Dienstag, 13. Dezember 2016

Bubenjacke - schlicht, unauffällig und kuschelig

Das Nähleben für mich in Bezug auf meinen Sohn ist etwas einfacher, als das mit meiner Tochter. Sohnemann trägt auch mal Gekauftes (wobei es ihm nicht wurscht ist, wer es im fairen Sinn der Sache genäht hat!).
Aber Jacken bzw. Westen, no, kauft auch er nicht. Die gehen nur mamimade. Und da das letzte Exemplar mittlerweile getrost in Pension gehen darf (natürlich erst nachdem ich es ihm vom Leib gerissen und gut versteckt habe ;-), war da jetzt Bedarf an einer neuen Jacke.

Weich bitte. Mit Kuschelkapuze. Und Sternen. Und blau.
Dieserlei Nähwerke - also so ganz mit nix an SchnickSchnack - gehen mir natürlich nicht so gut runter, wie eben mit einem Hauch mehr Tralalla. Aber ich habe fake-Kontrast-gecovert und die Kapuzennaht in rotem Jersey versteckt, was mich ungemein beruhigt ;-)

Und JA das Teil hat keine Aufhängeschlaufe, weil mein Sohn den Nutzen eines solchen Extras schlicht VERWEIGERT! Deswegen habe ich es diesmal einfach WEGGELASSEN! (Seid versichert, ich habe deswegen mindestens ein Streßwimmerl ;-)

Mehr war einfach nicht drin!


Arbeitszeit: ca. 3,5 h 
Materialkosten: ca.  42 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2




Für alle jene, die noch einen Rückblick auf das eigene Schaffen
im vergangenen Jahr wagen wollen:





Montag, 12. Dezember 2016

Meistgetragen & selbstgemacht 2016

Nun habe ich überlegt ob ich ein Best of 2016 meiner genähten Werke machen sollte, machen möchte. Und wie ich da so überlegt habe, kam mir der Gedanke, dass es doch viel interessanter wäre, welche der genähten Sachen denn so richtig die Dauerbrenner geworden sind in diesem sich dem Ende neigenden Jahr.
Was von all dem genähten Zeugs auf all diesen Blöggen, Blogs, Bloggi (schreibe niemals zu spät an einem Blogpost. Das schadet der Grammatik.), also was von all dem, das man so unterm Jahr unter die Nase gebloggt bekommt, ist denn jetzt auch wirklich viel ans Tageslicht gekommen?


Hier also meine Frage an euch:
Welche drei Stücke von denen, die ihr dieses Jahr genäht und gebloggt habt, sind denn nun die Renner 2016 geworden?
Let us know!

Eine Low-Work-Post in dieser besinnlichen Streß-Familien-Ruhe-Zeit (Schenkel-Klopf! Ehrlich, du darfst nach 23:45 Uhr nicht mehr an den Computer, was denken sich die Leute? Sarkasmus kannst du doch besser!), denn die Fotos habt ihr ja schon. Einfach posten und verlinken. 

Ich fand persönlich das Erstellen meiner Top 3 durchaus augenöffnend (Nein, Süße, du pennst doch schon tief und fest. Deine Augen sind zu! Du glaubst doch nur, dass sie offen sind). Eine Einsicht in meine Näherei und was denn nun die wirklich wichtigen Teile sind!

Platz 3: das Wolfshirt

Es scheint per se ja gar nicht so auffällig, aber ich versichere euch, dass solange LA-Shirt-Saison war, hat dieses Teil keine 24 Stunden im Kasten verbracht. Anziehen, anziehen, Wäsche, trocknen und wieder von vorne.
Genauso eines will sie wieder haben!

Platz 2: mein Boho-Rock

So einen Rock wollte ich schon länger haben. Nähen wollte ich ihn mir eigentlich nicht. Und dann ergab eben eines (Schneidereimarkt) das andere (Ines von Karlotta-Pink) und ich bin den halben Sommer damit herumgelaufen.
In einem selbstgenähten Rock!
Ich!
Was das bedeutet, also für mich, kann ich kaum sagen. Ich sollte mal darüber nachdenken. Am besten, wenn ich wach bin. Und keinen Hunger habe. Und Zeit. Und Ruhe.
Ach, ich hab's nicht leicht mit mir.
Auf jeden Fall ist es irgendwie cool. Die Sache mit dem Rock.
Glaub ich.
Fast.


Platz 1: Jeans - what else

Es kommt mir ja kaum über die Lippen, aber, wenn es um Hosen geht, hat mich meine Tochter im Schwitzkasten, Geiselhaft. Naja, die Lage ist nicht unbedingt angenehm!
Sie trägt schlicht und ergreifend immer nur die eine Jeans, die ich ihr genäht habe. Nur. Punkt.
Ich habe Hosen gekauft.
Zur Kastendeko quasi.
Es macht mich ja auch Stolz und ich schreibe das hier auch happy (und mit ein dreiviertel schlafenden Augen), aber wenn diese eine Hose dann irgendwann beginnt das Zeitliche zu segnen, ins Gras zu beißen (hihi .. Jeans ..hihi), den Löffel abzugeben, dann steigt das Gewicht der imaginäre Nähgarnrolle, die in meinem Nacken sitzt gewaltig an.
Sie wird zu einer dieser großen Kabelrollen, die man manchmal sieht, wenn Straßen aufgerissen werden und sie sagt sowas wie "Du solltest dringend Bio-Jeans-Stoff bestellen" und "Hast du noch dunkelblauen Klettverschluß?".

Aber, es ist und bleibt unbestritten, dass meine selbstgenähten Jeans - und so auch dieses Jahr - die absoluten Renner sind. Nichts, das ich nähe, ist so dauerhaft im Einsatz. Wird so ausnahmslos geliebt und darf auf keinen Fall ersetzt werden. Da gibt es keine Diskussion. The Jeans is the Queen. Getragen von meiner Prinzessin!

Ich nähe demnächst 2 Stück. Versprochen ;-)


So, jetzt schlaf' ich mich mal aus (HA! Der war gut!)
Und hoffe, dass ihr die Ruhe und die Zeit habt kurz zu reflektieren und dann einen Post zu basteln um mir/uns allen zu zeigen, was bei euch die Top 3 2016 waren/sind.
Ich würd' mich freuen!
Quasi als Inspiration für 2017!
(pfoah, das tippt sich komisch 2017, 2017.. nö geht noch nicht)



Freitag, 9. Dezember 2016

Der wertvolle Adventkalender


Lange schon bin ich auf der Suche nach einem Adventkalender, der das Prädikat wertvoll verdient.
Letztes Jahr habe ich Legosets (für sie ein Haus, für ihn ein Technik Auto) in 24 Sackerln zerlegt und morgens beim Frühstück dann Kinder sitzen gehabt, die ihre täglichen 12 Bausteine gesteckt haben. Mit Begeisterung!
Ich wollte das wieder machen, aber dieses Jahr habe ich nichts gefunden unter den Lego-Sets, das mir zugesagt hätte.

Also habe ich den November hindurch abgewartet, auf die alles erlösende Idee.  Gut Ding braucht Weile. Und die letzte Minute. So eben auch dieses mal. Im letzten Moment dann eine zunächst schäbig einfache Lösung. Aber mittlerweile hat sich herausgestellt: es hätte besser kaum kommen können!

Wir schenken Zeit,
Alltagserleichterungen im stressigen Advent
und Herzenskleinigkeiten!

Per Gutschein!


Ganz simpel. Im Marmeladeglas. Punkt.
Was für Gutscheine?

1.) Lieblingsessen auf Bestellung:

Meine Kids haben da ihre 2-3 Klassiker, die mir zwar schon bei den Ohren rauskommen, ihnen aber offensichtlich nicht. Mit dem Hinweis, dass ich zur Not noch einkaufen gehen können muss, grinst hier mein Nachwuchs bei Gutschein-Öffnung von einem Ohr zum anderen! Sabbernd.

2.) Etwas NICHT tun müssen:

Nicht Tisch decken müssen, Nicht den Mist raustragen ... dieserlei Gutscheine werden mit einem lauten "YEAH!" begrüßt. :-)

3.) Quality - Time:

Mein Mann und ich haben uns überlegt, was die Kids am liebsten unternehmen oder spielen. Daraus haben wir dann Gutscheine gemacht." 1x Eislaufen" zum Beispiel wurde bereits stürmisch begrüßt. Und "Mama spielt eine Runde UNO" (Anmerkung: ich spiele nie!) war sowieso das coolste überhaupt! Seufz! ;-)

4.) Und ein bissi verwöhnen:

"Nachspeise, auch wenn der Hauptgang nicht ordentlich gegessen wurde!", "1 Folge Drachenzähmen extra - egal welche Uhrzeit!" und "30 Minuten extra Zeit am Computer!". Dieserlei "Süßigkeiten" dürfen nicht fehlen und komplettieren den Adventkalender.

Dazu eine kleine Pinnwand um sich all die wunderbaren Dinge auch noch so richtig vor Augen zu führen. Und man beim Einlösen noch gustieren kann.

Das Einlösen:

Eingelöst wird per Zettelübergabe an einen Elternteil (Nur zur Sicherheit. Sonst werden hier plötzlich nur mehr Palatschinken gegessen. Es sind ja am Ende 48 Gutscheine für uns Eltern bei 2 Kindern. Da ist ein gewisser Überblick gefragt. ;-)
Und die Gutscheine gelten bis Ende der Weihnachtsferien.

Das hat den Sinn meinen sich alles aufsparenden Sohn dazu zu animieren, diese Geschenke an ihn auch tatsächlich zu konsumieren. Zu genießen.
Auch Genuß muss man üben!

Also falls ihr für nächstes Jahr eine harmlose, nette und wertvolle Idee braucht.
Bitteschön!


PS: die Kids planen mittlerweile gemeinsame GutscheintotalTage!
Kinder-ideal-Traumtage werden das!
:-)

Montag, 5. Dezember 2016

Die 6 Dinge, die sich in unserem Leben verändert haben seit wir Katzen haben

Es sind nun etwas über drei Monate. Seither wird hier bei uns miaut. Es kam überraschend schnell. Der Entschluß. Das Suchen. Und das Finden. Und nun leben wir in unser Wiener Wohnung zu sechst. Fußabdrucktechnisch haben wir uns sogar verdoppelt (Schmunzel).

Mein Mann und auch ich, wir hatten zuvor nie eine Katze oder einen Hund. Es war Neuland für uns. Wir hatten viele Bedenken. Für mich ging es viel um Platz und um Gerüche. Für ihn um zusätzliche Arbeit.
Nun, 3 Monate mit James und Vito haben wir jetzt intus. Was hat sich verändert?

1. Die Kinder streiten weniger!

Kein Scherz. Sie sind ruhiger. Sie kommen von der Schule heim und kriechen erstmal eine Weile am Boden rum. Sie tragen die Katzen von A nach B und wieder zurück. Sie füttern, sie streicheln, reden und spielen mit ihnen.
Bei genauerer Betrachtung tun wir das alle. Auch mein Mann und ich.
Das nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass offensichtlich das Streiten zu kurz kommt. ;-)


2. Es ist im Kinderzimmer deutlich mehr aufgeräumt. 

Überraschung! Es liegt kein Lego mehr rum. Es wird durchaus immer noch Lego gespielt, aber es wird am Ende weggeräumt. Das ist neu!
Der Rest liegt immer noch rum. Also Katzen sind kein Wundermittel, aber der Unterschied ist beträchtlich.

3. Es wir mehr gespielt und gelacht.

Die beiden Kater sind ausnehmend unterhaltsam. Wenn sie herumtoben hat das signifikante Ähnlichkeiten mit einem Tom und Jerry Filmchen. Sie rennen auf der Stelle, knallen gegen alles, dem sie in der Hitze des Gefechtes nicht mehr ausweichen können (Und bleiben davon völlig unberührt. Das muss man erst mal kapieren. Katzen zerbrechen nicht an Türen, Tischbeinen oder so. Nö. Superstabil die Dinger!) und finden scheinbar Belangloses faszinierend. Ihre Neugier scheint grenzenlos. Was für mich Dinge wie  Boden aufwischen eigenartig unterhaltsam macht.

Es wird also gelacht. Manchmal laut und schallend, manchmal mehr kichernd und leiser. Dazu kommt, dass - also zumindest der Rest der Familie ICH NICHT - gespielt wird. Also mit den Katzen. Meine Familie riskiert zerkratzte Hände und Füße, läuft lockend durch die Wohnung und hat offensichtlich enormen Spaß dabei. Was, ich gebe es offen zu, mir Spaß bereitet. Die machen sich hier alle total liebevoll zum Dodl. Herrlich!


4. Irgendwie ist mehr Liebe in der Luft.

Okay, wie erklär' ich das jetzt? Wir sind eine herzliche Familie. Hier wurde immer gekuschelt und gebusselt. Dazu kam eben jetzt das Kuscheln mit den Katzen. Ich muss zugeben, dass man ihnen nicht wirklich widerstehen kann, wenn sie da so liegen ... und einfach nur süß sind (Quietsch!) Dann strecken sie sich auch noch und schauen einen so an!

Jeder in der Familie kuschelt mit den Katzen und die Katzen mit jedem in der Familie. Und wenn gerade nicht gekuschelt wird, dann liegt es in der Luft!
Anders kann ich es nicht sagen. Aber es ist nett!

5. Das Badezimmer mieft jetzt manchmal.

Das Katzenklo steht im Bad. Und manchmal, ja, da stinkt's dann im Bad. Wir haben eine Lüftung und einen Spray und kommen damit klar. Als Unterschied ist es aber erwähnenswert. Weil das früher natürlich nicht so war.

6. Man ist nie alleine.

Sind die Kinder aus dem Haus, der Haushalt - vorläufig - erledigt und ich setze mich mal gemütlich hin. Dann kommt kurz danach ein Kater, legt sich neben oder auf mich, schnurrt leise und pennt dann weg.
Das macht das Abschalten für mich enorm viel leichter. Es ist wie Entspannung mit professioneller Unterstützung. Relaxen mithilfe eines Entspannprofis quasi.
Sehr hilfreich!


Sollte unter euch jemand mal darüber nachdenken sich ein Haustier anzuschaffen, dann möge dieser Blogpost als Feldbeobachtung dienen.
Ich hätte mancherlei Info vorab gut gebrauchen können!
Das Nachdenken wäre nicht so zehrend gewesen.
;-)

 
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