Dienstag, 11. Dezember 2018

Nachhaltigkeit im Haushalt - So spare ich Plastikflaschen ein. Ganz auf altmodisch.

Neulich habe ich euch doch erzählt von meiner Wahrnehmungsveränderung hinsichtlich der Plastikflascherln. (hier nachzulesen!) Wenn man mal begonnen hat die Augen diesbezüglich zu öffnen, dann tut es gerade zu weh. Das viele Plastik überall.


Ich würde mich jetzt wahrlich nicht als Nachhaltigkeitsguru bezeichnen. Nein, es erscheint mir nur völlig unverständlich wieso ich z.B. Shampoo in eine Flasche fülle, die 400 - 500 Jahr überdauert. Aber ich befülle/benutze sie nur EINMAL.
Also das erscheint mir doch reichlich … verschwenderisch.

Und obwohl ich nicht an allen möglichen Ecken auf Plastikflaschen verzichte und verzichten kann, so gibt es eben doch die eine oder andere Ecke, da geht es.

So bin ich vor mittlerweile 10 Wochen auf Seife umgestiegen. Im Bad. Zum Duschen. Ganz normale Seife. Nicht flüssig, nicht in einer Plastikflasche. Nein, der klassische Seifenriegel. Einige werden sich noch daran erinnern. Früher gab es davon reichlich in den Drogerien. Heutzutage muß man sie suchen.

Und man findet sie meist in den neuerdings wieder sehr hippen Seifensiedereien, die es hie und da eben wieder gibt.
Ich für meinen Teil bin zur Zeit komplett der Salzseife von Wiener Seife verfallen. Ich mache jetzt bitte hier keine Werbung. Ich meine, dass, wenn euch dieser Weg interessiert, ihr wohl schauen solltet, ob es nicht ein nettes kleines Label bei euch wo gibt. Ich weiß von Walde in Innsbruck und in Deutschland gibt es 100 pro auch ein paar Marken.

Ich verwende die Seife zur Körperreinigung, zum Haare waschen und auch abends zum Gesicht waschen. Durch sie benötige ich auch keine Body Lotion mehr. Also bisher zumindest nicht. Womöglich bei stärkeren Minusgraden. Aber das lasse ich auf mich zukommen.

Auf diese Weise habe ich kein Duschgel-Plastikflascherl mehr, kein Shampoo-Plastikflascherl mehr, kein Conditioner-Plastikflascherl mehr und auch keine Body Lotion-Plastiktube.
Nur eine Banderole Papier und eine Glasflasche vom Apfelessig für die Haarspülung.

Es geht.
Es geht sogar gut riechend!

So. Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Werbung weil ich Wiener Seife und auch Walde genannt habe. Ich verlinke nirgendwohin und ich möchte auch, dass ihr das nicht als Werbung seht. Ich werde nicht bezahlt. Das ist meine persönliche Meinung. Und ich nenne ein Marke. Punkt.

Wenn ihr bei euch Seifenhersteller kennt, die ihr empfehlen könnt, dann nennt sie bitte im Kommentar. Vielleicht sucht ja jemand bei euch in der Umgebung sowas.

Montag, 10. Dezember 2018

Digital Detox - 1. Woche: Steindeko und Rumsitzen


Wie glaubt ihr denn, dass es bei euch wäre?
Oder seid ihr gar nicht "betroffen"?

Freitag, 7. Dezember 2018

gelesen KW 49 - Verkleiden ist nicht dasselbe wie Maskieren

Heute machen wir mal einen auf Spion. Auf 007, wenn ihr wollt. Wobei, nein, es ist wohl mehr "Mission impossible".
Weil es geht ums "Verkleiden", um disguise. Verbergen, maskieren gibt das Wörterbuch her.

Ganz unten findet ihr ein kurzes Interview, dass mit einer ehemaligen "Chief of Disguise" der CIA geführt wurde. Und tja, wenn ihr euch richtig gut "verkleiden" wollt, gilt es ein paar wesentliche Dinge zu beachten:

Photo by Braydon Anderson on Unsplash
Der ursprüngliche Grund, warum sich Agenten verkleiden, ist ihre Sicherheit. Es geht darum zum einen gar nicht erst aufzufallen und zum anderen nicht wiedererkannt zu werden.

Die leichte Verwandlung beinhaltet eine Perücke, eine Brille eventuell Gesichtsbehaarung. Der nächste Schritt wäre eine komplette Gesichtsmaske (ja, die gibt es) und verschiedene Mundstücke, Backenknochen extra, Zähne.

Es geht um folgendes: eigentlich willst du die Person sein, die mit dir im Aufzug war, die du aber in keinster Weise beschreiben kannst. So alltäglich. Und falls doch, dann soll alles woran du dich erinnern kannst, falsch sein. Glatte Haare, Bart, dunkles Haar, breite Schultern.

Nächster Schritt wäre ein Mundstück, das den eigenen Sprech verändern. Man lispelt dann oder lallt ein wenig. Dieserlei Dinge.

Eine Frau zu verwandeln ist vielfältiger möglich als einen Mann. Aus einer Frau kann man glaubhaft einen Mann machen. Aus den meisten Männern keine Frau. Das liegt meist am Körperbau. Breite Schulter kann man zur Not anziehen. Schmale Zierlichkeit nicht.

Photo by Ferdinand Stöhr on Unsplash
Aber, und jetzt wird es interessant, nicht nur das Gesicht und die Körperstatur ist ein Thema. Denn es ist nun mal so, dass eine Gruppe Europäer den einen Amerikaner unter sich meist nach kurzer Zeit identifizieren kann, ohne dass auch nur einer den Mund aufgemacht hätte.
Amerikaner essen anders (im Video hier zu sehen. Schaut euch das an! Ehrlich. Irre, die essen total umständlich), sie rauchen anders und stehen auch anders da. Es gibt viele, viele Kleinigkeiten, die es  für den "Gegner" ein Leichtes machen jemanden zu entlarven.

Das finde ich interessant. War mir so auch nicht bewußt.
Mich tätat ja interessieren, was man so an einer Mama wie mir alles erkennen kann. 
Müde, leicht gereizt
macht 'grad einen Internetentzug ... 
;-)
Schönes Wochenende euch!



Mittwoch, 5. Dezember 2018

Eine Handvoll Shirts - ganz simpel

Ich bin also in die Schmutzwäsche gestiegen um Fotos von getragener Wäsche zu machen. Manchmal geht es nicht anders. Wenn ihr Flecken findet. Warum sucht ihr danach? ;-)


Aus der süßen Shirt Zeit sind wir komplett raus. Meine nähtechnische Herausforderung besteht darin cool-kindlich und für-mich-nicht-ZU-fad unter einen Hut zu bringen.
Manchmal ergibt sich eine erfreuliche Mischung einfach aus den Stoffen, die man so zufällig zwischen die Finger bekommt. (Ich finde diesen Camouflage einfach nur superlässig!)



Der nicht mehr so kleine Mister versorgt sich einfach mit Shirts auf denen er sich Logos von Firmen wünscht, die mir nichts .. ich wiederhole, nichts sagen. Ich kontrolliere dann nur kurzfristig ob das nicht eh irgendwas grausliches ist. Am Ende sind es meist nur irgendwelche Tech-Firmen, die man halt so ganz allgemeinhin schlicht nicht kennt. Aber die Freunde des kleinen Misters kennen sie. Und das ist was zählt.


Naja, und dass wir eine ganz klar gepolte Star Trek Familie sind, das brauche ich ja nicht extra zu erwähnen. Lieutenant Uhura war schon in den 60ern eine coole Figur. In den neuen Verfilmungen ist sie Power pur. Ergo haben wir ein rotes Shirt gemacht.
Der kleine Mister hat ein blaues .. Science. Als ihm in der Schule ein Professor darauf ansprach, von wegen warum denn nicht Gold, weil Cäpt'n, da musste ich zu Hause ganz grundsätzlich mal klarstellen:
1. Gold steht nicht jedem
2. Ich bin der Cäpt'n

:-)

Dienstag, 4. Dezember 2018

Kürbisrezept Empfehlung

Nur kurz was ganz anderes. Wenn ihr Kürbis mögt und auch Knoblauch nicht abgeneigt seid und zudem bei Spinat nicht grün im Gesicht werdet, hier mein Tipp für euch.

Geht schnell, ist voll in der Saison und schmeckt richtig gut.
Ich esse es zur Zeit ANDAUERND!


Morgen geht es hier dann "normal" weiter!
Mahlzeit!

Montag, 3. Dezember 2018

Paartherapie - Movielovers go Jury

Es war einmal mein Leben. Ich hatte richtig viele Freunde, sang in einem Chor, ging auf Parties, regelmäßig ins Kino und wasweißichnochalles.

Man muß wissen, dass man all das, ich wiederhole ALL DAS, verlieren kann, wenn man ein Kind bekommt. Die Wahrscheinlichkeit für den kompletten Verlust des eigenen Lebens, steigt zudem mit der Anzahl der Kinder, die man in die Welt setzt.
Und wenn man das alles mit ein und demselben Mann durchlebt (das war bei mir nicht der Fall), dann ist vermutlich auch die Beziehung, die man ursprünglich mit ihm hatte, weg.

Photo by Banter Snaps on Unsplash
Das Leben tickt anders, wenn man plötzlich Mama und Papa ist und zwar erbarmungslos anders. Viele Beziehungen gehen deswegen zu Bruch (ich weiß das)
Und wenn man es durchsteht, dann besteht die Kunst darin neben Mama und Papa auch noch ein Paar zu bleiben. Mit Herzklopfen, Sex und allem.

Nachdem meine erste Ehe zu Bruch gegangen war, bin ich mit der Beziehung in der ich heute stecke besonders achtsam, wenn es um uns als Paar geht. Alle meine Sensoren fangen an zu leuchten und einen auf Großalarm zu machen, wenn ich auch nur die Chance auf einen potentiellen Beziehungstod am Horizont heraufdämmern sehe.

Anders ausgedrückt: ich bin mühsam.

Photo by Brett Meliti on Unsplash
Vor allem für meinen Mann, der, for the lack of a better word, eben ein Mann ist. Dazu Mathematiker. Mein Mann nimmt viele Dinge, die ich sage wörtlich und ist schlicht unfähig den emotionalen Subkontext zu erkennen, geschweige denn zu lesen.
Ich habe Jahre gebraucht, bis ich das erkannte. Mir war nicht klar, dass man so „trocken“ leben kann.
Nun hat mein Mann aber eine Kollektion an Eigenschaften, die ich sehr schätze. Und so will ich bis heute mit ihm zusammen sein. Mal abgesehen davon, dass ich noch immer bis über beide Ohren in ihn verknallt bin und irgendwie ja eh gar nicht anders kann.

Deswegen habe ich stets Wert drauf gelegt, dass wir irgendwie Zeit für uns hatten. Abseits der Windeln. Abseits der Kinderarzttermine, den unterbrochenen Nächten, den Flascherln, dem Weinen, dem Kinderwagerlschieben, dem Kind in den Schlaf wiegen, dem Sachen nach Hause schleppen und der dauernden bleiernen Müdigkeit.

Babysitter jede Woche waren keine Option. Das wäre zu sehr ins Geld gegangen. Also war es notwendig etwas zu finden, dass wir gerne gemeinsam machen würden wollen .. und zwar zu Hause.

Wir haben Filme bewertet.

Photo by Chinh Le Duc on Unsplash
Wir mögen Filme. (Das könnte euch schon aufgefallen sein!). Wir waren früher oft im Kino. Oft. Im Original. Wir waren da Snobs. Das war wichtig. Punkt.
Und all das war vorbei. So schien es. Die Premieren kamen und gingen und wir waren so beschäftigt mit dem Überleben im Alltag, dass wir von den Filmen aus dieser Zeit erst Jahre später erfahren haben. 
Ich meine .. wir hatten nicht mal von den Filmen gehört!! (man stelle sich das mal vor!)

Netflix gab es damals noch nicht. Also haben wir kurzerhand im Internet nach „den besten Filmen aller Zeiten“ gesucht. Die Top 100, wenn ihr so wollt. Und dann haben wir uns eine Auswahl davon angesehen. Die meisten kannte wir ja schon und das war gut so. Die Idee war nämlich die Filme zu bewerten. Dazu war es notwendig sich nicht allzusehr in den Film hineinsaugen zu lassen. Das ist bei einem guten Film, so man ihn gerade zum ersten mal sieht, aber schwer. Das saugt. Das soll ja so.

Photo by Sabina Ciesielska on Unsplash
Also haben wir uns Filme angeschaut, die wir kannten. Häufig hatten wir sie vor langer Zeit schon mal gesehen. Wir starteten sobald die Kids im Bett waren und hatten die Möglichkeit jederzeit abzudrehen, so aus dem Kinderzimmer akuter Elternbedarf gemeldet wurde, oder aber die Eltern ihrerseits von Müdigkeit übermannt/fraut wurden.

Wir „spielten“ Jury. Und bewerteten in den Kategorien Kamera, Regie, schauspielerische Leistung und Drehbuch. War der Film vorbei, gaben wir Sterne (bis zu 5) und danach redeten wir über den Film.  Warum hatten wir wie bewertet. War das Drehbuch gut? Hat uns die Kameraführung überrascht? Wie ist die Regiearbeit zu beurteilen? Und so weiter und so trallala.
Wir haben dabei oft richtig lang geplauscht … und zwar nicht über die Kinder. Wir waren häufig unterschiedlicher Meinung (ich verstehe bei Drehbuch nicht viel Spaß, mein Mann sieht bei Kamera Dinge, die ich erst beim dritten mal wahrnehme) und diskutierten auch schon mal heftig. Aber es war immer Spaß! Es war immer irgendwie spannend! Das waren WIR!

Warum ich euch das erzähle?
Na, weil das unser Weg ist und ich meine, dass ihr euren Weg habt. Es tut allerdings immer gut zu wissen, dass andere Leute auch kämpfen, um über Wasser zu bleiben, dass man weiß, dass man nicht alleine ist mit diesen extremen Situationen.

Man braucht auch als Paar Quality Time!


 
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