Mittwoch, 31. August 2016

Brainstorm it - This is not okay

Wie ja einigen von euch womöglich noch in Erinnerung ist, haben wir vor knapp einem Jahr unseren Protestkatalog rausgebracht. (Katalog anschauen - Link)
Ja?
Könnt ihr euch erinnern? Does it ring a bell?


Gut. Denn ich hab da diesbezüglich eine Frage.
Also.
Ich denke darüber nach, wie ich diese Aktion weiterführen kann. Wie ich euch ja neulich erzählt habe, war die Arbeit dahinter nicht zu verachten. Hat Spaß gemacht, aber in dieser Form ist das nicht wiederholbar. Das Back-Office muss ich da anders aufstellen. Das kann ich alleine nicht. Das ist die eine Sache. Die andere ist aber die Gestaltung und das Motto der ganzen Idee.
Also von Bio-Stoffe-only über Kindermode, Männermode bis hin zu was-wenn-wir-versuchen-in-den-englischsprachigen-Raum-zu-quasi-expandieren? Versteht ihr was ich meine?
Was hättet ihr gerne? Zum einen, weil's dann Spaß macht, zum anderen weil's euch wichtig ist. Bzw.

Welche Ideen habt ihr denn so?


Lasst uns doch mal solide brainstormen. In unseren kreativen Nähköpfen schlummert doch sicher noch die eine oder andere Idee. Kommentiert die doch mal! Merci!


Soweit so brainstorm-it!
Als kleine Anregung empfehle ich zum einen die Lektüre des Posts zum Protest und zum anderen natürlich das Meisterwerk itself.
Ein bißchen blättern schadet nie!

Näherinnen für Näherinnen! Die Sache ist noch nicht ausgestanden! Wer näht schafft Wert!
Egal ob in Europa oder Bangladesh.





Existenzlohn ist der richtige Mindestlohn!


28 Kommentare

  1. Erstmal Yeah! Yeah! Yeah! Ordentlich nachdenken kommt noch. Du weißt ich wollte schon beim ersten Katalog die ganze Family einnähen!
    wie gut das klingt ... beim ersten... Naaaaaachfooooooolger! Yeah!

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  2. Yeah! Kleidung aus überwiegend Biostoffen fände ich super.
    Ganz liebe Grüße
    Mareike

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  3. Ich verfolge in den letzten Wochen auf www.makery.uk die Aktion "The Refashioners 2016".
    Da werden ausschließlich genähte Sachen aus alten Jeans gezeigt. Das ist so cool und inspirierend! Also vielleicht ein Kapitel für Jeansupcycling? Ich denke, dass Jeans durch das Färben und teilweise Bleichen besonders schlimm in der Herstellung ist. Um so besser ist es, die Stoffe so lang wie möglich zu nutzen.
    Bio-Stoffe finde ich aber auch gut!
    Letzten Samstag auf dem Stoffmarkt habe ich gestaunt, wie mager das Angebot in dieser Hinsicht noch immer ist...
    LG, Kirstin

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  4. Hi! Erstmal: Großartig! Zum Brainstorming: Ich finde, der angesprochene Wert sollte sichtbar werden, also in Zahlen. Materialkosten, Stundenlohn, Betriebskosten. Und dann: ausschließlich Kleidung aus Biostoffen (vielleicht sogar 100% Bio, also auch Garn etc.). Also einen radikalen Gegenentwurf! Liebe Grüße, Karin

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    1. Genau auch meine Gedanken! Ich finde das Bewusstwerden, was Kleidung eigentlich kostet immens wichtig. Die Leute zum Nachdenken anregen, wenn sie das nächste Mal ein Duo-Pack Leggins für 3 Euro in der Hand halten.
      --> selbstgenähte Kleidung aus Bio-Stoffen UND fairem Handel wenn möglich (weil Bio nicht zwingendermassen gleichzusetzen ist mit fairen Arbeitsbedingungen würde ich sagen), ergänzt mit Zahlen (Material, Lohn usw). Oder Alternativen aufzeigen mit Upcycling aus alten Kleidern oder sonstigen Textilien. Oder gekaufte Bio-Kleidung aus fairem Handel.

      Soweit mein kurzes Brainstorming. Liebe Grüsse, Franzisca

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  5. Hui - ich bin dabei! Aber erst am gehe ich in mich....
    Lg, Anke

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  6. also , das von Augusthimmel angesprochene Denim - Thema finde ich auch auch spannend, ist aktuell und ziemlich oft im Netz zu finden. Ich würde es generell ausweiten auf alle Kleidungsstücke, andere Stoffe haben auch eine zweite Chance verdient ;) Außerdem finde ich deinen Ansatz gut, wenn du dein Genähtes präsentierst sprich : Preis und Wert, dass sollte unbedingt miteinbezogen werden.
    Lg Karin

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  7. Alle Daumen hoch! Ich schliesse mich der Meinung von Karin an- alles in Zahlen- Materialkosten, Arbeitszeit usw.
    Biostoffe und Recyclingstoffe fände ich super- ich nähe für die Kinder immer wieder was aus unserem alten Gewand.
    Nähkurse, Workshops- einfach erwähnen, bei wem man nähen könnte- wenn es wer anbietet- das motiviert meine Freunde immer wieder.
    Liebe Grüße Magda

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  8. Hallo :) ....und wie ich mich erinnere :) Mein Gedanke dazu - weil es mich seitdem immer wieder "wurmt": Ich kenne viele Näherinnen, die selber nähen sich aber keine Biostoffe leisten können. Ich könnte mir gut vorstellen, einfach mal zu verdeutlichen, was man aus "alten Teilen" noch so machen kann. Klar, "upcycling" ist oft ganz schön ausgelutscht, aber m.M. sehr sinnvoll. Vielleicht lässt sich da ja was Schönes machen, mit der Chance dass noch viel mehr Frauen dabei sein können?
    Liebe Grüße
    Alexandra

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  9. Liebe Susanne,

    ich kann mir alles vorstellen, auch wenn ich bei Kindermode raus bin ;-) Allerdings, wie wäre es mit einem Mixed-Katalog? Mehrere Kategorien, jede Kategorie bekommt den gleichen Stellenwert. Sprich: Nur Bio, Nur Kinder, Nur Männer, Nur Unterwäsche, Nur Hosen....Nur Upcycling... und zu allem gibt es mehr oder weniger gleich viele Beiträge...? So viel zu meinem Brainstorming :-)

    Liebe Grüße,
    Anna

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    1. Liebe Susanne,
      ich kann mich Anna voll und ganz anschließen. Die Idee, einen Mixed-Katalog zu erstellen, finde ich toll.
      Liebe Grüße
      Jana

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    2. Die Idee finde ich auch klasse! Und man könnte das ganze ja auch in deutsch UND englisch machen?! Wäre zwar dann nochmal gewaltiger Aufwand, aber so könnten wir das mit dem "Expandieren" auch hinbekommen?!

      Und wenn alle zusammenhelfen und dir einiges abnehmen, schaffen wir das doch bestimmt! Einer übersetzt Texte, der andere hilft beim Design und so weiter?!

      Ich wäre auf jeden Fall dieses Mal dabei, letztes Mal hab ich es total übersehen und auf den letzten Drücker wollte ich auch nichts dir schicken :(

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  10. Liebe Susanne, bitte unbedingt weiterführen. Bio ist gut, aber wie bereits jemand angemerkt hat, ist fairer Handel mindestens ebenso wichtig und auch hier - Du kennst mich mittlerweile - sind Zertifikate gut, aber nicht alles und auch jenseits von diesen Zertifikaten sind fairer Handel möglich. Traditionen, Kulturen und Handel hängt immer zusammen... Wenn ich unterstützen kann, stehe ich sehr gerne zur Verfügung ;-)

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  11. Ich finde Alexandras und Zwergs Welts Ideen überlegenswert. Denn es ist schon so Bio ist nicht für jeden mal eben so erschwinglich. Da muss man schon genau überlegen ob man sich das leisten kann. Und verschiedene Kategorien wären super, weil dann vielleicht auch mitmachen kann wer sich noch nicht an große Projekte traut :-)
    L.G. Jutta

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  12. Ui, somethings comming up. Ich freu mich!
    Ich hänge mich an die Vorrednerinnen zu "bio/fair" an. Und mehr schriftliches. Also sowohl zu Schnitt, als auch zu Material. Denn wenn man dann dort stehen hat (bei jedem Bild, oder in einem Glossar?), wo man alles zertifizierte Stoffe und Garne, Zubehör bekommt, dann ist das eine unglaublich gute Sammlung!
    Ein Katalog für alles (Frau, Mann, Kind) fänd ich auch gut.
    Aber puh, je mehr Kategorien, desto mehr Arbeit. Da musst du ganz klar gucken, wie das vom Aufwand her gehen kann.
    Ich bin gespannt.
    Beste Grüße
    Janine

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  13. Ich würde auch schön finden, wenn man sich zu einem gekauften garantiert unfair produzierten Kleidungsstück auseinandersetzt. Wie kann es einen Mehrwert bekommen? Wie wurde es wohl produziert? Kann ich diesem Stück ein zweites Leben schenken? Also eher in die Refashion Richtung. Ich weiß aber nicht, ob das deinen Idealen widerspricht...
    Ich selbst kaufe zwar kaum noch Kleidung, aber bekomme sie zum teil geschenkt oder gebraucht vermacht. Mein Motto ist dann immer, wenn schon jemand unter unfairen Bedingungen produzieren musste, dann sollte das Kleidungsstück wenigstens nicht gleich im Müll landen. Ich finde das als doppelte Demütigung an den Näherinnen in Bangladesch. Sie schuften und nach ein paar getragenen Monaten landet ihr Werk im Müll und ist noch weniger wert.

    Liebe Grüße Franzi von Hauptstadtmonster

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    1. Genau das denke ich auch und mach es auch so. Oft landen ausrangierte Stücke bei mir - oder ich kauf sie auf dem Flohmarkt ... und dann mach ich dann "mein Ding" draus :)und sie erhalten ein zweites Leben. Übrigens nicht nur bei Kleidung :)

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  14. Super cool. Ich stimme für eine Upcycling Variante;) Liebe Grüsse
    Anne von CUT.SEW.LOVE.

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  15. Liebe Susanne
    finde ich toll mit dem Weitermachen. So wie ich das letztes Mal verstanden hatte, war das Mitmachen nur für blogerinnen möglich. Es gibt aber auch ganz viele Nähende ohne eigenen blog oder eine homepage. Toll wäre, das Mitmachen für alle Nähenden zu ermöglichen.
    Liebe Grüsse
    Marianne

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  16. Huhu Susanne,
    hier sind ja schon ganz tolle Ideen! Upcycling ist auch für mich ein großes Thema. Nachhaltigkeit anstatt Wegwerfphilosofie.
    Ich fände es auch irgendwie interessant, wenn man mal ein gekauftes Outfit gegen ein Genähtes stellt, evtl. auch die Kosten gegenüberstellt, um sich noch mehr den Wert zu verdeutlichen.
    Auf jeden Fall muss die Kampagne weiter gehen!
    Liebe Grüße Sabrina

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  17. huhu liebes. da sind ja schon großartige ideen dabei. ich finde einen mix katalog auch gut. das ist einfach vielfältiger. es sei denn, du möchtest noch mehr dieser projekte, dann kann man natürlich ein thema je projekt haben. ich glaub upcycling ist wirklich aktuell und gut. ich persönlich würde auch sowas wie alltagshelden gut finden (beutel nähen ....) . eine gegenüberstellung und genaue auflistung der arbeitsschritte vom stoff zum fertigen kleidungsstück fände ich auch gut. dann wird deutlich, wieviel zeit und arbeit dahinter steckt und das es einfach nicht ok sein kann, ein nach chemie riechendes teil bei k** und co für 5 euro zu kaufen. lg claudi

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  18. Hab jetzt länger nachgedacht. Du brauchst ein greifbares Thema - eh klar... nann ich grad nicht liefern ;-) Aber eins weiß ich: Es sollte ein supergenaue Deklaration der Kosten und der Arbeitszeit dabei sein. Was auch immer die Nähwerke sein werden, weil das wird eh super.

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  19. Liebe Susanne
    Die Idee einer eines Katalogs 2.0. ist grossartig :-)
    Ich bin sehr für Bio-Stoffe und Recycling/upcycling
    Warum?
    Ich habe hier jetzt schon öfter gelesen, das dies nicht so ok wäre, weil sich nicht jeder Bio Stoffe leisten kann. ja, das mag sein, aber es geht ja darum, Bewusstsein zu schaffen, Bewusstsein für die Herstellung, Bewusstsein für die Qualität des Materials.
    Klar sind Bio Stoffe teurer, aber das ist fair hergestellte Kleidung auch - und da bin ich wieder beim Bewusstsein. Wir müssen und klar darüber werden WAS brauchen wir wirklich. Wir leben mit allem im Überfluss. Ich für meinen Teil habe durch meine #littlebeekauftnix Challange - 1 Jahr ohne Kleiderkauf viel über mich und mein Kaufverhalten gelernt.

    Ich brauche nicht das 30. selbstgenähte Shirt im Schrank aus billigem Stoff - ich brauch ja auch nicht das 30. Shirt vom Diskonter - einerseits wegen der Herstellung aber auch wegen der Stoffqualität.
    Ich kann für mich sagen, das Einkaufen geht mir bislang nicht ab, ich habe mir ein paar Sahnestückchen für meinen Kleiderschrank genäht von sehr guter Stoffqualität. Ich produziere für mich und vor allem für meine Kinder NUR noch das was wir wirklich brauchen und eben keine Shirts, Hosen, Mützen und Hoddies im Überfluss.

    Und eine Ausweitung auf Kinder/ Männer wäre natürlich auch fein, fände ich auch schön, vielleicht für 3.0?

    Liebste Grüße
    Michaela

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  20. Liebe Susanne,

    ich würde eine Neuauflage der Aktion klasse finden. Vielleicht magst du eine FB-Gruppe dazu erstellen, damit man sich besser austauschen kann und sich auch die Aufgaben evtl. etwas verteilen lassen. Ich mag FB ja eigentlich nicht so super gerne - aber die Arbeit in den Gruppen erleichtert es doch deutlich.

    Zum Thema würde ich vorschlagen deine detaillierten Auflistungen über Kosten & Arbeitszeit mit aufzunehmen. Das soll ruhig jeder ausrechnen und dazu schreiben für sein genähtes Outfit. Das hat doch immer wieder einen mega Aha-Effekt. Und dann würde ich dieses Mal komplett auf Biostoffe setzen. Wenn schon - denn schon ;-)

    Zweisprachig - also deutsch und englisch - wäre natürlich klasse, in der Hoffnung noch ein paar andere Blogger mit ins Boot zu bekommen. Aber natürlich sehr aufwendig.

    LG,
    Kerstin

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  21. Na, bravo.... lesen... nachdenken... mit dir über alles mögliche plaudern, aber vergessen einen Kommentar abzugeben...
    Was ich ja genial finden würde, wären sozusagen verschärfte Bedingungen... wir nähen nicht nur selbst, sonder wir achten auch darauf, dass auch der Stoff auch aus entsprechenden Fair Trade und organic Produktion stammt.
    Bussi
    Birgit

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  22. Lustig... ich lese die Kommentare der anderen immer hintennach, weil ich mich nicht beeinflussen lassen möchte... ich würde sagen ein gewisser Trend ist klar erkennbar.
    Weißt eh, mein Angebot steht
    <3 Birgit

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  23. Jaaaa! Bio und/oder Fairtrade und/oder Upcycling. Wäre für mich die konsequente Fortführung der ersten Aktion. Wenn ich was übernehmen kann (Korrekturlesen, Englisch checken) - gerne!

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Ich freu mich immer narrisch, wenn ihr euch Zeit für einen Kommentar nehmt!

 
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