Mittwoch, 26. September 2018

Nachhaltigkeit im Haushalt - Waschmittel

Naiv wie ich war, dachte ich; "und jetzt steigst du einfach auf irgendein Bio-Waschmittel um und dann schadest du an dieser Ecke auch nicht mehr viel!"
"HA!", kann ich mir da nur selber antworten.

Photo by Erik Witsoe on Unsplash

Nach einiger, äußerst lähmender Waschmittelrecherche weiß ich nämlich: Wer wäscht, schadet der Umwelt. Punkt.
Eigentlich liegt es ja auf der Hand bzw. auf der Flosse: Kein See, kein Meer, kein Ozean ist eine Seifenlauge. Sprich jedes verdammte Waschmittel, vom High-Tech-Super-Performer bis hin zur Kastanie aus dem eigenen Garten, alles schadet. Sch***** aber auch.

Klar, jetzt kann man sagen, das eine mehr, das andere weniger. Hm, ja und nein. Denn die biologische Waschnuß schadet, wenn ich meine Waschmaschine nicht ordentlich auffülle. Alles leider sehr relativ.

Wäsche waschen hat viele Aspekte

Es ist ein doofes Mehrkomponenten - Problem. Da ist einerseits die Seifenlauge bzw. eigentlich in den meisten Fällen die Enzymlauge, die hinten bei meiner Waschmaschine rauskommt. Beides keine Wasserlieblinge. Dann ist da die Herstellung des Waschmittels. An diesem Punkt kann man tatsächlich enorm viel Unterschiede ausfindig machen. Es gibt ja Firmen, bei denen sitzen (sinnbildlich gesprochen bitte), die Mitarbeiter neben der Fabrik und erradeln an angeschlossenen Ergometern den Strom, den die Fabrik braucht.
Und dann gibt es die Firmen, die sich per LKW und Container die einzelnen Chemikalien zusenden lassen aus Quellen die wir ja bekannterweise gar nicht so genau wissen wollen, weil nur grauslich.

Photo by José Alejandro Cuffia on Unsplash

Also an dieser Stelle kann hausfrau eingreifen. Die "Radler" schreiben es natürlich dick auf ihre Packungen drauf, weil sich das gut verkauft. Engagement und so. Ehschonwissen. Steht nix drauf .. kann man getrost von einem erheblichen Anteil an "grauslich" ausgehen.
Es ist simpel.

Biowaschmittel in der Plastikflasche .. Hm!

Dann ist da die Verpackung. Ich persönlich habe mit gewaltiger Verwunderung festgestellt, dass der allergrößte Teil des Biosegments in der Waschmittelabteilung flüssig ist und in Plastikflaschen abgefüllt daherkommt. (Eine PET Flasche hält so um die 500 (!!!!) Jahre)
Da greift sich frau doch auf die Stirn.
Wie geht das denn? Also wohlgemerkt, da ist es mir ehrlich ziemlich wurscht ob das Recycle-Plastik ist.
Daher habe ich gesucht, gelesen und heute auch gefunden. Ein Bio-Pulver im Karton. Genauer gesagt.

Das Pulver aus einem Baukastensystem.

Photo by Alessandro La Becca on Unsplash

Hier nämlich noch so eine kleine Fiesität.
Ich lebe in Wien. Im Vierten. Mittig. Da ist das Wasser superduperweich. Zero hart. Ergo benötige ich nur sehr wenig Waschmittel und Wasserenthärter brauch ich schon gar nicht.
Wohnt jemand am Ende vom Elften, also fast in Schwechat, dann spielt die Musik bereits ganz andere Töne. Wasser hart .. sehr sogar. Das heißt dann deutlich mehr Waschmittel und ohne Wasserenthärter schaut man durch die Wäsche .. die schmutzige in diesem Fall.

Damit wir möglichst wenig nachdenken müssen, hat die Industrie in den üblichen Waschmitteln einfach alles zusammengehaut. Benutzerfreundlich ist in diesem Fall gleichbedeutend mit umweltunfreundlich.
In einem "normalen" Waschmittel ist keine Seife. Schon lange nicht mehr. Das ist ein Cocktail aus, von Bakterien gewonnen, Enzymen, Wasserweichmachern (Tenside) und Bleichmittel.

Photo by Rod Long on Unsplash

Das schlechte für die Umwelt an diesen Fertigmischungen, ist eben, dass die Verhältnisse jedoch beinahe von Haushalt zu Haushalt variieren. (Nicht nur die Wasserhärte spielt eine Rolle, auch der Verschmutzungsgrad! Und das kann ja Schwankungen unterliegen, das die geübte Mama seekrank wird!)

Ein Baukastensystem enthält ein Waschmittel ohne Bleichmittel und ohne Wasserenthärter. Wäscht frau Buntes verwendet sie dieses Mittel und fügt im Bedarfsfall Wasserenthärter zu. Wäscht sie Weißes, dann kann sie ganz individuell Bleichmittel zugeben. Oder auch nicht. Oder auch einfach nicht jedes mal.

Umweltfreundlich waschen geht nicht

Wäscht man dann stets auch wirklich mit einer vollen Waschmaschine, dann kommt die Familie so auf die beinahe geringst mögliche Umweltverschmutzung.

Und noch ein kurzer Punkt zu Waschnüssen und Kastanien. Dieserlei Mittel punkten gewaltig in der "Herstellung". Zu beachten ist allerdings, dass Waschnüsse in Indien wachsen. Die reisen also einmal um den halben Erdball. Das ist das eine. Der zweite, nicht zu unterschätzende, Punkt ist jener, dass durch den wachsenden Bedarf an Waschnüssen in Europa, dieses Mittel in Indien im Preis derart gestiegen ist, daß die Leute auf billige, chemische Waschmittel ausweichen. Und es gibt eine Haufen Inder!
Irgendwie klingt das gewaltig unsexy für mich.

Photo by Fabien Bazanegue on Unsplash

Dazu kommt, dass wir ja nicht mit der Hand waschen. Soll heißen wir waschen ja alle mit der Maschine und die Nüsse sind dann den gesamten Waschgang hindurch in der Wäsche. Ausspülen der Seifenlauge ist daher nicht möglich. Am Ende wird einfach ein in Seife getunktes Kleidungsstück geschleudert.
Oder macht ihr da dazwischen auf und holt die Dinger raus? Ich weiß nicht. Das ist irgendwie ein unreifes Konzept. Konnte mich bisher nicht überzeugen. (Ich hab's probiert wohlgemerkt)

Soweit meine bisherigen Vorgehensweise.
Ich teste mal den Baukasten und werde berichten. Gerne bin ich für
Anregungen zum Thema zu haben. 



Anmerkung: Ich bin keine Spezialistin. Ich bin eine Mama, die viel Wäsche wäscht und dabei den möglichst geringsten Schaden anrichten möchte. Aber



Mehr in dieser Art gibt es hier:
Nachhaltigkeit im Haushalt - die nächsten kleinen Schritte


Freitag, 21. September 2018

gelesen KW 38 - Aufs Klo muß schließlich jeder mal

Wieviel Drogen werden eigentlich konsumiert? In einer Stadt? Und; werden in der nächstgelegenen Stadt genausoviel Drogen konsumiert? Oder weniger? Oder einfach andere Drogen?


Wie kann man das messen? 
Kann man das messen?

Klar. Wenn ich schon so frage, dann kann man.
In diesem Fall geht man in die Abwasserkanäle und holt sich frisches Abwasser. Denn alle gehen schließlich aufs Klo. Auch die Leute, die Drogen konsumieren. Und wer Drogen konsumiert scheidet Abbaustoffe, die da sonst eben nicht wären, wieder aus.
Die Mengen sind zwar minimal, aber auch diese kleinen Mengen können nachgewiesen werden. 
Der Rest ist Mathematik, hochrechnen, Statistik.

Und es zeigt sich ein Drogengefälle. Soll heißen, nicht alle nehmen dieselben Drogen. In der Schweiz regiert das Kokain. Und in Tschechien Crystal Meth (Metamphetamin).
An dieser Studie nehmen halt nicht alle Städte teil, aber eben doch einige.

Kokain versus Metamphetamin (Crystal Meth) Bildquelle: EMC

Hier könnt ihr euch durchklicken und schauen, wie es denn um eure Gegend so steht.
Anmerkung: Wien ist nicht dabei. Aber, wenn ich richtig informiert bin, herrscht in Wien das Heroin.
Euch noch ein berauschendes Wochenende










gelesen:
Süddeutsche (Bezahlartikel via Blende)
European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction

Donnerstag, 20. September 2018

Auf meinen Nadeln - Fertig! Der ZickZack-Pulli

Ich habe fertig. Das ist, Kenner wissen das, ein wenig überraschend. Aber über positive Überraschungen beschwert sich frau ja nicht.


Ich entwickle mich entschieden zu einem großen Fan von diesen in einem gestrickten Pullis. Das hat in meinen Augen tatsächlich nur Vorteile. Weiters mag ich diese kompletten Anleitungen. Das ist, wenn man ein wenig stricken kann, supereasy. Man wird halt von Anfang bis Ende durchgeführt. Hat was von Idiotensicherheit. Herausforderungen habe ich ja im Alltag ausreichend (siehe mein letzter Post ;-)

Die Wolle - nur so zur Info - ist die, die in der Anleitungen angegeben ist.


So, und bevor ihr jetzt losstürmt und mich darauf aufmerksam macht, dass ich einen Schurwolle (bio by the Way) Pulli trage und dabei kein Schuhwerk, mache ich euch darauf aufmerksam, dass Wien mittlerweile in der subtropischen Klimazone zu liegen scheint und es Mitte September noch immer um die 30 Grad Celsius hat.
Ergo no shoes.

Die Lichtverhältnisse sind allerdings lausig/winterankündigend und es pixelt gewaltig. Aber was soll's, den Pulli könnt ihr erkennen.



Die Anleitung ist kostenpflichtig bei ravelry zu finden. Der Pulli nennt sich "Monochrome Pullover".
Und hier nochmal, weil's so Spaß macht .. der Werdegang


Ich habe bereits das nächste Projekt auf den Nadeln. Eine Kleinigkeit für zwischendurch.



Dienstag, 18. September 2018

Aus dem Leben - Der September


Der September ist im Leben einer Familie ein besonderer Monat. In keinem anderen Monat ist man am 12. schon so fertig, so bankrott und trotzdem eigentlich noch am Anfang.

Wovon rede ich hier? Na, vom Schulanfang.
Ich habe zwei Kinder. Zwei Racker. Zwei Thronfolger. Ergo Schule ab September.
Dem klassichen Schulanfang wohnt eine ganz eigene Dramatik inne. Man lebt mit einer Vielzahl verstörender Themen. Das reicht von Heftbesorgbedürfnissen über völlig entbehrliche Bucheinbindemanöver bis hin zum klassischen Wer-muß-wann-wo-sein-Spiel gepaart mit einem dezenten Welchen-Wochentag-haben-wir-eigentlich-gerade?

Da das ganze in den Frühherbst fällt, steht zusätzlich das Update der Wintergarderobe auf dem Plan. Soll heißen: in den Sandalen geht fräulein/männlein nicht mehr in die Schule. Uncool. ABER die Schuhe vom Frühjahr drücken. Ergo geht Muttern mit dem Nachwuchs Schuhe kaufen.

WIE ALLE ANDEREN AUCH!

Beim kleinen Mister diese Jahr erstmals mit dem pikanten Zusatz, dass ihm die Erwachsenen-Schuhe, die er mittlerweile braucht, zwar passen, aber nicht so wirklich gefallen. "Fad" lautet das Urteil und "können wir noch woanders hinschauen?".
Die mütterlichen Augen rollen: Das wird dauern.

Die kleine Miss hat nach 2 Stunden Schuhgeschäftabklappern kapituliert und trägt die alten, ausgewetzten Modelle jetzt einfach noch bis Schnee liegt oder die Zehen durchkommen.
Muttern legt dahingehend ihre Grundsätze was gutes Schuhwerk und die dazugehörende gepflegte Optik angeht, kurzerhand auf Eis.

Kommt die Familie dann schuheinkaufserschöpft nach Hause, wartet der tägliche Stapel Papier.
Die Flut an Zetteln, die von der Schule täglich an die Eltern geschickt wird, ist beachtlich und respekteinflößend.
Unterschreiben alleine erledigt die Dinge leider nicht. Da stehen Termine drin, die am Ende auch wahrgenommen werden wollen. Weil simpel nicht des Septembers Ding ist, wenden sich die Termine einmal an das Kind, einmal an die Eltern. Aber nicht grundsätzlich im Wechsel. Man muß da schon aufmerksam dran bleiben. Die Erfahrung hat gelehrt alles gleich direkt in den Kalender einzugeben. "Später" gibt es im September nicht. "Später" endet immer in einem "Oh, das war HEUTE?".

Und dann stehen da noch die kleinen finanziellen Zerstörer. 20€ hier, 15€ da und noch das Extra von 50€ Jahresbastelbeitrag. Und derlei mehrfach, für beide Kinder. Aufs Konto schaut man entweder täglich oder besser erst am Ende des Monats .. mit einem Glaserl Schnaps in der Hand. Der September kostet einen nicht nur den Verstand sondern auch einen Haufen Geld.
By the Way: Wir haben zusätzlich noch ein paar Geburtstage im September. Termine und Geld in Personalunion. Das Schicksal grinst mich breit und herausfordernd an. Ich blicke müde zurück, weil der Zettel für die Anmeldung zur Nachmittagsbetreuung plötzlich nicht aufzufinden ist. Nirgends. Einfach weg. Das Schicksal kann mich mal.

Die ersten Tage des September bieten zudem noch einen gesamtfamiliären Zeit-Hangover, einen Sommerferien-Jetlag quasi. 8.00 Uhr Schule bedeutet nach 9 Wochen lange schlafen ... nicht viel Gutes. Es war zu meiner Zeit schon bescheuert und das ist es heute immer noch.

In diesem ganzen Wirr-Grundgerüst wird dann natürlich im üblichen Ausmaß gestritten, Zeug herumliegen gelassen und reichlich frech widersprochen. Wer dabei seine Kinder noch zuckerfrei und bio ernährt verdient einen Ehrenoskar.

Ob Eltern überfordert sind?
Keine Ahnung.
Woher soll ich das wissen?

Uns geht's gut!

Freitag, 14. September 2018

wiedergefunden KW 37 - mit voller Kraft voraus

Ab und zu werdet ihr an euch zweifeln, euch nicht für gut genug halten, für mäßig, für durchschnittlich. Ihr werdet euch klein fühlen, nicht schön genug, vielleicht dick oder was auch immer.

UND IHR LIEGT SCHLICHT UND EINFACH FALSCH!

Jeder Mensch ist einzigartig. Einzigartig verrückt, einzigartig langweilig, einzigartig häßlich, einzigartig einzigartig.
Jeder.

Und wer das zwischendurch vergißt, der schaut sich jetzt - vom mamimade Doktor verschrieben - "The Fisher King" an.
Und danach macht ihr für ein paar Stunden alles mit vollster Überzeugung und zwar genauso verrückt einzigartig häßlich wild und VOLLER LEBEN wie Michael Jeter das singende Telegramm gibt.

Es tut nämlich richtig saugut auch mal Vollgas zu geben .. ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Selbstzweifel!

Eure




Und ja: das Rezept verordnet das komplette 2Minuten 50 Sekunden Video! Medizin!

Donnerstag, 13. September 2018

Raus oder Plotten - Release the Baby

Ich bin ja durchaus viel ruhig, durchaus viel entspannt.
Aber eben nicht immer!
Es gibt diesen Moment, in dem ich dann vollends bin, jede Zelle wach und auch noch gut durchblutet, das System Susanne auf Hochtouren quasi. Naja und dann ist es, so hat man mir glaubhaft versichert eben ein wenig so wie bei den Croods, wenn sie auf der Jagd sind .. und sie ihr kleines, superwildes Baby auf das noch herumlaufenden Frühstück ansetzen.
"Release the Baby!", schreit der Vater dann ... und dann geht's zur Sache.



So ähnlich fühlt es sich wohl an, wenn man mir gegenübersitzt und über irgendein Thema spricht und ich 100% da bin und ... mich von der Leine lasse.
Nur charmanter. (hoffe ich).


Soweit so nix-mit-nähen-zu-tun-haben. Nun arbeite ich ja seit Jahren an meiner Garderobe. Im Sinne von ich kaufe bewußt, nähe mal hier mal da und kaufe nach Möglichkeit nur bio und fair. Wenn das nicht geht, kaufe ich möglichst in kleinen Boutiquen, praktisch Zero online (Und zwar weil die dann alle ihre Steuern nicht zahlen!) um so wenigen den Schaden zu minimieren.

So habe ich mir vor nunmehr 2 Jahren diese Shirt hier gekauft. Österreichische Marke, Biostoffe, fair genäht. Dazu passt mir der Schnitt gut, der Ausschnitt gefällt mir. Bingo würde frau meinen. Aber leiderleider nix da. Es war blau pur. Simpel, sollte ja auch überall dazupassen, ... aber ...
Ich hab's nicht angezogen! Und als ich dann vor ein paar Wochen meine Shirt-Lade einer Inspektion unterzog, was ich denn so getragen hatte und was nicht in diesem HerrGottsSommer und wieso nicht um am Ende die Frage zu stellen: "Warum ist das noch in meinem Kasten?"
Tja, da beschloß ich "Raus oder plotten". Letzte Chance.


Hier seht ihr mich in meiner selber genähten Hose (hier), die ich übrigens nachfärben musste, weil das Leinen so dermaßen ausgeblutet hat, sodass es mir eben nicht mehr gefiel.

Merke: nicht wegwerfen! Färben! Das kann die Lebensdauer gewaltig erhöhen!


Und mit meiner selber genähten Tasche (hier). Nur die Schuhe sind auf diesem Bild nicht fair. Ist gar nicht immer leicht mit den Schuhen!
Aber das Shirt, das habe ich gerettet!



Dienstag, 11. September 2018

Buch in der Tasche 6



Ab und dann muß man von der Spaßlektüre weg und versuchen sich zu bilden. Trevor Noah ist ein Comedian, der eine der vielen Late Night Shows in den Staaten hat.
Er ist unterhaltsam und hat einen wahrlich aufgeweckten Geist.

Was man aber über ihn nicht sofort weiß, ist Trevor Noah stammt aus Südafrika. Und noch mehr: er ist das Kind einer Schwarzen mit einem Weißen. Sein Vater ist Schweizer. Trevor Noah ist per se in Südafrika ein Kriminalfall, denn es war verboten, dass zwischen den Hautfarben Kinder gezeugt wurden.

Dieses Buch erzählt davon. Vom Aufwachsen als Mischlingskind in einem Township. Von der massiven Unterdrückung und von der Gewalt.

Vor allem aber erzählt Trevor von seiner Mutter. Die an Mut und Courage, an Cleverness und Kraft kaum zu überbieten scheint.
Eine Frau in all ihrer Kraft.

Das Buch heißt in der deutschen Übersetzung "Farbenblind". Liest sich im Englischen locker!

Montag, 10. September 2018

Stadt und Land - Frauen, Jobs und Kinder

Frauen und ihre Rechte; ein leider immer noch sehr akutelles Thema. Da ich zwar im Speckgürtel aufgewachsen bin - also nicht mitten in der Stadt - weiß ich nicht wie es außerhalb des Einflußbereichs einer großen Stadt so ist.
Ich beschreibe hiermit den Eindruck, den ich zu diesem Thema im Laufe meiner Jahre gewonnen habe. Speckgürtel und zentral.
Und ich beginne gleich mit dem harten Themenkreis: Frauen - Kinder - Job oder wie ich es gerne nenne, das Vereinbarkeitsmärchen.


Ganz am Anfang muß ich erwähnen, dass ich enttäuscht wurde. Ich bin aufgewachsen in dem Glauben und in dem Sprech’, dass mir alle Wege offen stehen. Auch als Frau. Ich war ein junger Mensch, mein Geschlecht schien irrelevant. Und das hat auch lange Zeit gegolten. Ich habe studiert, ich war im Ausland, ich hatte einen Job, der reichlich Geld brachte.
Und dann habe ich geheiratet und ein Kind bekommen.
Und ab diesem Zeitpunkt mußte ich nicht nur mein Leben komplett umkrempeln und zuerst ein, dann zwei Kinder versorgen und erziehen, nein ab dem Moment mußte ich auch darum kämpfen meinen Weg weiter gehen zu können. Die Krux an der Sache war, dass ich das nicht wußte und dass ich dafür auch nicht die Kraft oder die Zeit hatte.

Als ich aus der Karenz zurück ins Arbeitsleben ging, war ich natürlich in Teilzeit. Das machen hier in Österreich praktisch alle Frauen, denn, und jetzt kommen wir zum Thema Stadt-Land, wenn Mutter arbeiten will/muß, dann braucht sie jemanden, der auf ihr Kind aufpasst.
Thema Kinderbetreuung also. Und die ist in der Stadt verhältnismäßig einfach zu organisieren. Sobald das Kind 3 Jahre alt ist. Davor gibt es zwar Tagesmütter und ich wage zu behaupten es gibt auch reichlich Tagesmütter, aber, und das ist kein unwesentlicher Punkt, die kosten extra Geld.


Bei uns in der unmittelbaren Umgebung gibt es eine Unzahl von Kindergärten. Eine echte Unzahl. Und alle sind privat betrieben. Es gibt Montessori, es gibt katholisch und es gibt „einfach nur bunt“ ;-).
Und auch Schulen gibt es in vernünftiger Gehdistanz eine gute Handvoll für jedes Alter. Nachmittagsbetreuung dazu gibt es häufiger als ich anfangs dachte. Allerdings meist bis maximal 17.00 Uhr. Ab und dann auch „nur“ bis 16.00 Uhr. Wie sich das mit einem klassischen Job ausgehen soll, weiß ich nicht.

Kurz noch zur Elternteilzeit. In Österreich ist ein Betrieb (ab einer bestimmten Größe) dazu verpflichtet einer Mutter, die aus der Karenz kommt (oder auch dem Vater) den Job in einer Teilzeitversion wiederzugeben.
Damit hat man gemeint, den Frauen eine Wahlmöglichkeit zu geben. Die Realität sieht natürlich anders aus. Frau hat wohl kaum eine andere Wahl als in Teilzeit arbeiten zu gehen, denn nach 2 Jahren Karenz ist das Kind noch nicht 3 Jahre alt / im Kindergartenalter. Und somit ist die Betreuung nicht einfach regelbar.


Ich vermute hier liegt der Unterschied zwischen Stadt und Land. In Wien gibt es sie immerhin diese Teilzeitjobs. Am Land … was ich so lese eben seltener. Dazu kommt, dass in der Stadt eine Kinderbetreuung organisierbar ist. Sie ist zwar mit Kosten verbunden, aber es geht.

Nun lautet meine Frage natürlich:
Frauen, Jobs und die Kinderbetreuung!

Ich bin auf eure Beiträge sehr gespannt!


Freitag, 7. September 2018

gelesen KW 36 - Gleich, gleicher, Tennis

Manchmal kann frau ja nur staunen. So geschehen mehrfach in letzter Zeit wenn es um Tennis ging. Und um die Sportkleidung, die da von den Damen getragen werden darf! Wir haben im übrigen 2018.

Begonnen hat es mit Serena Williams und ihrem Jumpsuit, den ihr Ausstatter extra für sie anfertigen ließ. Sie hatte kurz nach der Geburt ihre Tochter Blutklumpen in der Lunge gehabt. Es ging ihr lange Zeit richtig schlecht. Eine Art Ganzkörperstützstrumpfhose sollte ihr helfen, weitere Gerinnsel zu verhindern. (Der Anzug war im übrigen dem Superheldenoutfit aus "Black Panther" nachempfunden)




Das kam aber beim Veranstalter in Paris bei den French Open nicht gut an. "Man gehe damit dann doch zu weit" und "man müsse das Spiel respektieren".

Und dann kamen die US- Open (die laufen zur Zeit gerade) und das bei Temperaturen von tropischem Ausmaß. Alles, was sich da so am Spielfeld rumtummelt zur Zeit, schwitzt. Den Damen wurden dafür extra Minuten pro Match eingeräumt, damit sie vom Feld laufen können um sich ein frisches Shirt anzuziehen.


So hat das auch Alize Cornet gemacht. Und als sie danach wieder am Platz stand und aufschlagen wollte, bemerkte sie, dass sie das Shirt irrtümlich verkehrt herum angezogen hatte. Und sie tat, was alle machen. Sie drehte das Shirt um und ja das bedeutet, sie hat das Shirt für einen Moment ausgezogen, umgedreht und dann wieder angezogen.
Dafür wurde sie vom Schiedsrichter verwarnt. Weil sie das nicht durfte.

Die Wogen gingen hoch und das Internet glühte von Bilder einer beachtlichen Zahl von männlichen Tennisspieler, die sich an genau diesem Tag noch ihre Leiberl mitten am Platz ausgezogen hatten.  Bei den US-Open. Und zwar nicht aus Solidarität, nein, es war eben heiß und sie wechselten die Shirts. Sie dürfen das.

Da ist wirklich noch viel zu tun für die Menschheit.

In den US Open benötigt Serena im übrigen den Catsuit nicht mehr. Die Ärzte haben Entwarnung gegeben und außerdem trägt Serena dasselbe Outfit nicht auf zwei Turnieren ( ;-)!!
Zur Zeit trägt sie Tütü. Ein Schelm, der darin Verarsche zu erkennen meint!






New York Times
FAZ
Der Standard
Tennis.com
Serena Williams Instagram

Dienstag, 4. September 2018

Ying Yang Shirt

Ich weiß, dass ich nichts weiß! Und das passt hier nicht nur zufällig gut dazu, es stimmt auch! Seit Jahren nähe ich für meine Kinder. Von Bademode bis Wintersachen. Alles dabei. 

Aber dann will ich ein Shirt färben .. und alles geht zurück auf Null.


So geschehen hier.
Ich wollte mir die Färbeanleitung nicht recht durchlesen, schlicht, weil ich zwei verschiedene Hersteller gemischt habe und so kam es, dass Färberunde Nummer eins ein schlichtes Nullergebnis brachte.
Null Farbe am Shirt.

Durchgang Nummer 2 (immer noch ohne Anleitung, aber mit kurzem Nachdenken) klappte dann.
:-)
Inspiriert wurde dieses Shirt von der Fernseh-Serie "Gilmore Girls". Die kleine Miss und ich arbeiten uns da gerade genussvoll durch. Muss auch mal sein.
Naja und Lorelei trägt bekanntlich - genauso wie Rory - immer wieder mal ein cooles Shirt.

Vielleicht ist das ja auch mal was für eure Kids. Die mittelgroßen Mädels fanden das Teil bisher alle super!

PS: das Shirt ist selber genäht und drunter grau-meliert. Der Schnitt ist Klein - Fanö! Immer noch einer der besten Schnitte ever!


Montag, 3. September 2018

Stadt Land Thema September - Frauen


Okay, diesmal wird es  hart, diesmal wird es echt. Ich lese viel von der Ungleichbehandlung der Frau und ich erlebe es insofern, als ich das Leben lebe, das möglich ist, nicht das Leben, das ich eigentlich für mich gesehen hätte. Und das liegt daran, dass in meiner Gesellschaft es für Frauen nicht die Möglichkeiten gibt, die ich eigentlich erwartet hätte.

Und dabei lebe ich in einer Großstadt.
Die Landflucht, so lese ich regelmäßig ist weiblich. Für Frauen ist es am Land, so sie nicht von vornherein ganz dem traditionell konservativem Leben nachgehen wollen, nicht so einfach mit den Möglichkeiten.

Aber davon lese ich nur. Ich lebe ja in der Stadt. Ich realisiere auch, dass die Sendung „Bauer sucht Frau“ heißt und nicht umgekehrt. Daraus schließe ich, dass zum einen eben die Höfe zum Großteil wohl immer noch an Söhne weitergegeben werden und zum anderen, dass es wohl einen Frauenmangel am Land gibt.



Meine Fragen an euch, egal wo ihr wohnt lautet diesen Monat:
Wie ist es bei euch mit den Frauen und mit der Gleichberechtigung?
Wie sind die Möglichkeiten?
Wie stehen die Männer dazu?
Hat sich was getan in letzter Zeit? 
Wie ist das mit Frauen, die aus einem anderen Kulturkreis stammen?
Und damit meine ich jetzt Länder, die frauenrechtetechnisch weiter vorne sind als wir. Frankreich, Schweden, Island.
Was ich damit andeuten will? Na, wir (Deutschland, Österreich) haben eine kulturelle Prägung, ein ziemlich ähnliches Bild von Frau/Mutter/Sexualität. Diese Ecke. In anderen Ländern ist das anders.
Habt ihr da Erfahrungen? Wie geht es Frauen aus den oben genannten Ländern hier bei uns?
Wie erlebt ihr es, ganz persönlich, bei euch?
Habt ihr die Freiheiten, die Wahlmöglichkeiten die ihr euch wünscht,
die ihre euren Töchtern wünscht?

Ich bin mehr gespannt als jemals zuvor!
Und ich werde euch erzählen, wie ich es erlebe!






Freitag, 31. August 2018

Insta August 2018

Wien fotografiert sich im Allgemeinen ganz gut!









Habt ein gutes Wochenende!
Die Schule naht!

Donnerstag, 30. August 2018

12tel Blick August 2018

Na Bumm! Der war aber schnell da, der 30. August. Zum Glück war ich vorgestern am Abend spazieren und habe mein Foto gemacht.
Im städtischen Finster.


Ich war ja an sich schon überrascht, dass wir - spät wie es war - überhaupt noch hineinkonnten. Der Park schließt ja irgendwann. Aber, wie ich eben feststellen konnte, wohl nicht vor 22.00 Uhr.

Mehr Fotos dazu kann ich kaum bieten. Ich gebe zu überglücklich zu sein, dass ich dieses hier habe. Durch meinen "Krankenstand" bin ich da ein wenig hinterher.

Ich habe allerdings .. breites Grinsen .. noch ein paar Bilder auf dem Heimweg gemacht. Nur eben nicht im Volksgarten. Die zeige ich euch in den nächsten Tagen.

Und ein neues Stadt-Land Thema wird es auch geben . Und die Schule geht wieder los. Und und und ...

Wir lesen voneinander!




Mittwoch, 29. August 2018

Fast fit und am Stricken

Im Sommer bei extremer Hitze krank zu werden ist eine eigenartige Geschichte. So ist es uns "passiert", dass wir erst nach gut 5 Tagen realisiert haben, dass wir fieberten. 
Mein Mann und ich hatten Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, waren matt. Alles ja durchaus erkennbare Zeichen. Da wir aber nicht froren (wie denn auch bei 35 Grad) sind wir schlicht nicht auf die Idee gekommen, was denn mit uns los sein könnte.

Um euch die lange Geschichte zu ersparen. Wir hatten wohl - beide - eine umsymptomatisch verlaufende Blasenentzündung. Keine Schmerzen der herkömmlichen Art. Null niente nada. Alles gut. Nur müde. Nur Schwach. Gliederschmerzen ein bißchen. Abends mehr.

Mittlerweile nehmen wir Antibiotika und erholen uns. Es ist jedoch erstaunlich wie lange wir brauchen um auf 100 Prozent zu kommen. Ich rede mich da herzlich auf die Hitze raus. Es war einfach die gesamten Ferien hindurch SAUHEIß. Das hinterläßt doch sicher Spuren.

Nun, genug gejammert. Es wird wieder. Mittlerweile haben die Tage um die 25 Grad, was sich erstaunlich perfekt anfühlt und die Schule klopft an die Türe. Laut.

Ich für meinen Teil, habe die letzten Tage der Hitze tatsächlich strickend und schlafend verbracht. Und deswegen zeige ich euch hier kurz den Stand der Dinge am laufenden Projekt.



Viel fehlt nicht mehr. Wetten werden entgegengenommen bezüglich wie lange es noch dauert bis zur finalen Masche. Die Erfahrung lehrt ja, dass gegen Ende eines Strickprojekts die Zeit lang wird. Persönlich bin ich ambitioniert in den nächsten 10 Tagen oder so fertig zu werden, aber ich gebe zu, dass es wohl auch locker Ende Februar werden könnte.
Oder später.

Alles schon dagewesen, alles schon erlebt.

Ich möchte mich noch bedanken für eure lieben Kommentare und auch die mails, die ich erhalten habe. Ich bin sehr dankbar euch zu "haben". IsschoneinLuxusmiteuch. Ehrlich!

Montag, 20. August 2018

Ich bin dann mal krank

Irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich glaube nicht, dass es etwas Dramatisches ist, aber ich will auch nicht so tun, als würde ich einfach nur nichts posten.


Da ich immer sehr direkt poste, soll heißen mit sehr kurzer Vorlaufzeit, ist es hier jetzt gerade ruhig.
Ich halte euch auf dem Laufenden!
Im Moment weiß ich nur, dass irgendwas nicht stimmt.
Macht es gut bis dahin!



 
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