Montag, 5. Dezember 2016

Die 6 Dinge, die sich in unserem Leben verändert haben seit wir Katzen haben

Es sind nun etwas über drei Monate. Seither wird hier bei uns miaut. Es kam überraschend schnell. Der Entschluß. Das Suchen. Und das Finden. Und nun leben wir in unser Wiener Wohnung zu sechst. Fußabdrucktechnisch haben wir uns sogar verdoppelt (Schmunzel).

Mein Mann und auch ich, wir hatten zuvor nie eine Katze oder einen Hund. Es war Neuland für uns. Wir hatten viele Bedenken. Für mich ging es viel um Platz und um Gerüche. Für ihn um zusätzliche Arbeit.
Nun, 3 Monate mit James und Vito haben wir jetzt intus. Was hat sich verändert?

1. Die Kinder streiten weniger!

Kein Scherz. Sie sind ruhiger. Sie kommen von der Schule heim und kriechen erstmal eine Weile am Boden rum. Sie tragen die Katzen von A nach B und wieder zurück. Sie füttern, sie streicheln, reden und spielen mit ihnen.
Bei genauerer Betrachtung tun wir das alle. Auch mein Mann und ich.
Das nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass offensichtlich das Streiten zu kurz kommt. ;-)


2. Es ist im Kinderzimmer deutlich mehr aufgeräumt. 

Überraschung! Es liegt kein Lego mehr rum. Es wird durchaus immer noch Lego gespielt, aber es wird am Ende weggeräumt. Das ist neu!
Der Rest liegt immer noch rum. Also Katzen sind kein Wundermittel, aber der Unterschied ist beträchtlich.

3. Es wir mehr gespielt und gelacht.

Die beiden Kater sind ausnehmend unterhaltsam. Wenn sie herumtoben hat das signifikante Ähnlichkeiten mit einem Tom und Jerry Filmchen. Sie rennen auf der Stelle, knallen gegen alles, dem sie in der Hitze des Gefechtes nicht mehr ausweichen können (Und bleiben davon völlig unberührt. Das muss man erst mal kapieren. Katzen zerbrechen nicht an Türen, Tischbeinen oder so. Nö. Superstabil die Dinger!) und finden scheinbar Belangloses faszinierend. Ihre Neugier scheint grenzenlos. Was für mich Dinge wie  Boden aufwischen eigenartig unterhaltsam macht.

Es wird also gelacht. Manchmal laut und schallend, manchmal mehr kichernd und leiser. Dazu kommt, dass - also zumindest der Rest der Familie ICH NICHT - gespielt wird. Also mit den Katzen. Meine Familie riskiert zerkratzte Hände und Füße, läuft lockend durch die Wohnung und hat offensichtlich enormen Spaß dabei. Was, ich gebe es offen zu, mir Spaß bereitet. Die machen sich hier alle total liebevoll zum Dodl. Herrlich!


4. Irgendwie ist mehr Liebe in der Luft.

Okay, wie erklär' ich das jetzt? Wir sind eine herzliche Familie. Hier wurde immer gekuschelt und gebusselt. Dazu kam eben jetzt das Kuscheln mit den Katzen. Ich muss zugeben, dass man ihnen nicht wirklich widerstehen kann, wenn sie da so liegen ... und einfach nur süß sind (Quietsch!) Dann strecken sie sich auch noch und schauen einen so an!

Jeder in der Familie kuschelt mit den Katzen und die Katzen mit jedem in der Familie. Und wenn gerade nicht gekuschelt wird, dann liegt es in der Luft!
Anders kann ich es nicht sagen. Aber es ist nett!

5. Das Badezimmer mieft jetzt manchmal.

Das Katzenklo steht im Bad. Und manchmal, ja, da stinkt's dann im Bad. Wir haben eine Lüftung und einen Spray und kommen damit klar. Als Unterschied ist es aber erwähnenswert. Weil das früher natürlich nicht so war.

6. Man ist nie alleine.

Sind die Kinder aus dem Haus, der Haushalt - vorläufig - erledigt und ich setze mich mal gemütlich hin. Dann kommt kurz danach ein Kater, legt sich neben oder auf mich, schnurrt leise und pennt dann weg.
Das macht das Abschalten für mich enorm viel leichter. Es ist wie Entspannung mit professioneller Unterstützung. Relaxen mithilfe eines Entspannprofis quasi.
Sehr hilfreich!


Sollte unter euch jemand mal darüber nachdenken sich ein Haustier anzuschaffen, dann möge dieser Blogpost als Feldbeobachtung dienen.
Ich hätte mancherlei Info vorab gut gebrauchen können!
Das Nachdenken wäre nicht so zehrend gewesen.
;-)

23 Kommentare

  1. Wir leben seit jeher mit Katzen. Ich würde es nicht anders wollen. Danke für dein Plädoyer!
    Herzlichst
    yase

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  2. Mir ging es genauso wie dir. Ich hatte vorher nie Haustiere und habe mir viel zu viele Gedanken gemacht. Jetzt haben wir Hund und Katze (wir leben am Land mit Garten) und ohne würden wir es gar nicht mehr wollen. Ich hätte mir gewünscht, dass mir jemand sagt wie einfach es ist Katzen zu halten, dann hätte ich auch gleich zwei von den Kuscheltigern genommen. Aber da war ich zu vorsichtig, damit sich der Hund (der schon da war) nicht überrollt fühlt. Dabei liebt er unsere Katze heiß und innig, da wär's auch egal, wenn's gleich zwei gewesen wären. Ich wünsche euch noch viel Freude mit den neuen Familienmitgliedern.
    LG Petra

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    1. Ja. Hund. Das wär's. Aber wir sind halt mitten im Betondschungel. Nicht so super. Also für einen Hund!

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  3. Liebe Susanne,

    schön hast du das geschrieben und ich habe auch schon über eine Katze nachgedacht. Die Kinder betteln ständig. Meine Großen wohnen schon alleine in einer eigenen Wohnung bei uns im Haus und haben eine Mietze! Ich finde sie unheimlich süß. Was mich störenen würde, ist, dass sie sämtliche Deko zerlegt... Machmal sage ich zu meiner Tochter: Katze müsste man sein! Den ganzen Tag schlafen, sich süß machen und gestreichelt werden. Herrlich!

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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    1. Bisher hält sich das "zerstören" noch sehr in Grenzen. Meine Gardinen sind sowieso furchtbar und das Sofa ist alt. Demo wurde bisher noch nicht zerstört. Der Adventskranz war die ersten zwei Tage aber sehr interessant! :-) Hat sich aber gelegt!

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    2. Also das ist klar: wenn du nicht gerade unbezahlbare Designerstücke oder Antiquitäten in deiner Wohnung hast - her mit den Katzen, am besten gleich zwei.
      Katzen zerlegen definitiv nicht die ganze Deko, man muss nur ein wenig darauf achten, WO man WAS hinstellt. Das muss man aber bei kleinen Kindern auch, ein wenig Überlegung, und es ist Platz für alle da (ich dekoriere mein Haus trotz 2 Kindern, 2 Katzen und einem Hund - halt nicht unbedingt in der untersten allzu leicht erreichbaren Ebene :-)).
      Hoffentlich hast du bald viel Spaß und Freude mit einem kleinen schnurrenden Stubentiger.
      Mit liebem Gruß
      Marie

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  4. Oh ja, ich liebe es auch den Kindern zuzusehen wie sie vor der Katze auf dem Boden liegen (setze wahllos irgendeinen Ort im Haus ein) und streicheln, locken... <3
    Und sobald man sich mal kurz auf die Couch fallen lässt wird man belagert und beschnurrt und muss einfach noch ein wenig länger bleiben - wäre ja gemein sonst. :-)
    Unsere Katzen stehen übrigens auf Wollsocken - also die eine zumindest. Die bringt sie wie eine Maus an, miaut, will gelobt werden...
    GLG Anna

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    1. :-) Socken sind deutlich besser als Mäuse ... was man so hört ;-)

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  5. Ich hatte mein Leben lang immer Katzen, habe über viele Dinge nie nachgedacht. Als wir letztes Jahr ein kurzes Interregnum ohne Tiere hatten, war das Haus irgendwie kalt und leer.
    Tiere machen Arbeit, Schmutz und sind auch nicht ganz umsonst. Aber die Vorteile sind so überwältigend, dass ich persönlich nicht ohne sie leben kann.
    Mir ging es übrigens ähnlich mit der Anschaffung unseres Hundes. Viele Überlegungen etc. - dann ist der Hund da, und es ist wunderbar.
    Danke für den tollen Post und einen schönen Advent
    Marie

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    1. Vermutlich denken wir in manchen Dingen einfach zu viel nach ...

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  6. Das hast du echt schön geschrieben! Ich mag Katzen aber trotzdem nicht. Weil: Haare! In den Klamotten, auf der Couch, in den Stoffen, in der Wolle, auf den Klamotten, im Bett. Oder?

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    1. Bisher noch nicht. Haare null. Ich habe so einen Roller an die Garderobe gehängt. Aber nix. Womöglich kommt das noch. Sind ja klein!

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  7. schön! Miezen sind was schönes!
    und ja, so ein Katzenklo kann manchmal riechen - ein Katzenpups auch - vorallem, wenn Mieze sich gerade auf deinem Schoß eingerollt hat :)
    trotzdem ist eine Miez oder auch zwei eine riesige Bereicherung für das Familienleben!!!
    noch ganz viel Freude mit den beiden Kampfkuschlern :)
    liebe Grüße
    Manu

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  8. Ich vermisse meinen Kater! Wir hatten ihn 18 Jahre und jetzt ist es echt schwer sich zu entscheiden ob nochmal oder nicht...Genieße die Zeit!
    Liebe Grüße,
    Lee

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    1. Wir genießen!
      .. und wie gesagt, frau denkt da einfach zu viel nach!

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  9. Immer wieder schön zu lesen, wenn jemand auf die Katze gekommen ist. Und eure Beiden sind ja auch einfach zu niedlich (aber das sind bekanntlich alle kleinen Katzen und Hunde und überhaupt Tierbabys...)Und ja, ich bin der festen Überzeugnung, dass man ein ausgeglichenerer und besser Mensch wird, wenn man Katzen um sich hat!
    Haaren werden deine sicherlich auch noch, spätestens mit dem ersten vollen Fellwechsel... aber stundenlang die Miezen bürsten kann auch entspannend sein. Fürs Kratzen gibts ja Kratzbäume und Kratzbretter, auch sehr beliebt sind Kartons oder vom nächsten Landbesuch nen Stück Ast / Baum mitbringen und dekorativ irgendwo hinstellen - einfach früh genug dran gewöhnen, dann lassen sie die Möbel meist in Ruhe. Gegen Katzenklomief hilft nur ein geschlossenes Klo mit genug Streu das jeden Tag sauber gemacht wird - muss man halt durch.

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  10. Ich freu mich schon so auf die beiden... auf euch schon auch *hehe* ... und die infos hast schon von mir haben können (und z.T. auch bekommen) ... aber all die Dinge glaubst ja nicht, die MUSST du selber erleben... tust du eh :D
    Bussi
    Birgit

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  11. Liebe Susanne, das ist so ein schöner Bericht. Wir hatten 18 Jahre einen getigerten Kater, ein richtiges Charaktervieh. Von ihm gibt es viele schöne Geschichten. Jetzt hat meine älteste Tochter (3Kinder) auch 2 so kleine Schmusekatzen und alle genießen es.
    LG
    Magdalena

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  12. Hallo Susanne, wie schön zu lesen!
    Wir hatten sehr, sehr lange Katzen, dann kam unser Sohn und die letzte Katze lebte noch bis er zwei war. Dann gab es eine Tierpause, ich war nicht sicher, ob ich solchen Abschiedsschmerz wieder ertragen wollte. Dann wurde die Pause zu lang und die Vorstellung, dass mein Sohn ohne Tier aufwachsen sollte, absurd (ich selbst hatte als Kind einen Zoo). Allerdings stellte sich heraus, dass mein Sohn eine Katzenallergie hat :-( Nach langem hin und her, und viiieel nachdenken kam dann unsere Paula ins Haus. Diese Seele von Labrador Hündin macht uns alle soooo glücklich, wir lieben sie ♥ Ich freue mich für jeden, der so etwas erleben darf, Tiere machen das Leben reicher an Freude und Liebe. Da sind dann auch Kosten und Mühen schnell vergessen.
    Weiterhin alles Gute mit Euren Katzen ♥
    Viele liebe Grüße,
    Kerstin

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    1. http://jansschwester.blogspot.de/2014/03/liebe-paula.html

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  13. Hallo Susanne,
    als "Mami" von drei Fellnasen kann ich dir nur zustimmen.
    Dein Bericht ist sehr liebevoll geschrieben und eure Beiden sind zuckersüß!
    Liebe Grüße und dickes Maunz,
    Sabine

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