Donnerstag, 24. März 2016

Fashion Revolution Day 2016 - This is not okay

Am 24. April 2013 stürzte ein Gebäude ein. Es war nicht irgendein Gebäude. Es war kurz zuvor um 3 Stockwerke erweitert worden. Statische Kontrolle oder Genehmigung gab es keine. In Rana Plaza befanden sich eine Bank, ein paar Läden und eine Nähfabrik. Am 23. April, am Tag vor dem Unglück, waren Risse in den Mauern des Gebäudes aufgetaucht,
Das Gebäude war evakuiert worden.
Am nächsten Morgen hielten die Bank und die anderen Läden geschlossen. Zu unsicher. Der Inhaber der Nähfabrik hatte Druck. Wer für die großen Modeketten produziert, produziert auf Termin. Es musste genäht werden. Als wurden die Arbeiterinnen gezwungen in das Gebäude zu gehen. Es wurde ihnen angedroht, dass sie ihren Job verlieren würden. Jobs, mit denen sie ihre Familien erhielten oder unterstützten. Bangladesh ist bettelarm.
Mit einem extrem unguten Gefühl gingen die Frauen in die Fabrik. Kaum waren sie drin, fiel der Strom aus und einige Sekunden danach brach das Gebäude in sich zusammen.

On April 24th in 2013 a building collapsed. But it’s not just some building. It had recently been topped up with 3 more stories. No static controll, no permits. Nothing. Rana Plaza contained a bank, several shops and a clothing factory. On April 23rd, the day before the collapse, cracks had appeared in the walls.
The building had been evacuated.
On the next morning the bank and shops stayed closed. It was simply too dangerous. The Owner of the garment factory however was under pressure. If you work for the big fashion industry, you have stress. There was some sewing necessary to be on time. So the workers were forced to enter the building. They were threatened that they would loose there job if they didn’t enter. Jobs they need to support there families with. Bangladesh is more than poor.
The women felt extremly uncomfortable when stepping into the building. Just a minute inside and suddenly the power failed and a few seconds after that, the building collapsed.
Ich starte eine neue Näh-Blogger-Aktion. 
Seid dabei!

I am starting a new Blogger - Campaign.
Be part of it!




Dienstag, 22. März 2016

Bandito: immer und immer wieder

Es gibt nur einen Jackenschnitt in diesem Haus. Er duldet keine Konkurrenten. Er braucht auch keinen. Bandito ist die ultimative Weste. So sieht das hier bei mir jeder. :-)


Diesmal war ich grenzenlos mutig und habe doch tatsächlich fast nicht verziert. Wo denn auch? Vor lauter Blümchen sieht man ja den Strauß nicht mehr. Quasi.
Aber beim genauen Hinschauen geht einer wie mir dann doch noch das Herz auf!
:-)

Ich schwör's sowas in der Art nähe ich mir auch noch!
:-)



Montag, 21. März 2016

Kinder und Internet - Teil 4

Sagen wir mal du hast 10.000 Euro um Werbung für dein Produkt zu machen. Ach, machen wir es doch so: du hast 10.000 Euro um Werbung für deine website zu machen. Für deinen Blog!


So. Also früher und he, das ist gar nicht so lange her, da hättest du als Nähwebsite Werbung schalten müssen in Nähzeitschriften, dazu vielleicht ein Plakat an einer strategisch günstigen Stelle (da fallen im übrigen häufig Gebühren an). Und natürlich Flyer auflegen in Stoffläden und ähnlichem .. schmunzel. Kennt ihr alles, nicht wahr?
Okay, die Sache hat einen Haken. Eine Werbeanzeige in einem Magazin kostet dich einen gewaltigen Teil deines Budgets, sagen wir 5.000 Euro (und he, da reden wir jetzt nicht von den Marktführer-Magazinen, dass das klar ist). Gut, du nimmst die Anzeige trotzdem. Und du bist auch ganz aus dem Häuschen, als du sie dann auf Seite 34 findest. Und:  Das war’s dann eigentlich auch schon mit den Vorteilen :-)

Du weißt nämlich eigentlich nicht, wieviele Leute die Anzeige tatsächlich gesehen haben. Sicher das Magazin hat eine Auflage von X-Tausend, aber ehrlich, wenn du beim Friseur sitzt und durch ein Magazin blätterst, schaust du dir die Anzeigen an?
Also von den X-Tausend bleibt wohl trotz allem noch eine Handvoll über, die per Zufall die Anzeige tatsächlich wahrgenommen haben. Sie haben sich auch den Link, den du angegeben hast notiert. Einige haben den Zettel dann schlicht vergessen, aber ein paar, yeah, ein paar haben deine URL in ihren Browser getippt und kamen - ZABOING - direkt auf deine Website. yesssss!
Für 5.000 Euro!


Oder du schaltest eine Anzeige bei der google-Suche für Suchwörter wie „nähen, DIY, selber nähen und Kinderkleidung selbstgemacht“,  im deutschsprachigen Raum bei Frauen zwischen 30 und 50.

Da zahlst du dann pro erfolgtem Klick auf deine Seite (nicht pro angezeigter Werbung wohlgemerkt) 70 cent. An den Wochenenden etwas mehr. Dazu schaltest du eine kleine Kampagne auf facebook. Du nimmst deine Facebook - Follower als „Rohversion“ und sagst Facebook: „genau die will ich haben“. Man nennt das  Look-a-like. Somit wird deine Anzeige nur bei Leuten geschalten, die ziemlich genau so sind, wie deine bestehende Leserschaft. Zielgruppe total quasi.

Sowohl Google- als auch Facebook - Kampagne passt du im Laufe der Zeit immer besser an deine Zielgruppe an (wir optimieren das Banner, passen die Uhrzeiten an etc.)
Da beide Unternehmen genau wissen an welchem Computer deine potentielle Neu - Leserin sitzt, helfen sie dir gegen ein überschaubares Entgelt dein Produkt an die Frau zu bringen.

Das ganze kostet einiges an Know-How und Arbeitszeit, aber lange, lange noch keine 5.000 Euro für 3 lausige Besucher.
Dank der Cookies und der Datensammlerei.


Das ist die Idee dahinter.
Und sie klingt in Marketing - Ohren wie ein riesiger, klingelnder Geldbeutel. Man kann Werbung online bei den richtigen Leuten zum perfekten Zeitpunkt schalten. Es ist nicht ganz so einfach wie hier beschrieben, aber mit den richtigen Profis an der Hand, kannst du jedem potentiellen Kunden die auf ihn zugeschnippelte Kampagne psychologisch perfekt direkt in sein „Das-wünsch-ich-mir-Zentrum“ seines Unterbewusstseins legen, der kann gar nicht anders. Der gehört dir! bzw. sein Geld.

Klingt doch eigentlich super!
Umgekehrt heißt das doch dann auch, dass du als Leserin, die Leute schneller findest, die du suchst. Oder die Filme, die Beiträge, die Bücher. Es heißt doch, dass alles nicht so kompliziert und anstrengend ist.
Hm, nicht ganz.

Nächste Woche geht es weiter.

Freitag, 18. März 2016

Etwas Nettes fürs Wochenende 11 / 16

Sonnenfinsternis. Cool. Nein. Sorry. MEGACOOL! Kreisch!
Mondschatten!
Corona!
aaaAAAAHHH!



Naja, ich gebe zu, ich kann's total verstehen! Und nachdem ich es selber schon erlebt habe, nur noch mehr!

Enjoy the crazy ride on our planet!
.. and your weekend!

Mittwoch, 16. März 2016

Flohmarkt - mamimade sortiert aus

Was man für sich macht, das sollte man auch .. ehschonwissen. Ich spiele auf meinen kürzlich geleerten Kasten an, wobei, ehrlich, ein bescheuerter Vergleich.
Meine Kids haben tatsächlich nur, was sie brauchen und tragen - keine Kleidungsstücke, die ein totes Kastenleben führen. Gibt's kaum, also fast nicht und wenn, dann sind sie nicht mamimade. Hehehehe!

Nach der großen Entleerung bahnt sich jetzt auch ganz klar ein "noch-nicht-haben" an. Ich habe quasi eine Bestellliste. Kommt das jemandem bekannt vor? :-)

Aber bevor ich nähe, nähe, nähe, findet ihr in meinem Flohmarkt einiges, das noch Leben in sich trägt.
Mädchenstücke und auch einiges für Buben.





Montag, 14. März 2016

Kinder und Internet / Teil 3

Letzte Woche habe ich euch erklärt, was eine Cookie ist, wie es funktioniert und was die grundlegende Aufgabe dahinter ist. Heute machen wir den nächsten Schritt.
Wir schauen uns an wer denn so aller Cookies bei uns platziert. Sprich: wer schaut uns beim Surfen im Netz zu.


Es ist euch vermutlich auch schon aufgefallen. Seit einiger Zeit muss jede Seite, die ihr zum ersten mal aufruft euer Einverständnis einholen, dass sie Cookies verwendet. Das kann durchaus nervig sein, macht aber deutlich, dass es hier um eine Sache geht, die schlicht überall ist.

Es überrascht ja nicht weiter, dass, wenn ich eine Seite aufrufe, diese dann bei mir ein Cookie setzt - oder mehrere. Was man aber gemeinhin unterschätzt ist die Sache mit den sogenannten Third Party-Cookies - oder Drittanbieter.

First party seid ihr, second party ist die Seite, die ihr aufruft und third party sind Firmen, die eben auch noch da sind.

Wie? Wer ist denn da noch?

Ein ganzer Haufen ist da noch!  Ursprünglich war es technisch notwendig und mittlerweile ist es ein Service-Daten-Business. Fakt ist, dass  auf jeder Seite eine beachtliche (beängstigende) Anzahl an Drittanbietern dabei sind. Fix. Im Laufe eines Tages reden wir hier von einer dreistelligen Zahl an Firmen, die unser Verhalten im Netz registrieren und abspeichern ohne, dass wir davon etwas wissen.
Rechtlich ist das eine Grauzone. Moralisch ein klares No-Go.
Man stelle sich das im realen Leben vor. Du gehst über die Mahü spazieren und bei jeder Auslage, an der du kurz stehen bleibst, haftet sich ein Trupp von notizenmachenden Begleitern an deine Sohle.
Im Netz ist das genauso.

Und das sollte man sich einmal bewußt machen. Es geht mir hier wahrlich nicht darum Panik und Schrecken zu erzeugen, aber bitte macht euch einmal bewußt, was da alles abläuft, das man eben nicht sehen kann. Ihr müsst das wissen um euch am Ende zumindest ein halbwegs reales Bild von der Situation im Netz für eure Kinder machen zu können.

Open your eyes - track the tracker

Und damit ihr sehen könnt, dass ich euch da nicht irgendein grausliches G'schichtl druck', hier 2 Tools. Es ist nämlich durchaus einigen Leuten, die wirklich etwas davon verstehen zu viel, was da läuft und deswegen gibt es sie die Mittelchen die einem 1. zeigen, was alle hinter unserem Rücken geschieht und 2. mit denen ich das zumindest teilweise unterbinden kann.

Ich möchte euch also heute 2 Tools empfehlen, die ihr euch für mindestens 2 Wochen installieren solltet. Einfach um mal zu sehen, zu erfahren, einen Eindruck zu bekommen. Vielleicht öffnet es euch auch die Augen. Vielleicht erkennt ihr die Verantwortung! Euch und euren Kindern gegenüber!

Wer als Browser firefox verwendet kann sich lightbeam dazu installieren.



Das Video erklärt diese App hinreichend. Deswegen lasse ich das hier aus. Vorteil an diesem Tool ist die bildliche Darstellung. Es ist immer leichter zu kapieren, wenn es in Bildern daherkommt. ;-)
Wer kann sollte sich das eine Zeit lang geben. Es ist creepy, aber durchaus faszinant!

Hier ein Bildschirmfoto von einer Woche (naja, Teilwoche) meines Verhaltens im Netz. Die kräftig weißen Kreise, sind die Seiten, die ich aufgerufen habe, die blasseren Dreiecke sind die Beobachter, die noch dranhängen.

Und nur damit ihr euch nicht wundert, dass ist mein Zeitungslese-Browser! :-) Ich bin in meinem online-Verhalten eher eigen. Eure Blogs werdet ihr hier kaum finden .. ich war aber dort! geheimnisvollesgrinsen



Das 2. Tool, das ich empfehle heißt Ghostery.
Ghostery gibt es für alle üblichen Browser (klick)

Ghostery zeigt euch ähnlich wie lightbeam alle Tracker, die da hinter euch her sind und gibt euch auch gleich die Möglichkeit einzelne Tracker zu blocken. (Tracker = Cookies)



Also tief durchatmen und die nächste Zeit mal ganz bewußt im Netz surfen. Schaut euch mal an, was da so läuft. Track the Tracker Tools gibt es mittlerweile reichlich. Sie wurden alle geschrieben um Nutzer darauf aufmerksam zu machen, dass das Netz kein harmloser Ort ist.

Das gilt für uns, aber ganz besonders eben auch für unsere Kinder.

Keep tracking ;-)


Mehr dazu:

Kinder und Internet - Teil 2 / Cookies
Kinder und Internet - Teil 1 / Intro


Kinder und Computer



Freitag, 11. März 2016

Etwas Nettes fürs Wochenende 10 / 16

Ich habe da eine Theorie, und mein Mann unterstützt mich dabei: die Rolle von Sheldons Mutter in "The Big Bang Theory" ist durch Gladys aus Austin, Texas inspiriert worden.

Oder womöglich sind dort tatsächlich alle Leute so .... grandios! Selbst Ellen fällt fast vom Sessel!


Ein Original zu sein ist und bleibt atemberaubend!
Stay original!

Donnerstag, 10. März 2016

Mein Kasten und Marie Kondo - magically clean

Es war Februar da habe ich beschlossen meine Kasten auszumisten/auszuleeren/neu zu organisieren.


Gründe gab es mehrere:
- ich hatte unterschwellig das Gefühl, dass, OBWOHL mein Kasten gut gefüllt war, ich nicht wirklich viel anzuziehen hatte
- Ordnung ist in meinem Leben nicht alles, aber mein Kasten tendierte immer zu leichter Unüberschaubarkeit
- das war unpraktisch
- ich wollte wissen, was ich den eigentlich brauche. Also falls ich mir etwas nähen oder kaufen wollte. Was würde ich denn brauchen?

Dann bin ich auch noch über Marie Kondos Magic Cleaning gestolpert und zusammengefasst könnte man sagen sie vertritt die Meinung,

- dass wir alle nie aufräumen gelernt haben
- dass wir zuviel Zeugs haben
- dass, wenn wir ausmisten würden, also richtig, nachher allen Dingen ein spezieller Platz zugewiesen werden sollte, damit
- man eigentlich nie wieder aufräumt, sondern Dinge nur mehr an ihren Platz legt.

Hehe!
Ich habe das mal so sickern lassen. Um währenddessen festzustellen, dass so manches bei uns im Haus keinen Platz hat und ständig von A nach B gelegt wird. Und wieder retour. Einiges davon ist sinnvoll. Das brauchen wir. Anderes wiederum ist völlig "für'n Hugo". Niemand braucht es. Es ist einfach nur da und macht vor allem mich (räumt sonst noch wer auf hier?) wahnsinnig ... zumindest zeitweise.

Also beschloß ich mal meine Kasten zu "kondoen".
Das heißt:
alles raus aus dem Kasten. Alles. Alle Kisten mit Winter/Sommersachen. Das ganze Zeug, das sich dazwischen findet und vor allem auch dahinter ;-)


Nachdem ich also alles auf unser Bett geworfen und ich den Kasten gereinigt hatte (Schock!), habe ich, so sagt Marie, jedes einzelne Stück in die Hand genommen und nachgefühlt ob es mich glücklich macht. Ob es ein Lieblingsstück ist, ob es einen Platz in meinem Leben hat.

Krass. Ziemlich hysterisch. Ganz mein Ding.

Anfangs war ich ein wenig hilflos, habe daher nach Dingen gegriffen, bei denen es klar war, wo sie ihre Zukunft hatten. Aber es dauerte nicht lange und ich war drin. Es wurde deutlicher, einfacher, ich habe mich quasi warm gelaufen.
Mir fällt es nicht schwer mich von Dingen zu trennen. Aber ein paar Teile waren schon darunter, da wusste ich "das wird nicht leicht!".
Als ich solch ein Teil dann in meiner Hand hatte, war ich vorbereitet und dachte mir: "Du bist ein Teil meiner Vergangenheit! Ich werde dich nie wieder anziehen! It was wonderful meeting you! Thanks! Bye!"

Nach etwa einer Stunde begann ich die ersten Sachen wieder in den Kasten zu räumen. Sie bekamen jetzt ihren neuen, fixen Platz und ja, ich hatte dabei gleich ein paar meiner Lieblingssachen an! (Davon steht im Buch nix, aber he, ehrlich die Lieblingshose des Sommers, das Käppi .. kannichanders?? oder besser Will ich? :-)


So habe ich 3,5 Stunden lang an meinem neuen, luftigeren Kasten gearbeitet. Das ist nun auch schon wieder fünf Wochen her.

Wie lebt es sich für mich jetzt? 

- Ich habe richtig viel Zeug weggegeben. Ich war erbarmungslos. Fehlen tut mir nichts.
- Der Kasten war danach nicht offensichtlich leer. Es gab/gibt allerdings enorm viel Platz. 
- Es ist ein sehr angenehmes, nein, es ist ein geiles Gefühl, wenn man Sachen nicht zusammenstopfen muss. Wenn man immer die Übersicht hat.
- Auf einmal liegt keine Kleidung mehr von mir rum! ICH RÄUME NICHT MEHR AUF! bzw. ich muss nicht mehr aufräumen! Krass! Unfassbar!
- Ich weiß wo was ist!
- Langsam spüre ich jetzt auch, was ich noch brauche. Was mir fehlt. Was mir eben auch schon vorher gefehlt hat!
- Gekauft habe ich noch nichts.
- Eigentlich habe ich dasselbe Zeug an wie vorher!

Die Sache entwickelt sich jetzt in Ruhe weiter. Wenn sich zeigt, was ich brauche, werde ich es entweder - wenn möglich - selber nähen oder - wenn möglich - bio/fair kaufen.

Ich werde in meinem Leben keine Kleiderbügel mehr kaufen müssen! :-)

Und ja, ich habe alles ausgemistet:
auch Handtaschen und Schuhe, Skibekleidung, Badeanzüge.
Mützen .. Himmel hatte ich viele Mützen!

Generell ist mir Maries Ansatz ein wenig zu blauäugig. Es so durchzuziehen, wie sie es empfiehlt - also für einen kompletten Haushalt - ist in meinen Augen als Mutter einer Familie nicht ernsthaft umsetzbar. Es sei ihr verziehen ;-). Sie ist noch keine 30!
Aber als Inspiration und zur persönlichen Variation kann man sich durchaus anregen lassen.

Eine (Selbst)Erfahrung ist es allemal!
:-)




Wieviel Kleidung braucht frau wirklich?



Dienstag, 8. März 2016

Jeans - die Königin der Hosen

Mit stolzgeschwellter Brust erkenne ich, dass meine Tochter seit JAHREN nur mehr selbstgenähte Hosen trägt. Das ist natürlich supercool, aber auch ein wenig anstrengend. Hosen nähen sich nicht ganz so schnell wie ein Shirt. Was dazu führt, dass ich zwar ständig den Vorsatz habe, ihr diesmal eine 2. dazuzunähen (dazunähen .. neues Wort), diesen aber schlicht nicht umsetze.

Die einzige Person, die das stört, bin ich. Töchterchen hat null Problem, solange eine abends gewaschene Hose am nächsten Morgen wieder trocken ist.


Da sie, welch Überraschung, wieder gewachsen ist, musste ich diesmal .. naja, die ganze Runde drehen ;-) (abpausen, schneiden, schneiden und dann erst nähen)
Ich merke mir hierzu an: die nächste Hose kriegt die Potaschen kleiner. Die vorgegebenen Hosentaschen habe ich völlig unreflektiert übernommen, sind mir aber deutlich zu ... ZaBOING!
Die Seitentasche ist zusätzlich und altbewährt .. ein Must-have quasi! Wo gibt man sonst die gesammelten Kostbarkeiten hin!


Der Verschluß ist, wie immer, Klettverschluß und ein Hakenknopf. (hier vorgestellt)
Jetzt habe ich geschätzte 4 Monate Hosenruhe.
:-)
Dafür haben wir praktisch keine Kurzarm-Shirts mehr!
HUCH!


By the way - BIOJeans




Montag, 7. März 2016

Kinder und Internet / Teil 2

Ich habe viel überlegt, wie ich euch das mit dem Datenschutz und dem Netz näher bringen kann OHNE dabei wie ein Programmierer zu piepen.
Und ich kam zu dem Schluß, dass ihr ein paar ganz grundlegende Unbequemlichkeiten verstehen müsst. Komplizierte Unbequemlichkeiten.

Ich werde mir Mühe geben das in eine verständliche Sprache zu packen. Ähem! Hüstelhüstel!
Es geht los mit Cookies.


Praktisch jede Seite, die ihr im Netz aufruft, speichert auf eurem Computer kleine Mini-Codes ab. Cookies kennt ja heute eh schon jeder. Geht mal in eurem Browser bei Einstellungen auf Datenschutz .. irgendwo dort tummeln sie sich. Jeder Internet-Nutzer hat sie. Und wenn ihr sie nicht regelmäßig löscht und doch häufiger mal online seid dann stellt euch drauf ein, dass ihr da eine stattliche Anzahl abgespeichert habt.  (ich habe gerade nachgesehen: bei mir sind es im Moment 326 abgespeicherte Cookies)! - Cookies und ihre Verwandten (es gibt noch mehr davon, Pixel, beacon etc.) sind die Helferleins im Netz. Ohne sie würde zwar das Meiste reibungslos funktionieren, aber .. niemand wüßte davon! Soll heißen, ohne Cookies weiß ich nicht, wieviele Leute auf meiner Seite waren. Ohne Cookies weiß ich nicht, dass ich eingeloggt bin (also mein Computer). Ohne Cookies bin ich als Seitenbetreiber "blind".

Jeder Seitenbetreiber will aber nun mal wissen, wieviele Leute auf seiner Seite waren. Klar! (He, ich hab'nen Blog!)
Soweit so gut. Aber diese Codes werden eben nicht nur zum Zählen und zum Wiedererkennen eines Seitenbesuchers verwendet. Aus ihnen kann man noch viel mehr herauslesen.

So kann man auf einer Zeitungs-Seite demnach registrieren, welche Artikel du liest und auch wie lange. Es wird beobachtet ob du nach unten scrollst, oder oben "haften" bleibst. (Liest du die Kommentare? Wie weit liest du den Artikel? Klickst du womöglich gar irgendwo drauf? etc.)

Anhand der Artikel, die du liest, wird dann dein Profil erstellt (macht alles der Computer, geht ratzfatz). Das kann die Zeitung dann nutzen um dir weitere Artikel vorzuschlagen, die dir mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gefallen werden.
An sich ist das ja nicht unbedingt negativ. Genauso wird dann auch dein Werbeprofil festgelegt. Bist du offensichtlich ein Mann, dann wird dir eben der neue Mercedes unter die Nase gerieben. Studierst du zum Beispiel häufiger mal die Aktienkurse, dann käme womöglich auch das neueste Rolex-Modell für dich in Frage. Bist du eine Frau und liest viel über Kindererziehung, dann schaut dein Werbeprofil krass anders aus. Ja genau, bei Werbung gibt es keine Gleichberechtigung. Hier wird nach Kostenminimierungspunkten gearbeitet. Und Mütter von kleinen Kindern kaufen nun mal deutlich weniger Rolex-Uhren.

Das funktioniert natürlich genauso mit online Shops, Diskussions-Foren etc. Alles derselbe Bahnhof.


Im Idealfall funktioniert das dann wie folgt:
Eine Firma, die Werbung machen will, wendet sich an eine Zeitung (das läuft meist über Agenturen), gibt dort an, wen sie bewerben will. (Thema "aktienkurslesender Mann, 40 - 60 Jahre alt") Dazu liefert sie die gewünschte Tageszeit der Werbeschaltung (kann man simultan mit Werbung im Fernsehen schalten. Das funktioniert gut, da erstaunlich viele Leute online sind während sie fernschauen) - wo war ich, ja genau, die Tageszeit wird angegeben und dazu die maximale Anzahl, die ein Werbebanner bei ein und demselben User gezeigt werden soll. (wer nach dem 4. mal noch nicht geklickt hat, ist vermutlich schlicht nicht interessiert - so in etwa)

Damit füttert die Zeitung ihren Computer. Dieser weiß ja was ihr so in letzter Zeit gelesen habt. Und sobald ihr eben auf einen Artikel klickt, wird, während dieser sich lädt, eure Cookiebox auf dem Computer gecheckt, euer Profil gelesen und anhand dessen festgelegt, welche Werbeanzeige am besten zu euch passt.
Das funktioniert so flott, dass häufig die Anzeige schon geladen ist und auf eurem Bildschirm erscheint bevor der Artikel da ist.

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So kommt es, dass euch überall während ihr im Netz herumsurft. Zeitschriften, Shops, Google, Facebook .. ehrlich überall, jemand folgt (Cookiecheck) und sich genau aufschreibt (abspeichert), was ihr so treibt.
Das mag den Einen beängstigen, dem Anderen völlig egal sein, aber dass es tatsächlich so ist sollte man wissen.
Vorteile daraus sind die stets auf einen zugeschnittenen Angebote in Shops, ein Nachteil ist, zum Beispiel, die entstehende Blase. Man kriegt nur mehr zu sehen, was die anderen glauben, dass wir sehen wollen.

Das alles wäre ohne Cookies nicht möglich. Das ist deren grundlegende Aufgabe.


Soviel für heute.  Auf vieles bin ich jetzt noch nicht eingegangen. Ich weiß! Nächste Woche geht es hier weiter. Wenn ihr spezielle Fragen habt, kommentiert es mir. Ich werde versuchen die Antworten in die kommenden Posts einzubauen.

Stay tuned!


Mehr dazu:

Kinder und Internet / Teil 1 - Intro
Kinder und Computer


Bilder: death to stock photo

Freitag, 4. März 2016

Etwas Nettes fürs Wochenende 9 / 16

Jaja, kleinen Kindern die Nägel schneiden kann auch richtig lustig sein. Vor allem, wenn das Kind den Schmäh raushat!



Enjoy your Weekend!

Mittwoch, 2. März 2016

Schneidereimarkt


Ich nähe. Ich blogge. Ergo bin ich eine Nähbloggerin. Das Netz hat mir das Nähen beigebracht. Meine Nähfreundinnen sind auch allesamt im Netz. Auch sie haben Blogs.
Nähen ist für mich eine Gemeinsamkeit, eine Community.

Aber man kann noch ganz anders nähen.

Man kann mit Schneiderpuppe nähen. Man kann Burdaschnittanleitungen verstehen (echt??) und Freundinnen haben, die auch nähen und sich mit ihnen austauschen .. und das GANZ OHNE INTERNET! Diese Damen können sich ein Kleid so anpassen, dass es richtig sitzt. Um nicht dazuzusagen: die wissen, wann etwas richtig sitzt! Sie schneidern.
Diese Damen haben keine Ahnung was Bloggen bedeutet. Sie kennen nur ein paar Blogger Klischees. Sie kennen das Gefühl nicht, wenn 2000 Leute an einem Tag deine Seite besuchen, oder wenn jemand kommentiert, der schlicht und einfach richtig, richtig weit weg wohnt.

Nähen in zwei verschiedenen Welten. Und doch haben wir soviele Gemeinsamkeiten:
wir besitzen Scheren, mit denen man kein Papier schneiden darf,
wir haben ein inniglich/schräges Verhältnis zu unserer Nähmaschine,
wir haben viel Stoff zu Hause, zu viel Stoff ;-),
dazu einen Haufen Garne, Zipps, Bänder - Zeugs, sowas hat man normalerweise nicht.
und
wir müssen alle mal auftrennen.

Warum ich euch das erzähle?
Nun, Helga, die Organisatorin des Schneidereimarkts, hatte mich angeschrieben. Sie war gerade dabei alles für eine Art Mini-Messe - Markt eben - zusammenzusammeln, was für Näh- und Stoffbegeisterte von Interesse sein könnte. Neben den obligaten Ständen mit speziellen Stoffen wollte sie auch kurze Vorträge bieten. So als kleine Know-How-Übertragung quasi. Nähendes Volk unter sich. Und sie fand es eben hochgradig interessant, diese Sache mit dem Bloggen. Sie wußte nur soviel: es gibt viele Blogger! Viele nähende Blogger! Würde ich darüber reden wollen? Warum bloggt jemand? Wenn er doch eh schon näht!


Veranstaltungsort: brick 5

Dieser Frau musste dringend geholfen werden! (ui, ich werd grad lustig)
Also saß ich bald nach meiner Zusage Helga gegenüber. Helga und ihrer nähenden PR-Freundin, Bernadette, und um ehrlich zu sein, fand ich die beiden total faszinierend. Sie sprachen über das Nähen so ganz anders. Ein bißchen so, wie Ärzte über Krankheiten reden, aber im Unterschied zu den Ärzten, habe ich in diesem Fall alles verstanden. Gleichzeitig blickte ich in 2 total neugierige Gesichter. Es war klar: für die beiden war ICH die Exotin.
Funny!
Sehr nett!
Sehr funny!

So kommt es denn dann, dass ich auf Helga's Schneidereimarkt einen kleinen Vortrag über das Bloggen halten werde.
Falls ihr also nicht wisst, wieso ihr bloggt, dann kommt doch zuhören! Ich erkläre euch dort alles! ROFL ROFL

Ganz nebenbei könnt ihr vorher ein paar neue Stoffquellen entdecken (klickt euch mal durch die Ausstellerliste, aber seid gewarnt: richtig cooles Material gibt's da!)
So ihr nicht sowieso die ganze Zeit in den Vorträgen der anderen Sprecher sitzt! Die Themen klingen nämlich grandios (Leider darf ich da noch nichts dazu verraten! hmpf)

2 Tage läuft der Schneidereimarkt und für all jene unter euch, die richtig, richtig weit weg wohnen (siehe oben), gibt es eine VERLOSUNG! (KLICK)
Zu gewinnen gibt es eine Übernachtung für 2 Personen im ruby Marie Hotel Vienna (lässiges Hotel, ehrlich) und dazu den freien Eintritt zum Schneidereimarkt.


Und bevor ihr fragt: Ich bin wohl vortragstechnisch am Samstag dran.
So, jetzt muss ich mir nur überlegen wie das so ist mit dem Bloggen!
;-)

 
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