash
Ich habe das jetzt ein paar mal geschaut und es ist klassisches "feel good" Programm.

Warum ich das hier heute erwähne?
Nun gestern habe ich eine Folge geschaut, da ging es um einen Transgender Mann. Also einen Mann, der früher mal eine Frau war. Einen Mann, dessen Eltern ihn nach dem Coming-Out verstoßen haben, einen Mann, der jahrelang nur dafür gelebt hat genug Geld zusammenzubekommen um sich die Brust-Entfernungs-OP endlich leisten zu können.

Das war an sich schon sehr berührend. Die Fab 5, wie sie genannt werden, waren auffallend soft und respektvoll und als es darum ging, diesen Mann anzukleiden habe ich etwas gelernt .. und das will ich euch heute mitgeben.

Also dieser Mann hat natürlich immer noch den Körperbau einer Frau. Soll heißen er hat eher schmale Schultern und dafür Becken. Er ist kein "Cornetto". Sich männlich zu kleiden mit herkömmlicher Männermode ist daher schwierig. Die Sachen sind einfach nicht richtig geschnitten.

Photo by Toa Heftiba on Unsplash

Besonders schwierig ist das beim männlichsten aller Kleidungssymbole: dem Anzug.
Der junge Mann dieser Episode wollte sich einen schneidern lassen. Das war allerdings ein geradezu traumarisierendes Erlebnis. Ich hatte mir darüber nie Gedanken gemacht, aber für jemanden wie ihn, ist es schlicht furchtbar, so abgemessen und befummelt zu werden. Im Schritt, Oberweite, Po ... das ist panikauslösend. Traumasituation.

Also hat er das abgebrochen und daher eben einfach keinen Anzug.

Und dann kommen eben diese 5 Typen und .. stellt euch vor: es gibt Marken bzw. Schneidermeister, die sich auf Transgender-Leute spezialisiert haben. Schneider, die einen Anzug schneidern, der einen femininen Körper männlich anzieht.
Ich war fassungslos. Und das, wo ich doch nähe, wo es doch naheliegt, dass das ein Problem des Schnittmusters ist .. und nicht der Person an sich.

Ich finde das wunderbar.
Einfach nur wunderbar.

Sowas sollte man wissen, für den Fall, dass man mal jemanden wirklich eine große Hilfe sein möchte.
Wieder was gelernt.

Jetzt kriegen wir mal Zeugnis.


Eine kürzere Folge von Queer Eye ist auf YouTube zu sehen, falls ihr das mal sehen wollt. hier lang

Donnerstag, 28. Juni 2018

Auf meinen Nadeln - reichlich gelernt

Die WM läuft und ich stricke mich so durch die Matches. Der Anfang war stricktechnisch ein wenig mühselig. Ich erspare euch Details, ich stricke lange genug um zu wissen, dass jammern bei bestimmten Fehlern nicht hilft.

Bei diesem Teil hier habe ich aber mittlerweile richtig viel gelernt. So startet dieser Pullover mit einem provisorischen Anschlag. (Anleitungsvideos hier und hier)
Hatte ich vorher noch nie gehört.



Das bedeutet man beginnt mit der Arbeit nicht oben nicht unten, sondern mittendrin. Von dort strickt man dann in beide Richtungen (also zuerst in die eine, dann in die andere Richtung ... klar! ).

Auf dem Bild hier (unten) könnt ihr den Übergang sehen. Ich nehme mal an, dass man das gar nicht sehen können sollte und dass ich als Erstbewältigerin halt irgendwie... aber ist mir ziemlich wurscht. Gewaschen und gebügelt, wird man davon nicht viel sehen.


Dann habe ich ENDLICH gelernt, wie man verkürzte Reihen strickt OHNE dass dabei ein Loch entsteht. Nennt sich "german short row"! (Videoanleitung hier)


Und am Ende habe ich gelernt elastisch abzuketten (Videoanleitung dazu hier). Was, ohne Übertreibung, wirklich wichtig ist, wenn man Halsausschnitte strickt. Ist mir mehr als einmal passiert, dass ich da am Ende meinen Kopf nicht durchbekommen habe.


Wieder mal was gelernt!
So,
jetzt gehe ich wieder fußballstricken!
Bis bald!



 
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