Mittwoch, 29. Juni 2016

Star Trek Shirt

Star Trek geht immer. Also sobald das Kind mal weiß, was/wer Star Trek ist. Und wir hatten neuerlich "First Contact". :-)
Daher super simpel mit Enterprise drauf!


Ich finde das gut!
Ja, denn meine Kinder sollten Spock und Kirk kennen.
Das gehört für mich zu einer universellen Bildung.
Live long and prosper!




Arbeitszeit: ca. 2 h
Materialkosten: ca.  25 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5


Wir wissen von allem dem Preis,
aber von nichts mehr den Wert!


Montag, 27. Juni 2016

Wie mich mein leerer Kleiderkasten glücklich macht

Ich hatte ausgemistet. (nachzulesen hier) In großem Stil. Ich hatte mich verabschiedet von Kleidern, die ich früher mal sehr mochte. Ich hatte mich verabschiedet von all den Leiberln, Mänteln und all dem Zeugs, das meinen Kasten besetzt hatte und das irgendwie alles so kompliziert machte. Das ist 15 Wochen her. Fast 4 Monate.
Was ist passiert?


1. Das Glück

Nach kurzer Zeit (etwa einer Woche) bemerkte ich, völlig unerwartet, dass ich happy war. Happy mit meiner Kleidung, mit dem was ich täglich anhatte.
Ich fühlte mich wohler, weiblicher, cooler. Einfach so! Ich hatte nichts Neues dazugekauft.
Da ich ja nur aufgehoben hatte, was ich liebe (nicht, was ich vielleicht noch brauchen würde oder was teuer war oder gar ein Geschenk  huahahaha), hatte ich - logisch - auf einmal nur mehr meine Lieblingssachen an.
Geil!

2. Der Look

Ich fand und finde es bis heute, dass ich schlagartig jeden Tag gut angezogen bin. J.E.D.E.N Tag. Und ja, das gilt natürlich für meine Maßstäbe. Was Anna Wintour von meiner Art mich zu kleiden hält, ist hier nicht von Interesse :-)

Neulich am Morgen. Alarm. Der kleine Mister hatte vergessen mir von seinem Ausflug zu erzählen und nun hatten wir nicht vorbereitet, was vorzubereiten gewesen wäre.
Also Zeit geschaffen, indem ich ihn, nach den Not-to-dos zur Schule gefahren habe. Ich war noch im Pygiama als mir eröffnet wurde wiewaswoKatastrophe.
Also ging ich zu meinem Schrank, nahm mir schnell was raus.
So sah ich dann aus.
Das wäre früher undenkbar gewesen.

3. Die Ordnung

Es war plötzlich immer aufgeräumt. BEI MIR! Ich bin eine Auszieh-Fallenlasserin. Immer gewesen. Aber es ist tatsächlich wohl ein wenig so, dass ich kein Aufräum-Gefühl mehr habe.
Da ich ja nach dem Ausmisten allen Teilen beim Wiedereinräumen einen Platz im Kasten zugewiesen hatte,  räume ich die Sachen eben nicht mehr weg, sondern nur an ihren Platz. Jedes Fetzchen hat ein zu Hause. Ich muss nix irgendwo reinstopfen oder dazuquetschen. Easy!
Das ist eine ganz andere Wahrnehmung, lang nicht so pflichtbelegt, viel mehr ein Lieblingsteilchen-an-sein-Plätzelchen-bringen-Spiel.

Oh mein Gott - ich habe sogar ein bißchen Spaß dabei!

4. Die Vorlieben

Durch die überschaubare Menge und den doch einigermaßen erkennbaren Stil, wird mir und wurde mir deutlich klarer, was ich denn eigentlich so mag.
Endlich!

Meine Hosenlade  :-)

5. Die Frage

Ich fühle mich ja plötzlich wohl in meiner Kleidung. Warum ist das auf einmal so? Hm? Wieso?
Nun, weil sie mir entspricht. Ich fühle mich wohl darin, weil sie mich darstellt. Meine Persönlichkeit. So auf "das kleine ich bin ich". Verständlich?

Es dauerte nicht lange und mir wurde klar, dass ich über meine Kleidung sehen kann, wer ich bin. Ich fühle mich wohl, entspannt, weil ich es bin. Und wenn ich mich dann in den Spiegel schaue, dann ist es das erste mal seit langer Zeit, dass ich mich sehe .. mich .. nicht die Mutter, die Frau und in welches Klischee ich halt noch so reingestopft werde .. mich. Mein Marketing-bereinigter Kasten zeigt mir mein Inneres.

Hätt' ich nicht gedacht!
(mehr dazu hier nachzulesen)

6. Der Bedarf

Zu guter Letzt kann ich jetzt nach fast 4 Monaten auch erkenne, was für Kleidungsstücke in meinem Kasten fehlen. Und ich kann auch ganz klar erkennen, wie ich gerne hätte, dass sie denn aussehen. Damit hat die ganze Marketingerei bei mir deutlich weniger mitzureden. Das mag ich!

Meine Shirtlade - bis letzte Woche hatte ich 2 (zwei) Kurzarm-Shirts 
und kam super damit aus! Und zwar nicht weil das Wetter mäßig war! (die ausge-x-ten Teile werden gehen)

An dieser Stelle möchte ich folgendes sagen:
Nicht jede Frau kommt damit klar ihre Hosen und Shirts so stark zu reduzieren, wie ich das hier getan habe. Ich hatte nie die Mengen an Kleidung, die viele bei sich so haben. Ich will euch hier auch gar nicht sagen, dass ihr das genauso machen müsst. Was ich euch sagen und zeigen wollte war, dass frau wirklich nicht viel braucht. Ich hätte es selber nicht geglaubt.

Ich bin von Mode nicht besessen, war mir nie so richtig wichtig. Aber an dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich zur Zeit erlebe, welch seelenbestärkende, Ruhe bringende Wirkung es auf mich hat, wenn ich mich jeden Tag wohl fühle in dem, was ich trage.
Das kannte ich vorher so nicht.

Es ist ein Nachdenken wert. Ein klarer Umgang mit dem eigenen Kleiderkasteninhalt und die überraschend positive seelische Wirkung, die das haben kann. 
Ich empfehle es!



Faire Kleidung für
eine gesunde Seele!




Freitag, 24. Juni 2016

Etwas Nettes für Wochenende 22 / 16

Wir wissen es doch alle, Kinder lieben sie. Sie liiiieben sie.
Die Müllmänner.




Wie oft bin ich dort gestanden und habe zugesehen... irgendwie vermisse ich das sogar ein wenig! Habt ein sauberes WE!

Mittwoch, 22. Juni 2016

Meine Deine Unsere - unser Planet gehört niemandem

Pflichtfan, der ich hauptberuflich ja bin, war ich gestern auf dem Sommerkonzert meines Sohnes - also seiner Klasse.
Und NATÜRLICH hatte ich Tränen in den Augen. Diesmal aber nicht nur weil man Sohn mit voller Inbrunst und hingebungsvoller Miene auf der Bühne sein Bestes gab, nein, es berührte mich was sie da sangen.

Gegeben wurde der Earth Song von Michael Jackson. Der Text in Deutsch, variiert, inhaltlich aber sehr passend. Ein Aufruf der Kinder an uns Erwachsene ihnen die Erde in einem Zustand zu übergeben, in dem sie sie auch noch genießen können.

Ich liebe diesen Planeten und ich bin ein Teil von ihm. Es ist auch MEINE Erde. MEIN Planet. Ich meine wir sollten gut drauf  aufpassen. Und ich weiß, dass wir darin völlig versagen. Deswegen bring ich das hier. Zum Nachdenken.

Und dann bin ich - ist schon ein Weilchen her - über diese Serie gestoßen. Bekannte Schauspieler sprechen Texte über wunderbaren Bildern. Kunst für die Natur.
Wenn ich mir diese kurzen Videos anschaue, dann bringt das schon etwas zum Klingen in mir.

Ab und zu muss man sich Zeit dafür nehmen! Nehmt sie euch. Jetzt!






Weitere Videos findet ihr hier bei Conservation.
Das lag mir am Herzen!
Das musste mal raus!
Danke!





Hier noch der Text der Liedes, das die Kinder gesungen haben:

Wieviele Blumen blühen nicht mehr?
Wieviele Bäume frisst der saure Regen leer?
Wieviele Tiere sind in Gefahr?
Wo ist die Arche, die beschützt das letzte Paar?

Und wieviele Menschen schwören es ist lang noch nicht soweit?
Dabei kann doch jeder hören
wie die Erde weint und schreit!
Aaaah

Wieviele Flüsse schäumen voll Gift?
Habt ihr vergessen, dass es eure Kinder trifft?
Tödliche Strahlen, die wir nicht spüren.
Wer sind die Sieger, wenn wir unsre Welt verlieren?
Was wir heut und hier zerstören,
ja das tut uns morgen leid.
Dabei kann doch jeder hören
wie die Erde weint und schreit 
Aaaah

Wo sind die Fische hin?
Was ist mit uns?
Wo der Reichtum im Meer?
Was ist mit uns?
Weinen Wale wegen uns?
Was ist mit uns?
Fischen wir alles leer?

Hunger nach Gerechtigkeit
Was ist mit uns?
Was läuft da verkehrt?
Was ist mit uns?
Was wird unser Schicksal sein?
Was ist mit uns?
Fahren wir an die Wand?

Bäume brennen ohne Zahl
Die Erde blutet so sehr
Willst du was verändern
nimm es selbst in die Hand!

MerkenMerken

Dienstag, 21. Juni 2016

Sommerkleid im Japanmix - Sie hat ihren eigenen Stil


Neulich war ich mit der kleinen Miss mal shoppen. Wir brauchten ein Blumenmädchenkleid (wir haben keines gefunden). Also waren wir beim Steffl, haben eine Garderobe besetzt und dann hat die kleine Miss probiert.
Sie war genervt.
Denn, wie ich begeistert feststellen durfte, hat meine Tochter mittlerweile einen eigenen Geschmack, einen eigenen Stil und sah somit in all den Tüdeldidü-Kleidern zwar süß, aber völlig verkehrt aus. So richtig.
Es war einfach nicht ihr Ding. Innerlich freue ich mich gewaltig darüber. Sie weiß, was sie mag. Gute Güte, wie ich hoffe, dass sie das niemals vergisst.

Angefeuert von dieser Erkenntnis war ich sehr neugierig. Wir wollten ein Sommerkleid nähen (ich nähe, klar ;-). Webware. Stoff höchstpersönlich ausgewählt bei Alexandra im Stoffsalon. Meine Wahl wäre es wohl nicht gewesen, aber ich ziehe es ja auch nicht an. Zudem ist der Stoff ein Seufzer auf der Haut. Ein Traum!


Am Schneidereimarkt hatte ich mir ein Buch gekauft mit japanischen Kinderschnitten (genaueres im Anhang) Ich mag ja diesen Stil. Dieses elegante Understatement der Japaner. Ich finde das cool. Ob das mit dem Stoff geht? Ob ihr das steht? Wie das wohl ausschaut? Ob das ihr Ding ist? Neugierde!

"Aber bitte mit Flügelärmel!"

Also habe ich zwei Schnitte gemixt/gekreuzt. Die Ärmel von hier, der Rest von da. In der Anleitung war angegeben, dass die Ärmel nicht geendelt waren. Sie sind zerzaust und fransig. Auch sind sie an den Ärmelausschnitt einfach draufgenäht, sodaß man das gekräuselte Ende richtig sehen kann.
Ich fand das cool. Das ist nämlich genau ihr Ding. Der coole Kniff, der die Eleganz zum Rocker macht .. okay, da geht es wohl ein wenig mit mir durch. Aber das Zerfetzte, das fand ich gut! Für sie!


Im Rücken hat's ein paar Abnäher, das nimmt dann die Sackoptik ;-)

Und dann Kellerfalten. Rundherum. (frei nach dem Motto "Teste deine räumliche Vorstellungskraft durch Kellerfalten legen!" - also bei mir ist das immer so eine Sache mit dem Raum und dem Stoff ... und dem Endergebnis ;-)


Von der Länge her muss ich zur Zeit lang. Pflicht. Keine Kompromissbereitschaft. Also habe ich kurzerhand auch den unteren Saum fransig gestaltet.

Und da weder Zipp (viel zu viel Arbeit) noch Knopf (totales No-Go) als Verschluss akzeptiert wurden, habe ich wieder auf Klettverschluss gesetzt.
Sieht doch aus wie echt?


Und am Ende kombiniert sie es so, dass es dann ganz meine kleine Miss ist. Das Motorrad steht quasi vor der Haustür. Hehehe!
Sie mag es.
Ich mag es.
What else?


Stoff: Rayon von Anna Maria Horner gekauft im Stoffsalon
Schnitt: Kombination aus dem Kleid auf S. 31 und den Ärmeln der Tunika auf S. 13 aus dem Buch"Kinderkleidung im japanischen Stil" von Mario Nakamura



Arbeitszeit: ca. 4 h
Materialkosten: ca.  34 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2


Wir wissen von allem dem Preis,
aber von nichts mehr den Wert!




Freitag, 17. Juni 2016

Etwas Nettes fürs Wochenende 21 / 16

Kinder sind furchtbar, krafttraubend, anstrengend, nehmen einem die Freiheit und die Freunde. Aber mit Kindern kann man Kleinigkeiten wiedererleben, auf die hatte man vergessen.
Kinder zu haben ist unfassbar wunderbar.


Und zwar oft genug!
Habt ein wunderbares WE!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Warum ich nicht einfach ALLES selber nähe

Neulich habe ich gepostet, dass das mit bio und fair Boxershorts nicht ganz so einfach war/ist. Vor allem wegen der Versandkosten nach Österreich (nachzulesen unter fair me - Boxershorts)

Wir gehen in Sachen Kleidung und Bewusstsein bezüglich der Ressourcen Schritt für Schritt vor. Wird ein Teil kaputt, dann versuchen wir einen fair und nach Möglichkeit bio produzierten Ersatz zu finden.

Warum aber nähe ich mir nicht einfach alles selber?
Mit Geduld und Spucke sollte ich doch einiges hinbekommen.


Punkt eins: Ich will nicht!

Ha!  Der geht runter wie Butter. Mein Hobby ist das kreative Nähen. Das designen der Mode, die meine Kinder tragen. Shirts, Jacken, Hosen, wie sie sonst niemand trägt und die absolut einzigartig sind und sehr geliebt werden. Ich bin keine 10 weiße T-Shirts Näherin und danach eben die 8 Boxershorts. Und was sonst noch alles gebraucht wird in unserem Haushalt.
Man könnte einwerfen, dass ich das ja auch designen und stylisch akzentuieren könnte ... Netter Versuch. So, kann man mir das nicht schmackhaft machen. Vielleicht habe ich mal einen kreativen Schub in diese Richtung, im Moment aber entkommt mir zu dieserlei Argumentation nur ein tiefer Seufzer.
Nö, not me!
My Hobby, My Rules! ;-)

Das mag nicht für alle nähenden Mamas zutreffen, für mich ist es eine Wahrheit!


Punkt zwei: Es löst das Problem nicht

Also wenn ich anfange Sachen selber zu nähen, die ich bisher gekauft habe, dann löse ich damit nicht das Problem. Ich umschiffe es.
Denn das Problem mit der qualitativ schlechten, billigen oder auch mal teuren Trash/Ausbeuter/Gift  - Mode habe ja nicht nur ich. Nicht nur wir wollen gerne die Leute besser bezahlt wissen und zudem die Umwelt geschont. Aber im Gegensatz zu mir können die allerallermeisten da draußen nicht selber nähen. Wenn ich etwas verändern will - und ich will - dann muss ich Wege finden, die für möglichst viele beschreitbar sind.
Denn zusammen sind wir stark! Zusammen können wir dem Markt sagen, was wir bevorzugen, wofür wir bereit sind unser Geld auszugeben. 


Ergo. Nähe ich weiterhin zum Spaß, lasse meine Seele dabei Tanzen. 
Und wenn wir was brauchen, dann gehe ich suchen.
Und wenn ich nichts finde,
- überlege ich ob wir es wirklich brauchen und
- kaufe es zur Not eben in dem Wissen, dass es unter Ausbeutung produziert wurde.

Aber
das ist bisher deutlich seltener als ich dachte!!

Aufgeben tut man einen Brief!
:-)




Schritt für Schritt ist auch vorwärts!


Dienstag, 14. Juni 2016

Die Evolution of American Football

Allmählich finde ich Spaß an den Bubenshirts und dem dazugehörigen Anspruch von dezent, cool und Witz.

Die Plotterdatei dazu habe ich selber gebastelt und ich sage euch - so als kreativer Schubs - als letztes Symbol könnt ihr alles nehmen, das ihr in Silhouettenform bekommen könnt. Ballerina, Nähmaschine, Angler ... wasauchimmer!


Ich finde das ist eine großartige Idee!



PS: ja, ich weiß, das ist das falsche Fussball ... 


Arbeitszeit: ca. 2 h
Materialkosten: ca.  28 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5


Wir wissen von allem dem Preis,
aber von nichts mehr den Wert!





Freitag, 10. Juni 2016

Etwas Nettes fürs Wochenende 20 / 16

Die Fussball - EM startet heute. Hier das krasseste Gegenprogramm, das ich finden konnte. ;-)


Toooor!
Ein wunderbares WE euch!


Donnerstag, 9. Juni 2016

Boho-Rock - Ich bin verliebt

Da ich meinen Kasten ja nur mehr mit "genau den richtigen" Sachen füllen möchte, bin ich in Sachen Mode nicht wirklich einfacher geworden. ;-)
Was ich aber sicher wollte, sicher wußte, 100%, ich müsste es nur in den richtigen Farben/Stoffen hinbekommen, das war ein Stufenrock. Ein weiter, ziemlich weiter, ein voller, ein cooler, ein total girly Stufenrock. So auf Bohemian Style.
In Farben, die zu mir gehören.



Und dann kam der Schneidereimarkt.
Und schon vorab wusste ich, dass ich bei Ines von Karlotta Pink wohl ein wenig verweilen würde. Ich dachte ja ursprünglich an die Stoffe. Die sind nämlich außergewöhnlich. Stoffe aus Indien, Australien, Südafrika. Es wird mir ganz schwummerig vor "Oh!" und "Ah!", wenn ich daran denke. Dass Ines selber, also sie als Person, nochmal ein Grund ist ihren Stoffen lang und ausgiebig Gesellschaft zu leisten, das konnte ich ja vorher nicht ahnen.
Also Ines ist der Hammer! Ich bin Fan!

Ines wiederum hat ihrerseits wohl sowas wie eine innigliche Beziehung mit Stephanie. Stephanie ist So! Pattern. (Ach, Stephanie, noch so ein wunderbares Wesen! Seufz!) Und ihr Stand mit den Schnitten und den Musterkleidern zum Anprobieren stand gleich neben dem von Ines.
Stephanie hat mir kurzerhand ausgerechnet wieviel Stoff ich denn brauchen werde und mir dass ganze auch gleich skizziert.
Ich hatte das Ding ja bloß im Kopf.  Nicht auf Papier ;-)

Letzte Woche habe ich mir dann noch von Alexandra (Stoffsalon) den roten Stoff geholt, der da unten so kess rauswinkt.
Und dann habe ich gekräuselt! (Genäht habe ich im zeitlichen Vergleich wenig!)

Und jetzt habe ich ein traumhaftes Alltagskleidungsstück, in dem ich mich so richtig total sauwohl fühle. That's me! Das bin ich! Dieses Teil gehört in meine neue Garderobe!
Der Rock ist leicht, oben mit Gummiband und passt zu allen Shirts (viele habe ich ja im Moment nicht) in meinem Kasten!
Ein Winner!

Stoffe: ein indischer Kalamkari von Karlotta-Pink dazu ein Batist aus dem Stoffsalon


Arbeitszeit: ca. 4,5 h
Materialkosten: ca. 45 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2


Wir wissen von allem dem Preis,
aber von nichts mehr den Wert!





Montag, 6. Juni 2016

Die eine Frage die ihr euch stellen müsst, um euren Kasten mit der richtigen Kleidung zu füllen!

Was darf ein Kleidungsstück denn eigentlich kosten? Wieviel Kleidung braucht frau heutzutage im Kasten parat um allen etwaigen Lebenssituationen stilgerecht entgegenzutreten?
Wie häufig muss man etwas dazukaufen? Muss man überhaupt?
Oder macht man auf einen auf Minimalist, kauft sogut wie nichts mehr, näht sich, bei Bedarf, etwas selber und, wenn geht, upcycelt man sogar?
Wie ist das mit der Mode? Mit den Trends? Mit dem Spaß an der Kleidung?

Viele Fragen kann man sich stellen, wenn es darum geht, den frisch ausgemisteten Kasten Stück für Stück zu füllen.
Aber am Ende läuft es auf eine einzige Frage hinaus!

Beginnen wir aber am Anfang:
Kleidung kleidet. Sie zieht uns an, schützt uns vor Kälte und vor Sonnenstrahlung. Kleidung hat somit eine Schutzfunktion .. also ganz am Anfang quasi - noch in der Höhle.
Aber Kleidung kann vielmehr.
Bin ich angepasst, bin ich ein Revoluzzer, bin ich ruhig, bin ich laut, bin ich selbstbewußt, bin ich meiner unsicher ... all das kann man aus der Kleidung eines Menschen erkennen.



Kleidung ist eine nonverbale Kommunikationsform nach draußen. An alle anderen ABER auch an uns selber!
Jeder kennt das gute Gefühl, wenn man die richtig perfekten Lieblingsklamotten trägt. Es geht einem dann gut! Kleidung sendet auch nach innen, in unsere Richtung, Signale.
Es ist daher - so man daran interessiert ist eine gute Zeit zu haben -  nicht egal was man anhat.

Bitter für so manchen Kleidermuffel. Isaberso!

Wann man sich wohl fühlt bzw. was man anhaben muss, damit es einem gut geht, das, ja das ist eine total individuelle Sache. Da ist man solo. Auch wenn wir natürlich stark beeinflusst werden von außen, so ist es ganz am Ende eine Sache des Innendrin, des Ichmitmir. Man ist am Ende sein eigener Modezar.

Eines ist jedoch fix, man fühlt sich wohl, wenn das, was man trägt, einem entspricht. Wenn es einen spiegelt oder zumindest das wofür man sich hält.
Die Kleidung muss einem nicht nur passen, sie muss zu einem passen.

Und da liegt der Wurm der Würmer begraben.
Die Frage lautet nämlich nicht
"Was passt mir?",
nein, die Frage lautet
"Wer bin ich?"


Weiß ich wer ich bin, dann weiß ich auch, was mich kleidungstechnisch darstellt - nach außen, wie nach innen. Sehe ich dann in einem Laden ein Teil das gefällt, dann weiß ich im selben Moment, ob es zu mir passt. Oder eben nicht. Fehlkäufe sind dadurch extrem eingeschränkt.
Es ist tatsächlich so einfach.

Also
Zuallererst sollte man wissen wer man ist (bzw. wer man sein will) und dann ist die Sache mit dem Kleiderkasten überhaupt erst wirklich zufriedenstellend zu lösen.

Nun bin ich kein Therapeut und kann euch hier nicht per Blogpost zu eurer inneren Erkenntnis bringen, aber es gibt einen Weg, der hilft euch ein Bild zu bekommen wie es in euch gerne aussehen möchte .. also von der Modeseite her.

Macht euch ein Moodboard oder - so wie ich - eine Pinnwand auf Pinterest. Und wenn ihr etwas seht, dass euch gefällt, dann legt ihr dieses Bild dort ab. Wenn ihr das eine Zeit lang macht, dann wird unweigerlich eine Richtung erkennbar. Und ihr werdet euch wohlfühlen, wenn ihr auf die Sammlung dieser Bilder blickt.


Ich erkannte durch meine for the girls Pinnwand, dass ich Elegantes, Glamouröses mag aber eben auch eine saloppen, coolen, fetzigen Look. Gefällt mir! Hätte ich nicht unbedingt so gedacht, aber gefällt mir!

Weiters überlegt euch mal: Gibt es eine Filmfigur, die euch gut gefällt. Also richtig gut! In dem was sie trägt oder zusätzlich noch der Charakter.
In Filmen wird unglaublich viel Aufwand betrieben, wenn es darum geht einen Charakter darzustellen. Natürlich macht der Schauspieler da viel aus, aber ... die Kleidung, oh Mann, die Leute in Hollywood, die wissen, dass die Kleidung Bände spricht.
Also lasst euch inspirieren! Geht in euch und sucht sie euch raus, die Filmrollen, die ihr cool findet. Schaut euch an, was diese Frauen tragen!
Ich bin mir sicher, davon wird einiges auf eurer Pinnwand landen.

Rene Russo in "The Tomas Crown Affair" ist modisch eine der Sonnen in meinem System ;-)

So
ich bin zutiefst überzeugt davon, dass das der einzige Weg ist das Kasten-Kleidungs-Dilemma seriös und vor allem auch dauerhaft zu lösen. Klar wandelt sich der eigene Charakter. Frau wird ja besser mit der Zeit und die Kleidung wird sich dem anpassen, aber das Diktat der Industrie wird so gebrochen. Und zugleich findet man die Freude und wunderbare Zufriedenheit wieder, die Mode/Kleidung in einem eben auslösen kann.

Der Weg ist kein einfacher, denn wir wurden - also die meisten - ja so erzogen, dass uns die Selbstliebe so richtig schwer über die Lippen kommt. Und das obwohl wir alle wissen, dass das so nicht gesund ist.
Also, meine Damen, legt euch eine Bildersammlung an und fangt an euch langsam selber zu erkennen und akzeptiert das Ergebnis. Ihr seid alle, jede einzelne, wunderbar! Ohne Ausnahme!

Seit ich meinen Kasten geleert habe, erlebe ich ein Hoch, weil ich einfach jeden Tag ( j-e-d-e-n T-a-g) Sachen trage, die ich wirklich mag und die erstaunlich gut quer zueinander passen. Es ist geradezu schockierend wie lange ich Kleidung getragen habe, die mir gar nicht entspricht und wieviel Spaß und innere Zufriedenheit ich mir damit genommen habe.

Am Ende zählt aber die Erkenntnis und die Freude und die Umsetzung.
Ich blicke zuversichtlich in meine Kasten-Zukunft und hoffe euch ein wenig inspirieren zu können.
Wir nähen ja nicht nur um zu nähen.
Wir nähen ja auch um Freude am Tragen zu haben!






P.S.: Wichtig noch,
Lasst euch damit Zeit. Gut Ding braucht Weile und wenn ihr so wie ich schon jenseits der 40 seid, dann kommt es auf ein paar Monate auch nicht mehr an ;-)

PPS.: Hier noch ein Link für Mode an Plus-Size-Modells auf Pinterest. Auch Damen mit Fülle können richtig gut aussehen! Glaubt an euch!



Man braucht nicht viele Klamotten,
man braucht nur die richtigen!





Bildquellen-Nachweis:
Rene Russo in "The Tomas Crown Affair" - featherfactor.com
Modezitate - La femme fatale


MerkenMerken

Freitag, 3. Juni 2016

Etwas Nettes fürs Wochenende 19 / 16

Passend zur kommenden Fußball EM hier die jubelnde Menge dazu ...


Ein grandios umjubeltes WE euch!

Mittwoch, 1. Juni 2016

Preis und Wert - Eine Nachdenkanregung / This is not okay

Diese Preis und Wert Geschichte aus dem Katalog, die geht mir echt nicht recht aus dem Kopf. Was ist ein Shirt eigentlich wert?
Das Material?
Die Zeit, die drin steckt?
Die Idee des Designs?
Was noch?

Der Wert

Zum einen ist da das Bekleidungsstück, also die Aufgabe dessen. Ein Shirt zieht einen an. Der Körper ist geschützt und dann - heutzutage viel wichtiger -  zeigt ein Shirt den anderen, wie ich gerne gesehen/wahrgenommen werden möchte. Ein Statement!
Was ist das wert?

Nun, die Antwort auf diese Frage kann jeder eigentlich nur persönlich geben. Denn manchen Menschen ist Mode tatsächlich unwichtig, anderen wiederum das A und O im Leben. Wie ist das mit euch? Wie wichtig ist Bekleidung? Welche Rolle hat die Funktionalität für euch? Welche der modische Aspekt? Wie unbequem darf ein Kleidungsstück sein, sodass ihr es noch anzieht, weil es so gut gefällt? (das lässt tief blicken ;-)

Der Preis

Wie ich es auch drehe und wende, wohin ich auch schaue: alles wird gemessen am billigsten Teil, das man überhaupt irgendwo kriegen kann. Die Schnäppchen-Kultur hat unsere Sicht auf den Preis von Kleidung völlig im Griff!
Ein Shirt, egal wie aufwendig, egal wie einzig (im Sinne von das gibt es nur einmal auf diesem Planeten) wird gemessen an einem weißen, simplen T-Shirt, das in Masse (millionenfach) und unter Ausbeutung produziert wird.

Soll heißen, hier werden Äpfel mit Birnen verglichen! Ein Shirt, wie dieses hier, das ich für meine Tochter genäht habe und das ich hier als Beispiel benutzen möchte, erntet gelangweilte Blicke, vorwurfsvoll gar, nach dem Motto ich würde mich krass selbst überschätzen, wenn ich dafür verlangen würde, was an Arbeit tatsächlich drin steckt.

Wir haben verlernt den Preis eines Werkes auch nur zu nennen, weil ihn keiner bezahlen will. Das bekommt man als Nähblogger durchaus des öfteren zu spüren.

Um diese Diskrepanz zwischen dem was die Leute erwarten/glauben und dem was tatsächlich drin steckt mal sichtbar zu machen, habe ich dieses Shirt für euch "auseinanderklaviert". Und die Kosten der Herstellung (ohne jeglichen Gewinn wohlgemerkt) zusammengestellt.

In diesem Shirt meiner Tochter stecken

folgende Materialien:

2 verschiedene Stoffe à 60cm, dazu ein Bündchenstoff. (ca. 30 €)
Eine Stickdatei aus einem Set (Setpreis: 13 €)
eine selbstentworfene Plotterdatei (Schriftzug) (nur Zeit, keine Extrakosten)
3 Folien (zum Übertragen des Sujets auf das Shirt und eine Bügelfolie für das mamimade) (ca. 2 €)
2 Stoffmalfarben (je 2,60 €)

Benötigt habe ich folgende Geräte:

Nähmaschine
Overlock
Stickmaschine
Plotter
Bügeleisen
Computer mit passender Software

Arbeitszeit:

4 Stunden

Unweigerlich damit verbunden damit ist mein Preis. Meine Arbeitsstunde. Die Wirtschaftskammer empfiehlt 10 € zu verlangen. Für das Nähen. Ich nähe aber nicht nur. Würde ich nur nähen, wäre da kein Pony und keine Schrift in den von mir gewählten Farben drauf etc.
Egal:
Selbst wenn ich von diesem Preis ausgehen würde, käme die Arbeitszeit auf 40 € für dieses Shirt.

All das steckt in diesem Shirt!


Jede Näherin weiß das.
Aber all die anderen leider nicht.
Und um das zu ändern, schreibe ich neuerdings unter jedes genähte Werk von mir die Zeit und den Aufwand dazu. (Ein paar Leute werde ich damit schon erreichen!)

In der Profi Branche geht es ja bekanntlich nur um den Gewinn. Sprich: die Fixkosten (und von denen habe ich in diesem Post bisher geschrieben) sind nur die Basis des Preises. Auf die Fixkosten wird dann noch die Gewinnspanne draufgelegt.
Und je nach Berechnungsmodell beträgt die zwischen 50-70% des Endpreises.

Das würde für dieses Shirt bedeuten, dass auf die Produktionskosten von ca. 70 € noch mal 70 - 90 € reiner Gewinn draufgeschlagen würden. Wäre ich eine Nobelmarke, dann wohl noch beachtlich mehr.
Und da reden wir noch nichtmal davon, dass das Shirt ein Einzelstück ist.

Klar?


Liebe nähenden Mamas!
Auch wenn das hier eine Daumen-mal-pi-Rechnung ist, so ist die Aussage und die Richtung auf die ich hinauswill doch erkennbar!
Hört auf euch unter eurem Wert zu verkaufen! Was ich da auf euern Blogs sehe ist zu einem beachtlichen Teil stilvolle, hochwertige Kleidung. Zugeschneidert auf eure Kinder, euch oder euren Mann. Einzelstücke! Auch wenn ihr nicht verkauft, seid euch doch innerlich bewußt wie wertvoll das ist, was ihr da tut und schafft. Da ist viel zu viel falsche Bescheidenheit zu finden.

Laßt euch nicht von gerümpften Nasen, die keinen Schimmer haben, den Preis oder gar den Wert verderben!

Meines Erachtens sind wir näher an Louis Vuitton als an H&M mit dem was wir da tun.
Tragt diese Erkenntnis mit Stolz, mit Kraft und in dem Bewusstsein, dass ihr etwas schafft, dass es so nicht nochmal gibt!

Meine Tochter trägt mamimade!


Wie ist das bei euch?


Wir kenne von allem den Preis
und von nichts mehr den Wert!

http://mami-made.blogspot.co.at/p/this-is-not-okay.html

MerkenMerken
 
© Design by Neat Design Corner