Montag, 30. Januar 2017

Jänner 12tel - Blick

Ich kann wohl getrost sagen, dass ich seit Jahren beobachte, wie die eine (Eva) oder die andere (Astrid) unter euch sich das Jahr in 12 Bilder zerlegt. In Bilder von übers Jahr immer exakt demselben Fleckchen Erde.
Und dieses Jahr tue ich das auch! Einen Flecken beobachten, wie er sich so durchs Jahr meandert.

Da ich fototechnisch zwar kein blutiger Anfänger mehr bin, aber auch nicht ein Fotogenie, habe ich mir zunächst reichlich Gedanken gemacht über das Wo-genau und das Wie, ein wenig auch das Womit, nur um am Ende dann aus dem Bauch heraus das zu machen, was irgendwie eh schon immer da war.
Ich bin geradewegs in den Burggarten gegangen, genau dorthin, wo ich hinmusste. Es ging gar nicht anders.

8. Jänner 2017,  14.05 Uhr

So und weil dieses Bild Wien in seiner ganzen Kitschhärte repräsentiert, müsst ihr um das Bild richtig zu verstehen hier klicken und die Musik starten lassen. Das sollte möglichst in einem weiteren Fenster geschehen.
Dann kommt ihr hierher zurück und klickt auf das Bild (das wird dann größer) und dann, ja dann, geht ihr eine Runde im Burggarten spazieren.
Aber zieht euch warm an!

Freitag, 27. Januar 2017

Gelesen KW 4 - First Lady

Heute gebe ich euch einen kleinen Überblick zu einem überraschend präsentem Thema. Überraschend für Europa.
In den USA ist die First Lady immer eine wichtige Person. Das beginnt mit dem braven Eheweib (meist bei den Republikanern) und endet bei der selbstbewußten, selbstbestimmten Superehefrau (meist bei den Demokraten). Wichtig ist die First Lady immer!



Melania Trump ist für die Medien eine ganz untypische First Lady. Das beginnt damit, dass sie aus ärmlichen Verhältnissen aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt und somit Englisch mit Akzent spricht und endet mit dem verwirrenden Aspekt, dass sie als Modell einen alten, reichen Mann geheiratet hat. Meist sind die First Ladies ja, die Freundinnen aus der College-Zeit und stehen somit seit Anbeginn einer politischen Karriere an der Seite ihres Mannes. Nicht so Melania.

Der Tagesanzeiger (Schweiz) zeichnet den Lebensplan von Melania wie folgt auf:
Reichen Mann finden, reichen Mann heiraten, Kind kriegen (zwecks Absicherung - möglichst einen Sohn) und dann den Rest des Lebens viel Geld haben für alles was man nur will.

Und jetzt hat ihr ihr Mann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie kann nicht entspannt Geld ausgeben (also schon, aber eben nicht mehr so einfach) und das Leben als schöne Milliardärsfrau genießen. Denn ab jetzt wird alles, was sie jetzt tut, genauestens beobachtet, kommentiert und analysiert werden. Alles was sie sagt, wird auf die Waagschale gelegt werden. (Das ist sie nicht gewohnt und sie ist darauf auch nicht vorbereitet.)
Die Zeiten in denen es gereicht hat als First Lady gut angezogen zu sein und sonst möglichst den Mund zu halten sind vorbei. Eine First Lady repräsentiert die Frauen Amerikas. Keine leichte Aufgabe.
Dazu kommt, dass Melanias Vorgängerin wohl die perfekte First Lady überhaupt war. Charmant, gebildet, mit Humor, selbstsicher und von ihrem Mann in einer Art und Weise respektiert, wie es wohl die gute Melania niemals erfahren hat.

Schockierend für jeden, der auch nur eine Stunde im Ellmayer (Tanzschule in Wien mit Schwerpunkt auf korrektem Verhalten in der Gesellschaft) verbracht hat; die Szene bei der Ankunft der Trumps zum Guten Morgen Tee am Inauguration Day.



Eine echte First Lady würde wohl heutzutage nicht alleine stehen gelassen werden, meinen viele.
All das hat der guten Melania medial und im Netz sehr viel Kritik entgegenschlagen lassen und die Wogen schlagen hoch ob des Bildes, das D.Tr. wohl so von Frauen lebt.

Aber es gibt auch andere Stimmen.
Genau diese Kritik löst wiederum Kritik aus. Ist es nicht unfair diese Frau so hart zu verurteilen? Wir wissen alle, wie einfach es ist im Internet über jemanden herzuziehen, der sich nicht wehren kann. (der Standard)Das verschluckte Lächeln bei der Angelobung sei aus dem Kontext herausgerissen und eigentlich gut verständlich - wenn man die Gesamtsituation beurteilt hätte. Diese ganzen "blinzle zweimal, wenn du Hilfe brauchst" - Kommentare seien ja einfach nur respektlos. (ze.tt - Zeit online Magazin)



Aber ganz so einfach ist die Sache wohl nicht.
Zunächst fällt auf, dass nur europäische Medien den Umgang mit Melania verurteilen. In den USA selber ist es jedem klar, dass die neue First Lady die erste Zeit unter der Lupe wohl weniger als Wellness Urlaub bezeichnen würde. Das galt auch für alle bisherigen Damen in dieser Position. Alle sind sie dann gerne wieder ausgezogen aus dem Weißen Haus.

Es bleibt abzuwarten ob sich Melania Trump dieser Rolle anpassen kann, ob sie sich "hineinemamzipiert". Es könnte sein. Leicht wird es nicht.


PS: Im übrigen hat D.Tr. die Rechte am Namen seiner Frau schützen lassen, damit in ihrem Geburtsort im Nirgendwo nicht jemand ohne sein okay Geld verdienen kann. (Quelle: Ö1 Radio)

Mittwoch, 25. Januar 2017

Bloggertreffen in Wien

Es ist jetzt schon ein paar Tage her, aber ich möchte es trotzdem noch kurz erwähnen. Es gab ein Bloggertreffen. In Wien. Geraldine hatte gerufen und eine gelungene Mischung an Bloggerinen aus Wien und Umgebung ;-) kamen.

Als sich die Damen der Reihe nach vorgestellt haben, fiel mir auf, dass eine Aussage sich regelmäßig wiederholte, nämlich die "um meinen Blog ist es zur Zeit sehr ruhig".

Und das will ich an dieser Stelle loswerden.
Das ist Schade!
Es ist Schade um jeden stillen Blog. Um jede, die nicht mehr recht weiß, wozu sie sich die Arbeit antun soll, wo man doch auf Instagram so schnell und scheinbar einfach Herzen jagen kann. Ich weiß es ist viel Arbeit. Die Fotos, das Bearbeiten und Texten. Ich weiß.

Aber ich will das mal und das muß einmal gesagt werden!

Es ist Schade um jede einzelne von euch!


Das Treffen war  im übrigen grandios. Ich bin felsenfest überzeugt, dass ich mindesten 4 Damen ins Koma geredet habe - mein üblicher Durchschnitt :-)


Montag, 23. Januar 2017

fair me - Die Anforderungen, die ein Kleidungsstück erfüllen muss und das Dilemma dabei

Ich habe meine Kasten geleert. Ziemlich geleert. Meine Wintergarderobe ist zart bestückt, um nicht zu sagen minimalistisch. Ich brauche an sich nicht viel. Aber so wenig brauche selbst ich nicht. ;-)

Aber wie füllt frau ihren Kasten richtig? Einfach so shoppen gehen, das hat sich ja in Jahrzehnten gezeigt, ist nicht der richtige Weg.
Nun, nach ein paar Monaten an wenig-kaufen bzw. genau das kaufen, was man braucht, haben sich 2 Dinge herauskristallisiert, auf die es wirklich zu achten gilt.

1.) Der Entstehungsweg

Möglichst wenig Gift in der Kleidung bei optimaler Bezahlung derer, die sie herstellen. So könnte man es grundsätzlich zusammenfassen. Weiters soll die Qualität stimmen und das Teil soll zu meiner Garderobe passen.

Wie sich gezeigt hat, kann ich so die Basics meiner Garderobe ganz gut abdecken. Schlichte weiße Shirts, Rollis, Jeans ... in dieser Ecke findet frau schnell und auch erschwinglich bio und fair.

Von den Schuhen bis zum Blazer fair und auch viel bio.

ABER
genauso wichtig und am Ende auch ressourcenschonend und umweltbewußt ist Punkt 2.

2.) Der Stil und die Liebe

Kleidungsstücke, die ich liebe, trage ich erbarmungslos bis sie um ein paar Tage Ruhe betteln. Tagaus, tagein! Und das hat für mich nichts mit Umwelt zu tun, sondern damit, dass ich gerne trage, was ich liebe.
Wenn ich ein Teil liebe, dann darf es beinahe soviel gekostet haben, wie es will. Denn alles wird günstig, wenn man es 100 mal getragen hat. Das ist auch eine Art Verantwortung zu "tragen". Es ist genaugenommen, das exakte Gegenteil von fast fashion.

Denn ein "billiges" Shirt um 4€, das ich 1x (in Worten EIN MAL) getragen habe, ist der Inbegriff von Verschwendung.
Man bedenke, dass in einem Baumwoll-Shirt - quer durch die Produktion - 2600 Liter Wasser stecken und jede ... seufz JEDE MENGE Arbeit.
Es ist also unabdinglich, dass, wasimmer man sich kauft, es ein LIEBLINGSTEIL ist und es dahingehend auch viel getragen wird und somit einen sinnvollen Verbrauch an Ressourcen darstellt.
(Brautkleider ausgenommen)

Und hier liegt ein großer Wurm begraben.
Also für mich.
Es tut mir leid und in der Seele weh, aber viel zu viele Dinge, die ich auf bio und fairen Shopseiten sehe, sind einfach nicht mein Stil. Ich meckere jetzt nicht viel herum, es sei nur soviel geschrieben:
Diese Dinge würden in meinem Kasten versauern. Einsam und verlassen. Und der einzige Grund dafür wäre, dass sie mir nicht gefallen.
Es wäre eine grausame, unökologische Ressourcenverschwenderei.

Weder fair noch bio, aber bis auf den Rock alles ziemlich alt. Zudem beliebt und vielgetragen.
Und den Rock - den trage ich in 10 Jahren auch noch
(falls ich nicht wie ein Hefeteig aufgehe in der Menopause ;-)

Also muss ich den anderen Weg gehen.
Wenn in mir der Wunsch nach einem bestimmten Teil keimt, dann ..

1.) .. mach' ich mal gar nichts und warte ab, ob der Wunsch wieder verschwindet. :-)
Überhastete Einkäufe und augenblickliche Wunschbefriedigung sind ja Teil des Konzept in unserer Gesellschaft. *machichnichtmehr

2.) Will ich das Stück nach 3 Wochen (Minimum!) immer noch, dann schau' ich ernsthaft nach, ob ich es denn überhaupt brauche!

An diesem Punkt sollte ich halt wissen wieviele Röcke, Hosen, Pullis etc. ich als benötigt für mich definiere. Da ist ja schließlich jede/r anders. Das setzt allerdings voraus, dass ich vorher darüber nachdenke! Was wiederum das genaue Gegenteil ist vom gültigen Einkaufskonzept der Handelsketten. *ichdenkeaberjetztnach

3.) dann schaue ich ob ich ob ich so ein Teil finde in bio und fair. Eines das mir gefällt.
*bioundfairfirst

4.) werde ich nicht fündig, überlege ich nochmal ob ich es brauche und will. Und wenn da ein JA rauskommt, dann ..
*2rundenachdenken

5.) .. halte ich die Augen offen, wenn ich an den Boutiquen vorbeigehe, die meist Dinge zeigen, die mir gefallen (die zahlen nämlich ihre Steuern!). Habe ich genug Zeit (HA! Der war gut!), dann gehe ich auch rein in die Läden und schau mich um.
*dassollteichdannschongenießen

6.) Ab und zu (gar nicht so häufig, muss ich ehrlich sagen) finde ich dann ein Teil, bei dem es funkt. Wir mögen einander. Es sitzt gut, schaut gut aus, die Qualität stimmt (Wichtig! Etwas muss ja auch mal 10 Jahre halten können!) und ich bin happy.

Dann
und nur dann
kaufe ich ein Kleidungsstück für mich.


mehr zum Thema: faire Kleidung

Freitag, 20. Januar 2017

Gelesen in der KW 3 - Transfer of the families

Heute geht Obama. Heute kommt Trump. Für die Belegschaft des weißen Hauses ist heute der Tag der Tage. Alle paar Jahre ist Moving Day. Einer zieht aus und ein anderer ein.
Und zwar innerhalb von 5 Stunden!

Umziehen ist ja per se schon mal nichts für schwache Gemüter, aber in 5 Stunden aus - und quasi auch gleich wieder einziehen, zeugt schon von beachtlicher Willenskraft. Und von Organisation.

Der "Transfer of the families", wie der Umzugstag genannt wird, läuft wie eine wohleinstudierte Ballettinszenierung ab. Alles muss genau geplant und ausgeführt werden.
Wenn man sich fragt, was da alles auszieht, dem kann ich soviel verraten: bis auf die Tapeten alles. Die Möbel, die Vorhänge ... alles.



Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man im weißen Haus, einige der Wände bewegen (wie in diesen Bürogebäuden) und so die Räumlichkeiten anpassen an die Bewohner, deren Anzahl ja durchaus wechseln kann.
Ist mal alles draußen wird geputzt bis auch eventuelle Tierallergiker vom Haustier des Vorbewohners nix mehr spüren. Weiters wird ausgebessert und repariert was das Zeug hält, Kabeln verlegt etc.

Und dann kommen die Innenraumdesigner des neuen Hausherren und in einem gefühlten Augenzwinkern wird alles neu eingerichtet, sodaß sich der Neue und seine Familie auch möglichst schnell wie zu Hause fühlen.


Es sei hier erwähnt, dass am Abend des Inauguration Day der neue Präsident und seine Familie fix und fertig eingezogen sind - Unterwäsche, Zahnbürste, alles. Die an sich verpflichtenden 3 Kartons, die 5 - 10 Jahre lang noch irgendwo rumstehen, die gibt es nicht.

Man stelle sich vor!

Ein schönes WE euch allen!




Mehr dazu:
Washington Post
gelesen noch in einem dt. Magazin (aber ich weiß nicht mehr welches)

Bildquelle: Getty images

Mittwoch, 18. Januar 2017

Mädchen Garderoben Basics

Während ich Schritt für Schritt meine eigene Garderobe erarbeite, erkaufe, durchdenke, muss ich für die kleine Miss die Garderobe selber nähen. Sie besteht auf hausgemachtem, auf Wunsch und mit persönlichem Touch.
Wie unschwer zu erkennen, ist Blau das neue Pink. Rollis das neue Cool. Und wenig sowieso das neue Viel.

Persönlich finde ich es gut, dass wir begonnen haben, nicht einfach wild in die Stoffe zu nähen, sondern, darauf zu achten, ob die Dinge zusammenpassen. Das kann sie ruhig schon mal lernen, wie ich meine!
Und wenn ich es mir so anschaue, hat sie das ganz gut hinbekommen. *stolzbin

Ich arbeite noch an 1 - 2 weiteren Shirts, aber grundsätzlich schließe ich mich dem Statement von Claudia am Bloggertreffen an: "für 1 Woche Urlaub muß genug Gewand da sein!".
Mehr braucht's nicht!



Nickijacke: 4,5h Arbeit, Materialkosten 50€  
Jeans: 3h Arbeit, Materialkosten 40 €
Adlershirt: 3h Arbeit, Materialkosten 28€
Rolli grau mit Glitzersternchen: 1 Stunde Arbeit, Materialkosten 14€
Rolli hellblau mit Schwalbenmotiv: 1 Stunde Arbeit, Materialkosten 17€

Materialkosten des gesamten Sets: 149€
Wert & Preis: unbezahlbar

Montag, 16. Januar 2017

Auf meine Nadeln - Jänner 2017

Zur Zeit stricke ich ja mehr als ich nähe. Es ist kalt. Da strickt frau eben. Und da ich diesen in-einem-Teil-gestrickten Dingern ausarbeitungtechnisch sehr viel abgewinnen kann, lasse ich nicht von ihnen. Obwohl ich noch nicht die perfekte Schnitt - Wolle - Kombi gefunden habe. Und so habe ich mich um eine neue Anleitung auszuprobieren zu einem farbenfrohen Experiment hinreißen lassen.
Also der Pink-Knäuel hat bei mir mittlerweile jedwede Existenzberechtigung verloren. Geht mir zu sehr ins lachsartige. Nicht meines.

Aber es strickt sich nett.
Der Weg ist das Ziel.

Strickanleitung: Almost there erhältlich bei ravelry
Wolle: Lana Grossa - Cinque Multi



Freitag, 13. Januar 2017

Gelesen in der KW 2 - die anderen News

Ich lese viel. Und gerne. Bücher gar nicht so sehr. Nicht mehr. Aber ich lese viele viele Zeitungen. Und das seit Jahren. Ich versuche so einen Blick auf Geschehnisse zu bekommen und zwar nach Möglichkeit aus mehreren Perspektiven. Ich lebe zwar mit Sicherheit genauso in einer Filterblase, aber in der einen oder anderen Kurve ebendieser, da bastele ich mir einen Wissenausbuchtung - ist das soweit verständlich?

Und so kommt es, dass ich euch ab jetzt jede Woche am Freitag etwas von dem, was ich so gelesen habe, weitergebe. Mal was Interessantes, mal etwas Nettes, mal was Informatives und natürlich auch mal was Witzges. Worüber ich halt gerade so gestolpert bin. Eine One-Hit- Pressespiegel quasi. ;-)

Diese Woche beginne ich mit einem Artikel aus der Washington Post/BBC/Der Spiegel.
Es geht darum, dass vermutlich in den nächsten Monaten ein gewaltiges Stück Eis in der Antarktis abbrechen wird (von einem Eisschelf, das Larsen C heißt). Einer der Antarktisgletscher wird also kalben. Das Stück, das abbrechen wird ist in etwa so groß wie das Land Salzburg. Und es ist das dritte - und größte - Stück in den letzten Jahren.

Es sind, so die Wissenschafter, immer schon große Stücke abgebrochen. Und auch schon größere. Aber diesmal sind die knappen Zeitabschnitte zwischen den Ereignissen, das was sie beunruhigt.

Das Stück, das abbrechen wird, wird  keinerlei Auswirkungen haben auf den Meeresspiegel auf dem Planeten, da es bereits im Wasser schwimmt.
Was den Wissenschaftern Sorge bereitet ist vielmehr die Stabilität des zurückbleibenden Resteises und die Tatsache, dass durch das häufige Abbrechen großer Stücke der eigentliche Gletscher - der auf Land liegt - schneller zu fließen beginnt. Schlicht, weil er nicht mehr gigantische Mengen an Eis vor sich herzuschieben braucht (Salzburg - ich erinnere).
Und dieses Eis liegt noch nicht im Wasser!
Sollte ihr also in den nächsten Monaten irgendwo lesen "Rieseneisberg abgebrochen", dann wisst ihr das schon lange!



Habt ein schönes WE!




Kurze räusper* Info: die Antarktis ist im Süden. Ich habe nochmal nachgeschaut ;-)

Sehr interessante Artikel:
Washington Post
Der Spiegel

Mittwoch, 11. Januar 2017

Netflix - getestet

Ich hatte ja erwähnt, dass ich überlege den Probemonat von Netflix in Anspruch zu nehmen. Auch um die neuen Folgen der Gilmore Girls zu schauen.
Das habe ich getan. Getestet und viel geschaut. Und auch wieder abbestellt.

Schlechtes Fotolicht im Heimkino - mit Sesseln aus dem Lieblingskino!

Also.
Wie war das jetzt? Netflix.
Nun ganz ehrlich - es war einfach. Easy, geradlinig. Anmelden, Serie oder Film anklicken und schon sitzt man ewig vor dem Bildschirm :-)
Die Gilmore Girls waren jeweils 90 Minuten lang und wenn eine Folge endet, startet automatisch die nächste, wenn man nicht schnell genug auf Stop drückt.

Ich bin keine Binge Watcherin (übersetzt soviel wie Komaschauen), aber ich habe mir in meinem Probemonat schon mal 3 Stunden "The Crown" gegeben.
Da ich getestet habe, habe ich viele Serien, die mich einigermaßen interessiert haben mal angeteasert. Hineingeschaut. 1-2 Testfolgen quasi. Manchmal auch mehr. Richtig gefangen hat mich nur "The Crown".


Den Rest habe ich wieder fallen gelassen ("Orange is the new black", "Call the Midwife" und "Designated Survivor" und noch irgendwas, da hab' ich mir nichtmal den Namen gemerkt.)
Die Kids haben das gesamte "Drachenzähmen" - Angebot inhaliert.

Und das war's dann auch schon. Wir haben in einem Monat (kaltes Wetter, viel zuHause-Zeit) den Probemonat eifrig genutzt und uns dann völlig entspannt wieder abgemeldet.
Fairerweise muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass das abstellen des Abos supereasy war.

Da Netflix sein Angebot ständig erweitert und neue Produktionen dazukommen, kann es schon sein, dass wir uns irgendwann wieder einloggen, diesmal 10 Euro zahlen (das sind ja nichtmal 2 Kinokarten) und dann einen Monat lang "nachschauen", was uns so interessiert.
Als Dauerabo fanden wir es nicht vielfältig genug.

Die Gilmore Girls per se waren bis auf die letzten 10 Minuten nicht sehenswert. Aber die letzten 10 dafür umso mehr. Und der Song, den es in ebendiesen letzten Minuten spielt (Anmerkung: die Gilmores hatten immer gute Musik!), der rennt hier seit Wochen immer wieder in Dauerschleife!

Sam Phillips - Reflecting Lights



Und weil ich meine Kinosessel - siehe Bild oben - so mag,
weil ich es wirklich sehr liebe, dieses unser Mini-Kino,
deswegen verlinke ich mich heute das erste mal bei
Frollein Pfau und ihrem Mittwochs mag ich.

Montag, 9. Januar 2017

Vienna my Love - im Schnee

Die Wiener Innenstadt ist ja ein Schmuckdoserl. Voller alter, kitschiger Perlenketten und alten leicht angegrauten bunten Edelstein-Diademen.
Und dieserlei kommt am besten zur Geltung an alten vollbusigen Damen und...

.. im Schnee!
Ein krasser Vergleich, aber ich steh' dazu.
Heute war es kalt und verzaubert, mein Wien. Es war voller Leute, die mit dicken Handschuhen, Mützen und schneetauglichem Schuhwerk unterwegs waren.
Fotos habe ich nicht viele gemacht - die Finger simma "ei-gfruan" (eingefroren).
Aber ein bissi was von der alten Dame kann ich euch trotzdem kurz zeigen!



Ich hoffe ihr hattet erholsame und ruhige Weihnachtsferien.
Jetzt geht die Action ja wieder los!


Mittwoch, 4. Januar 2017

Vom Richtig und Falsch oder die Philosophie, die in einer Jeans stecken kann!

Ich jammere hier doch stets glücklich vor mich hin und beschwere mich beseelt darüber, dass meine Tochter nur die Hosen trägt, die ich ihr nähe.
Ich erzähle von den zeittechnisch knappen Waschnächten und von dem Horror, wenn die Löcher kommen und die Zeit reift für eine neue Hose. (Anmerkung: ich nähe gerne, aber unter Druck .. pffffff! Da geht die Luft ganz schnell aus bei mir ;-)

Aber heute geht es um ganz was anderes:
Es geht um Bedienungsanleitungen.
Jeder kennt das. Man kauft einen neuen Mixer und da ist dann prompt das obligate Heftchen dabei, in dem einem erklärt wird, dass der EINE Schalter, der da ist, zum Ein - und Ausschalten dient und die beiden schneebesenartigen Staberln vorne in die zwei Löcher des Mixers gesteckt werden müssen.
Und das in sagenhaften 12 Sprachen.


Ich lese so etwas nie. Und ich bin stolz darauf meinen Fernseher alleine einschalten zu können.
Punkt.

Ich werfe leiderleider auch nicht wirklich viele Blicke in Nähanleitungen. Ich wäre demnach völlig ungeeignet als Probenäherin ;-). Ich nähe wie es mir gefällt. (frei nach Pipi) Mittlerweile habe ich ja auch schon jahrelange Erfahrung, sodaß ich kaum erwähnenswert Fehler mache. Und das obligate Auftrennen, zudem man sich als Nähperson ja ohnehin verpflichtet, das zählt nicht. Verkehrt herum annähen oder so, fällt unter "Klassiker".

Aber dass ich seit nunmehr gut zwei Jahren die Hosen meiner Tochter substantiell nicht ganz richtig genäht habe, das hat mich dann doch ein wenig überrascht. Also war ich ganz stolz, als ich diesmal die Hose nachweislich korrekt genäht zur Anprobe überreichte.

Und?
Was soll ich sagen: ich habe aufgetrennt und die Hose wieder falsch zurechtgenäht.
Ging nämlich gar nicht! War schlicht nicht richtig das Richtig. Es war falsch. Der Tochter Miene sprach da Bände. Vorwurfsvoll!

Diese Shorty habe ich genäht im August 2015 - seither habe ich offensichtlich regelmäßig den Bund zweimal zugeschnitten. (das mag daran liegen, dass ich bis heute an dieser Stelle mit 2 Stoffen gearbeitet habe - siehe Bild)

Und was sagt uns das?
Richtig und falsch sind relativ. Es liegt eben alles im Auge des Betrachters bzw. an der Hüfte der Trägerin ;-)

Ich schmunzele zufrieden in mich und zwinkere dem Universum zu
;-)



Schnittmuster: Canelita erhältlich bei Farbenmix (allerdings hier falsch genäht :-)
Stoff: BioJeans mit niedrigem Elasthan-Anteil von biostoffe.at




Arbeitszeit: ca. 3 h  
Materialkosten: ca.  40 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 3








Montag, 2. Januar 2017

5 Things to do - Jänner

Es hat mir seinerzeit gutgetan mir vorab ein paar kleine, persönliche Ziele jeden Monat aufs neue zu setzen.
Also mach' ich das wieder.
5 kleine Feinigkeiten für mich. Must-do's und Fun-stuff. wasauchimmer.

1. Meditieren

Ich habe mir mal eine Stunde bei einer Meditations-Tante/Trainerin? geleistet und bin mit dem Auftrag rausgegangen: diese Anfängerübung möglichst häufig (am besten jeden Tag - HA! Welch Illusion) fünf Minuten zu machen.
Meine Aufgabe im Jänner: 2x die Woche. Das wäre fein! Das sollte hinhauen. Mehr geht natürlich auch.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meditierten Tage deutlich bessere Tage sind. Womöglich kann ich diese Erfahrung wiederholen. bingespannt :-)

2. Hüpfen

Ich habe mir letztes Jahr zwei Filme über Boxer angeschaut und mir im Anschluß eine Sprungschnur gekauft. So platt und geradlinig das klingt, ich bin eigentlich immer gerne gehüpft in meinem Leben. Wir haben ein Trampolin daheim. Das sagt doch auch was. Irgendwo fange ich jetzt also im Jänner zu hüpfen an. Entweder Trampolin oder mit Schnur. Hüpfen werde ich. Is fix!

3. Museum

Ich brauche dringend Kunst um mich. Für mich. Das Leopoldmuseum im Museumsquartier macht den Anfang. Die Ausstellung "Zauber der Landschaft", die will ich sehen. Womöglich mit meiner Tochter. Die ist auch eine Künstlerseele.


4. Tagesrythmus

In den Ferien kommt mein/unser Wach/Schlafryhthmus immer gewaltig unter die Räder. Das ist auch voll okay so. Nur leider zieht sich das bei mir immer stets tief in den Jänner. Das will ich diesmal nicht. Ergo nach den Ferien, gibt es wohl ein paar Tage, an denen ich mich mit Zahnstochern und Koffein durch den Tag schleppe.
So wie alle anderen auch!


5. Mehr Zeit zum Nachdenken

Mir scheint ich bin im Vergleich zu vielen seeehr laaaaangsam. Jeder der mich ansmst, kennt das. Ich brauche meine Zeit. Das rührt daher, dass ich gelernt habe in meiner Gegenwart zu bleiben. Ich lasse mich nicht mehr so leicht rausreißen aus meinem Fluß. Weder mein Handy, eine Nachricht aus dem Radio noch eine Kinderanfrage ;-) können mich im Normalfall aus meinem Sein reißen. Es hat lange gebraucht, bis ich das draufhatte.
Trotzdem fehlt mir Zeit.
Und zwar zum Nachdenken. Das Leben mit meiner Familie, oder sollte ich schreiben in einer Familie
ist voll. Dicht. Gefüllt.
Öffnet sich ein Ruhefenster, tue ich meist genau dieses - ausruhen. Machnmal strickend, manchmal im Netz und manchmal mit geschlossenen Augen. Aber die Geschehnisse in der Welt und um uns alle herum verlangen danach sich ein paar Gedanken zu machen.
Ich bin da ganz bei Michelle Obama, die da sagt, dass wir ja unseren Kinder vorleben müssen, wie man in einer Situation richtig reagiert. Soll heißen in meinem Fall, wie gehe ich mit diesem schnellgetaktetem Leben um, wie mit den täglichen Horrorschlagzeilen, die am Ende leider gar nicht unbedingt den Zweck erfüllen uns zu informieren sondern sehr häufig einfach nur Geldmache bedeuten. Klicks hier, Zuschauer da, "Aufmerksamkeit" - das ist was sie wollen. Alle! Meine Aufmerksamkeit, meine Gegenwart.

 
Wie lebe ich vor damit umzugehen?

Ich bin eine Mutter. Und meine Kinder sind groß genug um zu verstehen, was da geschieht. Und meine Reaktion ist für sie essentiell. Es ist ihr Leben, das jetzt allmählich Form annimmt. Der Terror wird nicht so schnell verschwinden und der Hass im Netz auch nicht.
Ich weiß in etwa, was ich von mir erwarte. Aber ich möchte wirklich mal gründlich darüber nachdenken.

Das müsste doch zu machen sein!

Hier noch kurz eine der vielen fantastischen Reden, die Michelle gehalten hat. KLICK  
Falls ihr noch etwas Inspiration benötigt.
 
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