Montag, 24. Februar 2014

Aus dem Leben - Partytime


Mütter sind die Chief Executive Assistants ihrer Kinder. Termine verwalten, Termine vereinbaren, Termine wegen Erkrankung absagen, neue Termine vereinbaren. Familientimeplanning oder Chaosmanagement, wie es in Fachkreisen auch noch genannt wird, verlangt einem einiges ab. Hier eine Tennisstunde, dort Ballettuntericht, die Großeltern da, der Kinderarztkontrolltermin dort. An den Wochenenden wollen Freunde, die man tunlichst 2 Monate im vorhinein buchen sollte, besucht (so denn alle gesund sind!) oder das Pandababy im Zoo begutachtet werden.

Und kaum meint man die Basics im Griff zu haben, PENG!, taucht plötzlich eine Kindergeburtstagseinladung auf! Und wie es eben immer so ist, bleibt es nicht bei einer. Die treten häufig in Gruppen auf!
Nun, ihr müsst wissen, was dann folgt.
Der Kalender steht Kopf. Nach eifrigem Schieben und Telefonieren kann man daran gehen den UAWG-Modus zu aktivieren. Man tippt also freundliche Wir-kommen-gerne SMS an Nummern wie „Mama von Annika“ mit der hinzugefügten Bitte um einen Hinweis bezüglich der Geburtstagswünsche. Bis dahin verläuft es stets noch recht übersichtlich. Da die Antworten aber nicht gleichzeitig und vor allem nicht unmittelbar kommen, sondern vorzugsweise in ungünstigen Momenten irgendwann am nächsten Tag, besteht die Konzentrationsübung dann im korrekten Zuordnen der Kette: welche Mutter hat geantwortet - sprich von welchem Geburtstagskind ist die Rede - und vor allem zu welchem MEINER Kinder gehört dieses Kind. Ich kann einfach nicht alle Kinder samt Eltern im Kopf behalten. Was zu weit geht, geht zu weit.
Diese Info ist aber wichtig, denn, unglücklichweise sind die geäußerten Geburtstagswünsche meist sehr schemenhaft. Soll heißen, Antworten wie „Sie mag alles mit Ponies!“, helfen mir nur unwesentlich weiter. Ich bin ein Anhänger der „Wir brauchen Gregs Tagebuch Nr. 6“ - Aussage!  Ich bin ja für Höflichkeit, aber diese Art bescheidener Zurückhaltung halte ich für völlig unangebracht.

Egal. Wenn mir keine konkreten Vorschläge vorliegen, frage ich nämlich meine Kinder. Meine Kinder sind immer sehr konkret. Ich schätze das an ihnen. „Zoe mag Tiger wirklich sehr!“ -Bingo! Eine Schleich-Tiger-Mama samt -Baby liegt bei mir im Cash/Aufwand-Verhältnis ganz oben. Der kleine Mister ist da meist noch exakter. „Der Jonathan will genau das!“ (seine Finger zeigen auf eine Minikraftwerkrobotertralalabauset - Schachtel)
Da ich weiß, wo ich es herbekomme. Danke für den Tipp.

Online bestelle ich so gut wie nix mehr. Wo ich es vermeiden kann, beute ich nicht mehr aus! Zudem, gestehe ich hiermit öffentlich, gehe ich gerne in Buch- und Spielzeuggeschäfte! Wirklich!

Wo war ich? Ach ja. In den nächsten Tage, wenn ich dran denke (oh, wenn ich das nur täte!!) hole ich also die heißen Tipps meiner Kinder ein. Um anschließend möglichst wegeeffizient die Geschenke zu erstehen. Zur Zeit brauch ich nur noch etwas für Miriam (kommender Sonntag), ich habe aber die kleine Miss noch nicht gefragt (es ist immer dasselbe mit mir, tststs).
Zu lange im Vorhinein besorgen ist eh nicht gut! Dann liegen die Sachen entweder rum und wecken bei meinen Kindern Begehrlichkeiten oder sie liegen eben nicht rum und dann weiß ich am Tag X nicht mehr wohin sie verschwunden sind! Vielleicht sollte ich ein fixes Für-andere-Kinder-Fach anlegen oder so. Aber nein, wo denke ich hin, da steht dann mit Sicherheit die Taschentücherbox drin oder 15 Globuli-Fläschchen - Be realistic girl! - Knapp besorgen ist geradlinig. Ein kurzer Aufenthalt in unserem Haushalt tut Fremdspielzeug und meinen Nerven gut!

Meist erst am Tag der Party wird verpackt. Die kleine Miss ist da sehr begeistert dabei und ich ehrlich gesagt auch: also, daran, dass SIE verpackt! :-) Er ist da sehr entspannt, Verpackung ja, Aufwand nein. Naja, man kann nicht alles haben!
Und kaum ist das Ende einer Geburtstagswelle in Sicht, trudelt doch tatsächlich eine Save-the-date-mail bei mir ein. Felix feiert im Juni!!

Happy Birthday!


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7 Kommentare

  1. YES ich mag das auch total gern und ich mache es mittlerweile auch bei geburtstagen, weihnachten, ostern & co nur noch so, dann hat jeder was er mag, fertig!
    glg andrea

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  2. du bringst es immer so wunderbar auf den punkt! herrlich! aber oft fehlt bei uns die zeit, geschenke termingerecht zu besorgen, also kaufe ich sie meist schon einige zeit vorher... um den kindlichen begehrlichkeiten auszuweichen, werden diese SOFORT verpackt (tw. unter mithilfe der kinder) und mit namen versehen. falls ein kind sie dann wieder zu gesicht bekommt, weiß es meist gar nicht mehr soo richtig, was drinnen ist (ergo keine begehrlichkeit ob des inhalts), außerdem steht ja ein fremder name drauf..... und der jüngste ist mittlerweile großteils auch schon aus dem alter heraus, in dem alle geschenke automatisch ihm gehören... :-) puh! happy burzeltag!
    lg kathrin

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  3. Oh ja, genauso ist es!!
    Ich liebe die Einladungen, die so ein bis zwei Tage vor der Feier eintrudeln... da könnt ich glatt auszucken!

    Das Problem mit dem Bespielen der Geschenke haben wir nicht - ich lass diese gleich verschwinden ;-)

    LG, Claudia

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    1. :-)
      Ja verschwinden lassen kann ich sie auch! Das Wiederfinden ist dann das Problem ;-)

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  4. Herrrrrlich! Wenn ich so schön schreiben könnte, könnte das glatt von mir sein. Aber wie du schon schreibst, teilen sich wohl alle Mütter dieses Schicksal :-)
    Viel Spaß bei den diversen Parties!
    Carmen

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  5. Oh ja, so wahr!
    Vor allem auch das Phänomen, dass Kindergeburtstage immer gehäuft auftreten. Oft wochenlang nichts, dann gleich 3 pro Woche!
    Und ich brauch gaaanz dringend Visitenkarten auf denen "Chief Executive Assistant" draufsteht!!! (auch damit ichs mir merken kann)
    lg, Carmen

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