Mittwoch, 20. Juni 2018

Stadt und Land Besonderheiten - die DONAUINSEL

Wien liegt ja bekanntlich an der Donau. Die Donau ist vielbesungen, viebetanzt aber vor allem ist sie über Jahrhunderte weg auch eine Bedrohung gewesen. Für Wien. Überschwemmungen gab es viele. Das alte Flußbett der Donau … sieht aus wie ein Netz, dass sich einfach über die Stadt legt.

Von User:My Friend - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Dem hat die Wiener Stadtregierung eine Insel entgegengehalten. Die Donauinsel.
Heute ist sie ein fixer Bestandteil des Lebens in dieser Stadt, aber die Donauinsel ist - für die, die das womöglich nicht wissen - keine natürliche Insel.

Sie wurde aufgeschüttet um Überschwemmungen zu verhindern. Hochwasserschutz auf wienerisch.
So entstand durch diese Art der Sicherheit vor zuviel naß eben nicht nur die Insel, sondern eben auch die „neue Donau“ .. ein stehendes Gewässer, in dem sich vortrefflich segeln, surfen und natürlich auch baden läßt.
Die Donauinsel selber läßt sich fantastisch beradeln oder mit Rollerskates erkunden. Sie ist 21 km lang. Es zahlt sich also aus.
Man kommt mir der U-Bahn hin oder mit dem Auto, oder auch zu Fuß. Man muß halt an irgendeiner Stelle über eine Brücke .. weil .. Insel ehklar.

Die neue Donau ist ein stehendes Gewässer und bietet enorme Kapazitäten im Falle einer Überschwemmung.
Von User:My Friend - Eigenes Werk, 
CC BY-SA 3.0

Soweit so Fakten.
Ich bin ja nicht so der Donauinsler. Obwohl ich wohl in 20 Minuten ohne Umsteigen dort sein kann. Irgendwie habe ich sie nicht auf meinem Radar.

ABER TROTZDEM!
Bin ich natürlich ein großer Donauinselfan. Man kann dort abends in ziemlich aufgeheizter Atmosphäre essen gehen. Spazieren, Leute treffen. Es ist abends eher laut auf der Donauinsel.
Tagsüber geht der Wiener dort baden. Oder ist im Ruderklub oder surft oder was die Leute halt so alles am Wasser machen.
Das ist eine eigene Welt da auf der Donauinsel bzw. um die neue Donau herum.
Da ist Action. Da wird gelebt!
Vollgas. oder sollte ich schreiben Vollwasser!

Nicht meins, aber trotzdem wirklich cool!

Ja genau .. der "Schwamm" da rechts in oliv. Das ist/war der Verlauf der Donau
- Wien und die unregulierte Donau auf der Josephinischen Landaufnahme um 1790 -


Und dann ist da noch das Donauinselfest. Es findet einmal im Jahr statt. Juni. Eine Art giganto-Rockkonzert. Mehrere Bühnen verstreut auf der ganzen Insel. Irre viele Leute, echtes Gedränge. Laut. Getränkebecher überall. Es ist kaum zum Aushalten. Aber mindestens einmal muß man schon dort gewesen sein. Pflichttermin. Einmal muß man sich die Füße wundgelatscht haben (21 km! lang und nicht jede Bühne liegt direkt an der U-Bahn Station … ehschonwissen), einmal muß man weit weg von der Bahn gewesen sein .. und dann hat es zu regnen begonnen. Live, mitten im Konzert.
Das ist das Donauinselfest.
Ach ja, das Donauinselfest ist - wir sind hier ja in Wien - gratis. Die SPÖ ist der Veranstalter. Das Fest wird allerdings in keinster Weise als politisch erachtet. Das Donauinselfest ist eine Institution. Es ist einfach.
Punkt.

By Tsui or CC-BY-SA-3.0
, from Wikimedia Commons

Nach dem Fest kommt die MA48 in großer Montur und räumt die Insel auf und eine Woche danach sind alle wieder baden, spazieren und radeln.

Dann ist es wieder gemütlich.
:-)






Dienstag, 19. Juni 2018

Plain white Tee ... beinahe

Neulich hatte ich euch vom Nähalltag-soeinfachistesdanndochnicht erzählt. Jetzt ist das Wendekatzen Shirt fertig.
Nicht in grau. Grau war alle. Weiß war noch da. Und wurde als Alternative akzeptiert!

Die linke Mieze ist silber .. ihr seht den Sonnenuntergang!

Die Wendepailetten waren einfach anzubringen. Ich war überrascht. Gewaschen habe ich sie mittlerweile auch schon. 
Also wenn ihr auch so ein Wendekind ;-) daheim habt.
Alles nicht so dramatisch.


Der kleine Mister wiederum ist aus seinem MSDOS Shirt bereits herausgewachsen und wollte es wiederhaben.

Na gut! Machmahalt.
2 sehr einfache aber nichtsdestotrotz lässige Shirts, wie ich meine!

Die MS-DOS Plotterdatei findet ihr unter diesem Post und die Wendepailetten habe ich bei patchmonkeys gefunden.





Freitag, 15. Juni 2018

gehört KW 24 - das zweite Gehirn des Menschen

"Wir haben etwas satt!",  wir finden etwas "zum Kotzen", Dinge schlagen uns auf den Magen, manches muß man erst mal verdauen oder eben mal schlucken.

Damit sind eben nicht Ernährungsziele gemeint, nein, hierbei geht es vielmehr um belastende Lebensumstände, die sich bei uns bemerkbar machen. Körperlich bemerkbar. Nachdem wir ihnen versucht haben aus dem Weg zu gehen. Weil keine Zeit dafür war, weil sie zu groß und bedrohlich schienen, warum auch immer. Der Mensch stellt sich nicht gerne den dunklen Seiten entgegen.

Hält diese Belastung aber länger an, ...

Photo by Stefano Pollio on Unsplash
... , dann kann sich das schon mal manifestieren. Und zwar eben -  ergo all die Redewendungen - im Verdauungstrakt.
Gastritis, Sodbrennen, Reflux, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe .. das Angebot an Unannehmlichkeiten ist manigfaltig und in jedem Haushalt schon mal zu Gast gewesen.
Auch weiter oben kann es einem stecken bleiben. Im Hals nämlich. Man hat dann einen Klos im Hals, oder das Lachen bleibt einem im Halse stecken. In schlimmen Fällen kann es einem schon mal die Kehle zuschnüren.

Und all diese Symptome haben in einem beträchtlichen Anteil der Fälle (in diesem Fall wurde die Zahl 30% genannt) keinen erkennbaren medizinischen Grund. Sie sind demnach psychosomatisch. Soll heißen: sie kommen aus der Seele ... diese leidet.

Ein Beispiel habe ich dazu gestern gehört und das will ich euch erzählen/weitergeben:

Die Geschichte wird von einer Frau erzählt, die erfährt, dass ihre Mutter an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war. Es war ihr klar (der Frau in der Geschichte), dass ihre Mutter maximal noch ein Jahr zu leben haben wird. Und von Tag eins der Diagnose an, bemühte sie sich optimistisch zu sein, wenn sie ihre Mutter besuchte. Sie atmete stets tief durch bevor sie das Zimmer der Mutter betrat und gab sich Mühe ihre Trauer zu verbergen.
Nachdem die Mutter nach ziemlich genau einem Jahr gestorben war, entwickelte die Frau mehrere markante Symptome. Unter anderem hatte sie das Gefühl, das etwas in ihrem Hals steckte. Sie versuchte ständig es hinunterzuschlucken.
Nachts konnte sie nicht schlafen, weil es in ihrem Mund und in ihrem Magen "brannte". Es wurde ein Reflux und eine Gastritis diagnostiziert. Sie erhielt daraufhin Medikamente und die Symptome im Magen reduzierten sich, verschwanden aber nicht gänzlich und auch der "Bissen im Hals" blieb unbeeindruckt.

Photo by Christopher Campbell on Unsplash
Die Frau erkannte dann, dass sie der Verzweiflung, die sie ein Jahr lang unterdrückt hatte und auch der Trauer, die in ihr steckte, Raum geben musste. Sie suchte ein Ritual, in dem sie täglich weinen konnte ohne dabei die Menschen um sich und auch ihre Familie zu belasten.
Sie weinte also unter der Dusche.
Und das half.
Das Erkennen dieser Gefühle, die Anerkennung der eigenen Schwäche und auch deren Akzeptanz haben ihre geholfen.
Nichts anderes.

Wunderschön und bedrückend zugleich.  Auf jeden Fall zum "auf-die-Handfläche-schreiben".
Achte auf dich selber!
Höre auf deinen Körper!
Nimm deine Schwäche an!


gehört:
im Ö1 - Radiokolleg, das diese Woche dem Verdauungstrakt widmete
eine Woche lang nachhörbar hier: Ö1-Radiokolleg

Donnerstag, 14. Juni 2018

Auf meinen Nadeln Juni 2018 und die Fußball WM

ENDLICH habe ich wieder ein Strickprojekt. Und dann auch noch rechtzeitig zur Fußball WM. :-)


Ich stricke sehr gerne vor dem Fernseher .. okay, ich stricke auch gerne überall sonst, aber vor einem Fußball-Match ist das Stricken ein geniales Vergnügen. Es nimmt mir etwaige Aufregung. Ansonsten müsste ich wohl hie und da aufspringen und herumlaufen. Ich könnte dann unabsichtlich den Geschirrspüler ausräumen oder irgendsolchen Unfug.
Oder ich fange an Chips etc. in Endlosschleife in mich zu werfen. Das geht auch nicht. In der Anfangsphase laufen 3 Matches pro Tag. Da rolle ich ja am Ende ins Finale ...

Ich brauchte daher dringend ein Strickprojekt!
Es kann jetzt losgehen!

Dienstag, 12. Juni 2018

Weite Hose in blau oder der dritte Streich

Und hier ist mein dritter Hosenstreich! :-) Meine Garderobe in diesem Sommer ist, wie ich meine, hiermit ausgiebig bestückt.


Die Blaue, wie ich sie nenne, ist mir verwirrenderweise vom Kombinationseck her noch ein wenig fremd. Soll heißen, ich bin mir noch nicht so 100 pro sicher, was denn denn da dazu geht. Ich trage doch reichlich schwarze Oberteile und ich meine halt, dass das mit blau nicht ganz so geht. Schon, aber eben nicht .. na eigentlich gefällt es mir nicht.
Erkenntnismoment* während des Tippens ... hat auch was.

Mit meiner Bluse dazu find' ich mich aber todschick. Ganz mein Ding. Ganz angezogen. Ganz Stil.
Und dabei durchaus bequem!


Hiermit habe ich für dieses Jahr (und womöglich auch für nächstes Jahr)
ausreichend Sommerhosen. Es reizt mich jetzt noch ein Schnittmuster für Röcke auszutesten.
Aber zuerst muss ich mich in Shirts für die Kids üben.
Dringend!
:-)

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Montag, 11. Juni 2018

Selfcare

Ich habe wohl gute 14 Jahre lang intensiven Raubbau an meinem zu Beginn noch recht frischen Körper betrieben.
Es ging nicht anders. Das ist keine Ausrede. Wer zwei Kinder ausgetragen, geboren und dann betreut und umsorgt hat, der möge mir widersprechen.

Dieses Bild ist Jahre her, aber ich spüre es immer noch ;-)

Ich rede heute hier von mir. Ich bin ziemlicher Durchschnitt. Und ich habe jahrelang nicht durchschlafen „dürfen“, weil es meine Kinder nicht zuließen. Ich war so müde, dass ich jahrelang kein Buch lesen konnte. Wenn ich abends beim ins-Bett-gehen sagte „Ich lese noch ein bißchen.“, dann brach mein Mann in schallendes Gelächter aus.
An Sport war nicht zu denken. Ich meine das wörtlich. Ich hatte nicht nur keine Zeit und Kraft für Sport. Ich hatte keine Zeit und Kraft an Sport zu denken. Und ich glaube, damit liege ich ganz in der Mitte der Gesellschaft.
Ich habe nicht mehr an mich gedacht, nicht mehr an mich denken können.

Ich stehe zu all dem.
Meine Kinder sind jetzt an der Grenze zur Pubertät. Die wesentliche Arbeit ist wohl getan. Ich habe sie geprägt und ihnen mitgegeben, was ihre Seele braucht. Was jetzt noch kommt ist Feinschliff (und Kampf ;-).

Und deswegen ist es jetzt an der Zeit wieder auf mich zu schauen.
Einiges hat sich angesammelt. Von Fitness zu reden, wäre ein Farce. Nein, fit bin ich nicht. Ich habe ein wenig zugenommen, aber das stört mich nicht. Das spielt sich bei mir innerhalb der Norm ab.

Dieses Bild kann ich beinahe täglich liefern ...

Es geht mir darum Schritt für Schritt wieder zu lernen auf mich zu achten. Wenn ich alles auf einmal machen würde: Ernährung, Sport und Seele .. pfoah! .. da kenn’ ich mich gut genug, dann mach’ ich gar nichts.
Langsam. Eins nach dem anderen. Ich habe Jahre gebraucht mich „kaputt“ zu machen. Ich werde Jahre brauchen wieder fit und körperlich ausgeglichen zu sein. Die Zeit nehm’ ich mir jetzt.
Die Wäsche kann warten.

Die Fitness ist da natürlich ein langfristiges Ziel, aber da sind aber eben noch andere Dinge.
Mein Rücken schmerzt. Mal mehr mal weniger. Es ist nichts Ernstes, das kann ich spüren. Es sind die Muskeln, die mir fehlen und dann falle ich ins Hohlkreuz. Autsch!

Mein Darm ist seit letztem Winter irgendwie durcheinander. Nichts Ernstes, aber das Gleichtgewicht ist ins Schwanken geraten. Nervt einfach. Geht anders.

Weiters ernähre ich mich wohl zu sauer. Und zu zuckerreich.

Ihr seht schon: da ist einiges zu tun.

Hier und jetzt .. der Startpunkt

Warum ich das hier erzähle?
Na klar. Erstens ist es eine Art der Motivation meinerseits und zweitens: Das ist doch sicher für die eine oder andere unter euch auch ein Thema.
Und ich will euch zeigen, dass ihr nicht alleine seid.
Ich werde berichten .. auch von meinem Weg, meinen Etappensiegen und von meinen Etappenversagen! (Und ich werde versagen!!)
Ich mache mich einfach mal auf den Weg.
Schau’ ma mal!


Wie ist das bei euch?
Welche Themen stehen auf eurer SELFCARE - Liste?
 
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