Donnerstag, 30. April 2015

This is not okay 6: Mindestlohn vs. Existenzlohn

Heute ein bißchen trockene Info. Muss sein. Muss man mal gehört haben .. oder gelesen. Aber dafür mamimade-kurz.

Also es verhält sich in etwa so. Da gibt es den Mindestlohn, er wird vom Staat vorgeschrieben und ist quasi der Kampfpreis mit dem die Länder um die Aufträge der großen Konzerne buhlen. Je niedriger der Mindestlohn desto mehr Aufträge. Die Konzerne picken sich raus, was ihnen gerade in den Marketing-Plan passt. Das geht soweit, dass sie häufig auch mal während einer Saison Land wechseln, weil halt "sorry, woanders billiger!"

Soweit so Bäh. Der Mindestlohn ist ein Kampfpreis und hat mit Lohn im üblichen Sinne nichts zu tun. Erinnern wir uns an die Kambodscha Videos. Da verdient Sokty (aus Video 2) im Monat 130$ (für 7 Tage Arbeit die Woche wohlgemerkt), ihre Miete beträgt inkl. Strom 50$. Was bleibt reicht nur mehr für ein lausiges Leben.
Hätte Sokty Kinder oder Familie, die sie mitversorgen muss, wäre die Lage katastrophal.

Der Existenzlohn hingegen ist jener Lohn, der notwendig ist um Miete, Essen, Schule, Kleidung und Arzt zu bezahlen UND es dazu noch ermöglicht einen kleinen Teil für Notfälle oder die Zukunft auf die Seite zu legen.

Je nach Land ist der Abstand zwischen den beiden Löhnen/Geldbeträgen/Werten unterschiedlich groß.

Man kann deutlich erkennen, dass die Ausbeutung in Bangladesh ihre Spitze erreicht. Sri Lanka und Kambodscha geben auch nicht viel auf die Lebensqualität ihrer Einwohner.

Was bedeutet das für euch?
Nun ja, Information ist der halbe Weg. Beinahe auf allen Seiten, auf denen ich geschaut habe steht wir sind superbemüht, unsere Arbeiter sind uns wichtig, wir sind gegen Ausbeutung ... und dann steht weiter...
z.B.
bei Bodendirect findet man in deren Ethikrichtlinien:

bei h&m verlässt man die deutsche Sprache, hat sich aber mehr Arbeit gemacht. Es gibt sogar ein Video, das beweisen soll, wie sehr sie sich doch bemühen ... und immerhin planen sie bis 2018 mit der totalen Ausbeutung aufzuhören ...
bei C&A gibt man sich reichlich schwülstig...
bei Zara und Mango ist die Sache schlicht kein Thema. Ich konnte innerhalb einer zumutbaren Zeit kein Statement der Konzerne dazu auf ihren Seiten finden.

Diese Information soll euch ein Bild vermitteln. Ich habe lang genug mit Marketing und Management zusammengearbeitet und jeder wird mir bestätigen, dass, wenn sie sich eine "Ich bin gut!"-Nadel anstecken können, dann tun sie es auch.
Das bedeutet, wenn das Wort Existenzlohn nicht aufscheint, dann beuten sie aus! Egal wie viel sie drumherum schreiben.

Nächste Woche gibt es dann eine erste Sammlung an Firmen, die sich diese "Ich bin gut!" - Nadel anstecken können!
Ich gehe jetzt nähen! :-)


Ich sage ja: mindestens Existenzlohn! :-)


Bildquelle Mindestlohn vs. Existenzlohn: CleanClothes

Mittwoch, 29. April 2015

Queen Olympia IV.

Mit großer Freude  und nähtechnischer Erleichterung geben wir bekannt, dass letzte Woche Her Royal Highness Queen Olympia IV. ihre Regentschaft angetreten hat. Die Amtsübergabe erfolgte in einem kurzen Ankleidungsritual am Morgen ihres ersten Regierungstages.
Ihre Vorgängerin Olympia III. hatte nach einer intensiven und erfüllten Amtszeit ihren Rücktritt per dauerhaftem Knie-durch angekündigt. Wir werden immer dankbar an ihre Zeit zurückdenken. Es war schön.

Queen Olympia IV. ist ihrer Vorgängerin zum Verwechseln ähnlich. Sie verfügt über eine solide Ausbildung in Sommerjeans und hat einige Spezialisierungen in den Fächern Glitzer und Kontrast abgelegt. Der auffälligste Unterschied ist ihre Größe. Sie überragt Olympia III. um eine komplette Kleidergröße.

Die Königin ist tot.
Lang lebe die Königin!

Genaue Tipps zur royalen Hose mit vielen Tipps findet ihr hier.


Näherin für Näherinnenrechte!

Montag, 27. April 2015

Aus dem Leben - Ein Kinderspiel


Kinder sind gar nicht so kompliziert, wie immer gesagt wird.

Viel wurde hier schon geschrieben von Krisen, schwierigen Situationen und besonderen Herausforderungen.
Aber, ganz ehrlich, es gibt viele Tage im Leben mit dem Nachwuchs, die sind einfach nur ruhig und glückserfüllt.

So ruhig, wie es eben ist, wenn hochbeschäftigt Lego gespielt wird. Oder gemalt. Oder gelesen.
Diese Form der Koexistenz kennzeichnet sich dadurch, dass sie nur von „Mama! Schau!“ - Rufen durchbrochen wird. Oder von leisem Gekichere oder Gesinge.
Sind Freunde/innen anwesend so verraten die Konversationen während dem Puppenspielen oder dem Ballspielen viel.
Nicht dass ich lauschen würde, aber schon durch die Bruchstücke, die mir zu Ohren kommen, weiß ich, dass die Vicki den Tobias liebt und dass in Familie XX das Aussehen der Mutter für den Vater enorm wichtig ist.

An guten Tagen wird so wenig gestritten, dass es keine Erwähnung wert ist. Sodaß das glückliche Spielen ins glückliche Essen übergeht, was wiederum eine Grundvorraussetzung für weiteres glückliches Spielen ist.
Da mittlerweile die warmen Temperaturen eingezogen sind, wird glücklich draußen gespielt. Im Garten, am Spielplatz, draußen halt.
Das ist von großem Vorteil, so man sich drinnen aufhält. Da hat man dann nämlich das zurückgebliebene Chaos in aller Ruhe für sich.

Gehört man aber zur „Ichbinauchdraußen“-Elternschaft, dann kommen an diesen Tagen zu den „Schau!Mama!“- Rufen eben noch „Fang! Mama!“ oder „Weißt du wo die Frisbee ist?“ - Sager dazu.
Das war’s dann auch schon.

Könner halten die Kinder mit bereitgestellten Getränken und ansprechendem, möglichst gesundem, Jausenmaterial auf Blutzucker. So kommt man dann supereasy über den Tag.
Ehrlich!
Das kann jeder!

Man sollte bloß keine allzugroßen Schwierigkeiten mit schmutzigen Händen oder Sand auf dem Weg zum WC haben.
Bleibt man ruhig und entspannt, kriegt man dafür jede Menge fliegende Bussis zugesandt, strahlende Augen, breite Grinser und quietschendes Lachen. Nebst dem Geht-runter-wie-warme-Butter-Spruch „Du bist die beste Mama der Welt!“

Manchmal ist Kinderhaben ein Kinderspiel!
Und zwar gar nicht mal so selten!

Freitag, 24. April 2015

Etwas Nettes fürs Wochenende # 13/15

Genau mein Erfahrungsbild: je kleiner desto selbstsicherer :-)


Wenn es unbedingt sein muss, dann lasst sie dieses Wochenende einfach auf die Tische...
Oh Cäpt'n mein Cäpt'n quasi
:-)
Viel Spaß!

Donnerstag, 23. April 2015

This is not okay 5: Der Label - Dschungel

Es gibt Öko-Labels sprichwörtlich wie Sand am Meer.

Und da liegt der Hund begraben.
Es gibt davon so viele, dass man keinerlei Übersicht mehr hat. Und nicht wenige dieser Labels sind reiner Fake. Kundenaugenauswischprogramme, wenn ihr versteht, was ich meine. Grrrr!

Aber man braucht nicht allzutief zu graben und schon findet man im Netz so manch hilfreiche Seite.
So bietet die Verbraucher Initiative e.V. aus Deutschland zum Beispiel eine feine Seite, die ich euch liebevoll ans Herz legen möchte.

Label online
Auf dieser Seite müsst ihr nur noch in der Suche den Anfangsbuchstaben eingeben von jenem Label, zu dem ihr Info haben möchtet.
Zudem kann man die Liste nach Kategorien sortieren (Kleidung, Lebensmittel etc.)
Sehr hilfreich!

Hier zeige ich euch jene Labels die die Bewertung sehr empfehlenswert erhalten haben. Um sie zu erhalten muss von einer unabhängig Instanz kontrolliert werden und dabei die nötige Transparenz geleistet werden. Die Bilder werden beim Draufklicken größer.


Sofort fielen mir zwei Dinge auf:
Hessnatur kann man als vertrauenswürdig ansehen. Das ist schön.
Das zweite Positive sind die GOTS Zeichen. Sie befinden sich ja doch auf einige Stoffen und somit kann man als Nähmama GOTS-Stoffe getrost verwenden.

Neulich bin ich dann noch über eines dieser Label bei Jako-o gestolpert. Basic Shirts für Kinder, Kräftige Farben, schlicht. Es trägt das bluesign Zeichen. Ich habe für den kleinen Mister ein paar davon bestellt.

.... und eines gleich ein wenig aufgepeppt. Jetzt brüllt's ;-)
Wenn ihr auf Kleidung stoßt, die eines der Labels tragen, dann schickt mir den Link: sobald ich ein paar Links beisammen habe, lege ich einen eigenen Reiter an mit Quellen, die vertrauenswürdig sind.

Und falls ihr ein Label findet, das nirgendwo aufscheint, dann einfach Finger davon lassen. Im Zweifel ist es nämlich zu 99,9% ein Marketinggag!

Ach ja, morgen feiert hessnatur den Fashion Revolution Day! Schaut mal vorbei. Da gibt's eine tolle Aktion und attraktive Gewinne (so verspricht es hessnatur auf seiner Seite).


Wir verändern die Spielregeln!

empfohlene Seiten:

Freitag, 10. April 2015

Etwas Nettes fürs Wochenende # 12/15

Ein Auto, drei Frauen, Musik!
Bingo!


Dieses Wochenende also ins Auto, Musik raufdrehen und ab ins schöne Wetter!
Enjoy!


Donnerstag, 9. April 2015

This is not okay 4: Was kostet ein T-Shirt?

Ich stellte mir vor einer Weile mal die Frage: Was kostet ein T-Shirt? Der Zusammenhang war folgender: Was kostet ein T-Shirt, das ich für jemanden nähe würde.
Und wie ich es auch drehte und wendete, der Preis war entweder lebenserhaltend und damit sauhoch oder einfach nur ein Scherz auf meine Arbeit.
Denn man begeht intuitiv den Fehler sich am Preis eines Massenshirts zu orientieren .. obwohl es aufgeleger Schwachsinn ist. Mal ehrlich!

Und aus dieser Überlegung heraus, fragte ich mich, wen ich denn eigentlich bezahle, wenn ich mir so ein Massenshirt kaufe. Denn die Näherin kriegt ja offensichtlich von mir so gut wie nichts. Soweit ist die Sache ja schandhaft klar.



Ich habe euch drei T-Shirt Preis Grafiken aus dem Netz herausgepickt. (wenn ihr draufklickt werden sie größer .. leider nicht schöner!) Und ihr könnt damit ganz eindeutig sehen, dass in einem herkömmlichen Shirt viel steckt, bloß keine Anerkennung für die eigentliche Arbeit.

Jetzt mag man geschichtlich darüber diskutieren, wie das entstanden ist und wo man hätte etwas ändern können und vor allem kann man die allseits beliebte "Wer ist schuld"- Frage stellen. Persönlich halte ich das für erfrischend sinnlos. Was ich aber deutlich sehe ist: da gehört gehandelt. Und zwar von mir! naja, .. okay von euch auch ;-)

Alternativen:

Hier nun mal eine Lösungsbeispiel:
Ich bin bei meiner Recherche zu diesem Thema über ein Shirt-Juwel, wenn ich mir den Namen in diesem Zusammenhang mal erlauben darf, gestolpert.

Die Firma Switcher aus der Schweiz produziert Basic Shirts. Nix aufregendes. Polo Shirt, Rundhalsshirts, Shirts mit V-Ausschnitt. Weiß, Schwarz und ein paar klassische Farben sind vertreten. Für Damen und Herren und auch für Kinder.
Soweit so kennenwirdochalles, was Switcher auszeichnet ist folgendes: Man kann jedes Shirt in seinem gesamten Entstehungsweg nachverfolgen. Man kann sehen, wo wurde gefärbt, wo gewebt, wo genäht. Das nenne ich mal einen Einblick. Switcher hat Verträge mit Nähfabriken in Indien, die sich dazu verpflichten Existenzlöhne zu zahlen. Switcher arbeitet seit Jahren mit derselben Fabrik(en) zusammen und fördert die Näherinnen und deren Familien und Kinder in vielfältiger Weise. Und dabei lässt sich Switcher von der FairWearFoundation komplett kontrollieren.

Ach ja, die Baumwolle ist, wenn gekennzeichnet, Bio .. keine genetisch veränderte (wie ich lesen musste sind mittlerweile 80% der Weltanbaumenge von Baumwolle genetisch verändert... pffff)

Solche Firmen sind außergewöhnlich!
Und gehören gefördert bzw. beshoppt ;-)
Ich habe Shirts für meinen Mann und mich bestellt ... die pimpe ich mir dann noch etwas... das Ergebnis gibt es dann hier nachzulesen! :-)

Aufruf an euch
Switcher ist nur ein Anbieter, der vorbildlich handelt. An dieser Stelle möchte ich euch auffordern Firmen und Erzeuger, die fördernswert sind an mich zu mailen. Dann werde ich sie hier vorstellen und eine gesammelte Shop-Liste erstellen, dann kann man zwischendurch auch ganz ohne Mist dabei zu bauen shoppen gehen!

Let's change the game, Ladies! :-)
Have fun!





Mehr zu diesem Thema findet ihr hier!

Bildquellennachweis:
Bild 1: CleanClothes Bericht zum Firmencheck 2014
Bild 2: swissinfo
Bild 3: Beobachter

Mittwoch, 8. April 2015

Vienna my Love - InstaImpressionen März

Meine Stadt im März.
Ein paar Impressionen

Wien


Dienstag, 7. April 2015

Eiskönigin Party - eine Ideensammlung

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit müsst ihr auch ab und dann mal eine Kindergeburtstagsparty schmeißen. So wie ich gerade! Und weil man Ideen und Anregungen immer brauchen kann, hier der Ablauf unseres Eiskönigin-Rätselrallye-Spiel-Party :-))

Es begann mit einer Nachricht:

Im Keller stand dann eine Kiste mit 7 gefüllten Kuverts. Darin Olaf, in seine Einzelteile zerlegt, eine Uhu-Stic und ein blaues Stück Papier. (Olaf zum Download)

In überraschend hoher Geschwindigkeit wurden also 7 kleine Olafs geklebt und als Galerie an die Zimmerwand geklebt. (Am Ende beim Abholen erhielt jedes Kind seinen Olaf mit nach Hause!)

Daraufhin erhielten sie das nächste Kuvert. Dieses schickte sie ins oberste Stockwerk des Hauses wo ein Kuvert mit der 2. Aufgabe auf sie wartete.
Bildquelle
Davon gibt's kein echtes Bild, denn das war gar nicht möglich, weil unser Krabbelweg nur für Kinder zugänglich war. Dieses Spiel wurde ausdrücklich gewünscht. Wir hatten es schon auf unserer Star-Wars-Party.

Ach ja, wurde ein "Eisblitz" berührt, musste er/sie stehenbleiben und bis 10 zählen. :-)
Es wurde viel gezählt!
Als alle durch waren, ging es weiter mit..
Das geht so:
ein Bild von Arendell (das ist die Stadt aus dem Film, die - ähem - tatsächlich unter Eis begraben wird... ich halte mich ja an die Vorgaben ;-)) ausdrucken und laminieren.
Unter einen Haufen crushed Ice in eine Salatschüssel legen.
Ein paar Suppenlöffel (Anmerkung: Schöpfer wären besser gewesen ... das hat gedaaaaauuuuuert!!)
und ein "Hindernisparcour" aus allem, was man so findet... 
Los geht's!



Am Ende wurde die Stadt wirklich ausgegraben, was ich leider filmisch nicht festgehalten habe!
Im Tausch gegen sie erhielten die kleinen Eiselfen dann die nächste Aufgabe.
Das klingt leichter als es ist. Denn 1. hatten wir keine Schneebälle sondern Styropor-Kugeln (es gingen auch kleine Wollknäuel) und 2. war es nicht völlig windstill.
Für 20 Schneebälle habe sie dann doch ein Weilchen gebraucht..


Irgendwann waren dann doch alle Schneebälle im Kübel und schon waren wir bei der letzten Aufgabe:
Die "Eisschollen" waren Badematten vom Schweden. 5 Stück. Die Kids passten je zu zweien auf eine Eisscholle, so blieb immer eine über .. ganz hinten in der Schlange. Diese musste dann nach vorne gereicht werden, alle hopsten eine Scholle weiter, dann war wieder hinten eine über ... usw. usw.

Auf diese Art mussten sie eine kleine Strecke zurücklegen bis zum Wohnungseingang. 
Geschafft!
Kuchen!!!!
:-)

Zusammenfassung

Die Ausgaben hielten sich in Grenzen, der Spaß war enorm und die kleine Miss glücklich!
Dauer der gesamten Action auf der Party: 1,5 h (Dazu sei anzumerken, dass alle Aufgaben Kuverts irgendwo versteckt waren und sie die noch zu suchen hatten!)

Vielleicht könnt ihr ja die eine oder andere Idee verwerten!
Viel Spaß dabei!
Ich hoffe jetzt auf den Sommer ;-)

Quelle: Olaf Kit

Freitag, 3. April 2015

Etwas Nettes fürs Wochenende # 11/15

Also ich kann das Verhalten der Katzen ja aus tiefstem Herzen nachvollziehen!!

Viel Sonne für diese Wochenende wünsch' ich euch!


Donnerstag, 2. April 2015

This is not okay 3: Let's change the game

Letzte Woche habe ich euch die Aftenposten Sweatshop Videos gezeigt. Mir ist wichtig folgendes dazu zu sagen: die Videos habe ich benutzt um euch das Problem durch sie näher zu bringen. Die meisten Berichte zu dem Thema sind nämlich viel schwerer zu verdauen.
Diese Videos jedoch schaffen es, einen an diese schwere Kost auf „softe“ Weise heranzuführen. Ohne, dass man gleich in Schuld erdrückt wird. Das war mein Ziel!

Ich will mich nämlich bei diesem Thema nicht mehr schuldig und zudem noch machtlos fühlen. Denn diese Gefühlskombination hilft mir (und den Näherinnen) nicht weiter. Sowas blockiert. Und ich will doch handeln. Klar?
Okay, dann zur Sache!

Wir haben alle in den letzten Jahren mehrfach miterlebt, dass man gemeinsam sehr wohl Dinge verändern kann. Das Internet macht es möglich.
Und ich will etwas ändern. Gemeinsam mit euch!  Zunächst in unseren Gefühlen und in unseren Köpfen und am Ende dann hoffentlich auch für die Näherinnen, wo auch immer die sitzen: in Asien, in Afrika oder sogar in Europa.

DAS DILEMMA DER GEFÜHLE


Es ist doch so: Schuld und Ohnmacht, das ist wahrlich keine sexy Kombination, wenn es darum geht Dinge zu ändern.
Also muss man diese Gefühle
1. einmal wahrnehmen um sie
2. dann loszulassen zu können.

Denn, wenn ich mich wieder in meiner Kraft fühle und ich mir meiner Macht als Kunde bewußt bin, dann kann ich alles.

DIE IST - SITUATION


Ich kann als Mutter und CEO des Haushalts mit dem dazugehörigen Budget nicht so einfach alles auf 100% Öko umstellen. Das geht zum einen finanzell nicht und zum anderen ist der Stil der meisten Öko-Bio-Fair-Bekleidungs-Hersteller nicht vergleichbar mit dem, was der Mainstream so bietet. (Bitte versteht das nicht als Kritik am Stil der meisten Öko-Marken!!)
Also bin ich genötigt immer wieder dann doch in die KettenModehäuser zu gehen, um dort einzukaufen.

Punkt 1: Das ist auch okay so! Ich bin zutiefst überzeugt, dass eine komplette Blockade dieser Läden und Marken (und, oh, es sind sooo viele) nichts bringt, weil es einfach nicht genug Leute gibt, die das durchziehen wollen oder auch können.

Aber

Punkt 2: All diese Marken und Ketten verdienen ihr Geld nicht mit den Handschuhen, den Unterhoserln oder den paar T-Shirts, die wir gerade brauchen. Nein, ihren Gewinn machen sie damit, dass die meisten Leute reingehen um ein Teil, das benötigt wird zu kaufen und dann mit einem riesigen Sackerl voll wieder rausgehen.
Darauf haben sie sich spezialisiert.
Das ist ihr Auftrag.

This is not okay - DIE IDEE


Was würde nun aber passieren, wenn wir ruhig und in dem Wissen unserer Kraft nur mehr kaufen, was wir für richtig halten und/oder brauchen.

Und was, wenn wir anschließend ausrechnen, wieviel Geld wir nicht ausgegeben haben?

Was, wenn wir ein Foto machen von dem, das wir nicht gekauft haben, es posten auf instagram, twitter, facebook oder auf unserem Blogs und mit dem #thisisnotokay versehen

Was, wenn wir dazuschreiben „60 €, die ich nicht ausgegeben habe“?

Versteht mich nicht falsch, wer ein Shirt braucht, soll sich eines kaufen oder zwei… was man halt braucht. Nur eben einfach nicht mehr als das. Lasst so viel ihr könnt zurück. Ihr sollt euch dabei aber nichts versagen. Es soll locker von der Hand gehen.  Euer Kleiderkasten wird es euch danken ;-)
Und wenn viele Leute xx% weniger Geld ausgeben dann schaut bei der Jahresendpräsentation im Management die Erfolgskurve nicht mehr nach oben.
Bingo!


GEMEINSAM


Ich bin eine Mama. Ich kaufe ein für 4 Leute. Ich weiß, was meine Familie wann braucht.
Es ist April! Meine Kinder sind gewachsen und ich weiß bei vielen von euch stehen sie auf der Liste: die Schuhe, die Übergangsjacke und die neuen Hosen.

Geht einkaufen! Aber kauft einfach nicht mehr als nötig!
Kauft was ihr braucht!
Und reibt ihnen anschließend unter die Nase, was ihr NICHT gekauft habt!
Teilt ihnen die Summe des nicht ausgegebenen Geldes mit!
Fühlt euch stark dabei!
Wir sind die Kunden!
Sie wollen UNSER Geld!
Erzählt euren Freunden davon!
Gemeinsam sind wir viele!

Ich gehe morgen Socken kaufen!
:-)


 
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