Montag, 5. Januar 2015

Das DurchschnittsWeihnachtsfest


Weihnachten das Fest der Liebe, der Ruhe, des Sich-Besinnens.
Ha!
„Schöner Schmäh!“, sagt der Wiener!

Wenn ich all den Erzählungen glauben schenken kann, die mir so zu Ohren kommen, dann läuft Weihnachten in einer Familie im Jahr 2014 in etwa wie folgt ab:

Es beginnt damit, dass man offenen Auges ins Geschenkedilemma läuft. Egal wie früh man im Laufe des Jahres schon Kostbarkeiten zu horten begonnen hat, statistisch ist es gesichert, dass einem im letzten Moment noch etwas fehlt.
Jedes Jahr wieder!

Die Vorweihnachtszeit verbringt man erfüllt zwischen dem Backrohr und allerlei Firmenweihnachtsfeiern, Christkindlmarktausflügen und Schulaufführungen!
Zusätzlich zum ganz normalen Wahnsinn! Eh klar!

Demnach isst man sich wochenlang mit allerlei winterlichen Köstlichkeiten voll und wird abends herrlich müde unter der Fernsehdecke. Das muss man allerdings übertauchen, denn wer nicht die Möglichkeit hat die Kinder irgendwo abzustellen, verpackt die Geschenke irgendwann des Nachts. Das geht soweit, dass ich von Eltern schon gehört habe, dass es sich nicht richtig „anfühlt“, Geschenke bei Tageslicht zu verpacken.

Am Tag der Tage dann hat man sorgfältig die Großeltern vorgebucht, einen Menüplan und dafür auch alles schon eingekauft. Alles!

Die meisten Mütter bekommen im Endspurt noch einen Aufräum-Anfall. (Anmerkung: als ob irgendjemand auf all das Klump schauen würde, das auf der Kommode steht .. zu Weihnachten!!! HA!) gefolgt vom Aufputzen .. und damit meine ich weder Wohnung noch Baum sondern schlicht die Mama persönlich. Haare top, Make Up 1A und schickes Kleidchen bitte, drunter geht’s nicht. Easy!

Egal. Wesentlich ist, irgendwann kommen die Kinder dann heim. Die Energie die sie dabei in sich tragen reicht locker aus um eine mittelgroße Kleinstadt für 24h mit Strom zu versorgen. Stehen oder sitzen ist genauso unmöglich wie eine „normale“ Lautstärke.
Hat man das „Pflichtprogramm“ durch (ich spreche von singen, Bibel lesen, Blockflöte spielen und andächtig schauen) kann es dann ENDLICH geschehen. Das beschenken und beschenkt werden.
Und man tut als Elternteil gut daran sich zurückzulehnen und genussvoll von Herzen zuzuschauen.

Das ist Weihnachten.

8 Kommentare

  1. Oh ja, du sagst es.
    Für mich fühlte sich Geschenke einfach nur irgendwie einpacken nicht richtig an. Aber wenn ich es so gemacht hätte, wie ich Geschenke einpacke, wäre ich als Christkindl aufgeflogen. Diesbezüglich freue ich mich, wenn die Wahrheit raus ist.
    Allerdings die Augen, als der kleine Herr entdeckt hat, das es Geschenke gibt und die Freude vom Fräulein als sie ihr Geschenkt entdeckt hat, das sie sich soooo gewünscht hat, das bleibt mir lange in Erinnerung, das waren die Momente für das sich das ganze Lohnt...
    lg dodo

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    1. Die Augen... es ist ja das GanzkörperStaunen, das mich fasziniert!!!!

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  2. Na dann beginnt ja jetzt bald wieder Mamis Relax-Zeit?!!? ;-) Guten Start ins Neue Jahr!

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    1. Ja Hallo!!! Wer kommentiert denn da!!!! Ein herzliches Willkommen liebste Astrid!!!
      Und
      Ja, ein bißchen freue ich mich schon auf die Schule..... ;-)

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  3. Nö, unser Durchschnittsfest sieht anders aus, obwohl natürlich ein paar Anklänge zu finden sind. Insbesondere das Zeitmanagement an den Festtagen muss stimmen - das muss minutiös durchgeplant ablaufen, sonst heißt es: in der Kirche stehend den Gottesdienst verfolgen, der Baum ist nur halb geschmückt und die Geschenke längst ausgepackt, bevor endlich zum heiligabendlichen Schlemmen gerufen wird, sodass eine Zeitlücke entsteht, in der allerhand Unfug geschehen kann.
    Aber es klappt dann ja doch jedes Jahr und die Augen leuchten und das Essen schmeckt so köstlich wie immer :) Hinterher fühl ich mich stets wie nach einer gewonnenen Schlacht, müde und glücklich.
    Liebe Susanne, ich wünsche dir ein gutes 2015.
    LG
    Gea

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    1. Liebe Gea! Ich wünsche euch auch ein wunderbares 2015!!
      GLG

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  4. und ganz schlimm wird es, wenn man selbst um 22.30 gerade noch mühsam die augen offen hält, aber die kinder ob der vorweihnachtsaufregung immer noch nicht im tiefschlaf sind. wann soll man denn bitte dann die geschenke verpacken?! !!!! :-) oder noch die letzten geschenk nähen?! (wenn so wie heuer das großkind schon seit dem 19. daheim ist?!) - uff. :-) aber so soll es wohl sein!
    ein schönes neues, nun dauerts wieder fast 12 monate bis zum nächsten mal!
    lg kathrin

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  5. Ach was, Weihnachten findet tatsächlich auch dann statt, wenn nicht alles perfekt ist! Schließlich will ich nicht Teil der Statik werden, die angibt, dass es an Weihnachten die meisten Herzinfarkte gibt...
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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Ich freu mich immer narrisch, wenn ihr euch Zeit für einen Kommentar nehmt!

 
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