Freitag, 19. Januar 2018

gesehen KW 3/ 2018 - Delphine

Diesmal wieder etwas Leichtes, etwas zum Lächeln, das einem zeigt, es gibt auch noch gute News. Auch wenn es um Delphine geht und diese Tiere gejagt und bedroht werden.
Es ist wunderbar ihnen zuzusehen und über sie zu lernen.

So konnte man belegen, dass Delphine sich im Spiegel selber erkennen. Was eine außergewöhnliche Gabe ist auf dieser Welt. Nur eine Handvoll Tiere sind dazu in der Lage.
Es ist traumhaft kurios zu sehen, wie ähnlich sie sich verhalten!



Und wenn wir gerade dabei sind. Offensichtlich finden nicht nur wir Delphine lustig und interessant. Nein, das verhält sich genauso auch andersrum! :-)


Ich weiß, es geschieht auch diese Woche viel zu viel in der Welt, aber trotzdem oder vielleicht sogar deswegen!

Delphine tun der Seele gut. 
Als Beweis schaut euch jedes Video 2 mal an!
Es funktioniert!
:-)

Dienstag, 16. Januar 2018

Wendejacke Doppelgänger

Heute zeige ich euch meine erste Wendejacke, die dazu komplett ein Nachbau ist. Nix Kreativität auf meiner Seite. Ganz "genau die"- Bestellung der kleinen Miss.
Also habe ich Stoffe gesucht und Wendezipp dazu und habe eine Wendejacke nach dem Tutorial von Nell genäht.


Und was soll ich sagen: Nix Kreativität schaut auch richtig gut aus! :-)

Auch was!

Schnittmuster: Bandito von Farbenmix
ziemlich genau so gesehen bei Nell


Freitag, 12. Januar 2018

gelesen KW 2 /2018 - Gerrymandering

Viel seltener als man gemeinhin so glaubt wird direkt gewählt. Soll heißen, die Anzahl der Stimmen  ergibt direkt den Prozentanteil im Endergebnis. In Österreich ist die einzige direkte Wahl die Bundespräsidentenwahl.
Bei allen andere Wahlen wird gerechnet, angerechnet, umgerechnet. Das hat so seine Gründe und scheint auch sinnvoll (wenngleich man es trotzdem erstmal verstehen sollte. Die ganzen Statistik Gründe warumwiesoweshalb .. aberwerwillsichdasschonantun!)

Photo by Arnaud Jaegers on Unsplash
Heute erkläre ich euch aber etwas, dass in den USA in den letzten 10 Jahren überhand genommen hat. Und zwar in einer Form, dass man von ernsthafter Demokratiegefährdung reden kann.

Es nennt sich Gerrymandering und ist der professionelle Ausdruck dafür, sich seine Wahlbezirke so zurechtzuzimmern, dass einem das Ergebnis entgegenkommt.

Photo by Courtney Hedger on Unsplash

Das Wahlmännersystem sagt euch ja wohl noch was. Jeder Bundesstaat in den USA sendet eine fixe Anzahl von Wahlmännern zur Präsidentenwahl und alle Wahlmänner eines Bundesstaates müssen den Vertreter jener Partei zum Präsidenten wählen, der im Bundesstaat die Mehrheit der Stimmen hat.

Wohl aber nicht die Mehrheit der Stimmen der Wähler, nein, die Mehrheit der gewonnen Bezirke.

Ein Bundesstaat wird demnach in Bezirke unterteilt. Das ist ja auch bei uns so üblich und wohl auch sinnvoll um den Aufwand überschaubar zu halten.
Aber wie werden diese Bezirke festgelegt bzw. von wem und wann?

In den Vereinigten Staaten erhält die Partei, die gerade an der Macht ist nach jeder Volkszählung (alle 10 Jahre) das Recht in dem jeweiligen Bundesstaat neue Grenzen für die Bezirke zu ziehen.
Das ist, wenn ich es richtig verstehe, schon immer so gewesen. Und natürlich haben beide Parteien versucht irgendwie Vorteil daraus zu ziehen.

Aber in den letzten Jahren hat die republikanische Partei der Demokratie gezeigt, wie man mit ihr spielen kann. Mitthilfe von BIG DATA und Computern haben sie in ihren Bundesstaaten teilweise skurrile Bezirke kreiert. Einzig mit dem Ziel deutlicher und womöglich sogar bei weniger absoluten Stimmen zu gewinnen und damit an der Macht zu bleiben.
Wenn ihr nicht genau versteht, wie das gehen soll. Hier ein 60 Sekunden Video, dass das Prinzip erklärt.


Wenn ich also die Bezirke geschickt manipuliere, kann ich einen Sieg von 56% (wenn also 44% auf die Demokraten entfallen) ...

hier am Beispiel Pennsylvania

.. in eine 13 von 18 Mehrheit verwandeln. (siehe unteres Bild) Wohlgemerkt, jeder dieser 13 Bezirke wird jetzt von einem Republikaner vertreten.


Das verzerrt das tatsächliche Wahlergebnis .. ich möchte sagen ins Groteske.

Also nochmal: ich will den Bundesstaat gewinnen und ich weiß, zum Beispiel, die Afro-Amerikaner, die wählen mich nicht, also muss ich dafür sorgen, dass entweder die Häuserblocks, in denen viele von ihnen wohnen, so auf Wahlbezirke aufgeteilt werden, dass diese Wählerstimmen einfach untergehen in der Anzahl meiner Wähler (das nennt man dann "cracking") oder, wenn es zu viele sind und sich das "cracking" nicht ausgeht, dann muss ich sie zu einem für mich Katastrophen - Bezirk zusammenfassen, sodaß ich halt diesen einen Wahlbezirk abschreiben muss (Fachausdruck dazu: "packing").

Wobei genau dieses, mein Beispiel, anhand der Hautfarbe zu sortieren, dann doch nicht erlaubt ist. Und trotzdem gab es einen Wahlbezirk in Florida, der genau das machte.



Arnold Schwarzenegger - an sich immer ein Republikaner - hat lautstark dagegen protestiert mit den Worten: "Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich die Politiker ihre Wähler aussuchen und nicht die Wähler die Politiker!"

Wenn ich es richtig verstehe, haben sich die Republikaner mit dieser Methode die Mehrheiten im Kongress (Senat und Repräsentantenhaus) geholt. (nur kurz: der Kongress ist die Legislative in den Staaten, dort werden die bundesweiten Gesetze beschlossen.) Und wohl auch die 3 Millionen Stimmen, die Hillary Clinton mehr erhielt, scheinen zumindest teilweise vergerrymandert worden zu sein.

Um der Sache aber einen kleinen fiesen Twist am Ende zu geben, mache ich darauf aufmerksam, dass die absolute größte Mehrheit der Amerikaner aber GAR NICHT gewählt hat (also 2016). Gut 45% haben ihre Stimme gar nicht abgegeben. Und vom Rest hat der größere Teil auch nicht Trump gewählt und zwar nicht nur weil Hillary 3 Millionen Stimmen mehr bekommen hat. Nein, weil da ja noch ein paar weitere Kandidaten waren, was bei uns ja gar nie erwähnt wird. (genau Ergebnisse findet ihr hier)
Soll heißen: wenn ihr an irgendeine Tür klopft in den USA und fragt ob der- oder diejenige Trump gewählt hat, dann würdet ihr in über 3/4 der Fälle ein Nein erhalten.

:-)
Hm!

Womöglich ist dieser Post ein wenig wirr. Das mag am Thema oder an der Uhrzeit liegen (1.32 Uhr - Huch!) Aber für den Fall, dass diese Sache euch ein wenig den Glauben raubt an die Menschen und an die Chancen uns noch zu retten, häng' ich euch ein Ellen Video dran.
Alle Leute, die nicht mehr wissen wofür man eigentlich noch die Daumen drücken sollte, die kriegen von mir täglich 30 Minuten Ellen De Generes verschrieben!
Gern geschehen!





Hierzu habe ich viel gelesen und geschaut:
Verzerrte Demokratie - die Zeit
Gerrymandering  - Wikipedia
Der Preis des Irrsinns - Wiener Zeitung
Gerrymandering  - John Oliver (zumindest ein bißchen lustig :-)
Stacking, Cracking and Packing - Youtube Beitrag
Who are the Americans, who didn't vote for Trump - The Guardian

Die Bilder von Pennsylvania stammen aus dem John Oliver Video.

Angaben zur Karte von Florida: Von GIS (congressional districts, 2013) shapefile data was created by the United States Department of the Interior. 2: Data was rendered using ArcGIS® software by Esri. 3: File developed for use on Wikipedia and elsewhere by 7partparadigm. - GIS shapefile data created by the United States Department of the Interior, as part of the "1 Million Scale" geospatial data project. Retrieved from: http://nationalatlas.gov/atlasftp-1m.html?openChapters=#chpbound, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31630118

Mittwoch, 10. Januar 2018

Stadt - Land .. Coming Soon

Wusstet ihr, dass Wien die zweitgrößte deutschsprachige Stadt der Welt ist? Nur Berlin ist größer bzw. hat mehr Einwohner. Nicht München, nicht Hamburg, nicht waseuchsonstnocheinfällt: Wien.

Ich persönlich fand das überraschend. Wien hat den Beigeschmack ein kleines Weltstädtchen zu sein. Immer ein bißchen abseits, immer ein bißchen im gestern.


Aber wir sind nunmal 1,8 Millionen Menschen, was, das muß man zugeben, einfach nicht mehr wenig ist. Und das sind nur jene, die IN der Stadt leben. Der Speckgürtel um Wien ist beachtlich und reicht bis ins nördliche Burgenland hinein. Wäre im Westen nicht der Wienerwald ... man wagt gar nicht daran zu denken.
Nun ja, warum schreibe ich das.

Wir, meine Familie, waren drei Sommer lang auf Österreichrundfahrt. Wir waren beinahe überall (verdammt geiles Land ganz nebenbei). Dabei haben wir versucht stets günstig, häufig auf Bauernhöfen, die Zimmer oder Apartments bieten, zu übernachten. Und da lernt man dann Leute kennen, die ihr Leben lang noch nie in Wien waren.


So haben wir uns mit einer Bergbauernfamilie unterhalten, deren Leben so ganz anders ist als unseres. Krass anders. Schön aber auch höllisch anstrengend. Und da haben wir etwas gehört, dass mir zu denken gab. Im lernenden Sinne.
Der Bauer dort sagte:
Okay, das scheint ja auch irgendwie logisch und verwirrend bewundernswert sowie gleichzeitig absurd verschreckend. 2 mal um die Ecke, echt? LINZ? (oh was bin ich für ein Snob!)



Dieser Satz bebte in mir nach. Lange Zeit. Dann kamen die Bundespräsidentenwahlen und die Landkarte, die das Ergebnis zeigte.
Die ländliche Gegend hatte Norbert Hofer gewählt, die Menschen in den Städten Alexander Van der Bellen. Und weil in den Städten und ihrer Umgebung eben mehr Wähler leben als am Land wurde Van der Bellen unser Präsident und das obwohl ganz Österreich blau aufleuchtete.
Der Gegensatz zwischen Stadt und Land besteht eben nicht nur in der unterschiedlichen Entwicklung des Orientierungssinns. Erinnert euch, auch der Brexit wurde am Land beschlossen.
Wir leben in einer Zeit, in der sich Stadt und Land auseinanderleben und doch gleichzeitig ganz fest aneinanderhängen.

Und es wird noch ein Stück weit politischer heute. Neulich im Zuge des Nationalratswahlkampfes ließ dann der H.C. die Bemerkung fallen, dass er (er kommt wohl aus dem 3. Bezirk) sich mittlerweile nachts nicht mehr über die Landstraßer Hauptstraße gehen traue.
Nun, einem Wiener gibt diese Aussage maximal dahingehend zu denken, was denn mit dem guten H.C. nicht stimmt. An der Landstraßer Hauptstraße kann es nämlich nicht liegen.
Warum sagt er so etwas?
Eh klar. Alles, was ein Politiker sagt, zielt auf eine Gruppe Menschen ab, die er für sich gewinnen will. Und es ist klar, dass Menschen, die nie in Wien waren und vermutlich von der Landstraßer Hauptstraße noch nie gehört haben, zumindest nachdenken darüber wie unsicher und gefährlich doch so eine Stadt ist.

Und wir reden hier von Wien!



Soweit so Stadt-Land. Ich bin ja der Meinung, jeder darf wählen, wen er will. Aber ich bin eben auch der Meinung, jeder sollte sich seine Meinung selber bilden (können). Also möglichst selber. Das ist nämlich heute schwerer als jemals zuvor. Es gibt einfach zuviel und zuviel manipulative Information. (und ich lese 2 Stunden Zeitung täglich).

Also will ich mit euch zusammen einen Beitrag leisten, der uns hilft gegenseitig zu verstehen, wie das Leben eben dort ist, wo man selber nicht lebt.
Es gibt nämlich einen Haufen Unterschiede, abseits von der Anzahl der Häuser pro km2.

Also werde ich jedes Monat ein Thema vorgeben und dazu selber einen Post zum Leben aus Wien schreiben. Der zweitgrößten deutschsprachigen Stadt der Welt.
Und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dann erzählt, wie das so ist woanders zu leben. Am Land, in einer kleinen Stadt, in den Bergen, am See.
All das kenne nämlich ich nicht.
Und ich will verstehen, wie das ist. Nicht nur wegen der Politik, nein einfach so. Weil ich das wissen will, weil ich das spannend finde.
Ach, ich hätte Fragen über Fragen an euch alle!



Und wer von euch auch in einer Großstadt lebt (besonders auch in Wien). Super Bingo. Ich bin ja nur eine Person und meine Worte sind nicht die singuläre Wahrheit. Ich kann nur aus meiner Perspektive berichten. Jeder erlebt seine Stadt doch anders. Also her damit! Schreibt es nieder. Seid dabei!

Am 1. Februar werde ich das erste Thema bekannt geben und ich hoffe sehr,
dass ihr euch dafür interessiert und mitmachen werdet!

Montag, 8. Januar 2018

Auf den Nadeln - Jänner 2018


Ein guter Schal ist lang. Klar. 2mal rumwickeln plus solider Überhang. Mindestens. Wie lang ist das so? In Metern kann ich das nicht beantworten.

Ich beantworte diese Frage in Monaten und zwar abhängig von der Anzahl der anfallenden Auftrennmanöver!

So wie die Dinge zur Zeit stehen, kann ich sagen, daß ein guter Schal locker 2 Monate lang ist und dass dieser hier eigentlich schon fertig ist, hätte ich nicht einen kompletten Streifen wieder auftrennen (müssen), weil farblich ganz schlechtes Karma.

Das absolute Längendilemma sehe ich aber allmählich am Horizont aufstricken, denn der aktuelle Streifen ist bald fertig und halswickeltechnisch sind wir - also der Schal und ich - noch nicht im Optimum angekommen.

Seufz!


Also noch ein Streifen?
Erfahrungstechnisch führt dieser Streifen dann aber zu einer empfindlichen Längenzunahme von vermutlich gut 10 Monaten.
Warum kenn' ich mich nur so gut?
Naja, bisher sind die Nadeln ja noch nicht gefallen und es besteht daher so etwas wie Hoffnung an einem Wollfaden hängend.

Aufgegeben werden ja bekanntlich Briefe, oder so ...
Und was für ein Farbton? Der nächste Streifen, meine ich?
Ach, ich geh' jetzt mal kochen!



Anmerkung:
Das Muster kam letztes mal bei euch gut an. 2 re 2 li im 2-reihigen Wechsel. Simpel total. Mit dem genialen Effekt, dass sich das Teil dann nicht rollt. Sowas schönes Gerades habe ich noch nie gestrickt!


Samstag, 30. Dezember 2017

12tel Blick - Dezember

Ich bin am 24.12. um 15:00 Uhr in den Burggarten gelaufen. Ja, an dem Tag, an dem alle anderen sich unter dem Christbaum treffen. Da wir aber erst am 25. feiern, bot sich da die Gelegenheit. mein Jahresabschlußfoto an einem speziellen Tag zu machen.  Es war gerade noch genug Licht für ein Foto. Klare Luft, heftiger Wind, gar nicht so wenig Menschen, wie man erwarten würde. Ruhe. Die Bäume komplett kahl. Alle.

Die Menschen waren eingewickelt. Fotos machend. Spazierengehend. Händchen haltend (generell stelle ich fest, dass viel Händchen gehalten wird .. das ganze Jahr über :-)


Ich werde ihn vermissen, diesen "Pflicht"besuch in meinem Burggarten. Ich habe mich dort immer schon wohl gefühlt, durch diese Jahresfotoreise sind wir einander jedoch noch ein Stück näher gekommen.

In mir ist die Suche nach einem neuen Fotoflecken für 2018 bereits angelaufen. Aber ich will noch nicht darüber nachdenken. Dieses Jahr war schlicht so wunderbar für mich.
Allerdings denke ich, dass die Kombi Menschen/Natur eine gute ist. Ich halte also in meinem Kopf ein paar Szenarien parat und werde es am Ende genauso machen wie in diesem Jahr.
Ich werde einfach HINGEHEN.
Dann weiß ich ja, welcher Ort es geworden sein wird! :-)

So einfach sind die Dinge manchmal!



 
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