Freitag, 9. Dezember 2016

Der wertvolle Adventkalender


Lange schon bin ich auf der Suche nach einem Adventkalender, der das Prädikat wertvoll verdient.
Letztes Jahr habe ich Legosets (für sie ein Haus, für ihn ein Technik Auto) in 24 Sackerln zerlegt und morgens beim Frühstück dann Kinder sitzen gehabt, die ihre täglichen 12 Bausteine gesteckt haben. Mit Begeisterung!
Ich wollte das wieder machen, aber dieses Jahr habe ich nichts gefunden unter den Lego-Sets, das mir zugesagt hätte.

Also habe ich den November hindurch abgewartet, auf die alles erlösende Idee.  Gut Ding braucht Weile. Und die letzte Minute. So eben auch dieses mal. Im letzten Moment dann eine zunächst schäbig einfache Lösung. Aber mittlerweile hat sich herausgestellt: es hätte besser kaum kommen können!

Wir schenken Zeit,
Alltagserleichterungen im stressigen Advent
und Herzenskleinigkeiten!

Per Gutschein!


Ganz simpel. Im Marmeladeglas. Punkt.
Was für Gutscheine?

1.) Lieblingsessen auf Bestellung:

Meine Kids haben da ihre 2-3 Klassiker, die mir zwar schon bei den Ohren rauskommen, ihnen aber offensichtlich nicht. Mit dem Hinweis, dass ich zur Not noch einkaufen gehen können muss, grinst hier mein Nachwuchs bei Gutschein-Öffnung von einem Ohr zum anderen! Sabbernd.

2.) Etwas NICHT tun müssen:

Nicht Tisch decken müssen, Nicht den Mist raustragen ... dieserlei Gutscheine werden mit einem lauten "YEAH!" begrüßt. :-)

3.) Quality - Time:

Mein Mann und ich haben uns überlegt, was die Kids am liebsten unternehmen oder spielen. Daraus haben wir dann Gutscheine gemacht." 1x Eislaufen" zum Beispiel wurde bereits stürmisch begrüßt. Und "Mama spielt eine Runde UNO" (Anmerkung: ich spiele nie!) war sowieso das coolste überhaupt! Seufz! ;-)

4.) Und ein bissi verwöhnen:

"Nachspeise, auch wenn der Hauptgang nicht ordentlich gegessen wurde!", "1 Folge Drachenzähmen extra - egal welche Uhrzeit!" und "30 Minuten extra Zeit am Computer!". Dieserlei "Süßigkeiten" dürfen nicht fehlen und komplettieren den Adventkalender.

Dazu eine kleine Pinnwand um sich all die wunderbaren Dinge auch noch so richtig vor Augen zu führen. Und man beim Einlösen noch gustieren kann.

Das Einlösen:

Eingelöst wird per Zettelübergabe an einen Elternteil (Nur zur Sicherheit. Sonst werden hier plötzlich nur mehr Palatschinken gegessen. Es sind ja am Ende 48 Gutscheine für uns Eltern bei 2 Kindern. Da ist ein gewisser Überblick gefragt. ;-)
Und die Gutscheine gelten bis Ende der Weihnachtsferien.

Das hat den Sinn meinen sich alles aufsparenden Sohn dazu zu animieren, diese Geschenke an ihn auch tatsächlich zu konsumieren. Zu genießen.
Auch Genuß muss man üben!

Also falls ihr für nächstes Jahr eine harmlose, nette und wertvolle Idee braucht.
Bitteschön!


PS: die Kids planen mittlerweile gemeinsame GutscheintotalTage!
Kinder-ideal-Traumtage werden das!
:-)

Montag, 5. Dezember 2016

Die 6 Dinge, die sich in unserem Leben verändert haben seit wir Katzen haben

Es sind nun etwas über drei Monate. Seither wird hier bei uns miaut. Es kam überraschend schnell. Der Entschluß. Das Suchen. Und das Finden. Und nun leben wir in unser Wiener Wohnung zu sechst. Fußabdrucktechnisch haben wir uns sogar verdoppelt (Schmunzel).

Mein Mann und auch ich, wir hatten zuvor nie eine Katze oder einen Hund. Es war Neuland für uns. Wir hatten viele Bedenken. Für mich ging es viel um Platz und um Gerüche. Für ihn um zusätzliche Arbeit.
Nun, 3 Monate mit James und Vito haben wir jetzt intus. Was hat sich verändert?

1. Die Kinder streiten weniger!

Kein Scherz. Sie sind ruhiger. Sie kommen von der Schule heim und kriechen erstmal eine Weile am Boden rum. Sie tragen die Katzen von A nach B und wieder zurück. Sie füttern, sie streicheln, reden und spielen mit ihnen.
Bei genauerer Betrachtung tun wir das alle. Auch mein Mann und ich.
Das nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass offensichtlich das Streiten zu kurz kommt. ;-)


2. Es ist im Kinderzimmer deutlich mehr aufgeräumt. 

Überraschung! Es liegt kein Lego mehr rum. Es wird durchaus immer noch Lego gespielt, aber es wird am Ende weggeräumt. Das ist neu!
Der Rest liegt immer noch rum. Also Katzen sind kein Wundermittel, aber der Unterschied ist beträchtlich.

3. Es wir mehr gespielt und gelacht.

Die beiden Kater sind ausnehmend unterhaltsam. Wenn sie herumtoben hat das signifikante Ähnlichkeiten mit einem Tom und Jerry Filmchen. Sie rennen auf der Stelle, knallen gegen alles, dem sie in der Hitze des Gefechtes nicht mehr ausweichen können (Und bleiben davon völlig unberührt. Das muss man erst mal kapieren. Katzen zerbrechen nicht an Türen, Tischbeinen oder so. Nö. Superstabil die Dinger!) und finden scheinbar Belangloses faszinierend. Ihre Neugier scheint grenzenlos. Was für mich Dinge wie  Boden aufwischen eigenartig unterhaltsam macht.

Es wird also gelacht. Manchmal laut und schallend, manchmal mehr kichernd und leiser. Dazu kommt, dass - also zumindest der Rest der Familie ICH NICHT - gespielt wird. Also mit den Katzen. Meine Familie riskiert zerkratzte Hände und Füße, läuft lockend durch die Wohnung und hat offensichtlich enormen Spaß dabei. Was, ich gebe es offen zu, mir Spaß bereitet. Die machen sich hier alle total liebevoll zum Dodl. Herrlich!


4. Irgendwie ist mehr Liebe in der Luft.

Okay, wie erklär' ich das jetzt? Wir sind eine herzliche Familie. Hier wurde immer gekuschelt und gebusselt. Dazu kam eben jetzt das Kuscheln mit den Katzen. Ich muss zugeben, dass man ihnen nicht wirklich widerstehen kann, wenn sie da so liegen ... und einfach nur süß sind (Quietsch!) Dann strecken sie sich auch noch und schauen einen so an!

Jeder in der Familie kuschelt mit den Katzen und die Katzen mit jedem in der Familie. Und wenn gerade nicht gekuschelt wird, dann liegt es in der Luft!
Anders kann ich es nicht sagen. Aber es ist nett!

5. Das Badezimmer mieft jetzt manchmal.

Das Katzenklo steht im Bad. Und manchmal, ja, da stinkt's dann im Bad. Wir haben eine Lüftung und einen Spray und kommen damit klar. Als Unterschied ist es aber erwähnenswert. Weil das früher natürlich nicht so war.

6. Man ist nie alleine.

Sind die Kinder aus dem Haus, der Haushalt - vorläufig - erledigt und ich setze mich mal gemütlich hin. Dann kommt kurz danach ein Kater, legt sich neben oder auf mich, schnurrt leise und pennt dann weg.
Das macht das Abschalten für mich enorm viel leichter. Es ist wie Entspannung mit professioneller Unterstützung. Relaxen mithilfe eines Entspannprofis quasi.
Sehr hilfreich!


Sollte unter euch jemand mal darüber nachdenken sich ein Haustier anzuschaffen, dann möge dieser Blogpost als Feldbeobachtung dienen.
Ich hätte mancherlei Info vorab gut gebrauchen können!
Das Nachdenken wäre nicht so zehrend gewesen.
;-)

Mittwoch, 30. November 2016

Nickijacke - das Ersatzteil

Vorweihnachtszeit, 2 Kinder, 2 Katzen, 1 Haushalt, 1 Waschmaschine. Was soll ich sagen. Ach, ich sag' nix. Ich weiß ihr wißt wie es mir geht.

TROTZDEM habe ich die Jacke fertiggestellt, von der ich euch hier ja schon erzählt habe. Ich habe kein Nähzimmer, keine Nähecke. Ich räume jedes mal alles wieder weg, was ich so zum Nähen benötige. Die Stundenpläne der Kinder sind dieses Jahr freundlicherweise so getimet (gesprochen: "getaimt"), dass meine Nähzeitmöglichkeiten auf ca. 20 Minuten am Tag reduziert sind.
Ich könnte natürlich um 5 Uhr aufstehen. Ich könnte natürlich um 23 Uhr weiternähen. Es ist aber nun mal so, dass ich das nicht will. Um 5 Uhr schlafe ich, um 23 Uhr ist Pärchenzeit. Beides ist mir ausgesprochen heilig.

Na und.
Dauert's halt. Wenn das Ergebnis passt, ist's doch wurscht.
Bekannterweise kräht später kein Hahn mehr danach.
Und ich meine, das Ergebnis passt!
Hier kräht nämlich niemand!
;-)





Arbeitszeit: ca. 4,5 h 
Materialkosten: ca.  50 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte:3





Dienstag, 22. November 2016

Das Pflasterdilemma und die Gilmore Girls

Ich bin wieder fit. Der große blaue Fleck ist weg. Schmerzen hatte ich sowieso, abgesehen von den Koliken, nie so wirklich, aber ...
Ich hatte eine ausgesprochen unnötige Erfahrung mit Pflastern. Es stellt sich nämlich heraus, dass frau Pflaster am Finger deutlich besser verträgt als auf dem Bauch. Zieht man sie nämlich von dort genauso runter wie von einem angekratzten Daumen, dann kommt die Haut gleich mit.
Ausgesprochen unangenehm!
So eine Brandblasensammlung in unmittelbarer Wundnähe vereinfacht das Verbinden und Pflegen des eigentlichen Genesungsmittelpunkts nicht wirklich.
Was habe ich geflucht!

Aber abgesehen davon war es wohl das, was man auf der Skala des Leidens, einen Spaziergang nennt. Die Herausforderung bestand eindeutig darin, nicht aufzustehen, nicht Blumentöpfe vom Garten in die Wohnung zu tragen, nicht die Küche umzubauen, nicht nicht nicht.

Und da ich mich kenne, habe ich mich mit Strickzeug und allen Staffeln Gilmore Girls (ich bin noch nicht durch) ans Sofa genagelt. Da in den nächsten Tagen neue Folgen auf Netflix veröffentlicht werden und ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele mir dafür den Gratismonat (und dann wieder raus!) zu genehmigen, lag es nahe die Geschichte dem Gehirne wieder in Erinnerung zu rufen. Wo es doch echten Sitz-still-Bedarf gab.


Auf jeden Fall gebe ich hiermit öffentlich Entwarnung. Ich bin wieder okay. Nur Sport mache ich noch nicht. Da sagt mir mein Körper: "1 vielleicht 2 Wochen noch, Süße, dann ist alles paletti!"
Und natürlich führt das dazu, dass ich noch nie in meinem Leben so wahnsinnig dringend Laufen gehen wollte.

Der Mensch ist ein wandelndes Paradoxon!




Montag, 21. November 2016

Vermisst - Verloren - Herzweh

Es musste ja mal kommen. Naturgesetz. Und doch trifft es eine wie mich mitten ins Herz. Wovon ich rede? Die kleine Miss hat vor ein paar Monaten diese Jacke liegengelassen im ORF Funkhaus in der Argentinierstraße (Okay, wenn schon verlieren, dann wenigstens an einem kultigen Ort! Trotzdem! Autsch!)
Nachgefragt, Foto hinterlegt - weg!
Ich habe Monate gebraucht um es zu akzeptieren. Gute Güte, bin ich eine Gluckerl. Ich könnte kein Maler sein, der seine Bilder verkauft. Gebrauchtes, das den Kids nicht mehr passt, ist ja etwas anderes. Diese Dinge suchen eigentlich ein weiteres Leben. Das krieg' ich hin. Scheint emotional logisch.
Aber einfach "aus dem Leben gerissen". Nein. Geht gar nicht! Schmerzen! Trauer! Uff!


Soweit so furchtbar! Aber nicht nur, dass das gute Teil jetzt eben weg ist, nein, es reißt auch eine Lücke in die Garderobe. Danke sehr!
Nun schieße ich aber keine Jacken aus der Hüfte, weil Zipp. Klar? Ich habe kein alle-Längen-alle-Farben-Zipp-Lager, nein, ich plane Jacken.
Stoffauswahl first, dann Kontrast-Bündchen-Farbenwahl (das schreibt sich hier so locker .. isesabernich!). Dazu kommt, dass mein Stofflager beinahe in einen Schuhkarton passt (ich weiß, total untypisch für die "SZENE", aber wer kein Platz hat, muss halt .. ehschonwissen).

Langes Getippe kurzer Sinn - sowas dauert! Wenn man dann noch den obern erwähnten Verlust verarbeiten muss, ist es ja total logisch, dass ich jetzt kurz davor stehe den, an sich dringend benötigten, Ersatz zu nähen.

So weit bin ich schon!

Blau ist das neue grün. (nein, nicht politisch!) Dem Stoff bin ich aus Sentimentalität treu geblieben (und weil die Miss es so wollte). Was genau wie wird, ist noch völlig offen. Ich habe gekramt in meinem kleinen Stoffkisti und das ist was ich aufbieten kann.
Bandito kann kommen!



Freitag, 18. November 2016

Offene Ohren 2 - Dornröschen / Tschaikowski / Lana del Rey

Zugegeben dieses Musikstück ist jetzt keine Herausforderung fürs Ohr. Tchaikovsky geht halt immer locker rein. Auch wenn man kein klassisch geschultes Gehör hat, aber trotzdem dieses Stück hat eine zu gute Geschichte. Deswegen muss es.
Punkt :-)

Diese Stück Musik hat bei mir 3 Stationen. Es ist eine Reise durch die Zeit .. quasi mit Dornröschen.

1. Station: geschrieben hat den Dornröschen Walzer (und um den ging es diesmal) Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Das Stück ist aus einem Ballett, das die Dornröschen - Geschichte erzählt. Tschaikowski war Russe. In Russland war Ballett immer schon eine ganz große Sache. Er selber fand, Dornröschen sei sein bestes Ballett gewesen. Wann das war? 1890. Das Stück ist also über 120 Jahre alt. Unser Haus auch .. in etwa!

Sleeping beauty cast.jpg
Bildquelle: Wikipedia
2. Station:
Walt Disney hat 1959 einen Dornröschen - Film veröffentlicht. DEN Dornröschen-Film schlechthin. Ganz Kitsch. Dieses Dornröschen gibt es als Barbie-Puppe. Auch in diesem Film kommt der Tschaikowski - Walzer vor.
Wir haben diesen Film mal geschaut. Aus heutiger Sicht ist er wohl ein wenig alt - also im Stil, wie die Geschichte erzählt wird. Aber dieser Film ist ein Klassiker. Er ist berühmt! (Wichtig ;-)
Der Walzer wird hier gesungen - bezaubernd gesungen!



3. Station:
So und jetzt hole ich für die Eltern ein wenig aus.
Im englischsprachigen Raum ist die böse Hexe aus genau diesem Film noch berühmter und noch "beliebter", als Dornröschen. Maleficent, ist die ideale, böse Hexe. Und, und das ist beachtlich, Maleficent ist verteufelt elegant und sieht eigentlich erstaunlich gut aus. Also für eine Hexe!
In den USA ist Maleficent eine Kultfigur. Zu Halloween ist sie gern und häufig anzutreffen. Maleficent kennt jedes Kind, fürchtet jedes Kind. Und alle Girl-Teenager wollen Maleficent sein.

Aus diesem Grund hat Disney 2014 die Geschichte wieder aufgegriffen. Nur dieses mal hat man eine der besten Drehbuchautorinnen (Linda Woolverton - Interview hier) damit beauftragt, die Geschichte zu verändern und sie so zu erzählen, das man erfährt, warum Maleficent sich zu so einer grausamen Tat hinreißen läßt, ein Baby zu verfluchen.
Und Linda Woolverton hat ganze Arbeit geleistet und eine zauberhafte Geschichte geschrieben und diese wird in Maleficent auch noch ganz wunderbar erzählt. Ich halte den Film tatsächlich für einen der besten Filme des Jahres. Echt sehenswert - speziell als Mama! (winkmitdemZaunpfahl)

Und auch in diesem Film kommt der Walzer von Tschaikowski vor. Lana del Rey soult die Tschaikowski'sche Melodie perfekt zum Filmthema der düsteren Heldin. Der fröhliche Walzer klingt hier ganz anders. Dunkel, cool, sehr lässig!
Was man aus einer Melodie alles machen kann.



Dieser Beitrag war eine "g'mahte Wies'n" (eine gemähte Wiese), denn der Film "Maleficent" ist bei der ganzen Familie beliebt und den Hintergrund zum Song zu entdecken, war für alle interessant.



 
© Design by Neat Design Corner