Montag, 10. Februar 2014

Aus dem Leben - Managerqualitäten

Geschafft. Kein Stau. Wir sind wieder aus dem Urlaub heimgekehrt. Und schon zeigt sich warum eine jede Mutter einen mittleren Managementposten mit links schupfen kann. Die Menge schmutziger Wäsche, die wir in einer Woche Skiurlaub erarbeiten, ist respekteinflössend. Es gilt daher folgendes Motto: Abbau der herumstehenden Koffer, Trollies und Taschen bei gleichmäßiger Reduktion des dadurch in der Badewanne entstehenden Wäschegebirges. Fein säuberlich sortiert, nach hell, dunkel, heiß waschen, Wolle und Sportbekleidung läuft meine Beste (meine Waschmaschine) für 2 Tage durch. Wobei das ganze wäscheständeroptimiert abzulaufen hat. Wir haben keinen Trockner (aus Überzeugung) und ich kriege tiefe innere Probleme, wenn die Wäsche zu verknüllt und viel zu eng aneinandergequetscht versucht zu trocknen. Das geht gar nicht. Gar. Nicht.

Dabei muss selbstverständlich Rücksicht genommen werden auf dringend wieder benötigte Bekleidungs- und Lieblingsstücke, sowie auf Neuerwerbungen, deren Färbeverhalten noch unbekannt ist. Ja, sowas kann einem nämlich den Tag versauen!

Die Wäscheständer stelle man dann möglichst luftfeuchtigkeitsfördernd verteilt aber nicht allzu wegebehindernd im Familienreich auf. Auch das Abräumen derselben muss gut organisiert sein. Ich habe einmal gestoppt. Im Sommer (Anmerkung viele kleine Söckchen, kleine Shirts etc.) hat das Abräumen, Falten und Wegräumen einer großen Ladung heller Wäsche (Dunkles ist bis zum Einzug der Pubertät noch in der Minderheit!) exakt 40 Minuten gedauert! Soll heißen, wenn man die 40 Minuten am Stück überhaupt erhält!! Mittlerweile erleichtere ich mir zumindest den Teil des Wegräumens dadurch, das ich es an den jeweiligen Wäschebenutzer deligiere.

Weiters sind auch die heimtückischen Attacken, der Wäsche, die gar nicht mit war, zu berücksichtigen. Handtücher liegen da immer wieder hoch im Trend. Bettwäsche sollte man tunlichst negieren, die ist wäscheständertechnisch nicht einzubauen. Auch sollte man sich nicht allzulange Pausen beim Abbau des Wäscheberges leisten, da die Familie in der Reinigungsphase nicht müde wird bereits wieder Nachschub zu produzieren. Und damit das Ziel - ein halber Tag ohne Wäscheständer in der Wohnung! - nicht erreicht werden kann.

Völlig klar für jede Supermum ist allerdings, dass all diese Dinge unbemerkt nebenher ablaufen. Denn gekocht, betreut, gerettet, getröstet, gespielt, streitgeschlichtet, eingekauft, geplant, aufgeräumt, gesucht und gefunden wird selbstverständlich auch. Ich habe noch keinen Manager getroffen, der das konnte.

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20 Kommentare

  1. Wie wahr! Super beschrieben!!!
    liebe Grüße, Petra

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  2. ein hoch auf die supermums und wäscheständerbezwinger! aber sag mal: ehrlich?! ein halber tag ohne wäscheständer?! geht das bei euch?! ich staune! und dabei haben wir einen trockner (aus der not angeschafft, als kind nr. 2 im anmarsch war, großes stiefkind noch bei uns gewohnt hat, kind nr. 1 ein enormes spuckkind und wir sowieso im hürdenlauf um 3 wäscheständer waren), der aber im sommer gar nicht und im winter nur für bettwäsche und handtücher (5 menschen produzieren derer viele!!!!) benutzt wird. trotzdem stehen mindestens 1 wäscheständer permanent und ein 2. als hin-und-wieder-special-guest in der wohnung im weg - äh. herum. da träumt diese eine supermum hin und wieder mal ganz klassisch von einem eigenen wäschezimmer, damit sie eben diese nicht ständig im hängenden zustand und eigentlich so gar nicht dekorativ in der wohnung zu sehen bekommt. da stellt sie sich ein türchen zum einschließen der wäsche schon SEHR attraktiv vor. und der luftfeuchtigkeit in der wohnung wird einfach mit ein bisserl mehr lüften abgeholfen. soll auch funktionieren, hab ich gehört! :-)
    lg kathrin

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    1. Dazu kann ich nur sagen: wir sind 4! Und an Wäschezimmer oder derlei denke ich nicht, das wäre Supermumquälerei ;-)

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    2. wäschezimmer nur wegen der TÜR!!! zum zumachen!!!! ausschließen des wäscheständers! muss ja nur ein kammerl so groß wie ein wäscheständer sein. mehr nicht. nur aus den augen damit! jeah! :-)
      lg und schönen - wenn geht - wäschefreien tag! ich geh mal betten frisch beziehen. seufz.

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  3. exakt! also ich hab ja 2 waschmaschinen und einen trockner und dennoch immer einen wäscheständer im weg stehen... trockne aber bloß bettwäsche und handtücher drin. den rest häng ich lieber auf. wäschetechnisch mag ich den sommer ja lieber, so ein paar unterhoserln und tshirts sind einfach weniger aufwand als wenn sich im winter eine meute ausdirndlt und obwohl die mama sagt "jeans kann man bitte schon mehrmals tragen" wird alles munter in die beiden wäschekörbe geworfen... ach ja wir sind wirklich SUPER ;)
    glg andrea

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    1. Im Sommer dekoriere ich für gewöhnlich den Garten mit der Wäsche !!! :-)

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  4. :-) was für ein netter Post am Morgen.
    Du hast ja soooo recht. Na gut wir haben einen Trockner, dafür drei Kinder die so unmöglich viel Wäsche produzieren das kann ich selber jede Woche wieder kaum glauben.
    Bei meinen drei Männern überwiegt übrigens die dunkle Wäsche ;-)
    Supermums go!
    GLG Anna

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    1. Das mit der dunklen Wäsche sehe ich auch sehr geschlechtsspezifisch ;-)

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  5. Wahre Worte am Montag Morgen! Und direkt aus meiner Seele gesprochen! Sehr schön!
    Und tolles Foto!
    Wünsche die eine schöne Woche
    liebe Grüsse Michi

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  6. Jaaaaa, so sind wir die Supermamis!! Sehr treffend beschrieben!
    :-)
    Liebe Grüße
    Johy

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  7. Ja, ja, die schlecht bezahltesten Manager der Welt.... ;-))
    Super geschrieben - und so wahr!!
    Wir leben auch mit Wäscheständern - Trockner kommt mir auch aus Überzeugung keiner ins Haus!

    Viel Spaß noch beim Abbau der Urlaubswäsche!

    LG, Claudia

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  8. pointiert wie immer und so wahr!!!! Es ist immer wieder eine wahre Freude bei dir zu lesen!
    Und wenn der Wäscheberg bezwungen ist, warten sicher schon die nächsten Herausforderungen.
    lg
    Anja

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  9. Ich bin mit Überzeugung Wäschetrockner-Besitzerin, da Bügelhasserin und Sockerl-Unterhosen-zurechzieh-Fummel-Hasserin. Aber nebebei, das krieg ich auch hin ;-)

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    1. Oh! Ich bin ja auch so eine sooooo eine Bügelhasserin!!!!

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  10. Supermum! Ich sags ja :-)
    Mein Wäscheständer leidet definitiv an Burnout, zweiten gibt es keinen (nicht aus Überzeugung, sondern weil im Heizraum kein zweiter Platz hat) So hängen die ansehnlichen Stücke schon mal in Ofennähe am Ofenschutzgitter (mustHave mit Kleinkindern, das bleibt also noch ein Weilchen so)
    Ja, und auch hier, hauptsächlich dunkle Wäsche! Ab und zu blitzt was Rotes durch und selten, ganz ganz selten auch was pinkes :-)
    glg, Carmen (die jetzt mal wieder Wäsche aufhängen geht. Natürlich dunkle!)

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    1. Wäscheständer mit BURN OUT!!!!
      Das wäre einen neuen Post wert!!!!

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